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Polemik in der Streitschrift "Eccius Dedolatus"

Titel: Polemik in der Streitschrift "Eccius Dedolatus"

Bachelorarbeit , 2018 , 32 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anne Reutgen (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Text "Eccius dedolatus" ist ein bedeutendes Exemplar der Satire. Dieser wurde im Jahr 1520 vermutlich von Willibald Pirckheimer, einem Humanisten aus Nürnberg, veröffentlicht. Dieser Text soll in vorliegender Arbeit genauer betrachtet werden.
Um den Untersuchungsgegenstand besser abgrenzen zu können, ist es nötig, die Begriffe Polemik und Satire genauer zu erklären, zunächst allgemein und weiterhin speziell die Gattung der Satire zur Reformationszeit.

Desweiteren gilt es, den geschichtlichen Kontext grob darzulegen. Anschließend sollen die Darstellungen aus dem Text Eccius dedolatus mit dem Leben und Werk des wirklichen Johannes Eck, einem Humanisten und katholischen Theologen, der darin verhöhnt wird, verglichen werden. Dabei wird aufgezeigt werden, wie dieser im Text satirisch überformt wird. Anschließend folgt ein Resümee sowie ein kurzer Ausblick.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Begriffsklärung Satire und Polemik

1.1.1. Polemik

1.1.2. Zur Satire

2. Historischer Kontext

2.1. Polemik und Satire der Reformationszeit

3. Der vermeintliche Autor

4. Polemik und Realität des Werks Eccius dedolatus im Vergleich

4.1. Über das Werk

4.2. Inhalt des Werkes

4.3. Biografie Johannes Ecks

4.4. Vergleich mit der Figur

5. Fazit

6. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Funktionsweise von Polemik und satirischer Überformung in der Reformationszeit anhand des Werks Eccius dedolatus, wobei der Fokus auf dem Vergleich zwischen der literarischen Darstellung des Theologen Johannes Eck und dessen historischer Biografie liegt.

  • Definition und Abgrenzung von Polemik und Satire als literarische Gattungen.
  • Analyse des historischen Kontextes der Reformationszeit und der Bedeutung der Buchdruck-Technik.
  • Untersuchung der Autorschaft und des Inhalts der Schmähschrift Eccius dedolatus.
  • Vergleichende Analyse der historischen Person Johannes Eck mit der satirischen Figur.
  • Darstellung von Mechanismen der Entwürdigung durch literarische Mittel.

Auszug aus dem Buch

4.2. Inhalt des Werkes

Zu Beginn klagt der Held, oder vielmehr der Anti-Held, in einem Monolog über sein qualvolles Leiden, welches er sich, natürlich ohne es zuzugeben, durch übermäßiges Trinken sowie unzählige Liebesabenteuer selbst zugezogen hat. Um sich zu profilieren und seine Bildung unter Beweis zu stellen, zitiert er ganz selbstverständlich klassische Schriftsteller. Während er unter enormen Schmerzen leidet, soll sein Bediensteter seine Freunde herbeiholen. Bereits hier wird Ecks Unbeliebtheit deutlich, denn es erklären sich nur wenige bereit, ihn zu besuchen. Ein Großteil seiner zuvor wohl gesonnenen Freunde wandten sich im Zuge der Leipziger Disputation von ihm ab. Also werden die wenigen noch verbliebenen Anhänger für eine Konsultation gerufen. Diese sprechen den Geplagten, wie unter Dunkelmännern üblich, mit „Magister noster“ an. Ein patenter Mediziner ist aber nicht leicht aufzutun, denn in Ingolstadt, wo sich Eck aufhält, vertraut er keinem.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert Polemik und Satire als literarische Angriffsformen und stellt das Werk Eccius dedolatus als bedeutendes Beispiel der Reformationssatire vor.

1.1. Begriffsklärung Satire und Polemik: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Grundlage für die Untersuchung, indem es Polemik als personalisierte, aggressive Rhetorik und Satire als Form der Angriffsliteratur definiert.

2. Historischer Kontext: Es wird die Bedeutung der Reformationszeit und die Rolle des Buchdrucks für die Verbreitung polemischer Schriften dargelegt.

