Johann Heinrich Pestalozzi und sein Konzept der pädagogischen Erziehung


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013

22 Seiten, Note: 1,3

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Wer war Johann Heinrich Pestalozzi?
2.1 Das Leben Pestalozzis
2.1.1 Kindheit, Schule und Studium
2.1.2 Das Neuhof Projekt
2.1.3 Die Jahre in Stans und Burgdorf
2.1.4 Die Anstalt von Yverdon
2.1.5 Seine letzten Jahre

3 Die Anstalt in Stans
3.1 Der Stanser Brief
3.2 Wie kam es zum Aufbau der Kinderanstalt?
3.3 Das Konzept und die Führung der Anstalt
3.4 Die Schließung

4 Die Bedeutung der Kinderanstalt in Stans für die 16 heutige Erziehungswissenschaft

5 Resümee

6 Literaturverzeichnis

1 Vorwort

Den Namen Pestalozzi haben die meisten Menschen schon einmal gehört. In Städten und Dörfern findet man oft Schulen, aber auch Straßen und Plätze, die nach Johann Heinrich Pestalozzi benannt sind, zum Beispiel die Pestalozzischule in Frankfurt am Main. Aber viele wissen nicht, wer dieser Mann gewesen ist und was ihn so bekannt gemacht hat. Pestalozzi ist eine bedeutende Persönlichkeit der Pädagogik und eines seiner bekanntesten Werke ist der „Stanser Brief“. In ihm erzählt Pestalozzi über seine Kinderanstalt in Stans.

Die vorliegende Studienarbeit behandelt das Konzept dieser Kinderanstalt in Stans, die Johann Heinrich Pestalozzi 1798-1799 leitete. Dazu werden Leben und Wirken von Pestalozzi im folgenden Kapitel vorgestellt. Im dritten Kapitel geht es dann um das Hauptthema. Hier wird zuerst der Stanser Brief erläutert, erklärt, wie es zum Aufbau der Anstalt kam, ihr Konzept besprochen und geklärt, warum sie wieder geschlossen werden musste. Der vierte Teil der Studienarbeit betrachtet, ob das Konzept der Stanser Kinderanstalt auch für die Erziehung und Bildung heute Revelanz besitzt. Das Resümme am Schluss der Arbeit, fasst zusammen und beleuchtet, was für dieses Konzept sprach und warum es trotzdem nicht funktionierte.

2 Wer war Johann Heinrich Pestalozzi?

2.1 Das Leben Pestalozzis

2.1.1 Kindheit, Schule und Studium

Nach Michael Soëtard in seinem Buch „Johann Heinrich Pestalozzi“, wurde dieser am 12. Januar 1746 in Zürich geboren und war das zweite von drei Kindern. Im Jahr 1751, als Pestalozzi fünf Jahre alt ist, starb sein Vater, Johann Baptist Pestalozzi, an Fieber. Seine Mutter Susanna entstammte der Familie Hotz. Nach dem Tod des Vaters blieb sie allein und hatte keine eigenen Einnahmequellen, wurde aber von ihrer Familie unter- stützt. Außerdem versprach die Magd Babeli dem Vater am Sterbebett, bei der Familie zu bleiben. Die Familie musste in ein anderes Haus ziehen. Dort war die Atmosphäre geprägt, durch die liebvolle, zärtliche und aufopferungsvolle Mutter sowie die pflicht- bewusste und wirtschaftlich sehr geschickte Magd Babeli. Diese ermahnte die Kinder immer wieder, nicht draußen zu spielen, damit ihre Kleider und Schulen nicht abnutzen. Zwar bewunderte Heinrich die zwei Frauen sehr, aber er fühlte sich auch abgeschieden, da er nicht oft draußen spielen durfte und ihm der Umgang mit anderen Kindern ver- wehrt blieb. Dieser fehlende Umgang führte in der Schulzeit zu Problemen mit seinen Mitschülern. Als er später die Schule besuchte, zeigte er bei Themen, die ihn interessie- ren, hohe Intelligenz. Aber außerhalb der Schule war er sehr zerstreut sowie ungeschickt und wurde dafür verspottet. 1804 sagte er rückblickend:

"Meine Jugendjahre versagten mir alles, wodurch der Mensch die ersten Grund- lagen einer bürgerlichen Brauchbarkeit legt. Ich war gehütet wie ein Schaf, das nicht außer dem Stall darf. Ich kam nie zu den Knaben meines Alters auf die Gasse, kannte keines ihrer Spiele, keine ihrer Übungen, keines ihrer Geheimnis- se. Natürlich war ich in ihrer Mitte ungeschickt und ihnen selbst lächerlich. Auch gaben sie mir im neunten oder zehnten Jahr schon den Namen 'Heiri Wun- derli von Thorlicken'." (Pestalozzi,1996 [1804], S.104) Als bürgerlicher Sohn wurde er später zum Collegium Humanitatis und danach am Carolinum zugelassen.

