Orientiert sich die US-amerikanische Sitcom "Two and a Half Men" an traditionellen Stereotypen und welche Rolle spielt der Humor?


Seminararbeit, 2019

28 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hintergrundinfo zum Gegenstand und theoretischer Bezugsrahmen
2.1. Definitionen
2.2. Geschlechter und Stereotype in den Massenmedien
2.3. Geschlechter und Stereotype im Fernsehen
2.4. Geschlechter und Stereotype in Serien

3. Methode
3.1. Untersuchungsgegenstand
3.2. Forschungsdesign

4. Die empirische Untersuchung
4.1. Ausschnitt 1: Sexy Kandi
4.2. Ausschnitt 2: Charlies Gedanken
4.3. Ausschnitt 3: Eng ist gut

5. Diskussion und Interpretation der Befunde
5.1. Weibliches und männliches Rollenbild
5.2. Komik und Humor

6. Fazit

7. Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Medien, Stereotype und Humor. Wie der Name dieser Lehrveranstaltung bereits verrät, werden in dieser Forschungsarbeit die Themenfelder Medien, Stereotype und Humor in Bezug auf be- stimmte Indizien näher untersucht beziehungsweise analysiert. Diese Indizien können bei Re- zipientInnen verschiedenste Gefühle, Einstellungen, Meinungen und Denkmuster auslösen. Doch um welche Indizien handelt es sich hier konkret?

In dieser Seminararbeit dreht sich alles um die US-amerikanische Sitcom Two and a Half Men. Genauer gesagt um die klischeehafte Darstellung der weiblichen und männlichen Protagonis- tInnen, die Rolle der Komik und wie sie funktioniert. Denn die Serie zeichnet sich seit ihrem Bestehen durch ihren speziellen Humor aus. Nur so ist sie zu der Erfolgsserie in den USA auf- gestiegen: Von 2005 bis 2008 war Two and a Half Men die Sitcom mit den höchsten Einschalt- quoten und 23 Mal für den Emmy nominiert (vgl. Wikipedia 2019: o. S.; ProSieben 2019: o. S.). „Sarkasmus ist die niedrigste Form des Witzes, aber die höchste Form der Intelligenz“, so definierte die schottische Autorin Val McDermid einst die Kunst des Sarkasmus. Doch was ist Sarkasmus genau? Und wo liegen die Unterschiede zur Ironie? Kann man beispielsweise Sar- kasmus und Ironie kombinieren? Was passiert wenn Humor mit Stereotype kombiniert wird? Aufgrund dieser Überlegungen stellen sich zwei elementare und interessante Forschungsfragen zu dieser Thematik:

Inwieweit orientiert sich die US-amerikanische Sitcom Two and a Half Men an traditionellen Stereotypen des weiblichen und männlichen Geschlechts?

Inwieweit spielen in der US-amerikanische Sitcom Two and a Half Men traditionelle Stereoty- pen eine entscheidende Rolle in der Vermittlung von Humor?

Ziel der Arbeit ist es, diese Forschungsfragen im Laufe der Arbeit zu beantworten sowie sie an- schließend mit dem theoretischen Rahmen richtig zu werten und einzuordnen. Der Aufbau der Arbeit setzt sich wie folgt zusammen. Bevor die Forschungsfragen beantwortet werden, ist es wichtig, der Arbeit einen theoretischen Hintergrund zu geben. Nach der Einleitung werden die Hintergrundinfos zum Gegenstand und der theoretische Bezugsrahmen präsentiert, ehe das erste Methodenkapitel folgt. Dabei wird der Untersuchungsgegenstand näher vorgestellt und das Forschungsdesign, in diesem Fall die Film- und Fernsehanalyse nach Mikos, explizit erläu- tert. Als nächstes folgt das zweite Methodenkapitel mit der Darstellung der analysierten Daten. Zu guter Letzt folgt die Interpretation dieser Daten mit Einbezug der Hintergrundinformatio- nen, ehe das Fazit und das Quellenverzeichnis die Seminararbeit abrunden.

2. Hintergrundinfo zum Gegenstand und theoretischer Bezugsrahmen

Dieser Teil der Arbeit liefert die Hintergrundinformationen zur Thematik und den derzeitigen Forschungsstand. Weiters wird der theoretische Bezugsrahmen definiert und die dazugehörige Forschungsrelevanz erläutert.

