Neben Unfällen und Erkrankungen gehört der Suizid bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu den drei häufigsten Todesursachen. Warum aber nehmen sich manche Teenager das Leben? Was geht in ihnen vor? Welche psychische Entwicklung durchlaufen sie, bis sie keinen Mut mehr zum Leben haben? Anhand welcher Signale kann man suizidgefährdete Jugendliche erkennen? Welche Rolle spielen Familie und Schule und wie kann man dem Suizidverhalten vorbeugen beziehungsweise welche Institutionen beraten und helfen weiter?
Diese Arbeit stellt das suizidale Verhalten von Jugendlichen in den Zusammenhang von Depressionen, wobei suizidales Verhalten nicht in jedem Fall durch eine Depression ausgelöst wird.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Begriffsbestimmungen
1.1. Begriff: Suizidalität
1.1.1. Die Suizidideen
1.1.2. Der Suizidversuch
1.1.3. Der Suizid
1.2. Begriff: Jugendalter
1.2.1. Zeitliche Strukturierung der Lebensphase „Jugend“
1.2.2. Adoleszenzzeit – Gewinnung der eigenen Identität
1.3. Begriff: Depression
2. Theorien und Erklärungsansätze zur Entwicklung von Suizidalität
2.1. Die soziologische Suizidtheorie nach E. Durkheim (1897/1987)
2.2. Die psychoanalytische Suizidtheorie nach S. Freud (1917/1946)
2.3. Die psychodynamische Suizidtheorie nach E. Ringel (1953/1998)
2.4. Zusammenfassung und Resümee
3. Der Zusammenhang zwischen der Suizidalität Jugendlicher und der „depressiven Störung“
3.1. Die Klinische Betrachtung der Depression im Zusammenhang von Suizidtendenzen
3.1.1. Die „depressiven Störungen“
3.1.1.1. Die „Major Depression“
3.1.1.2. Die „Dysthyme Störung“
3.1.2. Die „Bipolare Störung“ (manisch-depressive Störung)
3.1.3. Depressive Merkmale im Jugendalter
3.1.4. Zusammenfassung und Resümee
3.2. Psychosoziale Belastungsfaktoren als Suizidauslösende Faktoren
3.2.1. Innerfamiliäre Belastungsfaktoren und traumatische Ereignisse
3.2.2. Schulische Belastungsfaktoren
3.2.3. Zusammenfassung und Resümee
3.3. Notsignale einer möglichen Suizidhandlung
3.3.1. Direkte Suizidankündigungen
3.3.2. Indirekte Suizidankündigungen
3.3.3. Zusammenfassung und Resümee
4. Präventive Maßnahmen zur Verhinderung von Depressionen und suizidalen Verhalten
4.1. Die primäre Prävention
4.1.1. Familiäre Maßnahmen
4.1.2. Schulische Maßnahmen
4.1.3. Zusammenfassung und Resümee
4.2. Die sekundäre Prävention und Krisenintervention
4.2.1. Krisenintervention bei Suizidgefahr
4.2.2. Zusammenfassung und Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Suizidalität bei Jugendlichen als Symptom einer oftmals unerkannten depressiven Störung. Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen, psychosozialen Belastungsfaktoren und suizidalem Verhalten aufzuzeigen sowie präventive Ansätze und Interventionsmöglichkeiten in Schule und Familie darzustellen.
- Grundbegriffe der Suizidalität, des Jugendalters und der Depression
- Soziologische, psychoanalytische und psychodynamische Erklärungsmodelle
- Klinische Betrachtung depressiver Störungen und deren Suizidpotenzial
- Risikofaktoren im familiären und schulischen Umfeld
- Strategien der primären Prävention und Krisenintervention
Auszug aus dem Buch
Die Einengung
Sie zeigt sich darin, dass sich präsuizidale Jugendliche von Anforderungen erdrückt fühlen. Sie sehen ihre Gegenwart und Zukunft düster und schwarz und auch ihre Kindheit erscheint ihnen traurig und leer. Ihre Grundstimmung ist depressiv, grüblerisch und anklagend und sie fühlen sich als ob sie nie gelebt hätten. Sie ziehen sich zurück, brechen Freundschaften ab, Beschäftigungen oder Hobbys, die ihnen früher einmal Spaß machten, bedeuten nichts mehr und sie verachten und entwerten sich selbst. Sie fühlen sich auf der einen Seite alleingelassen und auf der anderen Seite suchen sie die Einsamkeit. (vgl. Ringel, 1953; in Bründel, 1993, S.50 und Wunderlich, 2004, S.23)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Begriffsbestimmungen: Klärung der wesentlichen Definitionen von Suizidalität, den Entwicklungsaufgaben im Jugendalter und dem Krankheitsbild der Depression.
2. Theorien und Erklärungsansätze zur Entwicklung von Suizidalität: Vorstellung soziologischer, psychoanalytischer und psychodynamischer Ansätze, um die Hintergründe suizidalen Verhaltens theoretisch einzuordnen.
3. Der Zusammenhang zwischen der Suizidalität Jugendlicher und der „depressiven Störung“: Analyse der klinischen Depression als zentrale Ursache sowie Identifikation psychosozialer Belastungsfaktoren und typischer Notsignale.
4. Präventive Maßnahmen zur Verhinderung von Depressionen und suizidalen Verhalten: Diskussion über primäre Prävention in Familie und Schule sowie Strategien der Krisenintervention bei akuter Gefahr.
Schlüsselwörter
Suizidalität, Jugendalter, Depression, Major Depression, Dysthyme Störung, Bipolare Störung, Prävention, Krisenintervention, Schule, Familie, Psychodynamik, Suizidversuch, Identitätsentwicklung, psychische Gesundheit, Belastungsfaktoren
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das suizidale Verhalten von Jugendlichen und setzt dieses in den Kontext depressiver Störungen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit umfasst theoretische Suizidmodelle, die klinische Diagnose von Depressionen bei Jugendlichen, psychosoziale Risikofaktoren und präventive Strategien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass eine unerkannte depressive Störung häufig die Basis für suizidales Verhalten bildet und wie man frühzeitig intervenieren kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur zu den Themen Suizidologie, Entwicklungspsychologie und klinischer Psychologie basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert den Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen (insb. Depressionen), dem schulischen und familiären Umfeld als potenzielle Auslöser und den Warnsignalen, die auf Suizidgefährdung hinweisen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Suizidalität, Jugendalter, depressive Störung, Prävention, Krisenintervention, familiäre Belastung und Identitätsfindung.
Welche Rolle spielt die Schule bei der Entstehung von Suizidalität?
Die Schule kann durch Leistungsdruck, Überforderung, Mobbing oder das Erleben von sozialer Ausgrenzung als ein bedeutsamer Stress- und Risikofaktor fungieren.
Wie sollten Eltern und Lehrer laut der Autorin reagieren, wenn sie Notsignale wahrnehmen?
Signale sollten stets ernst genommen werden; wichtig sind ein offener Dialog, einfühlsame Kommunikation, das Hinterfragen von Äußerungen und die Hinzuziehung professioneller psychologischer Unterstützung.
- Quote paper
- Sandy Brunner (Author), 2005, Suizidalität von Jugendlichen als Symptom der depressiven Störung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51201