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Elterliche Alkoholsucht als Entwicklungsrisiko? Alkoholsucht und deren Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung

Resilienzforschung im Kontext von Kindern alkoholabhängiger Eltern

Title: Elterliche Alkoholsucht als Entwicklungsrisiko? Alkoholsucht und deren Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung

Bachelor Thesis , 2018 , 63 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Jennifer Wesemann (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen von elterlicher Alkoholsucht im Hinblick auf die kindliche Entwicklung. Nach Sichtung der Literatur kommt sie zu dem Schluss, dass elterliche Alkoholsucht direkte und indirekte negative Folgen auf die kindliche Entwicklung besitzt. Trotz dessen, dass diese Kinder den gleichen Risikofaktoren ausgesetzt sind, entwickeln sich nicht alle Kinder negativ. Mit Hilfe des Resilienzkonzeptes konnten spezifische Risiko- und Schutzfaktoren identifiziert werden, die die kindliche Entwicklung beeinflussen können. Demnach kann elterliche Alkoholsucht als kindliches Entwicklungsrisiko angesehen werden, welches jedoch durch resilientes Verhalten positiv beeinflusst werden kann.
Ein Appell an die Forschung besteht darin, die betroffenen Kinder, mit ihren positiven Eigenschaften vermehrt in den Mittelpunkt zu stellen um die, teils enorme, Stigmatisierung von Kindern alkoholabhängiger Eltern abzubauen, sodass neue Präventions- und Förderungsprogramme entstehen können.

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Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

Einleitung

1 Methodisches Vorgehen und Fragestellung

1.1. Entwicklung der Fragestellung

1.2. Methode der Literaturrecherche, Auswahlkriterien und Reflexion

2 Theoretischer Hintergrund Suchterkrankung Alkohol

2.1. Schädlicher Gebrauch von Alkohol

2.2. Alkoholabhängigkeitssyndrom

2.3. Zahlen und Fakten zur Alkoholabhängigkeit in Deutschland

3 Auswirkungen von Alkohol während der Schwangerschaft auf das Ungeborene

3.1. Fetales Alkoholsyndrom, Alkoholeffekte und deren Diagnostik

3.2. Schädliche Wirkung des Alkohols auf die Entwicklung des Ungeborenen

3.3. Epidemiologie

4 Auswirkungen der Sucht auf das System Familie mit Blick auf die Kinder

4.1. Co-Abhängigkeit

4.2. Situation der Kinder

4.2.1. Rollenmodelle Black und Wegscheider

4.2.1.1. Der Held / Verantwortungsbewusstes Kind

4.2.1.2. Der Sündenbock / Ausagierendes Kind

4.2.1.3. Das verlorene Kind / Fügsames Kind

4.2.1.4. Der Clown

4.2.1.5. Friedenstifter

4.3. Weitere Rollenmodelle

4.4. Wissenschaftliche Überprüfung der Rollenmodelle

5 Psychische-/ und Verhaltensauffälligkeiten von Kindern alkoholabhängiger Eltern

5.1. Angst und Depressionen

5.2. Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen

5.3. Schulleistungen und Schulverhalten

5.4. Intelligenz

5.5. Störung des Sozialverhaltens

5.6. Somatische und psychosomatische Probleme

5.7. Gefahr der eigenen Abhängigkeit

5.8. Gewalterfahrungen, Misshandlungen, Vernachlässigungen, sexuelle Übergriffe

6 Was stärkt Kinder alkoholkranker Eltern? Grundlagen und wissenschaftliche Erkenntnisse der Resilienzforschung

6.1. Definition Resilienz

6.2. Die Entwicklung der Resilienzforschung

6.3. Charakteristika der Resilienz

6.4. Risiko- und Schutzfaktoren als Schlüsselkonzepte der Resilienzforschung

6.4.1. Das Risikofaktorenkonzept

6.4.2. Das Schutzfaktorenkonzept

6.5. Spezielle Risiko- und Schutzfaktoren für Kinder alkoholbelasteter Familien

6.5.1. Kindbezogene Risikofaktoren

6.5.2. Umgebungsbezogene Risikofaktoren

6.5.3. Kindbezogene Schutzfaktoren

6.5.4. Umgebungsbezogene Schutzfaktoren

7 Copingforschung

7.1. Begriff Coping

7.2. Coping-Strategien im Umgang mit Belastungen

7.3. Effektivität von Coping-Strategien

8 Beantwortung der Fragestellung und Diskussion

9 Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, inwiefern elterliche Alkoholsucht ein Entwicklungsrisiko für Kinder darstellt und welche Faktoren – insbesondere aus der Resilienzforschung – dazu beitragen, dass sich betroffene Kinder trotz widriger Lebensumstände gesund entwickeln können.

