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Gelegenheitslyrik im Wandel zwischen Barock und Moderne

Title: Gelegenheitslyrik im Wandel zwischen Barock und Moderne

Term Paper , 2013 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Katharina Pangritz (Author)

German Studies - Literature of History, Eras
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In dieser Hausarbeit wird der Begriff der Gelegenheitslyrik von der Zeit des Barock bis zum Anfang der Moderne erläutert, in dem die spezifischen Merkmale von Erlebnis- und Kasuallyrik unterschieden werden. Die Unterscheidung wird anhand von Kriterien wie Zweck, Entstehung, Inhalt und literaturwissenschaftlicher Kritik vorgenommen. Hierbei werden die inhaltlichen Besonderheiten beider Gedichtarten und die Umstände eines eventuellen Ablösungsprozesses beschrieben. Außerdem geht die Hausarbeit auf die Wertung durch verschiedene Literaturwissenschaftler wie Dilthey, Segebrecht und Stockhorst ein und der hiermit einhergehenden Auffassung einer Dichotomie von Kunst- und Machwerk.

Die Gedichtart der Gelegenheitslyrik war in der Zeit des Barock bei Autoren und in der Gesellschaft sehr beliebt. Zu allen möglichen Gelegenheiten wurde Gedichte entweder per Auftrag oder aus eigener Motivation verfasst. Allerdings erfuhr das gesellschaftlich geprägte Kasualcarmen innerhalb des frühen 18. Jahrhunderts eine Phase aufkommender Kritik. Im Gegensatz dazu bildete sich das durch Individualismus geprägte Erlebnisgedicht heraus. Es stellt sich hier die Frage: Gab es einen Ablösungsprozess von dem Kasualcarmen zu dem Erlebnisgedicht und wenn ja, wie konnte es hierzu kommen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Definition des Begriffes Gelegenheitslyrik

3. Das Gelegenheitsgedicht im Barock

4. Gelegenheitslyrik nach der Zeit des Barock und die

Dichotomie von Mach- und Kunstwerk

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Wandel der Gelegenheitslyrik vom Barock bis zum Beginn der Moderne, mit einem Fokus auf die Unterscheidung zwischen dem zweckgebundenen Kasualcarmen und dem subjektiven Erlebnisgedicht.

  • Definition und Abgrenzung der Begriffe Kasualcarmen und Erlebnisgedicht
  • Die formale Gestaltung und rhetorische Konstruktion des barocken Gelegenheitsgedichts
  • Die Entwicklung vom zweckorientierten Machwerk hin zum individuellen Kunstwerk
  • Die wissenschaftliche Debatte um die Dichotomie von Kunst- und Machwerk
  • Analyse der Ich-Sprech-Situation im Wandel der Epochen

Auszug aus dem Buch

Das Gelegenheitsgedicht im Barock

Das Kasualcarmen erfuhr, wie oben erwähnt, seine Blütezeit in dem Zeitalter des Barock um das 17. Jahrhundert. Dies zeigte sich vor allem durch eine hohe Anzahl produzierter Texte, einer großen Vielfalt und Multifunktionalität. Zu Anfang wurde das Kasualcarmen vorrangig dazu genutzt, dem Herrscher zu huldigen. Bei den Dichtern handelte es sich um akademisch Gebildete, welche ihre Werke an das Publikum der höheren Stände bzw. den Adel richtete. Dies änderte sich jedoch mit der Ausweitung der deutschen Schriftkultur. Durch die zahlreichen Anleitungen zum Verfassen von Kasualcarmen in Form von deutschsprachigen Poetiken, wurde es jedem Menschen ermöglicht diese anzufertigen. Somit versuchten zusehends auch Mitglieder des Bürgertums an ihrer Produktion. Bewirkt wurde der Erfolg und die weite Verbreitung der Kasualcarmen ebenfalls durch die Entwicklung des Buchdrucks und in Folge dessen vermehrten Produktion von Poetiken, welche zum einfachen Verfassen von Gedichten anleiteten. Jedoch waren die Kasualcarmen durch die Regelsysteme der Poetiken stark normativ geprägt und ließen wenig Platz für individuelle Ideen. Kasualcarmen wurden zu vielen verschiedenen Anlässen verfasst. M.D. Omeis unterscheidet hier im Hauptsächlichen 12 Themenbereiche. So gibt es das Geburtsgedicht, Namenstags-, Neujahrs-, Ehren-, Lob-, Dank-, Siegs-, Glückwünschungs-, Hochzeits- und Leichgedicht. Außerdem gibt es den Glückwunsch wegen wieder erlangter Gesundheit, den Glückwunsch zur bevorstehenden Reise und das Willkommensgedicht. Alle Arten des Kasualcarmen konnten anhand von Poetiken innerhalb dreier Schritte verfasst werden: 1. der inventio, 2. dispositio und 3. elocutio.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung zur Entwicklung der Gelegenheitslyrik vom fremdbestimmten Kasualcarmen hin zum subjektiven Erlebnisgedicht dar.

