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Ornaments reanimated. Das Zeitgenössische Ornament: Kitsch oder Poesie?

Titel: Ornaments reanimated. Das Zeitgenössische Ornament: Kitsch oder Poesie?

Studienarbeit , 2005 , 44 Seiten , Note: 1

Autor:in: Jan Usinger (Autor:in)

Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wieviel Raum lässt die moderne Architektur dem ornamentalen Ausdruck?
Was unterscheidet ein gelungenes von einem mißglückten Ornament?

Mein Ziel ist es, auf einer theoretischen Grundlage Kriterien zu entwickeln, wie und wann ein Ornament angewendet und bewertet werden kann.

Ausgangspunkt der Studienarbeit sind die Veröffentlichungen von Adolf
Loos, besonders sein Vortrag „Ornament und Verbrechen“ von 1908.
In einem kurzen historischen Überblick wird die kulturelle Situation in Deutschland aufgezeigt, die im Ergebnis zu einer Abkehr vom Ornament führte. Mit der Postmoderne entwickelte sich wieder ein Interesse für das Ornament, der wir wichtige thematische Erkenntnisse verdanken.

An sieben zeitgenössischen Beispielen soll die Vielschichtigkeit des heutigen Ornamentes dargestellt werden. Diese Beispiele dienen anschließend als Grundlage für einen Kathegorisierungsversuch, bei dem die Kommunikationsfähigkeit und die Codierung wichtige Faktoren spielen.

Diese Studienarbeit erhebt nicht den Anspruch, ein Musterbuch zu sein, das formale Vorschläge unterbreitet, wie ein gutes Ornament auszusehen hat. Ein solcher Ansatz führt am Ziel vorbei, da für ein gutes Ornament formale Qualitäten allein nicht ausreichen.
Die Arbeit geht schwerpunktmäßig den inhaltlichen Fragen nach, wie es
zu der modernen Ornamentlosigkeit gekommen ist, welche ornamentalen
Strömungen die zeitgenössische Architektur zu bieten hat und worin die Schwierigkeiten bei der Wahl des Ornamentes bestehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Zielsetzung der Studienarbeit

1. Der Beginn der Moderne: Adolf Loos

1.1 Historische Entwicklung

1.2 Der Loos’sche Ansatz

1.3 Die Grenzen der Moderne

1.4 Die Postmoderne

1.5 Eine Protestbewegung

2. Sieben zeitgenössische Beispiele

2.1 Einleitung

2.2 Intellektueller Ansatz - Herzog & de Meuron

2.3 Technik & Poesie - Jean Nouvel

2.4 Medienfassade - Renzo Piano

2.5 Auflockerung & Neugier - muf. architecture/art

2.6 Farbe - Sauerbruch Hutton Architekten

2.7 Historisierendes Ornament - Hild und K

2.8 Pop-Art & frühe Postmoderne - James Rizzi

3. Akademische und populäre Architektur

3.1 Akademischer und populistischer Ansatz

3.2 Codierung

3.3 Loos` Rhetorik

3.4 Stichwort Mode

3.5 Das Phänomen „Kitsch“

3.6 Die Wichtigkeit des Ornaments

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, welchen Raum die moderne Architektur dem ornamentalen Ausdruck lässt und wie zwischen einem gelungenen und einem missglückten Ornament unterschieden werden kann, um auf theoretischer Grundlage Kriterien für dessen Anwendung und Bewertung zu entwickeln.

  • Historische Analyse der ornamentkritischen Haltung von Adolf Loos.
  • Untersuchung zeitgenössischer Architekturbeispiele auf ihre ornamentale Gestaltung.
  • Differenzierung zwischen akademischer und populistischer Codierung von Ornamenten.
  • Diskussion des Phänomens „Kitsch“ in der aktuellen Baukultur.
  • Reflektion über das Ornament als Kommunikationsmittel und kulturelles Zeichen.

Auszug aus dem Buch

Die Grenzen der Moderne

Mit seinem Ansatz, die wildwuchernde Anwendung des Ornamentes zu überdenken, bereitete Loos den Weg zu der Architektursprache des „weniger ist mehr“ (Mies van der Rohe) vor. Die Moderne sorgte in ihren Anfangsjahren für eine beispielhafte Aufbruchstimmung. Sie verwendete neue Baumaterialien wie Glas, Stahl und Beton und widmete sich progressiv dem ambitionierten Siedlungsbau, der sich zum Ziel gesetzt hatte, den Bewohnern zu mehr Licht, Luft und Freiheit zu verhelfen.

