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Die gesellschaftliche Tabuisierung der Gewalt von Müttern gegenüber ihren Kindern im 21. Jahrhundert

Titel: Die gesellschaftliche Tabuisierung der Gewalt von Müttern gegenüber ihren Kindern im 21. Jahrhundert

Hausarbeit , 2019 , 23 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Johanna Jahns (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll der Fokus auf der Fragestellung liegen, wieso Misshandlung durch Mütter noch immer tabuisiert wird.

Dafür gibt das zweite Kapitel zuerst einmal einen theoretischen Überblick über verschiedene Gewaltformen. Danach folgt ein kurzer Abriss über Kants Erziehungsverständnis und die historische Entwicklung von Gewalt in der Erziehung. Im vierten Kapitel wird körperliche Gewaltanwendung bei Kindern erst im familiären Kontext anhand von Zahlen des Bundeskriminalamtes betrachtet und danach spezifisch bezogen auf mütterlich ausgeübte Gewalt.

Um die Leitfrage aus einer gesellschaftshistorischen Sicht heraus beantworten zu können, werden anschließend die Frauen- und Mutterideale im Wandel der Zeit thematisiert. Im Einzelnen wird auf die vorindustrielle Zeit, die Industrialisierung, den Nationalsozialismus und besonders auch auf die Moderne eingegangen. Daran anknüpfend gerät die gesellschaftliche Tabuisierung noch einmal mehr ins Blickfeld dieser Arbeit, um sie anschließend mit dem Fazit und der Beantwortung der Fragestellung zu schließen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Eine Gewaltdefinition

2.1 Physische Gewalt

2.2 Psychische Gewalt

2.3 Strukturelle Gewalt

3 Erziehung als Moment von Zwang durch Machtverhältnisse

3.1 Gewaltsame Erziehung in historischer Perspektive

4 Gewalt an Kindern im 21. Jahrhundert in Zahlen

4.1 körperliche Gewalt an Kindern durch Familienangehörige

4.2 körperliche Gewalt an Kindern durch Mütter

5 Die Rolle der Mutter im Wandel der Zeit

5.1 Die Frau und Mutter vor der Industrialisierung

5.2 Die Frau und Mutter in der Industrialisierung

5.3 Die Frau und Mutter im Nationalsozialismus

5.4 Die Frau und Mutter in der Moderne

5.4.1 Die Illusion der perfekten „Allround-Mutter“ und der damit verbundene Leistungsdruck auf Frauen im 21. Jahrhundert

6 Mütterliche Gewalttaten als Tabuthema der heutigen Gesellschaft

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die gesellschaftliche Tabuisierung von Gewalt durch Mütter an ihren Kindern im 21. Jahrhundert kritisch zu beleuchten und die zugrunde liegenden Ursachen in historischer sowie gesellschaftlicher Perspektive zu identifizieren.

  • Theoretische Fundierung von Gewaltformen (physisch, psychisch, strukturell)
  • Historische Analyse von Erziehungsmodellen und dem Wandel der Mutterrolle
  • Statistische Einordnung körperlicher Gewalt an Kindern
  • Diskussion des gesellschaftlichen Leistungsdrucks auf Mütter in der Moderne

Auszug aus dem Buch

5.4 Die Frau und Mutter in der Moderne

Auch im Deutschland des 21. Jahrhunderts sind die Rolle der Frau in der Gesellschaft und das Idealbild einer Mutter noch immer ein viel diskutiertes Thema.

In den vergangenen fünf Jahrzehnten hat eine Pluralisierung der Lebensformen stattgefunden. Frauen sind nicht mehr darauf angewiesen zu heiraten, eine Familie zu gründen und so ihren Lebensunterhalt durch ihren Mann sichern zu müssen. Sie können sich selbst finanzieren und sind ökonomisch meist vollkommen unabhängig. Gleichzeitig kam es zu einer Individualisierung des Menschen im Zuge der allgemeinen gesellschaftlichen Modernisierung, was bedeutet, dass soziale Normen nun etwas weniger Einfluss auf die einzelne Person haben und diese sich freier entfalten können (vgl. Diabaté 2014: Mütter heute: Leitbilder, Lebensrealitäten und Wünsche, bpb.de, http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/familienpolitik/191689/muetter-heute?p=all, Stand 21.06.2019 ).

