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Die Weltmarktfabrik im Globalisierungskontext

Titel: Die Weltmarktfabrik im Globalisierungskontext

Masterarbeit , 2006 , 69 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Stefan Schweig (Autor:in)

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zu den wichtigsten ökonomischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zählen die Intensivierung der weltwirtschaftlichen Vernetzung und die zunehmende Internationalisierung der Unternehmenstätigkeit. Fast doppelt so schnell wie das reale Welt-Bruttosozialprodukt wächst seit Jahren das Welthandelsvolumen. Mehr als zwanzig Prozent der weltweit produzierten Güter werden heute grenzüberschreitend gehandelt. Die treibenden Kräfte hinter Exportboom und Globalisierungsschub liegen in der zunehmenden Angleichung der Kaufkraft und den wachsenden Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten. Diesem Sog kommt auch ein starker Druck von der Anbieterseite entgegen, da schnell steigende Entwicklungs-und Fertigungskosten sich in immer kürzeren Produktlebenszyklen getilgt werden müssen, so dass ausreichendes Absatzvolumen nur bei Bedienung internationaler Märkte zu erzielen ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1. Problemstellung

1.2. Gang der Untersuchung

2. Globalisierung

2.1. Begrifflichkeit

2.1.1. Kapital- und Warenverkehr

2.1.2. Globalisierung der Kultur

2.2. Neoliberalismus

2.2.1. Ordoliberalismus

2.2.2. Monetarismus

2.3. Global Sourcing

2.4. Local Buying/ Beschaffungsstrategie

3. Standortmanagement

3.1. Standorttheorie

3.2. Standortstrukturtheorien

3.3. Theorien der unternehmerischen Standortwahl

3.4. Verhaltenswissenschaftliche Ansätze

3.5. Allgemeine Gleichgewichtstheorie

3.6. Standortplanung

4. Internationales Standortmanagement

4.1. Der Weltmarkt

4.2. Die Weltmarktfabrik

4.3. Systemdienstleister

4.4. Produktionsstandorte

4.5. Die Parallelproduktion

4.6. Die Verbundsproduktion

4.7. Produktionsstufen

4.8. Produktionsverbundsysteme

4.8.1. Schlankes Management

4.8.2. Kooperation und Kooperationsverbünde

4.9. Geographische Dezentralisierung

5. Ausdehnung des Welthandels

5.1. Geschichte der Globalisierung

5.1.1. Neoliberaler Positionen

5.1.2. Globalisierung als Krisenstrategie

5.2. Vom Multi- zum Transnationalen Konzern

5.2.1. Umfang der transnationalen Konzerne

5.2.2. Die drei Phasen der Entwicklung

5.2.3. Trendwandel in den 1980ern

5.3. Kritik an Weltmarktfabriken

5.3.1. Arbeitsbedingungen

5.3.2. Flexibilisierung der Arbeitsmärkte

5.4. Transnationale Netzwerke

5.4.1. Hierarchien

5.4.2. Dezentralisierung

5.4.3. Know How und Fusionen

5.4.4. Strategische Allianzen

5.4.5. Handel, Geld und Investitionen

5.4.6. Länder im Norden und Süden

5.4.7. Umwelt und Arbeitsbedingungen

6. Fragmentierungsgrad der Produktion

6.1. Nationale Verbundproduktion

6.2. Nationale Parallelproduktion

6.3. Internationaler Produktionsverbund

6.4. Internationale Parallelproduktion

7. Produktionssysteme

7.1. Toyota Produktionssystem (TPS)

7.2. Just in Time Fertigung (JIT)

7.3. Autonomation (Jidoka)

7.4. Kaizen

8. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ökonomischen Hintergründe und Auswirkungen der "Weltmarktfabrik" im Kontext der Globalisierung. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie internationale Standortentscheidungen, Produktionskonfigurationen und globale Netzwerke die Strategien transnationaler Konzerne bestimmen und welche Konsequenzen dies für Standorte, Arbeitsmärkte und lokale Ökonomien hat.

  • Globalisierung und internationale Standortstrategien
  • Strukturen transnationaler Konzerne und Netzwerke
  • Kritische Analyse von Produktionskonzepten und Arbeitsbedingungen
  • Standortmanagement und ökonomische Standorttheorien
  • Methoden der Standortplanung und Produktionssysteme

Auszug aus dem Buch

3.3. Theorien der unternehmerischen Standortwahl

Die Theorien der unternehmerischen Standortwahl beschäftigen sich mit dem optimalen Unternehmensstandort.

Grundlegend für das Problem des optimalen Betriebsstandortes ist in der freien Marktwirtschaft das Gewinnmotiv, es wird der Ort gewählt, an dem sich der größtmögliche Profit erwirtschaften lässt. Die Vergrößerung des Marktanteils, und Zukunftssicherheit spielen aber auch eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Stehen diese Ziele fest, kann nach diesen Kategorien der optimale Standort gewählt werden. Dazu sind die Voraussetzungen (Standortfaktoren) auf verschiedenen räumlichen Ebenen zu vergleichen. Es gilt zu untersuchen, welches Land, welche Region und welche Gemeinde am Besten geeignet für eine Neuansiedlung sind. Standortentscheidungen der Automobilindustrie werden heute in starkem Maße durch zwei Faktoren beeinflusst:

1. durch neu entstehende Absatzmärkte („emerging markets“) und

2. durch das Verlangen der nationalen Regierungen nach „local content“!

