Alzheimer-Demenz. Krankheitsentstehung, Symptomatik und Behandlung


Hausarbeit, 2017

36 Seiten, Note: 1.3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Alois Alzheimer – über die Entdeckung einer Krankheit

3. Krankheitsentstehung
3.1 Genetik und Histopathologie
3.2 Histopathologische Veränderungen

4. Symptomatik und Verlauf

5. Medizinische Diagnostik und Behandlung
5.1 Neuropsychologische Diagnostik
5.2 Pharmakotherapie

6. Abschließendes Fallbeispiel

7. Schlusswort

8. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können“.[1]

(Johann Paul Friedrich Richter; 1763 – 1825)

Viele Menschen kennen das Gefühl, sich nicht mehr an bestimmte Situationen oder Tagesereignisse erinnern zu können. Doch was ist, wenn die Vergesslichkeit zum Alltag wird? Wenn es dem Gehirn nicht mehr gelingt, sich Dinge zu merken oder sich ein Mensch nicht mehr orientieren kann bzw. andere Menschen nicht mehr erkennt? Nach einer Einschätzung des „Alzheimer Disease International“ sind global betrachtet etwa 24 Millionen Menschen von einer Demenz betroffen. Gegenwärtig leben davon etwa 1,5 Millionen Demenzkranke in Deutschland. Basierend auf einer Vorausberechnung der Bevölkerungsentwicklung der Bundesrepublik Deutschland, gibt es Zahlen die besagen, dass im Jahre 2030 mit 2,5 Millionen Betroffenen zu rechnen ist. Mehr als 10% der über 75–jährigen leiden an Alzheimer und bei den 85–jährigen liegt der Prozentsatz zwischen 20 – 50%. Langsam und unaufhaltsam verlieren die Betroffenen ihr Gedächtnis sowie den Bezug zur Realität und zu sich selbst. Dabei könnte dieser Prozess auch als Rückentwicklung vom normalen Menschen zum Säugling betrachtet werden. Der Betroffene lebt mit zunehmenden Gedächtnisverlust immer mehr in der Vergangenheit und wird aus seiner Gegenwart gerissen. Die Alzheimererkrankung birgt nicht nur Einschnitte und Veränderungen für das Leben des erkrankten Menschen sondern auch für deren Angehörige. Gekennzeichnet sind Alzheimer-Demenzen (lat. Demenz „ohne Geist“) durch allmähliche, dauerhafte Verschlechterung kognitiver Fähigkeiten, welche sich nicht auf vorübergehende äußerliche Einflüsse zurückzuführen lassen. Sprache, Aufmerksamkeit, visuell – räumliche Orientierung und exekutive Funktionen, wie planerisches Denken, sind hierbei betroffen. Erstmalig wurde Alzheimer von dem Nervenarzt Alois Alzheimer, nachdem die Erkrankung benannt wurde, beschrieben, was im nächsten Kapitel näher erläutert wird.

2. Alois Alzheimer – über die Entdeckung einer Krankheit

Als Sohn eines Notars wurde Alois Alzheimer in Markbreit am 14. Juni 1864 geboren. Nach seinem Humanmedizinstudium begann Alzheimer als Assistenzarzt in der „Städtischen Anstalt für Irre und Epileptische“ in Frankfurt am Main zu arbeiten. Während seiner Arbeit beobachtete Alois Alzheimer Patienten und stellte schließlich die These auf, dass es sich bei rasch verschlimmernder Gedächtnisschwäche um eine Krankheit handeln müsse. Unter anderem behandelte Alzheimer die 51–jährige Patientin Auguste Deter, welche sich lediglich an ihren Vornamen erinnern konnte. Sein erstes Gespräch mit Auguste wurde wie folgt dokumentiert:

Alzheimer: „Wie heißen Sie?“

Auguste: „ Auguste.“

Alzheimer: „Familienname?“

Auguste: „Auguste.“

Alzheimer: „Wie heißt Ihr Mann?“

Auguste: „Ich glaube Auguste.“

Alzheimer: „Ihr Mann?“

Auguste: Ach so, mein Mann…“

Alzheimer: „Sind Sie verheiratet?“

Auguste: „Zu Auguste.“[2]

