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Das Recht auf "Nichtwissen" bezüglich Krebserkrankungen

Wie gesundheitsfördernd ist die Früherkennung bei Prostatakrebs (in Deutschland)?

Titel: Das Recht auf "Nichtwissen" bezüglich Krebserkrankungen

Hausarbeit , 2017 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Simon Bimczok (Autor:in)

Gesundheit - Public Health
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Alltag kann es manchmal besser sein, Mitmenschen das Wissen über bestimmte Dinge vorzuenthalten. Dies soll verhindern, dass die aktuelle Situation verschlimmert wird. Geschehen kann das in Form von Notlügen oder dadurch, dass man jemandem etwas, was er wissen sollte, nicht erzählt. Die Entscheidung, sein Gegenüber im Unklaren zu lassen, liegt dann bei der Person, die das Wissen besitzt. Die Frage ist, würde der Andere wissen wollen, was ihm verschwiegen wird, wenn ihm klar wäre, dass dies negative Folgen für ihn haben könnte?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Nichtwissen

2.1 Definition des Begriffs

2.2 „Nichtwissen“ im Gesundheitsbereich

2.3 Das Recht auf Nichtwissen

3. Krankheitsbild Prostatakrebs

3.1 Definition/Diagnose

3.2 Ursachen/Risikofaktoren

3.3 Symptome und Nebenwirkungen

3.4 Prävention und Früherkennung

3.4.1 Tastuntersuchung

3.4.2 Der PSA-Test

3.4.3 Biopsie

3.4.3 Ergänzende Verfahren durch neue Biomarker

3.5 Therapiemaßnahmen

4. Fachgerechte Wissensvermittlung - Geht das überhaupt?

5. Bewertung der Sinnhaftigkeit von Prostatakrebsvorsorge

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die komplexen Zusammenhänge zwischen dem Recht auf Nichtwissen und der medizinischen Früherkennung von Prostatakrebs. Dabei wird analysiert, inwieweit Vorsorgemaßnahmen wie der PSA-Test gesundheitsfördernd sind oder ob sie durch Überdiagnosen und psychische Belastungen dem Patienten schaden können, um die Notwendigkeit einer individuellen, reflektierten Entscheidungsfindung herauszuarbeiten.

  • Soziologische und ethische Einordnung des Begriffs „Nichtwissen“.
  • Medizinische Grundlagen, Risikofaktoren und diagnostische Verfahren bei Prostatakrebs.
  • Kritische Analyse der PSA-Testung und der damit verbundenen Vor- und Nachteile.
  • Herausforderungen einer fachgerechten und evidenzbasierten Wissensvermittlung im Gesundheitssektor.
  • Bewertung der Sinnhaftigkeit von Vorsorgeuntersuchungen im Kontext der Patientenautonomie.

Auszug aus dem Buch

3.4.1 Tastuntersuchung

Welche Methoden gibt es also, den Krebs frühzeitig zu erkennen? In Deutschland haben alle Männer ab dem 45. Lebensjahr einmal jährlich einen Anspruch auf eine rektal-digitale Untersuchung der Prostata. Hierbei tastet der/die Arzt/Ärztin die Prostata vom Enddarm aus nach Knoten und Unregelmäßigkeiten und führt oft zusätzlich einen Ultraschall durch. Bei dieser Untersuchung können allerdings nur oberflächliche Tumore identifiziert werden, die sich zu dem Zeitpunkt meist schon in einem späten Stadium befinden und somit die Lebensdauer oft nicht signifikant verlängert kann. Die Aussagekraft der Untersuchung ist zudem stark abhängig von der Kompetenz und der Erfahrung des Arztes oder der Ärztin. Positiv an dieser Früherkennungsmethode ist, dass sie keiner großartigen Vorbereitung bedarf und, wenn auch etwas unangenehm, wenig belastend für den Patienten ist. Außerdem gibt es bei korrekter Durchführung keine Nebenwirkungen dieser Methode (Deutsches Krebsforschungszentrum, Krebsinformationsdienst 2017a). Aus diesem Grund wurde in der Prostatakrebs-Leitlinie für Ärzte und Ärztinnen festgelegt: „Die transrektale Ultraschalluntersuchung kann als ergänzende bildgebende Diagnostik eingesetzt werden, wenn sie den geltenden Qualitätsanforderungen genügt.“ (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. 2016: 24) Wenn bei der Tastuntersuchung ein positiver Befund gemacht wurde, folgen weitere diagnostische Maßnahmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Krebsvorsorge bei Männern und Formulierung der Leitfrage zur Sinnhaftigkeit der Prostatakrebsfrüherkennung.