Als Pestalozzi zum Carolinum ging, so Soëtard, war die Zeit der Züricher Humanisten, und einige angesehen Vertreter lehrten an der Schule. Der Grundgedanke der Züricher Humanisten war eine Rückbesinnung auf die historischen Wurzeln und eine damit ver- bundene Abgrenzung von der deutschen Kultur. Außerdem fühlte man sich einem Uni- versum des Geistes verbunden, in dem die Antworten auf alle wichtigen Fragen zu su- chen seien. Johann Heinrich hatte Zweifel an diesen Ansichten und warf seinen Lehrern später vor, sie hätten den Geist erhoben, aber dabei den Wert der Hände nicht genug beachtet. Pestalozzi war kein fügsamer Student und handelte oft als Sittenrichter. Zum Beispiel schrieb er Schmähschriften an Amtsinhaber höherer Stellen und prangerte da- bei Verstöße gegen die Sittlichkeit an.

Die Schulzeit selbst war für den jungen Pestalozzi wenig erfüllend, dafür aber die Zusammenkünfte mit anderen jungen Männern im Lokal Limmat. Dort führten sie Ge- spräche über die ihrer Meinung nach wirklich wichtigen Fragen, zu Themen wie Philo- sophie und Politik.

Die gegenwärtige Situation des Stadtstaats Zürich widersprach der Züricher Zunftver- fassung, welche politische und militärische Tugenden in den Mittelpunkt stellte.

Die Gruppe verstand sich als politisch engagiert und gemeinsam behandelten sie Rousseau, Montesquie, Titus, Cicero sowie viele weitere. Dabei sprachen sie über den Ursprung von Freiheit und Rechten und der Situation im eigenen Land. Im Jahr 1765 beschloss die Gruppe zu handeln. Sie nahmen eine radikalere Haltung ein, gaben sich den Namen „Patrioten“ und veröffentlichten die Zeitschrift „Der Erinnerer“, dessen Redakteur Pestalozzi war. Programm der Zeitschrift sollte sein, den Staat auf seine ur- sprüngliche Einfachheit zurückzuführen, das Recht auf alle auszuweiten und eigennüt- zige Interessen, welche die soziale Ordnung störten, einzudämmen. Um ihr Programm auch einzuhalten, überprüften die Patrioten ihr Verhalten, in dem sie es genau in Tagbü- chern notierten und sich später gegenseitig zurechtwiesen, auch durch Folter. 1767 er- fuhren die Behörden von Schriften des Patrioten Müller, in denen er gegen einige ihrer Handlungen protestierte. Müller und Pestalozzi, den man beschuldigte Müller bei der Flucht geholfen zu haben, wurden verhaftet und verbrachten den Ende des Januars im Gefängnis. Pestalozzi hatte nun in Zürich den Ruf als Revolutionär. „Der Erinnerer“ wurde außerdem verboten. Im selben Jahr blieb er offiziell sitzen, weil er nicht zur Examensprüfung erschien, doch Pestalozzi hatte das Studium bereits abgebrochen und die Schule verlassen.

