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Wissenschaft im Spannungfeld zwischen dem Dienst an der Menschheit und Macht

Title: Wissenschaft im Spannungfeld zwischen dem Dienst an der Menschheit und Macht

Academic Paper , 2017 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Charlotte Hüser (Author)

Sociology - Knowledge and Information
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit betrachtet die Wissenschaft im Spannungsfeld zwischen dem Dienst an der Menschheit und Macht. Dabei wird sowohl auf das politische und wirtschaftliche Interesse an der Wissenschaft, als auch den aktuellen Istzustand eingegangen.

Im Kurs "Praxis der Forschung" haben wir uns mit der Wissenschaft als Praxis über die Disziplingrenzen hinweg befasst. Ziel war es sich "mit den Prämissen wissenschaftlicher Praxis" und ihrer Rolle, den Theorien und internen Veränderungen auseinanderzusetzen. In der Wissenschaft wird heute nicht mehr nur die Erkenntnis, also der "offizielle Output", sondern auch der Weg zur Erkenntnis betrachtet.

Wie auch die Wissenschaft sich dadurch, dass sie in "mannigfaltige soziale Kontexte eingebettet" ist, ständig verändert, ist auch die Forschung und Theorie über die Wissenschaft mittlerweile in einem fortlaufenden unvorhersehbaren Transformationsprozess. Dies ist ein spannendes "eigenständiges, noch junges und in Entwicklung befindliches, integratives Forschungsgebiet".

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wissenschaftswissenschaft

3. Wissenschaft

3.1 Wissenschaft im Dienste der Menschheit

3.2 Wissenschaft und Macht

3.2.1 Poltisches Interesse an der Wissenschaft

3.2.2 Wirtschaftliches Interesse an der Wissenschaft

4. Istzustand: Verstrickung und Angst

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das ambivalente Spannungsfeld zwischen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft, wobei sie kritisch hinterfragt, ob die Wissenschaft primär dem Wohle der Menschheit dient oder zunehmend machtpolitischen und ökonomischen Interessen unterworfen ist. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Konsequenzen dieser Verstrickungen für die gesellschaftliche Wahrnehmung sowie auf die Notwendigkeit ethischer Selbstreflexion innerhalb des Wissenschaftssystems.

  • Die historische Transformation der Wissenschaft von der Erkenntnissuche hin zu einem komplexen sozialen System.
  • Das Spannungsfeld zwischen der wissenschaftlichen Wohltätigkeit für die Gesellschaft und dem Streben nach Macht.
  • Die zunehmende Abhängigkeit der Forschung von wirtschaftlichen und politischen Geldgebern und deren Einfluss auf die wissenschaftliche Autonomie.
  • Die Entstehung gesellschaftlicher Skepsis und Wissensklüfte durch die Popularisierung von Forschungsergebnissen.
  • Die Bedeutung der Wissenschaftsethik und Wissenschaftstheorie zur Bewältigung der resultierenden Vertrauenskrise.

Auszug aus dem Buch

Wissenschaft im Dienste der Menschheit

Die Liste der Wohltaten der Wissenschaft für die Menschheit ist endlos und muss im Einzelnen hier nicht ausgeführt werden.

Durch die Institutionalisierung der Wissenschaft seit dem 18. Jahrhundert durchdringt sie heute nahezu jeden Bereich des modernen Lebens. Allein die Bildungsinstitution Schule prägt das Leben aller Bürger unserer Gesellschaft. Daneben wurden - nur um ein Beispiel zu nennen - im 19. Jahrhundert staatliche Impfstellen eingeführt, durch die das erneute Ausbrechen verheerender Epidemien, wie Pest und Cholera, nahezu vollständig vermieden wurde. Auch im Bereich der Lebensmittelsicherheit hat die Wissenschaft fraglos großartiges geleistet. Wobei die staatlich gelenkten Kontrollen unseres Versorgungssystems unsichtbar wie ein „Spamfilter“ quasi im Hintergrund unseres Alltags ablaufen und von der Gesellschaft mit so großer Selbstverständlichkeit als Vorhanden angenommen werden, dass sie weder bemerkt noch gewürdigt werden. Für den Menschen sind solche wissenschaftlichen Errungenschaften und Erkenntnisse oftmals lebensrettend und die Wissenschaft stellte über lange Zeit für sie „den Motor des Fortschritts“ dar.

Die Einführung der akademischen Freiheit der Lehre und Forschung im 19. Jahrhundert, die später in Artikel 5 Abs. 3 S. 1 Grundgesetz ihren Niederschlag gefunden und damit verfassungsrang erhalten hat, macht die positive Bedeutung der Wissenschaft für die demokratische Gesellschaft deutlich.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung erläutert den Fokus auf Wissenschaft als Praxis und beschreibt den fortlaufenden Transformationsprozess des Forschungsfeldes Wissenschaftstheorie.

