Wie wichtig erscheinen einem Fußballfan das Internet und vor allem auch die sozialen Netzwerke in der Nachrichtenbeschaffung des Sports? Dieser Fragestellung soll in der vorliegenden Arbeit nachgegangen werden.
Fußball, die beliebteste Sportart des Planeten. Jeder kennt sie und sehr viele lieben sie. Es gibt keine andere Sportart, über die dermaßen viel gesprochen, berichtet oder live übertragen wird. Fußball löst Emotionen aus. Fußball bietet Millionen wenn nicht sogar Milliarden von Menschen eine Arbeit. Fußball gibt Perspektiven. Fußball hilft bei der Integration. Fußball verbindet Menschen. Fußball wird auf der ganzen Welt gespielt und verfolgt. Diese Sätze sind nur wenige Phrasen, die auf diesen einzigartigen Sport zutreffen.
Sowohl früher, als auch heute erfreut sich Fußball großer Beliebtheit. Doch über die Jahre hinweg hat sich der Fußball in seiner Spielweise und Vermarktung eklatant verändert und somit auch die damit verbundene Übertragung beziehungsweise Berichterstattung. Im heutigen 21. Jahrhundert gibt es unzählige verschiedene Angebote um die schönste Nebensache der Welt, den Fußball, zu konsumieren. In einer zunehmenden digitalisierten Welt, in der das Internet eine immer wichtiger werdende und große Rolle einnimmt, gibt es einen schier unendlichen Pool an Daten, Informationen und Nachrichten.
Während früher die klassische Tageszeitung und das Fernsehen die klare Nummer eins in der Fußball-Berichterstattung darstellte, hat sich mittlerweile einiges verändert. Mittlerweile bringen Fußball-Blogs, Fußballportale, Streamingdienste, Online-Aufritte von großen Medienunternehmen und soziale Netzwerke die Rangordnung unter den Informationsbeschaffungskanälen kräftig durcheinander.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Teil I: Hintergrundinfo zum Gegenstand und theoretischer Bezugsrahmen
2.1. Begriffsdefinitionen
2.1.1. Online-Auftritt Printmedium
2.1.2. Fußballportal
2.1.3. Streaming-Plattform
2.1.4. Fußball-Blog
2.1.5. Social Media
2.2. Moderne (Sport-)Berichterstattung
2.2.1. Onlinejournalismus
2.2.2. Social Media im Sport und Sportjouralismus
2.2.3. Streaming
3. Teil II: Die empirische Untersuchung (Methodenkapitel 1)
3.1. Das Forschungsdesign
3.2. Arbeit im Feld
3.3. Zeitraum und konkrete Stichprobenbeschreibung
3.4. Auswertungsverfahren
3.3.1. Offenes Kodieren
3.3.2. Axiales Kodieren
4. Teil III: Die empirische Untersuchung (Methodenkapitel 2)
4.1. Interviewdaten – Suchmaschinen
4.2. Interviewdaten – Online-Auftritt Printmedien
4.3. Interviewdaten – Fußballportale
4.4. Interviewdaten – Streaming-Plattformen
4.5. Interviewdaten – Fußball-Blogs
4.6. Interviewdaten – Social Media
4.7. Interviewdaten – Qualität
5. Teil IIII: Diskussion und Interpretation der Befunde
5.1. Neue Erkenntnisse in Bezugnahme auf Hintergrundinformationen
5.1.1. Hoher Einfluss von Social Media
5.1.2. Streaming-Plattformen am zweitbeliebtesten
5.1.3. Fußball-Blogs werden kaum gelesen
5.1.4. Suchmaschinen, Fußballportale und Online-Auftritte von Printmedien werden genutzt
5.2. Kritische Reflexion
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das veränderte Informationsverhalten von 18- bis 30-jährigen Fußballfans in einem zunehmend digitalisierten Medienumfeld. Ziel ist es zu analysieren, wie Kanäle wie soziale Netzwerke, Streaming-Dienste und klassische Online-Portale im Vergleich genutzt werden und welche Rolle die Qualität der Berichterstattung dabei spielt.
- Einfluss von Social Media auf die Nachrichtenbeschaffung.
- Nutzung neuer Streaming-Angebote im Sportbereich.
- Vergleich zwischen klassischen Portalen und neuen Informationskanälen.
- Relevanz von journalistischer Qualität bei der Informationsauswahl.