In folgenden mehrtägigen Befragungen hielt Alzheimer jedes Wort seiner Patientin fest. Obwohl zum damaligen Zeitpunkt die sprachlichen und intellektuellen Fähigkeiten, sowie die Reflexe und Organfunktionen geprüft wurden, stelle Alzheimer mit seinen Kollegen keine Diagnose. Fünf Jahre später verstarb die Patientin und Alzheimer sezierte das Gehirn und entdeckte einen sonderbaren Krankheitsverlauf. Größere Teile der Hirnrinde, welche für die Orientierung, das Gedächtnis und für das Gefühlsleben verantwortlich sind, waren stark verändert. Zudem fand Alois Alzheimer verfilzte Faserbündel, Eiweißablagerungen (welche Jahrzehnte später als anomales Protein identifiziert wurde, auch Amyloid genannt) und tote Nervenzellen, wobei nur einige Fortsätze der Nervenzellen den Verfall überdauert hatten. Außerdem konnte Alzheimer erstmals mit einem neuartigen Färbemittel eine Veränderung der Neurofibrillen nachweisen. Alois Alzheimers Fallstudie "Eine eigenartige Krankheit der Hirnrinde" veröffentlichte er 1906, welche dann zunächst archiviert und vergessen wurde. Ebenfalls präsentierte Alzheimer 1906 seine Ergebnisse auf der „Versammlung südwestdeutscher Irrenärzte“ bei der viele bedeutende Wissenschaftler anwesend waren, wie beispielsweise die Namengeber für Phänomene wie die Binswanger-Krankheit (Otto Binswanger), das Bumkesche Zeichen (Oswald Bumke), oder die Döderleinschen Drüsen (Albertz Döderlein). Alzheimers Vortrag wurde von ihnen als unwichtig empfunden bzw. es wurden keine weiteren Nachfragen gestellt, da mehr Bedeutung auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse gelegt wurde. Erst ein Jahr später erschien etwas zu seinem Vortrag in einem Fachmagazin. 1911 untersuchte Alois Alzheimer das Gehirn seines verstorbenen Patienten Johann F und fand ebenfalls auffällige Veränderungen. Dabei stellte Alzheimer eine gleichartige Gewebsveränderung des Gehirns fest, welche auch bei Fällen von Demenz vorhanden waren. Er kommt schließlich zu der Überzeugung, dass die Demenz eine langsam verlaufende und eine spät einsetzende Variante ist, wie die von ihm 1906 beschrieben Krankheit seiner Patientin Auguste Deter.

In den Lehrbüchern wurde diese Erkrankung mit wenigen Zeilen abgetan und galt noch ein dreiviertel Jahrhundert später als eine exotische, selten auftretende Altersdemenz (Altersschwachsinn), obwohl zur damaligen Zeit allein in Deutschland Hunderttausende von Alzheimer betroffen waren. Aufmerksamkeit bekam diese Erkrankung schlussendlich erst durch eine steigende allgemeine Lebenserwartung und die dadurch erhöhte Zahl an Neuerkrankungen. Am 19. Dezember 1915 verstarb Alois Alzheimer in Breslau an einer Infektionskrankheit. Die neuropathologischen Begutachtungen, welche Alzheimer in den 90-er Jahren beschrieb, passen in das heutige Konzept der Alzheimer´schen Krankheit und bieten den Ausgangspunkt für die Suche nach der Ursache, welche im folgenden Kapitel näher erläutert werden soll.

3. Krankheitsentstehung

3.1 Genetik und Histopathologie

Bis heute ist die genaue Krankheitsentstehung noch ungeklärt. Diskussionen über die Entstehung von Alzheimer-Demenz basieren vor allem auf genetische Faktoren und einer Störung des Neurotransmitterhaushaltes. Schätzungsweise haben 5 bis 10% aller Alzheimer-Demenz-Patienten erstgradig Verwandte Erkrankte, bei denen ein früher oder später Krankheitsbeginn festgestellt wurde. Demnach ist diese Gruppe genetisch heterogen. Zuzüglich dessen wurden bei Alzheimer-Kranken genetische Veränderungen auf den Chromosomen 1, 14 und 19 entdeckt. Hierbei wurde bei einer sehr kleinen Untergruppe (ca. 1-3%) der familiären Alzheimer-Demenz eine Mutation des APP[3] Gens auf Chromosom 21gefunden. Jedoch zeigte sich bei der Mehrheit (ca. 70%) der familiären Alzheimer-Demenz-Patienten, dass eine Mutation des Präsenilin-1 (PS-1) Gens bei den Chromosom 14 zum größten Teil autosomal dominant vererbt wird. Weiterhin wurde bei einigen Familien eine Mutation auf dem Chromosom 1 des Präsenilin-2 (PS-2) Gens nachgewiesen. Bei allen drei Defekten handelt es sich um eine autosomal-dominante Mutation, welche bereits in einem frühen Lebensalter zum Ausbruch der Krankheit führt, wobei jeder Defekt mit einem unterschiedlichen Manifestationsalter verbunden ist. Das Manifestationsalter bei PS-1 liegt bereits zwischen 30-40 Jahren. Weiterhin ist das Manifestationsalter der Mutation APP zwischen 40-50 Jahren und bei der Mutation PS-2 zwischen 50-65 Jahren.

