Analyse der nach DRS 2 erstellten Kapitalflussrechnung


Seminararbeit, 2016

20 Seiten, Note: 1,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung Problemstellung
Gang der Untersuchung

2 Theoretische Grundlagen der KFR
2.1 KFR nach DRS
2.2 Cash-Flow des operativen Geschäfts
2.2 Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
2.3 Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit
2.4 Finanzmittelfonds

3 Analytische Betrachtung am Beispiel der XXX GmbH
Betrachtung des CFO i. V. mit FiMi
Betrachtung des CFI
Betrachtung des CFF

4 Resümee
4.1 Zusammenfassung
4.2 Ausblick

Literaturverzeichnis

Rechtsquellenverzeichnis

Anhang und Anlagen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Eigene Darstellung: Übersicht von Ein-/Auszahlungen

Tabelle 2: Eigene Darstellung: Aggregierte Form der KFR

Tabelle 3: Eigene Darstellung: CFO und JÜ

Tabelle 4: Eigene Darstellung: FiMi-Rechnung

Tabelle 5: Eigene Darstellung: Detaillierter CFI

Tabelle 6: Eigene Berechnung: (s. Anhang 4 "IFINV")

Tabelle 7: Eigene Berechnung: Modifizierte Darstellung des IFINV (s. Anhang 4)

Tabelle 8: Eigene Darstellung: Detaillierter CFF

1 Einleitung

Problemstellung

In Anlehnung an internationale Rechnungslegungsgrundsätze befindet sich auch in Deutschland die KFR auf dem Vormarsch und ist bereits wichtiger Bestandteil der klassischen JAanalyse. Die KFR dient dazu, den klassischen JA bestehend aus Bilanz (Vermögenslage), GuV (Ertragslage), ggf. Lagebericht und Anhang um die Darstellung der Finanzlage zu erweitern. Obwohl der traditionellen JAanalyse eine hohe Praxisrelevanz zukommt, weist sie vor allem Schwachstellen hinsichtlich ebendieser Finanzlage auf. Ein allumfassendes, abschließendes Urteil über die Situation eines Unternehmens ist nicht möglich.1 Hier setzt die KFR an und versucht finanzwirtschaftliche Informationen darzustellen, die durch den Jahresabschluss in der Form nicht greifbar sind. Aufgrund der Stichtagsproblematik von Bilanz- und GuV- Werten ist eine dynamischere Betrachtungsweise hilfreich.2

Vor allem durch die schnelle Änderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist die Extrapolation vergangenheitsorientierter Daten in die Zukunft mit Risiken verbunden.3

Gang der Untersuchung

Ziel dieser Arbeit ist die Analyse der KFR von der XXX GmbH.

Zunächst werden die für die Arbeit relevanten theoretischen Grundlagen in Bezug auf die KFR erläutert. Zu Beginn des analytischen Teils wird kurz das Unternehmen vorgestellt, woraufhin auf die Extremwerte der einzelnen CFs im Betrachtungszeitraum eingegangen wird. Abschließend folgt das Fazit, welches mit einem Ausblick abschließt.

Beträge werden in dieser Arbeit einfachheitshalber in TEURO dargestellt.

Auf den theoretischen Ausgangspunkt bzw. die Entwicklungsstufen von der Strukturbilanz über die Bewegungsbilanz bis hin zur endgültigen KFR kann im Rahmen dieser Arbeit nicht eingegangen werden.

2 Theoretische Grundlagen der KFR

2.1 KFR nach DRS 2

Gem. §315a HGB sind kapitalmarktorientierte Mutterunternehmen zur Erstellung eines Konzernabschlusses nach IFRS verpflichtet, für alle anderen Mutterunternehmen besteht diesbezüglich ein Wahlrecht. Somit ist der DRS 2 nur für nicht kapitalmarktorientierte Mutterunternehmen von Relevanz, die das Wahlrecht die KFR nach IFRS aufzustellen, nicht ausüben. Zusätzlich soll der DRS 2, wie auch am Beispiel der XXX GmbH, als Richtlinie für die KFR in Einzelabschlüssen dienen.4

Das HGB enthält zur inhaltlichen Gestaltung der KFR keine Regelungen. In der Praxis wird deswegen auf den vom DRSC verabschiedeten DRS 2 zurückgegriffen, der seither geringfügig überarbeitet und vom DRS 21 abgelöst wurde. Der DRS 2 ist stark an den IAS 7 und den FAS 95 angelehnt und wurde im Jahr 2000 durch das BMJ veröffentlicht.5