2. Allgemeine Definition des Begriffes Gelegenheitslyrik: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Merkmale der Gelegenheitslyrik und unterscheidet zwischen dem Erlebnisgedicht als Kunstwerk und dem Kasualcarmen als Machwerk.

3. Das Gelegenheitsgedicht im Barock: Hier wird die barocke Blütezeit des Kasualcarmens sowie die methodische Vorgehensweise bei dessen Erstellung mithilfe antiker Rhetorikregeln analysiert.

4. Gelegenheitslyrik nach der Zeit des Barock und die Dichotomie von Mach- und Kunstwerk: Dieses Kapitel beleuchtet den Wandel zur Moderne und die wissenschaftliche Kontroverse um die wertende Unterscheidung zwischen zweckorientierter und individueller Dichtung.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Erkenntnisse über den Übergang vom Kasualcarmen zum Erlebnisgedicht und die Relativität der Dichotomie von Kunst- und Machwerk.

Schlüsselwörter

Gelegenheitslyrik, Barock, Kasualcarmen, Erlebnisgedicht, Moderne, Inventio, Dispositio, Elocutio, Kunstwerk, Machwerk, Literaturwissenschaft, Rhetorik, Ich-Sprech-Situation, Individuum, Zweckdichtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Wandel der Gelegenheitslyrik von der barocken Zweckdichtung (Kasualcarmen) hin zum individuellen Erlebnisgedicht der Moderne.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Definition der Gattungen, die rhetorischen Konstruktionsprinzipien des Barock sowie die literaturwissenschaftliche Debatte um die Wertung von Kasualcarmen versus Erlebnisgedicht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die spezifischen Unterschiede zwischen den Gattungen herauszuarbeiten und zu hinterfragen, ob die oft genutzte Dichotomie von "Kunstwerk" und "Machwerk" haltbar ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse und Begriffsklärung vorgenommen, ergänzt durch den Vergleich primärliterarischer Beispiele und die Einbeziehung fachwissenschaftlicher Positionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung der barocken Gelegenheitsdichtung (inventio, dispositio, elocutio) sowie die Analyse des Übergangs zum subjektiven Erlebnisgedicht.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Gelegenheitslyrik, Barock, Kasualcarmen, Erlebnisgedicht sowie die Begriffe der antiken Rhetorik zur Textgenese.

Welche Rolle spielt die Rhetorik bei der Entstehung eines barocken Kasualcarmens?

Die Rhetorik, insbesondere die Schritte der inventio, dispositio und elocutio, lieferte den Autoren ein festes Regelwerk und einen "Realienkatalog", um ein Gedicht auf einen konkreten Anlass hin zu konstruieren.

Warum wird die Dichotomie zwischen Kunstwerk und Machwerk in der Arbeit als umstritten dargestellt?

Die Arbeit zeigt auf, dass auch das Erlebnisgedicht nicht völlig unabhängig von der Umwelt existiert und das Kasualcarmen trotz seiner Zweckbindung handwerkliches Können erfordert, weshalb eine strikte Trennung oft nicht greift.

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Details

Title
Gelegenheitslyrik im Wandel zwischen Barock und Moderne
College
University of Rostock  (Germanistik)
Course
Gedichte des Barock
Grade
2,0
Author
Katharina Pangritz (Author)
Publication Year
2013
Pages
16
Catalog Number
V511781
ISBN (eBook)
9783346088741
ISBN (Book)
9783346088758
Language
German
Tags
gelegenheitslyrik wandel barock moderne
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Pangritz (Author), 2013, Gelegenheitslyrik im Wandel zwischen Barock und Moderne, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/511781
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