Dieser wird zum Schutz der eigenen Arbeitsplätze auch von Industrienationen gefordert und ist keineswegs mehr ein Privileg der „emerging markets“

Auch werden in den Werken der Automobilindustrie, so weit wie möglich, moderne Fertigungsverfahren wie Just in Time (JIT) eingesetzt, welche den Trend fördern, weitere Wertschöpfungsprozesse wie Forschung und Entwicklung in Schwellenländer zu verlagern.

Zeitgleich findet in dieser Branche ein wachsender Wandel von „international verteilten“ zu „global vernetzten“ Fertigungsstrukturen statt. Die Forderung nach „common tooling“, der Einsatz von weltweit einheitlichen Werkzeugen, welche an jedem Standort der Welt eingesetzt werden können, wird lauter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Darstellung der ökonomischen Entwicklung hinsichtlich weltwirtschaftlicher Vernetzung und Erläuterung des Aufbaus der Arbeit.

2. Globalisierung: Analyse des Globalisierungsbegriffs, seiner Facetten wie Neoliberalismus und Global Sourcing sowie der kulturellen Auswirkungen.

3. Standortmanagement: Überblick über theoretische Grundlagen der Standorttheorie, Standortstrukturtheorien und Ansätze der Standortplanung.

4. Internationales Standortmanagement: Detaillierte Untersuchung von Konzepten wie der Weltmarktfabrik, Systemdienstleistern und verschiedenen Produktionsverbundmodellen.

5. Ausdehnung des Welthandels: Analyse der historischen Entwicklung, des Aufstiegs transnationaler Konzerne sowie Kritikpunkte an deren Praktiken.

6. Fragmentierungsgrad der Produktion: Systematisierung der verschiedenen Formen internationaler Produktionskonfigurationen.

7. Produktionssysteme: Vorstellung japanischer Management-Modelle wie das Toyota Produktionssystem, JIT und Kaizen als Instrumente der Effizienzsteigerung.

8. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Dynamik von Standortentwicklungen und der Auswirkungen auf globale Arbeitsbedingungen.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Weltmarktfabrik, Standortmanagement, Standorttheorie, Transnationale Konzerne, Produktionssysteme, Global Sourcing, Lean Management, Just in Time, Standortplanung, Internationale Verbundproduktion, Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsteilung, Wertschöpfungskette, Neoliberalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Master-Thesis grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen fortschreitender Globalisierung, der Gestaltung internationaler Produktionskonzepte und der Rolle von Weltmarktfabriken sowie transnationalen Konzernen.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Die zentralen Themen sind Standortmanagement, die theoretischen Ansätze der Standortwahl, die verschiedenen Konfigurationsformen der Produktion (Verbund- vs. Parallelproduktion) und moderne Produktionssysteme wie das Toyota Produktionssystem.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen unter globalem Kostendruck ihre Produktionsstandorte konfigurieren und welche ökonomischen und sozialen Konsequenzen sich daraus für die globalisierte Wirtschaft ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit ökonomischen Standorttheorien sowie eine Systematisierung verschiedener internationaler Produktionskonfigurationen anhand von Fallbeispielen aus der Industrie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Modelle zur Standortwahl diskutiert als auch konkrete industrielle Organisationsformen wie die Weltmarktfabrik, transnationale Netzwerke und moderne Managementkonzepte wie Lean Management oder Kaizen detailliert erläutert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Globalisierung, Standortmanagement, transnationale Konzerne, Weltmarktfabrik und Produktionsverbundsysteme geprägt.

Wie bewertet der Autor den Trend zur weltweiten Produktionsverlagerung?

Der Autor weist darauf hin, dass die Hoffnung auf Kostenreduktion oft nicht erfüllt wird und modernste Optimierungspotenziale am Heimatstandort sowie die Kosten für den Aufbau ausländischer Netzwerke häufig unterschätzt werden.

Welche Rolle spielt die Automobilindustrie im Kontext der Arbeit?

Die Automobilindustrie dient als zentrales Praxisbeispiel, um die Anwendung verschiedener Standortmuster (Weltmarktfabrik, Verbund- oder Parallelproduktion) und die Koordination globaler Logistiknetzwerke zu veranschaulichen.

Ende der Leseprobe aus 69 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Weltmarktfabrik im Globalisierungskontext
Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main
Note
1,7
Autor
Stefan Schweig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
69
Katalognummer
V51034
ISBN (eBook)
9783638471053
ISBN (Buch)
9783656811039
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Weltmarktfabrik Globalisierungskontext
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Schweig (Autor:in), 2006, Die Weltmarktfabrik im Globalisierungskontext, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51034
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Leseprobe aus  69  Seiten
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