2.1. Definitionen

Sarkasmus und Ironie

Als Sarkasmus wird purer Hohn und Spott bezeichnet und hat das Ziel seine Person gegenüber bewusst lächerlich zu machen oder zu verletzen (vgl. Tuermer 2014: o. S.). Der Ursprung des Fremdworts liegt im altgriechischen Verb sarkázein, was so viel bedeutet wie verhöhnen oder zerfleischen (vgl. ebd.). In den deutschen Sprachgebrauch kam das Wort allerdings über das lateinische sarcasmos, übersetzt bitterer oder beißender Spott (vgl. ebd.). „Sarkasmus meint eine bestimmte Intention, die der Sprecher mit seiner Aussage zu erzielen wünscht. Ironie hin- gegen ist eines der Stilmittel, mit denen der Sarkasmus ausgedrückt werden kann.“ (Tuermer 2014: o. S.)

Das Wort Ironie kommt ebenfalls aus dem Griechischen und wurde von eirōneía, was so viel- bedeutet wie geheuchelte Unwissenheit oder Verstellung abgeleitet (vgl. ebd.). In unseren Wortschatz gelangte die Bezeichnung schlussendlich ebenfalls über die lateinische Sprache (vgl. ebd.).

„Ironie ist, wenn das Gegenteil von dem, was gesagt wird, gemeint ist. Durch den Kontext bzw. die Situation, in der sich Sprecher und Hörer befinden, kann die Aussage als ironisch entschlüs- selt werden, sofern der Hörer über kognitive sowie emotionale Intelligenz verfügt. Schließlich transportieren ironische Aussagen emotionale Einstellungen des Sprechers und das implizit so- wie indirekt.“ (Tuermer 2014: o. S.)

Stereotype

Stereotype lassen sich in verschiedenen Variationen definieren. Nachfolgend werden einige Vorschläge dafür präsentiert.

Im Jahr 1922 sah Lippmann Stereotype noch als Bilder in unseren Köpfen (vgl. Thiele 2016:

1). Erst nach und nach setzte sich eine Definition durch, „die vor allem die Fehlerhaftigkeit und Realitätsinadäquanz stereotyper Wahrnehmungen betont“ (Thiele 2016: 1). Quasthoff fasst den Begriff wie folgt zusammen:

„Ein Stereotyp ist der verbale Ausdruck einer auf soziale Gruppen oder einzelne Personen als deren Mitglieder gerichteten Überzeugung. Es hat die logische Form eines Urteils, das in unge- rechtfertigt vereinfachender und generalisierender Weise, mit emotional-wertender Tendenz, einer Klasse von Personen bestimmte Eigenschaften oder Verhaltensweisen zu- oder abspricht. Linguistisch ist es als Satz beschreibbar.“ (Quasthoff 1973: 28)

Elsen sieht Stereotype als „stark vereinfachte, generalisierende und gleichzeitig starre Meinun- gen über Gruppen.“ (Elsen 2018: 47) Darüber hinaus können sie als Modelle oder Hilfestellung für Orientierung und Wahrnehmung fungieren, da sie die Dinge grundsätzlich vereinfachen (vgl. Elsen 2018: 47). Vermittelt werden sie über Verhaltensweisen, Interaktionen, Handlun- gen, Bilder und Sprache (vgl. ebd.). Zudem sind Stereotype in äußeren Erscheinungsbildern wie Frisur oder Kleidung sowie auch in Gestik und ähnlichem verankert (vgl. ebd.). Stereotype können sowohl positiv als auch negativ behaftet sein, demnach werden ihnen positive oder ne- gative Eigenschaften zugeschrieben (Thiele 2016: 1). Darüber hinaus sind Stereotype in der Regel änderungsresistent (vgl. ebd.).

Trotz der ausführlichen Forschung in diesem Bereich hält sich bis heute die Debatte, ob Stere- otype nicht auch zu Teilen der Wahrheit entsprechen (vgl. Thiele 2016: 1). „Wenn Menschen annehmen, dass etwas so sei, verhalten sie sich so, dass aus ihren Annahmen teilweise soziale Realitäten werden, durch die sie sich in ihren Einstellungen und Sichtweisen bestätigt fühlen – ein Phänomen, das auch als self-fulfilling prophecy bekannt ist.“ (Thiele 2016: 1) Das bedenk- liche an Stereotype ist, dass sie generalisieren und damit individuelle Merkmale ausblenden sowie uns unbewusst in Klischees denken lassen (vgl. Elsen 2018: 47).