  • Auswirkungen von elterlicher Sucht auf das System Familie.
  • Psychische und verhaltensbezogene Folgen für betroffene Kinder.
  • Die Bedeutung von Risiko- und Schutzfaktoren für die psychische Widerstandsfähigkeit.
  • Analyse von Rollenmodellen zur kindlichen Anpassung an Suchtbelastung.
  • Bewertung von Bewältigungsstrategien (Coping) zur Prävention und Gesundheitsförderung.

Auszug aus dem Buch

3.1. Fetales Alkoholsyndrom, Alkoholeffekte und deren Diagnostik

Beim Fetalen Alkoholsyndrom handelt es sich um eine Schädigung in der Embryonal- und Fetalzeit, bedingt durch Alkoholkonsum der Mutter (Löser, 1995). Alkohol wirkt toxisch auf die, noch in der Entwicklung befindlichen, Organe des Ungeborenen. Besteht eine Schädigung von Organen und Zellen durch Alkoholkonsum der Mutter, liegt das Vollbild des Fetalen Alkoholsyndroms oder auch Alkoholembryopathie genannt vor. Alkohol und dessen Abbauprodukt Acetaldehyd kann die gesamte Schwangerschaft über eine Vielzahl von Veränderungen beim Ungeborenen bewirken. Betroffene Kinder leiden sowohl körperlich, geistig, intellektuell und können in ihrer sozialen Entwicklung beineinträchtig sein.

Zu dem Vollbild des fetalen Alkoholsyndroms kommt es nicht immer. Die Übergänge sind fließend. Alkohol kann das Gehirn schädigen, auch ohne die typischen körperlichen Merkmale eines Kindes mit fetalem Alkoholsyndrom zu zeigen. Hier spricht man von Alkoholeffekten. Diese können unter anderen Leistungsstörungen oder Verhaltensveränderungen darstellen (Löser, 1995).

Zur Sicherung der Diagnose eines fetalen Alkoholsyndroms steht den Medizinern seit Dezember 2012 (Update 2016) eine Leitlinie zur Verfügung, die erstmalig, im deutschen Raum, eine evidenz- und konsensbasierte Diagnostik ermöglicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Methodisches Vorgehen und Fragestellung: Dieses Kapitel erläutert die Herleitung der Forschungsfrage und die methodischen Grundlagen der systematischen Literaturrecherche.

2 Theoretischer Hintergrund Suchterkrankung Alkohol: Hier werden die medizinischen Klassifikationen des schädlichen Alkoholkonsums sowie des Abhängigkeitssyndroms nach ICD-10 dargelegt.

3 Auswirkungen von Alkohol während der Schwangerschaft auf das Ungeborene: Dieses Kapitel behandelt die toxischen Auswirkungen von Alkohol auf die pränatale Entwicklung und stellt Diagnosekriterien für das Fetale Alkoholsyndrom vor.

4 Auswirkungen der Sucht auf das System Familie mit Blick auf die Kinder: Hier werden die familiäre Dynamik, das Konzept der Co-Abhängigkeit und verschiedene Rollenmodelle kindlicher Anpassung beschrieben.

5 Psychische-/ und Verhaltensauffälligkeiten von Kindern alkoholabhängiger Eltern: Das Kapitel analysiert gehäuft auftretende psychische Belastungen wie Angst, Depressionen und Verhaltensstörungen bei betroffenen Kindern.

6 Was stärkt Kinder alkoholkranker Eltern? Grundlagen und wissenschaftliche Erkenntnisse der Resilienzforschung: Dieser Abschnitt widmet sich den theoretischen Grundlagen der Resilienz sowie den entscheidenden Risiko- und Schutzfaktoren.