Wissenschaftswissenschaft: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung der „Science of Science“ und betrachtet die Wissenschaft zunehmend als integriertes soziales System im gesellschaftlichen Reproduktionsprozess.

Wissenschaft: Dieses Kapitel erörtert die Grundspannungen der Wissenschaft, die zwischen dem Dienst an der Menschheit und dem Streben nach machtvoller Erkenntnis oszilliert.

Wissenschaft im Dienste der Menschheit: Hier werden die positiven gesellschaftlichen Errungenschaften der institutionalisierten Wissenschaft wie Fortschritte in der Medizin und Bildung beleuchtet.

Wissenschaft und Macht: Dieses Kapitel analysiert das Ende des grenzenlosen Fortschrittsglaubens und die zunehmende Instrumentalisierung von Wissen durch staatliche und wirtschaftliche Akteure.

Poltisches Interesse an der Wissenschaft: Es wird diskutiert, wie die Janusköpfigkeit der Wissenschaft – ihre konstruktive wie destruktive Kraft – die öffentliche Unschuld des Wissenschaftsbetriebs nach Kriegen verloren gehen ließ.

Wirtschaftliches Interesse an der Wissenschaft: Das Kapitel behandelt die wachsende Abhängigkeit der Forschung von privaten Geldgebern und die resultierende Gefährdung der wissenschaftlichen Autonomie.

Istzustand: Verstrickung und Angst: Hier werden die Konsequenzen der engen Verknüpfung von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft beschrieben, die zu Skepsis und Vertrauensverlust in der Bevölkerung führen.

Ausblick: Der Ausblick fordert eine stärkere ethische Selbstkontrolle der Wissenschaftler und betont die Rolle der Wissenschaftstheorie zur Stärkung der Demokratie.

Schlüsselwörter

Wissenschaft, Wissenschaftswissenschaft, Wissenschaftstheorie, Macht, Forschung, Finanzierung, Autonomie, Ethik, Gesellschaft, Erkenntnis, Fortschritt, Vertrauenskrise, Wissenschaftsethik, Wissenskluft, Populismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Wissenschaft als soziale Praxis und ihrem ambivalenten Spannungsfeld zwischen der Unterstützung gesellschaftlicher Wohlfahrt und der zunehmenden Abhängigkeit von politischen sowie wirtschaftlichen Machtinteressen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Analyse konzentriert sich auf die historische Entwicklung der Wissenschaftsforschung, die Bedeutung akademischer Freiheit, die Verstrickung von Forschung und ökonomischen Interessen sowie die daraus resultierende gesellschaftliche Vertrauenskrise.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu beleuchten, ob die moderne Wissenschaft dem Menschen oder der Macht dient, und die methodischen sowie ethischen Konsequenzen dieser Abhängigkeiten zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Aufarbeitung bestehender wissenschaftstheoretischer Literatur und Fachbeiträge zur Wissenschaftssoziologie und Wissenschaftsethik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Wissenschaft, die Untersuchung der staatlichen und wirtschaftlichen Einflussnahme auf Forschungsprojekte sowie die Analyse der wachsenden Skepsis der Bevölkerung gegenüber wissenschaftlichen Institutionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Wissenschaftstheorie, Autonomie, Macht, Vertrauenskrise, Wissenschaftsethik und Forschungstransformation.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Wissenschaft im Kontext der Demokratie?

Die Autorin betont, dass eine reflektierte Wissenschaft eine unverzichtbare Voraussetzung für den Erhalt der Demokratie ist, wobei Wissenschaftler eine moralische Verantwortung für ihr Handeln tragen.

Welches konkrete Fallbeispiel wird angeführt, um das Misstrauen gegenüber der Wissenschaft zu verdeutlichen?

Als Beispiel für das gestörte Vertrauensverhältnis zwischen Bürgern und Wissenschaft werden die Debatten um den Einsatz von Glyphosat sowie die Skepsis gegenüber staatlichen Impfempfehlungen genannt.

Welche Konsequenz zieht die Arbeit aus der zunehmenden Komplexität wissenschaftlicher Finanzierung?

Es wird argumentiert, dass die Abhängigkeit von ergebnisorientierten Geldgebern die wissenschaftliche Autonomie gefährdet und Forscher zwingt, neben ihrer fachlichen Qualifikation auch strategisches Handlungsgeschick zu entwickeln.

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Details

Title
Wissenschaft im Spannungfeld zwischen dem Dienst an der Menschheit und Macht
College
Zeppelin University Friedrichshafen
Grade
1,7
Author
Charlotte Hüser (Author)
Publication Year
2017
Pages
16
Catalog Number
V510259
ISBN (eBook)
9783346096586
ISBN (Book)
9783346096593
Language
German
Tags
wissenschaft spannungswelt dienst menschheit macht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Charlotte Hüser (Author), 2017, Wissenschaft im Spannungfeld zwischen dem Dienst an der Menschheit und Macht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/510259
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