2. Nichtwissen: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff „Nichtwissen“ aus soziologischer Perspektive und dessen Bedeutung im gesundheitlichen Kontext.

3. Krankheitsbild Prostatakrebs: Detaillierte Darstellung des Krankheitsbildes inklusive Ursachen, Symptomen, diagnostischen Methoden und Therapiemöglichkeiten.

4. Fachgerechte Wissensvermittlung - Geht das überhaupt?: Untersuchung der Problematik, wie evidenzbasierte Gesundheitsinformationen Patienten korrekt und verständlich vermittelt werden können.

5. Bewertung der Sinnhaftigkeit von Prostatakrebsvorsorge: Kritische Evaluation des PSA-Tests unter Einbeziehung von Statistiken und dem Abwägen von Nutzen und Risiko.

6. Fazit: Synthese der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfrage unter Betonung der individuellen Entscheidungshoheit.

Schlüsselwörter

Prostatakrebs, Nichtwissen, Früherkennung, PSA-Test, Patientenautonomie, Gesundheitsvorsorge, Evidenzbasierte Medizin, Überdiagnose, Urologie, Medizinethik, Tastuntersuchung, Tumorfrüherkennung, Gesundheitskommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ethische und medizinische Relevanz der Prostatakrebsfrüherkennung unter besonderer Berücksichtigung des „Rechts auf Nichtwissen“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Feldern gehören die soziologische Definition von Nichtwissen, die medizinischen Grundlagen des Prostatakarzinoms sowie die Herausforderungen der Wissensvermittlung zwischen Arzt und Patient.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, zu bewerten, wie gesundheitsfördernd Früherkennungsmaßnahmen bei Prostatakrebs tatsächlich sind und ob diese in einem angemessenen Verhältnis zur psychischen und physischen Belastung des Patienten stehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis aktueller medizinischer Leitlinien, soziologischer Theorien und evidenzbasierter Statistiken eine fachliche Bewertung vornimmt.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Im Hauptteil werden die diagnostischen Methoden wie Tastuntersuchung, PSA-Test und Biomarker detailliert erläutert und deren diagnostische Aussagekraft kritisch hinterfragt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Prostatakrebs, Patientenautonomie, PSA-Test, Überdiagnose und Gesundheitskommunikation geprägt.

Warum wird die Wirksamkeit des PSA-Tests als umstritten eingestuft?

Der Test ist umstritten, da er häufig zu falsch-positiven Befunden führt, die in nachfolgenden, belastenden Untersuchungen (wie Biopsien) resultieren und Patienten psychisch sowie physisch stark belasten können, ohne zwingend die Lebenserwartung zu verlängern.

Welche Rolle spielt das „Recht auf Nichtwissen“ bei einer Krebsdiagnose?

Es schützt den Patienten vor der Mitteilung von Informationen, die seine gesundheitliche Zukunft betreffen, wenn er diese nicht erfahren möchte, insbesondere bei Diagnosen mit unsicheren Heilungschancen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Recht auf "Nichtwissen" bezüglich Krebserkrankungen
Untertitel
Wie gesundheitsfördernd ist die Früherkennung bei Prostatakrebs (in Deutschland)?
Hochschule
Universität Bremen  (Fachbereich 11)
Note
1,0
Autor
Simon Bimczok (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
22
Katalognummer
V511630
ISBN (eBook)
9783346091758
ISBN (Buch)
9783346091765
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Prävention Screeening krebs früherkennung nichtwissen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Simon Bimczok (Autor:in), 2017, Das Recht auf "Nichtwissen" bezüglich Krebserkrankungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/511630
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Leseprobe aus  22  Seiten
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