Feste im Islam. Eine kurze Einführung


Hausarbeit, 2015
8 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Der islamische Kalender

3. Islamische Hauptfesttage
3.1 Das Opferfest
3.2 Das Fest des Fastenbrechens

4. Weiter Feste
4.1 Geburtstag Muhammads
4.2 Muharram
4.3 Nacht des Schuldenerlasses

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Der Islam ist eine der größten Weltreligionen, der mehr als 1,3Milliarden Menschen angehören. Genau wie auch das Christentum oder der Hinduismus hat es eine weit zurückreichende Geschichte, seine eigenen Schriften und seine individuellen Stellungen zu Themen wie der Stellung der Frau, Menschenrechte und Erziehung. Gleichzeitig wird der Islam aber auch durch die kulturellen und gesellschaftlichen Traditionen geprägt, hat eigene Sitten und Gebräuche sowie eine Vielzahl verschiedener Feste.

In der vorliegenden Hausarbeit möchte ich eine einige dieser besagten Feste vorstellen und dabei besonders auf die beiden Hauptfeste (Opferfest und Fest des Fastenbrechens) sowie drei weitere, kleinere Feste eingehen: den Geburtstag Muhammads, Muharram und die Nacht des Schuldenerlasses. Zu Beginn möchte ich erläutern, inwieweit der islamische Kalender bei der zeitlichen Festsetzung der Feste eine bedeutende Rolle spielt.

2. Der islamische Kalender

Setzt man sich mit den verschiedenen Festen im Islam und ihren Feiertagen auseinander, so lässt sich ein wesentlicher Unterschied zu den Festen der christlichen Kulturen feststellen: Anders als beispielsweise Weihnachten, welches in Deutschland jedes Jahr im Winter gefeiert wird, kommt es im Islam immer wieder vor, das ein Fest einmal im Dezember und einige Jahre später im Juni gefeiert wird. Dies hängt mit dem islamischen Kalender zusammen, den ich im Folgenden kurz erläutern möchte.

Der Beginn der islamischen Zeitrechnung wird auf das Jahr der Hidschra festgelegt, genauer den 16. Juli 622n. Chr. Zr., als der Prophet Muhammad seine Heimatstadt Mekka verließ um nach Medina auszuwandern. An diesem Ort fand die Festlegung des reinen Mondjahres statt, das sich deutlich von dem Mond-Sonnenjahr unterscheidet, welches das vorislamische Jahr charakterisierte und sogenannte Schaltmonate enthielt. Die zwölf islamischen Monate, die jeweils 29 oder 30 Tage haben, beginnen seit diesem Zeitpunkt immer sobald die Mondsichel wieder sichtbar ist, also zwei bis drei Tage nach Neumond. Die Tatsache, dass islamische Feste in verschiedenen Jahreszeiten vorkommen hängt demzufolge damit zusammen, dass das Mondjahr nur 354 oder 355 Tage enthält – damit verschieben sich die Monate jedes Jahr um zehn bis elf Tage. Die Tage beginnen dabei nicht bei Sonnenaufgang, sondern, da sie sich nach dem Mond richten, bei Sonnenuntergang.

3. Islamische Hauptfesttage

3.1 Das Opferfest

Das wichtigste Fest im Islam ist das Opferfest (Id al-Adha), welches im Monat Dhul-Hidscha stattfindet. Es bezieht sich auf eine Geschichte, die man sowohl in der Bibel, als auch im Koran finden kann: In der Sure 37,1000ff. wird beschrieben, wie Abraham gemeinsam mit seinem Sohn Ismail auf einen Berg stieg um ihn da auf Gottes Befehl hin zu opfern. Bevor es jedoch dazu kam griff Gott ein, da er sah, dass Abraham bereit war die Prüfung zu bestehen. Anstelle des Jungen schickte er ihm ein Schaf, welches anschließend auf dem vorbereiteten Altar geopfert wurde.

Als Abschließendes Fest der Pilgerfahrt nach Mekka, an welcher jedes Jahr bis zu zwei Millionen Menschen teilnehmen, wird somit von den Muslimen während des rituellen Opferfestes ein möglichst wohlgenährtes Schaf oder eine Ziege geschlachtet und im Anschluss daran von den Familien gegessen – sowohl in Mekka selbst als auch bei Nichtpilgern zu Hause. Dabei wird im Islam darauf geachtet, dass nur ein Drittel des Fleisches von der Familie selbst verzehrt wird, ein weiteres Drittel wird an die Verwandtschaft verteilt und der Rest den Armen gegeben. Als Höhepunkt der Hadsch, der Wallfahrt nach Mekka, wird dieses Fest der Freude insgesamt vier Tage lang gefeiert um dabei vor allem Gottes Barmherzigkeit zu gedenken. Neben den Koranlesungen, den Besuchen der Moscheen und dem gemeinsamen Essen führen die Muslime traditionell Umzüge oder Vermummungen durch, ziehen sich neue Kleider an und beschenken sich gegenseitig.

[...]

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Feste im Islam. Eine kurze Einführung
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
8
Katalognummer
V510277
ISBN (eBook)
9783346091048
Sprache
Deutsch
Schlagworte
feste, islam, eine, einführung
Arbeit zitieren
Jessica Deifel (Autor), 2015, Feste im Islam. Eine kurze Einführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/510277

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