Ziel der KFR ist nach DRS 2 die Fähigkeit, erkennen zu können, inwieweit das Unternehmen

a) Finanzüberschüsse für geplante Investitionen erwirtschaften,
b) seine Verbindlichkeiten begleichen und
c) Dividenden bzw. Gewinne ausschütten kann.6

Der DRS 2 unterscheidet bei der Ermittlung der verschiedenen CFs nach der direkten und der indirekten Methode: Während bei der direkten Methode alle Ein- und Auszahlungen, die mit dem Umsatz in Verbindung stehen, erfasst werden (standardmäßig beim CFI und CFF), zielt die indirekte oder auch derivative Methode, („Top-Down-Konzept“7 ) auf eine nachträgliche Berechnung des CFOs aus dem JÜ ab. Gem. dem Berechnungsschema (s. Anhang 1) können die benötigten Positionen der Bilanz und der GuV entnommen werden.8

2.2 Cash-Flow des operativen Geschäfts

Wie der Name schon andeutet, zeigt der CFO den CF an, der aus dem operativen Kerngeschäft bzw. der laufenden Geschäftsaktivität generiert wird. Der CFO zeigt die Mittel an, die zur Selbstfinanzierung aus der laufenden Geschäftstätigkeit vorhanden sind.

Aus finanztheoretischer Sicht wird der CFO als Finanzierung innerhalb des betrieblichen Leistungsprozesses (Innenfinanzierung) aufgefasst. Dementsprechend sollte der CFO i. d. R. positiv sein und spricht also zunächst für ein gesundes Unternehmen.9

Ein negativer Saldo signalisiert, dass durch das operative Geschäft eine Liquiditätsunterdeckung entstanden ist, die durch die Bereitstellung aus anderen Finanzierungsquellen neutralisiert werden müsste. Die Beurteilung eines negativen CFOs hängt aber auch von Faktoren wie der Branchenzugehörigkeit oder der Geschäfts- bzw. Finanzpolitik ab.10

So steigt z. B. der CFO, wenn sich das Unternehmen über kurzfristige Lieferanten- kredite finanziert, während er sinkt, wenn es sich um kurzfristige Bankkredite handelt. Im Gegensatz zum JÜ lässt sich der CFO bilanzpolitisch nicht so stark beeinflussen, nichtsdestotrotz sind aber auch in der KFR bilanzpolitische Spielräume vorhanden.11

Der CFO soll nicht dazu dienen, einen besseren Gewinn darzustellen oder ihn zu ersetzen, sondern soll vielmehr den daraus resultierenden Liquiditätsaspekt betonen. Erst die kombinierte Betrachtung von Erfolgs- und Finanzrechnung ermöglicht eine sinnvolle Unternehmenssteuerung, -überwachung und Entscheidungsunterstützung.12

Zur Berechnung des CFOs wird der JÜ (s. Anhang 1) um Aufwendungen bzw. Erträge bereinigt, welche nicht zu Zahlungen geführt haben. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Abschreibungen. Zusätzlich werden auch Anlagenab- und -zugänge berichtigt, da sich diese erst im Investitionsbereich (CFI) wiederfinden.13

2.2 Cash-Flow aus Investitionstätigkeit

Investitionen sind zeitraumbezogene Stromgrößen, die grundsätzlich als Voraussetzung für die Aufrechterhaltung des betrieblichen Leistungsprozesses gesehen werden können.14 Im Kontrast zum CFO sollte der CFI negativ sein, um einen Kapazitätsrückgang der Betriebsmittel zu vermeiden.

Darüber hinaus können mittels CFI Aussagen getroffen werden, ob und inwieweit das Unternehmen in der Lage ist, mit der eigenen Finanzkraft (ausgedrückt durch den CFO) die Investitionen (CFI) zu decken oder aber auch Tilgungszahlungen bzw. Gewinnausschüttungen zu leisten. Dies lässt sich über die Kennzahl ‚Innenfinanzierung des Investivsaldos‘ (IFINV) beantworten,15 welche u. a. auch als Finanzkraft oder Innenfinanzierungsquote bekannt ist.16 Damit die IFINV-Kennzahl keine negativen Werte annimmt, wird der CFI mit (-1) multipliziert. Als kritischer Wert wird die 100%- Grenze angesehen.17 Bei einem größeren Wert ist das Unternehmen in der Lage bankunabhängig Entscheidungen zu treffen.18

