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Das Bild und die Rolle der Frau im Nationalsozialismus

Title: Das Bild und die Rolle der Frau im Nationalsozialismus

Seminar Paper , 2004 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Ulrike Matt (Author)

Cultural Studies - European Studies
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Nachdem die Ära der Nationalsozialisten 1945 zu Ende ging, sah man das Bedürfnis und die Notwendigkeit, Aspekte und Themen dieser Zeit aufzugreifen und näher zu erforschen. Mit einigen Gesichtspunkten beschäftigten sich Wissenschaftler intensiver als mit anderen. Die Judenverfolgung und -ermordung stand lange Zeit im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Erkenntnisinteresses, während andere Aspekte, wie zum Beispiel die Ermordung von Behinderten, in den Hintergrund rückten. Auch das Bild der Frau und die Rolle, die sie im NS-Regime einnahm, war lange Zeit ein wenig publiziertes Thema.
Dies ist einer von mehreren Gründen, warum im Zentrum dieser wissenschaftlichen Arbeit die Frau in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 steht. Ursprünglich wurde mein Interesse am Bild der Frau im Nationalsozialismus durch die Bearbeitung eines anderen Essays geweckt, in welchem es um die unterschiedliche Behandlung von männlicher und weiblicher Homosexualität in dieser Zeit ging. Beim Recherchieren zu diesem Thema richtete sich mein Blick zunehmend auf das allgemein vorherrschende Bild der Frau im Nationalsozialismus. Mein bereits gewonnenes Wissen über das Leben homosexueller Frauen wollte ich erweitern und einen umfassenderen Einblick in die Lebenssituation und Funktion der Frau gewinnen und die Kenntnisse über ihre Rolle im NS-Regime erweitern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Ideologie der Nationalsozialisten

2.1 Der Rassismus und die arische Herrscherrasse

2.2 Der Sozialdarwinismus und die Rassenhygiene

3 Die ideologische Erfassung der Frau

3.1 Die Erfassung der Kinder

3.1.1 Die Schulerziehung und berufliche Ausbildung

3.1.2 Die Hitlerjugend

3.1.3 Der BDM

3.2 Die Erfassung der Frau durch NS-Organisationen

3.2.1 Die NS-Frauenschaft

3.2.2 Das DFW

3.2.3 Das Frauenamt der Deutschen Arbeitsfront

3.2.4 Der SS-Korps

4 Das Bild der Frau im Nationalsozialismus

4.1 Zur Situation der Frau vor 1933

4.2 Die Frau als Ehefrau und Mutter

4.3 Die Frau im Berufsleben

5 Fazit

6 Abstract

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht die Lebenssituation, Rolle und Funktion der Frau im Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, inwiefern Frauen trotz ihrer theoretischen Beschränkung auf das häusliche Umfeld eine essenzielle systemerhaltende Funktion für das NS-Regime einnahmen.

  • Die nationalsozialistische Ideologie und ihr Frauenbild
  • Strukturen zur ideologischen Erfassung von Kindern und Jugendlichen
  • Die Funktion verschiedener NS-Frauenorganisationen
  • Die Rolle der Frau als Ehefrau, Mutter und Arbeitskraft
  • Der Zusammenhang zwischen Frauenbild und dem Fortbestand des Systems

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Frau als Ehefrau und Mutter

„Wenn man sagt, die Welt des Mannes ist der Staat, die Welt des Mannes ist sein Ringen, die Einsatzbereitschaft für die Gemeinschaft, so könnte man vielleicht sagen, daß die Welt der Frau die kleinere sei, denn ihre Welt ist der Mann, ihre Kinder und ihr Haus. Wo wäre aber die größere Welt, wenn niemand die kleinere betreuen wollte? Wie könnte die größere bestehen, wenn niemand wäre, der die Sorgen um die kleinere Welt zu seinem Lebensinhalt machen würde? Nein, die große Welt kann nicht bestehen, wenn die kleine Welt nicht fest ist“.