Der rein formale Wille zur weitgehenden Reduktion warf aber auch neue Probleme auf. Das Bild „Weißes Quadrat auf weißem Grund“ von Kasimir Malewisch galt einerseits durch seine größtmögliche Reduktion als Ikone der Moderne und zeigte gleichzeitig ihre Gefahren auf. Ursprünglich hatte sich die moderne Formensprache der Funktionalität verschrieben. Sie verselbstständigte sich aber zu einem rein formalen Statussymbol für eine Geschmackselite. Die Konzentration zur Zweckform – zum Bauen im Geiste der Technik – resultierte in einem Städtebild der Nüchternheit, Starrheit und Tristesse. Die Konzentration auf Klarheit und Strenge führte zu einer Gestaltung, der es am schwer greifbarem „Mehr“ an Stimmung, an Poesie fehlte.

Zusammenfassung der Kapitel

Der Beginn der Moderne: Adolf Loos: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung, die zur ornamentlosen Architektur führte, mit besonderem Fokus auf Adolf Loos und seinen Vortrag „Ornament und Verbrechen“.

Sieben zeitgenössische Beispiele: Hier werden sieben aktuelle Bauwerke analysiert, um die Vielschichtigkeit und innovative Anwendung des Ornaments in der zeitgenössischen Architektur aufzuzeigen.

Akademische und populäre Architektur: Das Abschlusskapitel diskutiert die theoretischen Kategorien akademischer und populistischer Codierung sowie die Rolle von Mode und Kitsch für das Verständnis des Ornaments.

Schlüsselwörter

Architektur, Ornament, Adolf Loos, Moderne, Postmoderne, Ornamentik, Fassadengestaltung, Codierung, akademische Architektur, populistische Architektur, Kitsch, Zeitgenössische Beispiele, Symbolik, Identität, Baukonstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen moderner Architektur und dem ornamentalen Ausdruck sowie die Frage, wie ein Ornament heute legitim und sinnvoll eingesetzt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themen umfassen die historische Ornamentkritik (Adolf Loos), die Analyse zeitgenössischer Architekturbeispiele und die theoretische Unterscheidung zwischen akademischer und populistischer Codierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Entwicklung von Kriterien, mit denen Ornamentik in der zeitgenössischen Architektur bewertet und sinnvoll in Bezug zur jeweiligen Bauaufgabe gesetzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine historische Analyse mit der Untersuchung von sieben beispielhaften zeitgenössischen Gebäuden, die auf ihre formalen Ordnungsprinzipien und ihre Kommunikationsfähigkeit hin geprüft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie moderne Architekten auf innovative Weise ornamentale Elemente integrieren und dabei oft den Spagat zwischen technischer Funktion und gestalterischem Schmuck wagen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Ornament, Moderne, Codierung, Kitsch, Architekturästhetik und Kommunikationsfähigkeit.

Warum spielt Adolf Loos eine so zentrale Rolle in der Arbeit?

Loos gilt als der maßgebliche Kritiker des Ornaments zu Beginn des 20. Jahrhunderts; sein Verständnis der ornamentlosen Moderne bildet den Ausgangspunkt für die gesamte historische und theoretische Auseinandersetzung.

Wie definiert die Arbeit das Phänomen „Kitsch“ in der Architektur?

Kitsch wird hier als eine Form der populistischen Anwendung des Ornaments verstanden, die sich stark an nostalgischen Gefühlen orientiert oder willkürliche künstlerische Erneuerungen sucht, was oft von akademischen Kreisen abgelehnt wird.

Ende der Leseprobe aus 44 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ornaments reanimated. Das Zeitgenössische Ornament: Kitsch oder Poesie?
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
1
Autor
Jan Usinger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
44
Katalognummer
V51032
ISBN (eBook)
9783638471039
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ornaments Zeitgenössische Ornament Kitsch Poesie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jan Usinger (Autor:in), 2005, Ornaments reanimated. Das Zeitgenössische Ornament: Kitsch oder Poesie?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51032
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Leseprobe aus  44  Seiten
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