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Die handelsrechtliche Bilanzierung von Initial Coin Offerings (ICO)

Title: Die handelsrechtliche Bilanzierung von Initial Coin Offerings (ICO)

Term Paper , 2019 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Law - Civil / Private, Trade, Anti Trust Law, Business Law
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Diese Arbeit befasst sich mit der handelsrechtlichen Bilanzierung von Initial Coin Offerings (ICO) aus Sicht eines emittierenden Unternehmens. Während die technische und rechtliche Bedeutung zunehmend in der Theorie und der Praxis in den Fokus gerät findet bislang die bilanzielle Behandlung, vor allem im Hinblick auf das deutsche Handelsrecht, nur eine geringe Beachtung.

Zunächst folgt eine Einführung in die grundlegende Funktionsweise von ICO und deren Funktionsweise. Hinsichtlich der hohen Bedeutung der Ausgestaltung der emittierten Token werden diese im Nachgang dazu einzeln beleuchtet. In Zuge dessen findet eine erste grobe Skizzierung der bilanziellen Verwendung dieser statt. Anschließend werden die wesentlichen Ziele und Anwendungsbereiche von ICO in aller Kürze umrissen. Daraufhin wird auf die bilanzielle Behandlung eines ICO aus Sicht eines emittierenden Unternehmens eingegangen. Hierfür wurde ein frei erfundener Sachverhalt konstruiert, um vor dem Hintergrund der individuellen Ausgestaltungsmöglichkeiten von ICO eine Aussage treffen zu können. Dabei erfolgt in Anlehnung an das Bilanzgliederungsschema nach § 266 HGB nach und nach die Prüfung einzelnen Bilanzposten. Danach folgt eine oberflächliche Behandlung der erfolgswirksamen Vorgänge, die im Rahmen einer Emittierung auftreten können.

In jüngster Vergangenheit entwickelte sich ein Kryptowährungs-Ökosystem, welches auf der Blockchain Technologie basiert. So etablierte sich durch die steigende Bekanntheit von Kryptowährungen wie Ether oder Bitcoin im Windschatten der Verbreitung ein bislang unbekanntes Finanzierungskonzept, das insbesondere bei internationalen FinTech Start-ups Anwendung findet. Der gebräuchlichste Begriff dieser Art der Finanzierung ist Initial Coin Offerings (ICO). Hierbei erfolgt die Finanzierung des Unternehmens zumeist über die Veräußerung von Token.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen zur Unternehmensfinanzierung mittels ICO

2.1 Grundsätzliche Funktionsweisen und Erscheinungsformen

2.2 Klassifizierung des emittierten Tokens

2.2.1 Currency Token

2.2.2 Utility Token

2.2.3 Security Token

2.3 Anwendung und Zielsetzung

3 Bilanzieller Charakter von ICO im Kontext des Handelsrechts

3.1 Fiktiver Sachverhalt

3.2 Bilanzielle Einordnung

3.2.1 Liquide Mittel

3.2.2 Finanzielle Vermögensgegenstände

3.2.3 Immaterielle Vermögensgegenstände

3.2.4 Passivierung einer Rückstellung oder Verbindlichkeit

3.2.5 Auswirkungen auf die GuV

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die handelsrechtliche Bilanzierung von Initial Coin Offerings (ICO) aus Sicht eines emittierenden Unternehmens und erörtert, wie Tokens und die dafür erhaltenen Kryptowährungen im Rahmen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) bilanziell einzuordnen sind.

  • Grundlagen der Unternehmensfinanzierung mittels ICO
  • Klassifizierung verschiedener Token-Typen (Currency, Utility, Security)
  • Bilanzielle Einordnung anhand eines fiktiven Fallbeispiels
  • Analyse der Aktivierungsfähigkeit und Passivierungsmöglichkeiten
  • Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)

Auszug aus dem Buch

3.2 Bilanzielle Einordnung

Zunächst wird in den nachfolgenden Abschnitten die bilanzielle Einordnung unter Anknüpfung an das Bilanzgliederungsschema im Sinne des §266 Abs. 2 HGB vorgenommen. Weiterhin ist grundsätzlich zu klären, inwiefern die einzelnen Posten einer Aktivierbarkeit als Vermögensgegenstand unterliegen.