Dieses Zitat Hitlers deutet an, dass die nationalsozialistische Gesellschaftsordnung und -politik traditionell patriarchalisch aufgebaut sein sollte. Die Welt des Mannes war die Öffentlichkeit, während sich die Frau auf Haus und Familie konzentrieren sollte. Der Grund für diese Unterteilung lag in der Ansicht, dass die Frau von Natur aus anders sei und somit zu Ehe und Muttersein bestimmt wäre. Nach Ansicht der Nationalsozialisten würde sie in diesem Bereich der Gesellschaft am meisten nützen, „[...] denn die Rettung Deutschlands hing nicht nur von der männlichen Jugend ab, sondern ebenso sehr von der Hingabe, mit der unsere Frauen und Mädchen sich wieder der Familie und dem Muttergedanken zuwenden!“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die wissenschaftliche Relevanz der Thematik ein und definiert die Zielsetzung, die Rolle der Frau im NS-Regime umfassend zu untersuchen.

2 Die Ideologie der Nationalsozialisten: Hier werden die theoretischen Grundlagen der NS-Ideologie, insbesondere Rassismus, Sozialdarwinismus und Rassenhygiene, als Basis für die gesellschaftliche Ausgrenzung erläutert.

3 Die ideologische Erfassung der Frau: Dieses Kapitel beschreibt, wie durch gezielte Erziehung von Kindern und die Integration in verschiedene NS-Organisationen eine totale Erfassung der Bevölkerung angestrebt wurde.

4 Das Bild der Frau im Nationalsozialismus: Hier wird das spezifische Bild der Frau, unterteilt in die Rollen von Ehefrau, Mutter und erwerbstätige Frau, vor dem Hintergrund der historischen Situation vor und nach 1933 analysiert.

5 Fazit: Das Fazit bestätigt die Ausgangsthese, dass Frauen als systemstützende Akteurinnen fungierten, auch wenn sie offiziell auf den privaten Bereich beschränkt blieben.

6 Abstract: Eine englischsprachige Zusammenfassung der gesamten Argumentation und der wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Frauenrolle, Ideologie, Volksgemeinschaft, Mutterkult, NS-Frauenschaft, BDM, Ehestandsdarlehen, Rassenhygiene, Frauenemanzipation, Arbeitsdienst, Kriegswirtschaft, Patriarchat, Erziehung, Systemstabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Lebensrealität und die politische Funktion von Frauen in Nazi-Deutschland zwischen 1933 und 1945.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der NS-Ideologie, der staatlichen Erfassung von Frauen und Kindern in Organisationen sowie der Rolle der Frau als Ehefrau, Mutter und Arbeitskraft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu beweisen, dass die Frau eine tragende, systemerhaltende Funktion für das nationalsozialistische Regime ausübte, auch wenn sie offiziell auf die Rolle im häuslichen Bereich beschränkt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine kulturwissenschaftliche Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung historischer Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die ideologischen Grundlagen, die organisatorische Erfassung von Frauen und Kindern sowie die detaillierte Darstellung des Frauenbildes unter dem NS-Regime.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Nationalsozialismus, Volksgemeinschaft, Mutterkult, NS-Frauenschaft und die systemstützende Rolle der Frau.

Welche Rolle spielten die Frauenorganisationen wie der BDM?

Diese Organisationen dienten der ideologischen Schulung und Erfassung der Bevölkerung, um diese schrittweise an das NS-System zu binden.

Warum war die Förderung der Mutterschaft für das Regime so wichtig?

Frauen wurden als „wichtigste Staatsbürgerinnen“ angesehen, da sie durch das Gebären von „arischem“ Nachwuchs die Erhaltung der Rasse und somit die Zukunft des Staates sicherten.

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Details

Title
Das Bild und die Rolle der Frau im Nationalsozialismus
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)  (Fakultät für Kulturwissenschaften)
Course
Kultur und Geschlecht
Grade
1,3
Author
Ulrike Matt (Author)
Publication Year
2004
Pages
22
Catalog Number
V51052
ISBN (eBook)
9783638471213
ISBN (Book)
9783656790327
Language
German
Tags
Bild Rolle Frau Nationalsozialismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ulrike Matt (Author), 2004, Das Bild und die Rolle der Frau im Nationalsozialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51052
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