Im Hinblick auf diese Forschungsarbeit sind besonders die Geschlechterstereotype von elemen- tarer Bedeutung. Sie geben vor, wie sich das männliche beziehungsweise das weibliche Ge- schlecht verhalten soll (vgl. Elsen 2018: 47). Wichtig hierbei ist, dass das männliche Geschlecht in der Regel deutlich mehr von dieser Kategorisierung profitiert, als das weibliche Pendant (vgl. ebd.).

Geschlechterstereotype schreiben Männern und Frauen bestimmte Werte, Eigenschaften und Verhaltensmuster zu. Eine bedeutende Forschung zu diesem Thema hat Taylor im Jahr 2003 durchgeführt (vgl. ebd.). Das weibliche Geschlecht ist demnach unterwürfig, abhängig, unin- telligent, emotional, empfänglich, intuitiv, schwach, schüchtern, inhaltlich, passiv, kooperativ, sensibel, ein sexuelles Objekt sowie attraktiv aufgrund der physischen Erscheinung (vgl. Taylor 2003: 304 zit. n. Elsen 2018: 47). Männer hingegen sind dominant, intelligent, unabhängig, rational, analytisch, durchsetzungsfähig, stark, ehrgeizig, aktiv, mutig, wettbewerbsfähig, se- xuell aggressiv, unsensibel sowie attraktiv aufgrund von Leistungen (vgl. Taylor 2003: 304 zit. n. Elsen 2018: 47).

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch Hilke Elsen im Jahr 2018. Entsprechend sind Frauen „passiv, ängstlich, selbstlos, gemeinschaftsorientiert, emotional, warm, expressiv, für die Kin- der zuständig, verdienen wenig Geld. Männer sind aktiv, stark, aggressiv, unabhängig, kompe- tent und verdienen das Geld für die Familie.“ (Elsen 2018: 47)

Cornelia Topf präsentiert in ihrem Buch weitere Zuschreibungen des männlichen und weibli- chen Geschlechts in Bezug auf die Sprache sowie Rhetorik.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Topf 2013: 13f)

2.2. Geschlechter und Stereotype in den Massenmedien

Es gibt Studien aus den Jahren 1970 bis 1980, die das Rollenbild und die Darstellung der Frau in den Massenmedien analysieren (vgl. Thiele 2015: 234). Zurückzuführen sind diese Untersu- chungen auf den Gleichheitsansatz, der „auf die bestehende Ungleichheit in der medialen Re- präsentation von Frauen und Männern“ (Thiele 2015: 234) abzielt. Das Ergebnis der Studien fällt deutlich aus: Massenmedien sind demnach nicht das Abbild der Wirklichkeit, sondern stel- len die Realität stark verzerrt dar (vgl. ebd.).

„Ein unrealistisches Bild zeichneten die Medien schon dadurch, dass Frauen dort deut- lich unterrepräsentiert seien. Ihre Lebenswelten scheinen weniger wichtig oder kommen gar nicht erst vor. Wenn Frauen in den Medien präsent sind, so lediglich in einem sehr engen Rollenspektrum und in letztlich stereotyper Art und Weise.“ (Thiele 2015: 234)

Auch heute gibt es nach wie vor eine Diskrepanz in der medienvermittelten Geschlechterdar- stellung (vgl. Thiele 2015: 235). All das kann jedoch nicht durch die gesellschaftliche Macht- und Aufgabenverteilung begründet werden (vgl. GMMP 2010 zit. n. Thiele 2015: 235).

Über die Jahre hinweg haben sich die Geschlechterbilder in den Medien verändert, jedoch nicht weniger klischeehaft oder stereotyp (vgl. ebd.). „Obwohl zuweilen traditionelle Geschlechter- rollen in Frage gestellt werden und gerade auch in unterhaltenden Formaten oder der Werbung mit Geschlechterklischees gespielt wird, bleibt das System der Zweigeschlechtlichkeit erhalten bzw. wird permanent reproduziert.“ (Thiele 2015: 235) Darüber hinaus werden beispielsweise kaum Gewissheiten zum Thema Geschlecht kritisch beäugt oder Begriffe wie doing gender behandelt (vgl. ebd.).