Ein Großteil der Alzheimer-Demenz-Patienten (ca. 90%) leidet an einer späten Form der Alzheimer-Demenz. Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung, bei der es Hinweise auf eine genetische Prädisposition[4] gibt. Hierbei kommen über 30 mögliche Genloci[5] infrage, welches unter anderem das Apolipoprotein E (ApoE) Gen ist. In diesem Zusammenhang wurde am besten das ApoE untersucht. Hierbei kommt das ApoE-Gen in drei Varianten vor, welche als ε2, ε3 und ε4 benannt werden. wobei das ApoEε4 für die Alzheimer-Demenz einer der wichtigsten Risikofaktoren darstellt, da bei dem Abbau von ApoEε4 vermehrt toxische Fragmente entstehen, welche in den Energiestoffwechsel der Mitochondrien greifen bzw. diesen stören. Das Hauptaugenmerk liegt bei Alzheimer-Demenz im Wesentlichen auf der ApoEε4 Genvariante, da die Genvarianten ApoEε2 und ApoEε3 für andere erblich bedingte Erkrankungen verantwortlich sind. Neben diesen genetischen Veränderungen liegen weitere Ursachen in den histopathologischen Veränderungen des Gehirns, welche im Folgenden Kapitel näher erläutert werden.

3.2 Histopathologische Veränderungen

Bei der Alzheimer–Demenz liegt das Hauptmerkmal auf einer voranschreitenden extra-zellulären Ablagerung von amyloider[6] Plaques im Gehirn zwischen den Neuronen. Bei den Plaques handelt es sich um Proteinablagerungen, welche einen Durchmesser von 10 bis 150 µm haben. Wird das APP durch bestimmte Enzyme zerschnitten, wird das Proteinfragment β–Amyloid freigesetzt, welches bei gesunden Menschen im Körper abgebaut wird. Hierbei besteht bei der Alzheimer-Krankheit ein Ungleichgewicht, welches darin liegt, dass das β–Amyloid nicht mehr abgebaut wird und in großen Mengen außerhalb der Zellen auftritt, wo die Proteine verklumpen und sich zu unauflöslichen, harten Plaques anhäufen. Problematisch ist, dass diese Bruchstücke sich zu Proteinkomplexen zusammenlagern und letztlich am Tod von Gehirnzellen beteiligt sind.

Bei der Alzheimer-Demenz liegt das zweite wesentliche Hauptmerkmal in den neurofibrillären Bündeln. Wenn eine Nervenzelle mit einer anderen kommuniziert, verläuft durch das Axom ein elektrischer Impuls vom Soma zur Synapse. Das Axom wird durch ein Zytoskelett[7] von Microtubuli[8] aufrechterhalten. Hierbei wird die Stabilität des Microtubuli durch das Tau-Protein gewährleistet. Die Microtubuli hilft beim Transport von wichtigen Substanzen und Nährstoffen, welche von einem Teil der Nervenzelle zu einem anderen Teil der Nervenzelle weitergeleitet werden sollen. Bei der Alzheimer-Krankheit sind die Strukturen der Microtubuli sowie das Tau-Protein chemisch verändert, welches somit fehlerhaft wird und schließlich zerfällt. Dies führt dazu, dass sich loses Protein in der Nervenzelle fadenförmig anlagert, wobei sich das Zytoskelett der Neurone degeneriert und es zu einer Verringerung der Anzahl von Synapsen und deren Verbindung kommt. Folglich kommt es ebenfalls zu einer Rückbildung der Dendriten am Zellkörper. Durch eine abnorme Ansammlung von Tau-Proteinen entstehen Fibrillen, welches zum Absterben des Neurons führt. Die Problematik liegt hierbei darin, dass sich β–Amyloid-Plaques und Tau-Fibrillen zeitlich unterschiedlich und nicht in den gleichen Hirnarealen bilden. Zuerst entwickeln sich Tau-Fibrillen in der Hirnregion des Hippocampus. Hierbei erfolgt ein Neuronenverlust, der sich zunehmend auf das gesamte Gehirn auswirkt und schließlich zu einer Schrumpfung des Gehirns und in Folge dessen zu Funktionsstörungen führt. In der folgenden Abbildung wird die Veränderung von Nervenzellen und des Gehirns im Verlauf einer Alzheimer–Demenz dargestellt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[9]

