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Das Lenhnsgesetz Konrads II. Enstehung und Bedeutung

Title: Das Lenhnsgesetz Konrads II. Enstehung und Bedeutung

Seminar Paper , 2004 , 16 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Jochen Engelhorn (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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„Wenn Italien jetzt nach einem Gesetz hungert, will ich, so Gott es erlaubt, es sättigen wohl mit Gesetzen.“ Diesen Satz soll der erste Salierkönig Konrad II. in Anwesenheit seines Begleiters und Biographen Wipo im Jahre 1035 ausgesprochen haben. Doch von welchen Gesetzen ist hier die Rede? Und aus welchem Grund fühlt sich Konrad veranlasst die Forderungen der Italiener nach einem Gesetz zu erfüllen? Der Kaiser spricht von dem Lehnsgesetz, das wenige Jahre später in die Geschichte des italienischen Lehnswesens eingehen sollte. Zunächst ist jedoch die Situation zu klären, in der sich der Kaiser und das Reich im 11. Jahrhundert befanden. Italien bildete einen Schwerpunkt in der Politik des Saliers. Das Rechtsdokument spiegelte hierbei die Politik wider, die Konrad südlich der Alpen verfolgte. In diesem Zusammenhang soll in dieser Arbeit verdeutlicht werden, unter welchen Voraussetzungen und Ursachen das Lehnsgesetz Konrads II. zustande kam und warum es für die Italienpolitik des Kaisers eine zentrale Rolle spielte.
Dabei sollen die Blickpunkte auf Italien gelenkt werden: Die Umstände und die Konflikte des italienischen Lehnswesens im 11. Jahrhundert, die Politik Konrads hinsichtlich der besonderen Verhältnisse Italiens und zu guter Letzt das Dokument selbst und dessen weitreichende Bedeutung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Valvassorenaufstand (1035-1037)

1. Ursachen des Konflikts und beteiligte Parteien

2. Anlass und Verlauf der Auseinandersetzungen

III. Italienpolitik Konrads II.

1. Grundpfeiler der Herrschaft in Italien

2. Auseinandersetzungen mit dem Erzbischof von Mailand

IV. Constitutio de feudis

1. Gegenstand des Dokuments

2. Bedeutung der Urkunde für das Lehnswesen in Italien

V. Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Voraussetzungen, die Entstehung und die politische Tragweite der Constitutio de feudis von 1037. Dabei liegt der Fokus auf der Frage, wie Kaiser Konrad II. durch die gesetzliche Fixierung von Lehnsprivilegien den Valvassorenaufstand kanalisierte und seine Herrschaft in Italien durch den Interessenausgleich zwischen verschiedenen Adelsgruppen nachhaltig zu festigen suchte.

  • Soziale Strukturen und Konflikte im italienischen Lehnswesen des 11. Jahrhunderts
  • Die Machtpolitik Konrads II. gegenüber dem italienischen Episkopat
  • Ursachen und Dynamik des Valvassorenaufstands (1035-1037)
  • Rechtliche Neuerungen durch das Lehnsgesetz (Constitutio de feudis)
  • Der Übergang von mündlich geprägten Rechtsgesten zur schriftlichen Fixierung

Auszug aus dem Buch

1. Gegenstand des Dokuments

„Zur Versöhnung der Gemüter der Lehnsherren und Lehnsmannen, damit sie stets einträchtig gegeneinander gefunden und damit sie treu und beharrlich Uns und ihren Lehnsherren ergeben dienen, [...].“

Das Dokument, das Konrad am 28. Mai 1037 während der Belagerung Mailands verfasste, sollte das Hautproblem lösen, warum er nach Italien gekommen war. Die Befreidung der beiden im Valvassorenaufstand gegenüberstehenden Gruppen, er benennt sie seniores und milites, sollte die angespannte Lage entschärfen. Es werden auf der einen Seite die Bischöfe, Äbte, oder Markgrafen, auf der anderen die höheren Valvassoren und deren Lehnsmänner, also Capitane und Valvassoren, genannt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung skizziert den historischen Kontext der salischen Herrschaft in Italien und formuliert das Erkenntnisinteresse hinsichtlich der Entstehung und Bedeutung des Lehnsgesetzes Konrads II.