2.3. Geschlechter und Stereotype im Fernsehen

Das Fernsehen und insbesondere Filme und Serien haben einen entscheidenden Einfluss auf unsere persönlichen Vorstellungen (vgl. Scheffel 2018: o. S.). Die Gründerin der amerikani- schen Non-Profit-Organisation The White House Project, Marie Wilson, drückt es wie folgt aus: „Man kann nicht sein, was man nicht sieht.” (Scheffel 2018: o. S.) Bewegtbilder sind ein bedeutender Bestandteil unserer Kultur (vgl. ebd.). „Das Selbstbild von Frauen wird daher – zumindest zu einem gewissen Grad – von dem geprägt, was sie in Filmen sehen: Wenn es dort an starken, mächtigen, komplexen Frauenfiguren fehlt, fällt es auch realen Frauen schwerer, sich selbst so zu sehen und zu denken.“ (Scheffel 2018: o. S.)

Eine Forschung von Erich Küchenhoff im Jahr 1975 gibt erste Erkenntnisse über die Repräsen- tation des weiblichen Geschlechts sowie die Behandlung von Frauenfragen in der TV-Land- schaft (vgl. Thiele 2015: 243). Diese Studie gilt als Vorreiter im Gebiet der Geschlechterstere- otypen- und Medienforschung und wurde dementsprechend häufig in weiteren Untersuchungen aufgegriffen (vgl. ebd.). Innerhalb von sechs Wochen wurden Programminhalte der deutschen Fernsehsender ZDF und ARD mit Fokus auf die handelnden Personen (Haupt- und Nebenrol- len) in Hinblick auf Alter, Aussehen, Geschlecht, soziale Beziehungen und Status untersucht (vgl. ebd.). Die Sendungen wurden in Fernsehnachrichten, Quiz und Show und Non-Fiction kategorisiert (vgl. ebd.). Küchenhoff kam dabei zu folgenden Ergebnissen:

1) „Frauen sind im deutschen Fernsehen erheblich unterrepräsentiert.
2) Die Mittelschichtsorientierung in der Darstellung von Frauen steht im Gegensatz zur gesellschaftlichen Realität.
3) Neben dem traditionellen Leitbild der Hausfrau und Mutter steht das Leitbild der jun- gen, schönen und unabhängigen Frau.
4) Charakteristisch ist die mangelnde Thematisierung der Berufstätigkeit und die Nicht- behandlung von Problemen der Frauenarbeit und Doppelbelastung. Berufstätigkeit von Frauen in Sendungen mit Spielhandlung dient im Wesentlichen der Zuweisung des so- zialen Status und der Legitimierung des Lebensstandards.
5) Die Fernsehfrau ist unpolitisch. Sie zeigt sich wenig informiert und wird daher auch nicht politisch oder gesellschaftskritisch aktiv.
6) Die Behandlung von Frauenfragen, d.h. die kritische Auseinandersetzung mit der be- sonderen Situation der Frau, wird in den Programmen des bundesdeutschen Fernse- hens vernachlässigt.“ (Küchenhoff 1975: 241ff)

2.4. Geschlechter und Stereotype in Serien

Ein Blick auf das US-Fernsehen in Bezug auf Serien zeigt, dass auch hier erstmals in den 1970er Jahre die Rolle der Frau im TV hinterfragt und kritisch analysiert wurde (vgl. Scheffel 2018: o. S.). Annett Scheffel fasst dies wie folgt zusammen:

„Neben der traditionellen Mutterfigur gab es nun auch die Frau am Arbeitsplatz („Mary Tyler Moore Show“) und – vor allem seit den 90er-Jahren – die Single-Frau („Friends“, „Sex and the City“). Eines aber blieb fast immer gleich: Spätestens am Ende der Serie hatten die Frauen eine Familie gegründet oder zumindest einen passenden Partner ge- funden – wenn alles gut ging, ohne auf ihre Karriere zu verzichten.“ (Scheffel 2018: o. S.)