Auszug aus dem Buch
2.2.1. Onlinejournalismus
Beinahe alle Zeitungen besitzen mittlerweile einen eigenen Online-Auftritt in Form einer Website. Es werden ähnliche Produkte wie im Print angeboten und dennoch unterscheiden sie sich. Online werden die Beiträge mit zusätzlichen Inhalten, wie Videos, Audiofiles, Blogs, Podcasts oder Liveticker angeboten. Man geht davon aus, dass aufgrund der vorrangig mobilen Nutzung, also über das Smartphone oder Tablet, die RezipientInnen tendenziell jünger sind, als beispielsweise bei klassischen Printmedien. Dieser Fakt wiederrum beeinflusst den Schreibstil der JournalistInnen. Der Stil solcher Berichte, selbst auf den Websites von hochwertigen Publikationen, ist tendenziell eher umgangssprachlich. (Vgl. Andrews 2014: 16)
Online-Medien können sich im Vergleich zu Print, Radio oder Fernsehen an allen Formen der Berichterstattung bedienen. Es sind ihnen dabei keine Grenzen gesetzt und die Beiträge können rund um die Uhr upgedatet werden. Der vielleicht größte und wichtigste Unterschied zwischen Print- und Rundfunkmedien liegt im Verhalten der KonsumentInnen. (Vgl. Andrews 2014: 20)
Dieses Phänomen gilt auch für Online-Medien. Auch im Internet entscheiden die KosumentInnen innerhalb von Sekunden ob sie einen Beitrag anklicken, diesen lesen und wann sie den Artikel wieder schließen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den digitalen Wandel der Fußballberichterstattung und leitet die Forschungsfrage zum Informationsverhalten junger Fans her.
2. Teil I: Hintergrundinfo zum Gegenstand und theoretischer Bezugsrahmen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe und beleuchtet den aktuellen Forschungsstand zu Onlinejournalismus, Social Media und Streaming.
3. Teil II: Die empirische Untersuchung (Methodenkapitel 1): Hier wird das qualitative Forschungsdesign mittels Leitfadeninterviews und die Grounded Theory als methodische Grundlage erläutert.
4. Teil III: Die empirische Untersuchung (Methodenkapitel 2): In diesem Kapitel werden die erhobenen Daten zu verschiedenen digitalen Kanälen systematisch dargestellt.
5. Teil IIII: Diskussion und Interpretation der Befunde: Die Ergebnisse werden in Bezug auf den theoretischen Rahmen diskutiert und kritisch reflektiert.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Zukunft der Sportberichterstattung.
Schlüsselwörter
Fußball, Onlinejournalismus, Social Media, Streaming, Informationsbeschaffung, Sportberichterstattung, Qualitative Forschung, Grounded Theory, Medienwandel, Fußballportale, Digitale Medien, Mediennutzung, Journalismus, Online-Auftritt, Nutzerverhalten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie sich junge Fußballfans im Internet über ihren Sport informieren und welche digitalen Kanäle sie dabei bevorzugen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen Social Media, Streaming-Plattformen, Fußballportale und die Rolle klassischer Online-Printmedien im Kontext der digitalen Nachrichtenbeschaffung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie 18- bis 30-jährige FußballanhängerInnen ihr Informationsbedürfnis in einer digitalisierten Medienlandschaft stillen und welche Kanäle dabei die höchste Relevanz haben.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf problemzentrierten Interviews und der Methode der Grounded Theory basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Begriffe und Medienlandschaft sowie eine empirische Untersuchung, in der die Ergebnisse aus zehn qualitativen Interviews detailliert analysiert und interpretiert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Fußball, Social Media, Streaming, Informationsbeschaffung, Sportberichterstattung und Onlinejournalismus.
Wie nutzen die Probanden Streaming-Dienste?
Die Mehrheit der Befragten nutzt Streaming-Angebote wie DAZN sehr regelmäßig, insbesondere für Live-Spiele und Highlight-Zusammenfassungen.
Welche Rolle spielt die Qualität bei der Nachrichtenwahl?
Die Befragten gaben an, dass die Qualität der Informationen für sie essenziell ist; unsauber recherchierte oder unseriöse Quellen führen dazu, dass sie die betreffenden Formate meiden.
Gibt es Interaktion zwischen Nutzern und Medien?
Interessanterweise zeigten die Interviews, dass die befragten Nutzer zwar intensiv konsumieren, aber kaum aktiv mit den Inhalten interagieren (Liken, Teilen, Kommentieren), sondern primär Rezipienten sind.
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- Alexander Friedl (Author), 2018, Fußball im Zeitalter des Internets, Streamings und Social Media, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/510992