Gemessen an der abstrakten Aktivierungsfähigkeit liegt dann ein Vermögensgegenstand vor, wenn dieser dazu beitragen kann, Schulden zu decken. So hat ein Gegenstand gegenüber Dritten selbstständig verwertbar zu sein. Dies kann exemplarisch durch einen bedingten Verzicht, eine Veräußerung oder der Einräumung eines Rechts geschehen. Zudem muss es sich bei dem Gegenstand um ein bewertbares Objekt handeln. Es besteht die Möglichkeit Kryptowährungen und Token an Handelsplätzen zu tauschen, die eine Ähnlichkeit mit bekannten Börsenplätzen für zum Beispiel Rohstoffe aufweisen.

Bezogen auf den konstruierten Ausgangsfall ist somit die abstrakte Aktivierungsfähigkeit der Token gegeben. Damit ist im handelsrechtlichen Sinne von einem Vermögensgegenstand auszugehen. Dem gegenüber stehen im Hinblick auf die konkrete Aktivierungsfähigkeit weder Aktivierungswahlrechte gemäß §§ 248 Abs. 2, 250 Abs. 3, 274 Abs. 1 S. 2 HGB noch Aktivierungsverbote laut §§ 248 Abs. 1, 248 Abs. 2 S. 2 HGB.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die technologischen Hintergründe von ICOs ein und begründet die Relevanz der handelsrechtlichen Betrachtung aufgrund der bislang geringen wissenschaftlichen Auseinandersetzung.

2 Grundlagen zur Unternehmensfinanzierung mittels ICO: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von ICOs, differenziert zwischen verschiedenen Token-Typen wie Currency, Utility und Security Token und beschreibt deren Anwendungsbereiche.

3 Bilanzieller Charakter von ICO im Kontext des Handelsrechts: Das Hauptkapitel konstruiert einen fiktiven Sachverhalt, um die bilanzielle Behandlung von Token und erhaltenen Kryptowährungen unter Anwendung der Posten des HGB zu prüfen.

4 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Schwierigkeiten bei der bilanziellen Einordnung aufgrund fehlender gesetzlicher Regulierung und betont die Notwendigkeit einer detaillierten Einzelfallprüfung.

Schlüsselwörter

Initial Coin Offerings, ICO, Blockchain, HGB, Handelsrecht, Bilanzierung, Token, Utility Token, Currency Token, Security Token, Vermögensgegenstand, Verbindlichkeit, Unternehmensfinanzierung, Kryptowährung, Smart Contracts

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der handelsrechtlichen Bilanzierung von Initial Coin Offerings (ICO) aus der Perspektive eines Unternehmens, das solche Token emittiert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Funktionsweise von ICOs, die Klassifizierung von Token und die bilanzielle Behandlung im Kontext des deutschen Handelsgesetzbuchs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein Unternehmen Token und die dafür erhaltene Kryptowährung in seiner Handelsbilanz abbilden kann, da es hierfür noch keine spezifischen gesetzlichen Vorgaben gibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der fallbasierten Analyse anhand eines konstruierten fiktiven Sachverhalts, um eine Bilanzgliederung gemäß § 266 HGB durchzuführen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil ausführlich behandelt?

Im Hauptteil werden die Aktivierungsfähigkeit von Token als Vermögensgegenstand sowie die Passivierungsmöglichkeiten als Rückstellungen oder Verbindlichkeiten detailliert analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe sind für diese Arbeit charakteristisch?

Wichtige Begriffe sind Initial Coin Offerings, Token-Typen (Utility, Security, Currency), Aktivierung, Passivierung und Handelsbilanz.

Warum ist die bilanzielle Behandlung von ICOs laut Autor so schwierig?

Die Schwierigkeit liegt in der fehlenden regulatorischen Einordnung und der großen Vielfalt an Ausgestaltungsmöglichkeiten der Token, die eine allgemeingültige Aussage erschwert.

Was ist das Ergebnis bezüglich der Ausweisung als immaterieller Vermögensgegenstand?

Der Autor erachtet die Aktivierung der erhaltenen Kryptowährung als immateriellen Vermögensgegenstand – mangels sachgerechter Alternativen – als grundsätzlich zulässig.

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Details

Title
Die handelsrechtliche Bilanzierung von Initial Coin Offerings (ICO)
College
University of Applied Sciences Essen
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
19
Catalog Number
V511976
ISBN (eBook)
9783346096661
ISBN (Book)
9783346096678
Language
German
Tags
ICO Bilanzierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Die handelsrechtliche Bilanzierung von Initial Coin Offerings (ICO), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/511976
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