II. Valvassorenaufstand (1035-1037): Dieses Kapitel analysiert die sozialen Spannungen zwischen dem Hochadel und dem Vasallenadel, die zum offenen Konflikt und der Revolte gegen die Lehnsherren führten.

III. Italienpolitik Konrads II.: Hier werden die strategischen Grundlagen kaiserlicher Herrschaft in Italien sowie die spezifischen machtpolitischen Spannungen mit dem Mailänder Erzbischof Aribert beleuchtet.

IV. Constitutio de feudis: Das Kapitel untersucht den Inhalt, die rechtliche Zielsetzung sowie die weitreichende Bedeutung des Dekrets für die Stabilität des italienischen Lehnswesens.

V. Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und ordnet das Lehnsgesetz als wichtigen Schritt in der Entwicklung hin zur schriftlichen Rechtskultur ein.

Schlüsselwörter

Konrad II., Lehnsgesetz, Constitutio de feudis, Valvassorenaufstand, Italienpolitik, Lehnswesen, Mittelalter, Salier, Vasallenadel, Capitane, Rechtssicherheit, Erblichkeit, Schriftkultur, Aribert von Mailand, Feudalgesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Lehnsgesetz Kaiser Konrads II. von 1037 und dessen Rolle bei der Befriedung sozialer Konflikte in Oberitalien.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Machtverhältnissen zwischen Lehnsherren und Vasallen, der kaiserlichen Italienpolitik und der rechtshistorischen Bedeutung der Constitutio de feudis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, unter welchen Voraussetzungen das Lehnsgesetz entstand und warum es für Konrad II. ein zentrales Instrument zur Sicherung seiner italienischen Herrschaft darstellte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Quellen (insbesondere der Biographie Wipos) und moderner Forschungsliteratur, vor allem von Hagen Keller, basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?

Der Hauptteil behandelt den Verlauf des Valvassorenaufstands, die politische Ausgangslage Konrads II. in Italien sowie die konkreten rechtlichen Bestimmungen der Constitutio de feudis.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit zusammenfassen?

Wesentliche Begriffe sind Constitutio de feudis, Valvassoren, Konrad II., Feudalismus und Rechtssicherheit.

Warum war der Aufstand der Valvassoren für Konrad II. so gefährlich?

Der Aufstand bedrohte die Stabilität des Reiches, da er die Schicht der Vasallen als wesentliche Machtgrundlage der kaiserlichen Herrschaft in Italien zu entfremden drohte.

Welche Bedeutung hat das Dokument für die Entwicklung des Rechts?

Die Constitutio de feudis markiert einen Übergang von einer mündlich geprägten Rechtskultur hin zur schriftlichen Fixierung normativer Regeln.

Welche Rolle spielte der Erzbischof von Mailand in diesem Kontext?

Der Erzbischof Aribert von Mailand fungierte zunächst als Stütze des Kaisers, geriet jedoch durch sein willkürliches Vorgehen im Aufstand und seine Machtpolitik in einen verhängnisvollen Konflikt mit Konrad II.

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Details

Title
Das Lenhnsgesetz Konrads II. Enstehung und Bedeutung
College
University of Freiburg  (Historisches Seminar)
Course
Proseminar
Grade
1,5
Author
Jochen Engelhorn (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V51153
ISBN (eBook)
9783638471961
ISBN (Book)
9783656814566
Language
German
Tags
Lenhnsgesetz Konrads Enstehung Bedeutung Proseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jochen Engelhorn (Author), 2004, Das Lenhnsgesetz Konrads II. Enstehung und Bedeutung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51153
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