2.1. Polemik und Satire der Reformationszeit: Hier wird aufgezeigt, wie die durch Luthers Thesen angestoßenen Konflikte die Entstehung einer Vielzahl polemischer Kampfschriften begünstigten.

3. Der vermeintliche Autor: Dieses Kapitel befasst sich mit der Identität des Autors, wobei Willibald Pirckheimer als der wahrscheinlichste Verfasser identifiziert wird.

4. Polemik und Realität des Werks Eccius dedolatus im Vergleich: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil der Arbeit und analysiert die Darstellung Ecks im Werk im Kontrast zur historischen Realität.

4.1. Über das Werk: Informationen zum Publikationshintergrund und zum Entstehungsanlass von Eccius dedolatus werden hier präsentiert.

4.2. Inhalt des Werkes: Eine strukturierte Zusammenfassung der fünf Akte der Schmähschrift, die das Leiden und die satirische „Behandlung“ des Anti-Helden beschreibt.

4.3. Biografie Johannes Ecks: Dieser Abschnitt zeichnet das Leben des historischen Johannes Eck nach, um eine Basis für den Vergleich mit der satirischen Überzeichnung zu schaffen.

4.4. Vergleich mit der Figur: Abschließend werden die Parallelen und bewussten Verzerrungen zwischen dem historischen Eck und seiner literarischen Figur herausgearbeitet.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bestätigt die Bedeutung der Schrift im reformatorischen Diskurs.

6. Ausblick: Der Ausblick schlägt weitere Forschungsmöglichkeiten vor, etwa die Analyse weiterer Figuren im Werk oder Vergleiche mit moderner Satire.

Schlüsselwörter

Polemik, Satire, Eccius dedolatus, Willibald Pirckheimer, Johannes Eck, Reformation, Reformationszeit, Humanismus, Schmähschrift, Buchdruck, Luther, Dunkelmännerstreit, Literaturgeschichte, rhetorische Mittel, Satire-Jahrhundert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Funktion und den rhetorischen Mitteln der polemischen Satire im 16. Jahrhundert, fokussiert auf die anonym veröffentlichte Streitschrift Eccius dedolatus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Felder sind die literaturwissenschaftliche Definition von Polemik und Satire, die historische Bedeutung der Reformation als Epoche des Streits sowie der Vergleich von Fiktion und Biografie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch satirische Überformung ein Feindbild (hier: Johannes Eck) konstruiert wird und wie sich die literarische Darstellung zur realen historischen Person verhält.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, kombiniert mit einer historischen Kontextualisierung und einem biografischen Vergleich zwischen der Hauptfigur der Satire und dem historischen Johannes Eck.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Darstellung des Werks, eine biografische Skizze Johannes Ecks sowie eine detaillierte Gegenüberstellung von satirischen Elementen und historischen Fakten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Polemik, Satire, Eccius dedolatus, Humanismus und Reformationszeit charakterisieren.

Warum war Willibald Pirckheimer als Autor der Schrift so vorsichtig?

Aufgrund der drastischen politischen Spannungen und der drohenden Repressalien durch die Inquisitoren der katholischen Kirche war Pirckheimer gezwungen, unter Pseudonym zu schreiben.

Wie wurde Johannes Eck im Werk Eccius dedolatus satirisch überformt?

Eck wurde als lasterhafter Anti-Held dargestellt, dem Trinksucht, intellektuelle Unredlichkeit und ein gieriger Charakter zugeschrieben wurden, um ihn als Zielscheibe für humanistische Kritik zu markieren.

Warum wird im Text von einer "Enteckung" (Dedolatio) gesprochen?

Der Titel ist ein Wortspiel: "Eck" wird als "eckig" und "uneben" charakterisiert, sodass er im übertragenen Sinne operativ "glattgehauen" werden muss, um von seinen vermeintlichen Lastern befreit zu werden.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Polemik in der Streitschrift "Eccius Dedolatus"
Hochschule
Universität Erfurt
Note
1,3
Autor
Anne Reutgen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
32
Katalognummer
V510762
ISBN (eBook)
9783346081803
ISBN (Buch)
9783346081810
Sprache
Deutsch
Schlagworte
polemik streitschrift eccius dedolatus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anne Reutgen (Autor:in), 2018, Polemik in der Streitschrift "Eccius Dedolatus", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/510762
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  32  Seiten
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