7 Copingforschung: Hier wird der Prozess der Stressbewältigung bei Kindern transaktional beleuchtet und die Effektivität verschiedener Coping-Strategien diskutiert.

8 Beantwortung der Fragestellung und Diskussion: Dieses Kapitel führt die theoretischen Erkenntnisse zusammen, um die Forschungsfrage hinsichtlich des Entwicklungsrisikos und der Resilienzfaktoren zu beantworten.

9 Ausblick: Der abschließende Teil skizziert zukünftige Forschungsnotwendigkeiten und Potenziale für Präventionsangebote.

Schlüsselwörter

Alkoholsucht, Kinder alkoholabhängiger Eltern, Resilienz, Entwicklungsrisiko, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Fetales Alkoholsyndrom, Coping, Stressbewältigung, Familienkrankheit, Suchtprävention, Psychische Gesundheit, Familienatmosphäre, Anpassungsmechanismen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Bachelorarbeit untersucht, wie sich die elterliche Alkoholsucht als Entwicklungsrisiko auf Kinder auswirkt und welche Faktoren deren gesunde Entwicklung trotz dieser belastenden familiären Situation fördern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen des Alkohols auf das Ungeborene, der familiären Dynamik (Rollenmodelle), den psychischen Auffälligkeiten der Kinder sowie den zentralen Konzepten der Resilienz- und Copingforschung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Phänomen der kindlichen Resilienz im Kontext suchtbelasteter Familien zu verstehen und aufzuzeigen, dass trotz hohem Risiko eine positive Entwicklung möglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die bestehende Studien, Konzepte und fachwissenschaftliche Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie und Suchtforschung zusammenführt und diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis der Alkoholsucht, deren pränatale und familiäre Auswirkungen, die Darstellung psychischer Störungsbilder sowie die detaillierte Analyse von Resilienz- und Bewältigungsmechanismen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Suchterkrankung, Resilienzforschung, Risiko- und Schutzfaktoren, Fetales Alkoholsyndrom und Stressbewältigung (Coping).

Warum entwickeln sich manche Kinder trotz Suchtbelastung normal?

Diese Kinder verfügen über spezifische Schutzfaktoren, wie beispielsweise eine stabile Bindung zu einer Bezugsperson, positive Intelligenz oder die Fähigkeit, durch angemessenes Coping mit Belastungen umzugehen.

Welche Rolle spielen die beschriebenen "Rollenmodelle"?

Die Rollenmodelle (wie Held, Sündenbock oder Clown) dienen als Schutzmechanismen, mit denen Kinder versuchen, sich an eine instabile Familienatmosphäre anzupassen und Sicherheit oder Anerkennung zu gewinnen.

Warum ist das "Coping" für betroffene Kinder so entscheidend?

Da Kinder in Suchtfamilien häufig unter chronischem Stress stehen, ist die Fähigkeit zur aktiven Stressbewältigung essentiell, um negative psychische Langzeitfolgen zu minimieren oder zu verhindern.

Welche Bedeutung hat die Aufklärung für Kinder?

Aufklärung über die elterliche Krankheit entlastet Kinder massiv, da sie die unberechenbaren Situationen besser einordnen können und dadurch ihre Wahrnehmung und Bewertung der Belastung modifizieren.

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Details

Title
Elterliche Alkoholsucht als Entwicklungsrisiko? Alkoholsucht und deren Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung
Subtitle
Resilienzforschung im Kontext von Kindern alkoholabhängiger Eltern
College
Private University of Applied Sciences Goettingen
Grade
3,0
Author
Jennifer Wesemann (Author)
Publication Year
2018
Pages
63
Catalog Number
V511510
ISBN (eBook)
9783346092021
ISBN (Book)
9783346092038
Language
German
Tags
elterliche alkoholsucht entwicklungsrisiko auswirkungen entwicklung resilienzforschung kontext kindern eltern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jennifer Wesemann (Author), 2018, Elterliche Alkoholsucht als Entwicklungsrisiko? Alkoholsucht und deren Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/511510
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