Diese Arbeit befasst sich durch Einbezug zweier Studien damit, ob und welche Folgen Arbeitslosigkeit im Zusammenhang mit körperlicher und psychischer Gesundheit mit sich bringt. Zur Thematik Arbeitslosigkeit und den damit verbundenen Folgen wurden im Laufe der letzten Jahre und Jahrzehnte zahlreiche Studien durchgeführt.
Menschen, die arbeitslos sind, vor allem Langzeitarbeitslose haben mit massiven Problemen zu kämpfen, die krank machen. Mutlosigkeit, Hilflosigkeit, ein vermindertes Selbstwertgefühl sind nur ein Bruchteil der Beeinträchtigungen, mit denen die Arbeitslosen zu kämpfen haben. Auch für das soziale Umfeld wie Freunde und Familie, insbesondere Kinder von Menschen ohne Arbeit, birgt die Erwerbslosigkeit diverse Risikofaktoren.
Inhaltsverzeichnis
I. Theoretischer Teil
1. Einleitung
2. Definitionen
2.1.Definition körperliche Gesundheit
2.2.Definition psychische Gesundheit
3. Mögliche Ursachen für Arbeitslosigkeit
II. Methodenteil
4. Vorgehensweise
III. Ergebnisteil
5.Untersuchung gesundheitsschädlicher psychischer und physischer Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf den Menschen
5.1. Arbeitslosigkeit und Gesundheit – Ergebnisse der sächsischenLängsschnittstudie
5.2. Arbeitslosigkeit und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit - Ein Überblick zum Forschungsstand und zu aktuellen Daten der Studien GEDA 2010 und GEDA 2012
6. Diskussion
7. Fazit
8. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die psychischen und physischen Folgen von akuter sowie Langzeitarbeitslosigkeit und analysiert anhand zweier Längsschnittstudien den Zusammenhang zwischen dem Verlust des Arbeitsplatzes und einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes.
- Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und gesundheitlicher Beeinträchtigung
- Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf die psychische Gesundheit
- Vergleich von Forschungsergebnissen aus verschiedenen Dekaden (Sächsische Längsschnittstudie vs. GEDA-Studien)
- Präventionsmaßnahmen und Inanspruchnahme medizinischer Leistungen durch Erwerbslose
Auszug aus dem Buch
5.1. Arbeitslosigkeit und Gesundheit – Ergebnisse der Sächsischen Längsschnittstudie
Die Sächsische Längsschnittstudie von Berth et al., die seit 1987 jährlich mit nahezu der gleichen Stichprobe durchgeführt wird, begleitet die Teilnehmer aus Sachsen in sozialwissenschaftlicher Betrachtungsweise und untersucht verschiedene Aspekte auf ihrem Lebensweg.
Hierzu zählt auch das Erleben der Wiedervereinigung und die damit einher gehenden Veränderungen in der Gesellschaft.
Außerdem zählen zu den Untersuchungspunkten Partnerschaft und Familiengründung, sowie Arbeitslosigkeit und Gesundheit.
Zu einem der zentralen Ergebnisse zählt, dass Personen mit mehrfachen Arbeitslosigkeitserfahrungen ihren eigenen subjektiv erlebten Gesundheitszustand weniger gut einschätzten, als Personen die gar nicht oder nur einmal arbeitslos waren.
Mithilfe der Hospital Anxiety and Depression Scale im Bezug auf Erwerbslosigkeit, konnte erhoben werden, dass bei Menschen ohne berufliche Tätigkeit die höchste Depressivität und die höchste Belastung durch psychische Beanspruchung wie Distress vorliegt. Diese Symptome wirkten sich außerdem negativ auf die Lebenszufriedenheit aus.