4. Symptomatik und Verlauf

Der genaue Beginn der Erkrankung ist schwer festzulegen, da die ersten Anzeichen der Erkrankung vielseitig und schwer fassbar sind. Veränderung von Persönlichkeit und Sozialverhalten, Schwierigkeiten mit der örtlichen Umgebung und zeitlichen Orientierung, aber auch eine zunehmende Vergesslichkeit sind häufige Warnzeichen. Dennoch ist hauptsächlich das Kernsymptom jeder Demenzerkrankung eine Gedächtnisstörung. Ergänzend zu einer Gedächtnisstörung muss ein zusätzliches Defizit vorliegen, um von einer Alzheimer-Demenz sprechen zu können. Hierbei können zusätzlich folgende Störbereiche in Frage kommen:

- Agnosie (ist die Unfähigkeit, Gegenstände zu identifizieren und wiederzuerkennen, trotz intakter sensorischer Funktionen)
- Aphasie (betrifft eine Störung der Sprache)
- Apraxie (trotz intakter Motorik kommt es zu einer Einschränkung, motorische Aktivitäten auszuführen)
- Störung der Exekutivfunktion (bezieht sich auf Einhalten einer Reihenfolge, Planen, Organisieren etc.)

Im Folgenden wird der Verlauf mit den jeweiligen Symptomen in drei Stadien eingeteilt werden.

Das Frühstadium beschreibt eine leichte Alzheimer-Demenz, wobei in diesem Stadium die Erkrankung – kaum merklich – mit dem Nachlassen des Kurzzeitgedächtnisses beginnt. Hierbei liegt nach ICD-10 eine leichte Beeinträchtigung vor, wenn eine Einschränkung von Gedächtnis, kognitiven Funktionen oder Alltagsaktivitäten vorliegt, für den Betroffenen selbst aber dennoch ein unabhängiges Leben möglich ist. Die Symptomatik in dieser Phase ist durch eine Verminderung der geistigen Leistungsfähigkeit, der daraus resultierenden psychologischen Verhaltensveränderung und der somit nachlassenden Fähigkeit, Alltagsaufgaben zu bewältigen, charakterisiert. Erste Defizite zeigen sich bei der Aufnahme, Speicherung sowie Wiedergabe von neuen alltagsrelevanten Informationen, wobei Erinnerungen, welche lange zuvor im Altgedächtnis abgespeichert wurden, abrufbar bleiben. Bereits in diesem Stadium bewegen sich die Betroffenen häufig in alten Erinnerungen. Hinzu kommt, dass kognitive Leistungen wie Konzentration, Sprache, Orientierung oder Aufmerksamkeit betroffen sind. Diese Defizite äußern sich in Form von Vergesslichkeit, was bei einer Alzheimer-Demenz die häufigste Frühmanifestation ist. Im Gegensatz zu einem gesunden Menschen ist das Vergessen dadurch charakterisiert, dass das Vergessene den Betroffenen später nicht mehr einfällt. Vergesslichkeit bezieht sich hierbei auf ein weitreichendes Spektrum, wie beispielsweise auf das Vergessen von Verabredungen, Vergessen von liegengelassenen Gegenständen oder das Vergessen von Gesprächsinhalten, wobei es folglich zu einer Wiederholung von Fragen kommt, obwohl der Betroffene die Antwort diesbezüglich erhalten hat. Hinzu kommt, dass von den Betroffenen meist Wortfindungsstörungen beklagt werden. Wortfindungsströungen beschreiben hierbei, das Steckenbleiben in einem Satz sowie das Umschreiben oder Suchen von Wörtern was zur Folge hat, dass im Laufe der Zeit die verbale Kommunikation oberflächlicher wird. Weitere Defizite liegen im Zeitraster (Verwechslung der Wochentage oder Tageszeit) des Betroffenen sowie bei oder örtlicher Orientierung (unvertraute Umgebung, beispielsweise Hotel). Betroffene reagieren auf diese eingeschränkte Leistungsfähigkeit auf unterschiedliche Art und Weise. Zunächst gelingt es den Betroffenen ihr Leistungsdefizit beispielsweise durch das Verwenden von Notizen zu kompensieren, wobei diese mit dem Fortschreiten der Krankheit nicht mehr verstanden werden. Weiterhin versuchen die Betroffene vor Familie oder Freunden ihre Defizite zu verstecken und erfinden somit Ausreden für ihre Fehlleistung bzw. sie versuchen bewusst anspruchsvolle Tätigkeiten zu vermeiden um somit einer eventuellen Bloßstellung aus dem Weg zu gehen. Des Weiteren beteiligen sich die Betroffenen, auf Grund ihrer Wortfindungsstörung, vermindert an Gesprächen und es kommt zu einem Abbau des Aktivitätniveaus. Hierbei lässt sich meist nicht auseinander halten, ob es sich bei dem aufgeführten Verhalten um einen Schutzmechanismus oder um eine krankhaftbedingte Antriebsminderung handelt. Ein weiteres Augenmerk in diesem Stadium liegt bei der nachlassenden Fähigkeit der Alltagsbewältigung. Hierbei lassen sich anspruchsvolle Aufgaben nur noch mit einem erhöhten Zeitaufwand bewältigen und es treten vermehrt Fehler auf, wie beispielsweise bei dem Ausfüllen einer Steuererklärung oder dem Planen und Organisieren von Geburtstagen mit einer großen Personenzahl. Einfache Aufgaben, wie Einkaufen oder Ankleiden, sind in diesem Stadium nicht betroffen was zur Folge hat, dass eine anfängliche Alzheimer-Demenz nicht bemerkt wird, wenn der Betroffene keine anspruchsvollen Alltagstätigkeiten ausführt. Apparativ diagnostisch betrachtet ist in diesem Stadium mit Hilfe von CT und MRT bereits eine volumetrisch signifikante Hirnatrophie sichtbar. Besonders deutlich wird diese Veränderung an Hippocampus und enthorhinalen Kortex[10] durch ein hochauflösendes MRT.