Zur Berechnung des CFIs werden im investiven Bereich die Anlagenab- und zugänge, die zuvor im CFO herausgerechnet wurden, wieder eingerechnet. Wenn die Investitionen/Auszahlungen größer sind als die Desinvestitionen/Einzahlungen, ist der Saldo CFI negativ. Das Unternehmen befindet sich i. d. R. in einem wachsenden Zustand. Ist der Saldo stattdessen positiv, liegt die Vermutung nahe, dass seitens der Geschäftsführung Anlagenverkäufe durchgeführt oder sogar Ersatzinvestitionen ausgelassen wurden, um die Liquidität zu verbessern bzw. einer schlechteren Umsatzsituation entgegen zu wirken. Eine eher passive Investitionspolitik ist aus eben genannten Gründen zunächst nicht negativ zu bewerten und nachvollziehbar. Problematisch kann es sein, wenn das Unternehmen mit dem veralteten Anlagenvermögen nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Sobald sich also der Liquiditätsengpass reguliert bzw. die Absatzsituation verbessert hat, sollten die Kapazitäten wieder aufgebaut werden.19

2.3 Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit

Im Finanzierungsbereich werden alle Ein- bzw. Auszahlungen, die mit Finanzierungs- tätigkeiten zusammenhängen, betrachtet. Hierbei handelt es sich grundsätzlich um Zahlungsströme aus Transaktionen mit EK-/FK-Gebern.20

In nachfolgender Tabelle sind mögliche Ein- und Auszahlungen kurz tabellarisch aufgeführt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Eigene Darstellung: Übersicht von Ein-/Auszahlungen

Zu den Einzahlungen zählt z. B. die Kreditaufnahme oder die Kapitalerhöhung. Analog hierzu zählt zu den Auszahlungen z. B. eine Kredittilgung oder aber eine Gewinn- ausschüttung.

Sind die Auszahlungen größer als die Einzahlungen, ist der Saldo des CFF negativ. Ein negativer Saldo kann hier also durch

a) einen hohen Tilgungsbetrag oder
b) eine hohe Gewinnausschüttung ausgewiesen werden.

Ist der Saldo positiv, wurden entweder neue Kredite aufgenommen oder viel Eigenkapital zugeführt, zusätzlich wurde in geringerem Maße getilgt oder Gewinn ausgeschüttet.21

2.4 Finanzmittelfonds

Zentrale Größe der KFR im Bereich der FiMi-Rechnung ist der Zahlungsmittelbestand, der als FiMi definiert wird. Gem. IAS 7, an welchen auch der DRS 2 angelehnt ist, sind nur Zahlungsmittel und –äquivalente in diesen Fond einzubeziehen. Die Ergebnisse aus der Fondsrechnung aus den drei Bereichen (CFO, CFI, CFF) gleichen dem Ergebnis der FiMi-Rechnung.22

[...]


1 Vgl. Coenenberg, A., (2001), S. 311 – 320.

2 Vgl. Normann, Th., (2010), S. 242 – 250.

3 Vgl. Coenenberg, A., (2001), S. 311 – 320.

4 Vgl. Coenenberg, A. G., Haller, A., Schultze, W., (2009), S. 819.

5 Vgl. Busse v. Colbe, W., Crassel, N., Pellens, B., (2011), S. 436.

6 Vgl. v. Sicherer, K., (2016), S. 175 f.

7 Vgl. Eiselt, A., Müller, S., (2014), S. 92.

8 Vgl. Prümer, M., (2005), S. 145 - 150.

9 Vgl. Kaiser, D., (2013), S. 93 f.

10 Vgl. Normann, Th., (2010), S. 242 – 250.

11 Vgl. Freidank, C.-C., Müller, S., Wulf, L., (2008), S. 297.

12 Vgl. Lee, T. A., (1981), S. 168 f.

13 Vgl. Normann, Th., (2010), S. 242 – 250.

14 Vgl. Kaiser, D., Bierwulf, L., (2011), S. 1 – 12.

15 Vgl. Kaiser, D., (2013), S. 93 f.

16 Vgl. Prümer, M., (2005), S. 145 - 150.

17 Vgl. Kaiser, D., (2013), S. 93 f.

18 Vgl. Prümer, M., (2005), S. 145 - 150.

19 Vgl. Normann, Th., (2010), S. 242 – 250.

20 Vgl. Eiselt, A., Müller, S., (2014), S. 48.

21 Vgl. Normann, Th., (2010), S. 242 – 250.

22 Vgl. v. Sicherer, K., (2016), S. 174.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Analyse der nach DRS 2 erstellten Kapitalflussrechnung
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,0
Jahr
2016
Seiten
20
Katalognummer
V510388
ISBN (eBook)
9783346088154
ISBN (Buch)
9783346088161
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kapitalflussrechnung, KFR, DRS 2
Arbeit zitieren
Anonym, 2016, Analyse der nach DRS 2 erstellten Kapitalflussrechnung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/510388

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