Doch auch, wenn Deutschland in vielen Bereichen moderner geworden ist und Frauen nicht mehr so sehr in ein gesellschaftliches Korsett geschnürt werden, wie es in der industriellen Zeit noch der Fall war, so ist ihre Rolle als Mutter noch immer sehr von dem Ideal der selbst-aufopfernden fürsorglichen Frau geprägt. Diesbezüglich haben sich viele Wertvorstellungen und Denkmuster gehalten, auch wenn eine `gute` Mutter heute unter anderem einen Beruf ausüben kann, ohne dafür gesellschaftlich geächtet zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung nach der Tabuisierung von mütterlicher Gewalt vor und führt in die theoretische sowie historische Herangehensweise der Arbeit ein.

2 Eine Gewaltdefinition: Das Kapitel definiert Gewalt anhand des WHO-Berichts sowie des Konzepts der strukturellen Gewalt nach Galtung und differenziert zwischen physischen und psychischen Formen.

3 Erziehung als Moment von Zwang durch Machtverhältnisse: Es wird untersucht, wie Erziehung historisch durch Zwang und Machtverhältnisse geprägt ist, beginnend bei Kants Erziehungsbegriff bis hin zur modernen Gesetzgebung.

4 Gewalt an Kindern im 21. Jahrhundert in Zahlen: Hier werden statistische Daten zu körperlicher Gewalt an Kindern durch Familienangehörige und Mütter dargelegt und die Problematik der Dunkelziffer diskutiert.

5 Die Rolle der Mutter im Wandel der Zeit: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von Frauen- und Mutteridealen von der vorindustriellen Zeit über die Industrialisierung und den Nationalsozialismus bis zur Moderne nach.

6 Mütterliche Gewalttaten als Tabuthema der heutigen Gesellschaft: Es wird analysiert, warum das Thema mütterlicher Gewalt in einer aufgeklärten Gesellschaft weiterhin ein gesellschaftliches Tabu darstellt und als Einzelfall abgetan wird.

7 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass veraltete Idealbilder die Ursache für das Tabu sind und plädiert für eine gesellschaftliche Öffnung hin zu diversen Lebensmodellen.

Schlüsselwörter

Mütterliche Gewalt, Tabuisierung, Erziehung, Gewaltdefinition, Mutterrolle, Geschlechterrollen, Körperliche Gewalt, Strukturwandel, Elternschaft, Leistungsdruck, Moderne, Kinderrechte, Psychische Gewalt, Soziale Arbeit, Prävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der gesellschaftlichen Tabuisierung von Gewalt, die von Müttern gegenüber ihren Kindern ausgeübt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind Gewaltdefinitionen, die Historie von Erziehungsmethoden, der Wandel des Mutterideals über Jahrhunderte sowie aktuelle statistische Daten zu Kindeswohlgefährdung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gründe für die anhaltende Tabuisierung dieses Themas in der heutigen modernen Gesellschaft aufzudecken und zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine gesellschaftshistorische Betrachtungsweise, um aktuelle Phänomene in den Kontext von sozialen Entwicklungen und Wertewandeln zu stellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Gewaltbestimmung, die historische Entwicklung der Erziehung, eine Analyse statistischer Gewaltzahlen sowie die soziologische Untersuchung des Mutterideals.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Mütterliche Gewalt, Tabuisierung, Mutterrolle, Leistungsdruck, Erziehung und gesellschaftliche Normen.

Welche Rolle spielt die „Allround-Mutter“ in der modernen Gesellschaft?

Das Ideal der perfekten „Allround-Mutter“ erzeugt einen hohen Leistungsdruck, der laut Autorin Unsicherheiten schürt und im Extremfall zu Gewalt aus Überforderung führen kann.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Immanuel Kant für das heutige Erziehungsverständnis?

Die Arbeit nutzt Kant als Beispiel dafür, wie schon früh durch die Philosophie Machtverhältnisse und Zwang in der Erziehung legitimiert wurden, was die Basis für spätere gewaltsame Erziehungspraktiken legte.

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Details

Titel
Die gesellschaftliche Tabuisierung der Gewalt von Müttern gegenüber ihren Kindern im 21. Jahrhundert
Hochschule
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel
Note
1,3
Autor
Johanna Jahns (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
23
Katalognummer
V510699
ISBN (eBook)
9783346087867
ISBN (Buch)
9783346087874
Sprache
Deutsch
Schlagworte
tabuisierung gewalt müttern kindern jahrhundert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johanna Jahns (Autor:in), 2019, Die gesellschaftliche Tabuisierung der Gewalt von Müttern gegenüber ihren Kindern im 21. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/510699
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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