[...]


[1] Zitat; Quelle: http://www.aphorismen.de/zitat/14721

[2] Zitatende; Quelle: https://www.dasgehirn.info/entdecken/Kopf_und_Inhalt/alois-alzheimer-2013- irrenarzt-mit-mikroskop-7907

[3] Begriffserklärung „APP“: ist die Abkürzung für das Amyloid-Vorläufer-Protein

[4] Begriffserklärung „Prädisposition“: darunter wird die Empfänglichkeit des Organismus für eine bestimmte Krankheit verstanden.

[5] Begriffserklärung „Genloci“: ist im Genom die physische Position von einem Gen.

[6] Begriffserklärung „amyloid“: Ist ein Oberbegriff für Proteinmerkmale.

[7] Begriffserklärung „Zytoskelett“: Befindet sich im Zytoplasma und ist ein aufgebautes Netz aus

Proteinen.

[8] Begriffserkläung „Microtubuli“: ist ein aus Proteinen röhrenförmiges Filament im Inneren des Axons.

[9] Abbildung 1: https://www.alzheimer-forschung.de/images/user-images/alzheimerkrankheit/illustrationen/Veränderungen_im_Laufe_der_Alzheimer-Krankheit_gross.jpg

[10] Begriffserklärung „enthorhinalen Kortex“: bezeichnet ein Rindenfeld, welches am Großhirnlappen liegt und in einer engen Beziehung mit dem Hippocampus steht.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten

Details

Titel
Alzheimer-Demenz. Krankheitsentstehung, Symptomatik und Behandlung
Hochschule
MSB Medical School Berlin - Hochschule für Gesundheit und Medizin
Note
1.3
Autor
Jahr
2017
Seiten
36
Katalognummer
V511726
ISBN (eBook)
9783346083098
ISBN (Buch)
9783346083104
Sprache
Deutsch
Schlagworte
krankheitsentstehung, symptomatik, behandlung, alzheimer-demenz, Alzheimer, Demenz
Arbeit zitieren
Christin Blachetta (Autor), 2017, Alzheimer-Demenz. Krankheitsentstehung, Symptomatik und Behandlung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/511726

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