Außerdem nahmen soziale Ängste, Ängste vor der Verteuerung des Lebens und der Altersarmut, sowie gesellschaftlicher Druck zu. (Berth et al., 2011)
Somit lässt sich basierend auf den Ergebnissen der vorliegenden Studie ein hoher Zusammenhang mit eintretender Arbeitslosigkeit und der damit verbundenen Verschlechterung des Gesundheitszustandes untersuchen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die historische Entwicklung der Arbeitslosenzahlen in Deutschland und führt in die Problematik der gesundheitlichen Folgen für betroffene Personen ein.
2. Definitionen: Definiert die Begriffe körperliche und psychische Gesundheit auf Basis anerkannter wissenschaftlicher Organisationen.
3. Mögliche Ursachen für Arbeitslosigkeit: Analysiert makroökonomische Faktoren wie Profitmaximierung, Automatisierung und globalen Wettbewerb als Auslöser für Erwerbslosigkeit.
4. Vorgehensweise: Erläutert die methodische Auswahl der Längsschnittstudien sowie die Kriterien zur Literaturbewertung.
5. Untersuchung gesundheitsschädlicher psychischer und physischer Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf den Menschen: Detaillierte Auswertung der Sächsischen Längsschnittstudie sowie der GEDA-Daten zur Korrelation zwischen Arbeitslosigkeit und Morbidität.
6. Diskussion: Vergleicht die Ergebnisse beider Studien und stellt die zeitlose Relevanz der gesundheitlichen Verschlechterungen durch Arbeitslosigkeit heraus.
7. Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Arbeitslose stärker in den Fokus präventiver Gesundheitsmaßnahmen zu rücken.
Schlüsselwörter
Arbeitslosigkeit, Gesundheit, psychische Belastung, physische Gesundheit, Längsschnittstudie, GEDA-Studie, Lebenszufriedenheit, Mortalität, Morbidität, Prävention, Arbeitsmarkt, soziale Folgen, Depressivität, Stress, Erwerbslosigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die psychischen und physischen gesundheitlichen Auswirkungen, die mit Arbeitslosigkeit einhergehen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind der Zusammenhang zwischen Erwerbslosigkeit und Gesundheit, der Einfluss auf das Lebensgefühl, soziale Ängste sowie die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen durch Arbeitslose.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, wissenschaftlich zu belegen, ob und welche gesundheitlichen Folgen Arbeitslosigkeit für den Einzelnen mit sich bringt.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?
Die Autorin führte eine systematische Literaturrecherche in Datenbanken wie PubMed und SpringerLink durch und wählte zwei relevante Längsschnittstudien zur weiteren Analyse aus.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen und Ursachen der Arbeitslosigkeit geklärt, gefolgt von einer detaillierten Auswertung der Sächsischen Längsschnittstudie und der GEDA-Studien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Arbeitslosigkeit, Gesundheit, psychische Belastung, Prävention und Lebenszufriedenheit charakterisieren.
Wie unterscheiden sich die Erkenntnisse der GEDA-Studien von der Sächsischen Längsschnittstudie?
Während die Sächsische Studie besonders die subjektive Einschätzung und psychische Beanspruchung beleuchtet, liefern die GEDA-Studien umfangreiche Daten zu Mortalitätsrisiken und der Inanspruchnahme des Gesundheitssystems.
Welche Rolle spielt die Automatisierung für die Arbeitslosigkeit laut dem Autor?
Die Automatisierung wird als eine der Hauptursachen genannt, da Maschinen und Roboter menschliche Arbeitskraft ersetzen und so den Bedarf an Arbeitskräften verringern.
Warum ist das Fazit der Autorin in Bezug auf Krankenkassen kritisch?
Die Autorin stellt fest, dass die Bedarfsanalyse für Gesundheitsförderungsmaßnahmen bei Arbeitslosen durch die Kassen bisher nicht ausreichend ist.
- Quote paper
- Ann-Kathrin Häring (Author), 2019, Arbeitslosigkeit und Gesundheit. Psychische und physische Auswirkungen von akuter und Langzeitarbeitslosigkeit anhand zweier Längsschnittstudien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/511275