Im Jahr 1979 stellte Ceulemanns et al. fest, dass Frauen untergeordnete Rollen einnehmen und deutlich seltener gezeigt werden (vgl. Nelke 2010: 6). 1995 brachte Gunter zum Vorschein, dass in Serien zwischen 1960 und 1980 die Familie bei der Darstellung des männlichen Ge- schlechts keine große Bedeutung hat (vgl. ebd.). Im selben Jahr fand Atkins heraus, dass gegen Ende der 1980er Jahre auffallend mehr Single-Frauen als Hauptcharaktere gezeigt wurden als in der Vergangenheit (vgl. ebd.).

Eine weitere Inhaltsanalyse von Weiderer aus dem Jahr 1993 liefert Erkenntnisse zu Fernseh- serien, die um 1990 auf ZDF, ARD und RTLplus ausgestrahlt wurden (vgl. ebd.). Die Ergeb- nisse sehen demnach wie folgt aus: Das weibliche Geschlecht wird unterrepräsentiert, Ge- schlechterrollen sind traditionell verwurzelt, Frauen werden oftmals über die Familie definiert – Männer hingegen kaum (vgl. ebd.). Bei den Gesprächsthemen fand man heraus, dass sich Frauen vermehrt über Themen wie Klatsch, Mode, Liebe und Haushalt unterhalten und Männer im Gegensatz über Gewalt, Finanzen und Beruf sprechen (vgl. Nelke 2010: 7).

Im Jahr 2001 nahm Kudrna die US-amerikanische Fernsehserie Ally McBeal genauer unter die Lupe mit dem Ergebnis, dass augenfällig mehr Frauen im Vergleich zu früheren Forschungen mitspielen (vgl. Nelke 2010: 7). „Allerdings überwiegt der Typ der schlanken, gutaussehenden, jungen Frau. Interessanterweise werden im Hinblick auf die Handlungen keine geschlechtsspe- zifischen Unterschiede festgestellt.“ (Nelke 2010: 7) Die weiblichen Charaktere werden nicht mehr als Mutter oder Hausfrau dargestellt, sondern als erfolgreiche berufstätige Frauen (vgl. ebd.). Klare Differenzen konnten bei den analysierten Gesprächsthemen festgestellt werden (vgl. ebd.). Während sich Frauen signifikant häufiger über Liebe und Partnersuche unterhalten, wird beim männlichen Pendant vorranging über geschäftliche Themen gesprochen (vgl. ebd.).

Heute spielen Frauen in der sogenannten Generation der Polit-Serien andere Rollen (vgl. Scheffel 2018: o. S.). Das Bild des weiblichen Geschlechts hat sich im Vergleich zu früher maßgeblich gewandelt (vgl. ebd.). Zahlreiche Serien fokussieren sich auf starke, weibliche Hauptprotagonistinnen (vgl. ebd.). Frauen nehmen nun wichtige Positionen in der Arbeitswelt wie Präsidentin oder Außenministerin ein (vgl. ebd.). Die Serien zeichnen auch eine Welt mit mehr Damen in Machtpositionen und vermitteln dadurch ein vielfältiges Bild, in dem sich die Frauenfiguren klar und deutlich voneinander differenzieren (vgl. ebd.). Die Rolle des weibli- chen Geschlechts unterscheidet sich dadurch klar gegenüber früheren TV-Darstellungen in Se- rien (vgl. ebd.).

Als Beispiele nennt Scheffel unter anderem die Serien Scandal (seit 2012) mit Kerry Washing- ton als krisenmanagende Strippenzieherin, The Good Wife (2009–2016) mit Julianna Margulies als selbstständige Anwältin und House of Cards (seit 2013) mit Robin Wright als UN-Botschaf- terin, später US-Vizepräsidentin und schließlich sogar Präsidentin (vgl. ebd.).

[...]

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Orientiert sich die US-amerikanische Sitcom "Two and a Half Men" an traditionellen Stereotypen und welche Rolle spielt der Humor?
Note
2
Autor
Jahr
2019
Seiten
28
Katalognummer
V510990
ISBN (eBook)
9783346086068
ISBN (Buch)
9783346086075
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Two and a Half Men, Serie, Stereotype, Humor, Sitcom, Rollenbilder, Serien, Medien, Geschlecht, Geschlechter, Stereotyp, Komik
Arbeit zitieren
Alexander Friedl (Autor), 2019, Orientiert sich die US-amerikanische Sitcom "Two and a Half Men" an traditionellen Stereotypen und welche Rolle spielt der Humor?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/510990

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