2.1.2 Das Neuhof Projekt

Stark beeinflusst hatte Pestalozzi das Werk "Émile" von Jean-Jacques Rousseau. Die Theorie der autarken Erziehung und das von Rousseau entworfene Freiheitssystem fas- zinierten die jungen Patrioten. „Émile“ und der „Gesellschaftsvertrag“ vertreten außer- dem auch das Ideal eines natürlichen, freien und tugendreichen Menschen. Ihrer Ansicht nach ist das Leben in der Stadt verdorben, das auf dem Land aber rein und natürlich. Das Motiv der Natur war zu dieser Zeit bei den Intellektuellen sehr beliebt. Die Gebil- deten zog es aufs Land und auch Pestalozzi schloss sich an. Michael Soëtard schreibt, dass er zum einem die Überzeugung des natürlichen und tugendreichen Lebens vertrat, zum anderen hatte er sich 1767 in die Kaufmannstochter Anna Schultheß verliebt. Er wollte nun einen Beruf erlernen und eine Familie versorgen. 1767 begann er in Kirch- berg bei dem Landwirt Tschiffeli eine Lehre. Dieser war durch sein Gut eine angesehen Persönlichkeit und galt als tatkräftiger Reformer der Berner Landwirtschaft. Bei ihm lernte Pestalozzi vor allem, dass auch in der Landwirtschaft das Geld das Wesentliche ist. Das Verhandeln mit Bankiers oder Händlern nahm den größten Teil der Zeit in An- spruch. Statt den geplanten eineinhalb Jahren blieb er nur neun Monate, von September 1767 bis Juni 1768. Danach erwarb er selbst Land. Er ließ sich von der Bank Geld vor- strecken, mit dem er den Bau seines Hofes finanzierte. Nach dem die Eltern von Anna zwei Jahre gegen eine Ehe zwischen ihr und Johann Heinrich waren, durften sie im Au- gust 1769 heiraten und bekamen 1770 einen Sohn. Ein Jahr später zog die Familie mit der Magd Babeli in den Neuhof ein. Er scheiterte finanziell, denn der seit Jahren brach- liegende Boden trug nicht. Danach versuchte er es mit Viehwirtschaft und Baumwoll- verarbeitung. Auch der Versuch eine Armenanstalt aufzubauen gelang nicht. Bei seinen Nachbarn machte er sich durch den Kauf von immer mehr Land und den Aufhebungen einiger bäuerlicher Rechte, wie das Weiderecht oder das Recht auf freien Durchgang, unbeliebt. Es kam zu Streit und Gerichtsverfahren, so dass auch Pestalozzis Geldgeber davon erfuhr und ein Gutachten über die Führung des Hofes in Auftrag gab. Das Urteil sah das Gut als ruiniert an und das Projekt endete 1780. Die Schulden wurden durch den Verkauf von Land und durch Hilfe von Annas Familie getilgt. Isaac Iselin, der Stadt- schreiber von Basel, ermunterte ihn zum Schreiben, so dass Pestalozzis 1780-1789 mit „Abendstunde eines Einsiedlers“, „Lienhard und Gertrud“, „Über Gesetzgebung und Kindermord“, „Nachforschungen“, „Fabeln“ Erfolg hatte.

2.1.3 Die Jahre in Stans und Burgdorf

Nachdem 1789 in der Schweiz eine neue Regierung an der Spitze stand, wurde Pestalozzi von dieser mit der Leitung einer Armenanstalt in Stans betraut. Er wollte nun seine Ideen zu Bildungsverbesserung von Armen verwirklichen, doch die Anstalt musste 1799 zugunsten eines Lazaretts geschlossen werden. Schon kurz darauf wurde er Lehrer in Burgdorf. Er bekam anfangs eine Klasse in der unteren Stadt und lehrte die Kinder von Bauern. Vorher wurde die Klasse allein von dem Schuster Dysli gelehrt, der eine klassische Fibel- Methode anwandte. Pestalozzi übernahm diese nicht, er zeigte und sprach die Buchstaben und Silben vor und lies sie von allen Kindern im Chor nach- sprechen. Dann zeigte er auf verschiedene Dinge im Raum und lies die Kinder Zusam- menhänge zwischen den gesprochenen, dann geschriebenen und dem realen Gegenstand herstellen.

Soëtard schreibt in der Bildbiographie „Johann Heinrich Pestalozzi“, die Kinder durften sich außerdem aussuchen, was sie auf den Schiefertafeln zeichnen üben wollten. Die Umstellung und der Erfolg verärgerten Dysli. Er beschwerte sich deshalb beim Stadt- halter und brachte einige der Eltern gegen Pestalozzi auf. Dieser machte dann zwar ei- nige Zugeständnisse, wich aber nicht vom Kern seiner Methode ab. Der Widerstand der Eltern nahm zu, denn sie wollten erzieherische Experimente an ihren Kindern nicht dul- den und forderten von den Bürgern, dass sie an deren Kindern erprobt werden sollten. Pestalozzi wurde an die Schule der oberen Stadt versetzt und wendete weiterhin seine Methode an. Eine Kommission, die das kontrollieren sollte, war positiv überzeugt. Zu Beginn des neuen Schuljahres im Mai 1800 wurde er an die Knabenschule befördert und setzte dort seine Versuche fort. Pestalozzi jedoch wünschte sich den Aufbau eines eigenen Institutes. Vom Vollziehungsausschluss wurden ihm 1600 Franken für die Gründung einer eigenen Anstalt und den Druck von Büchern gewährt. Außerdem durfte er sich in den Räumen des Schloss Burgdorf einrichten und den Garten nutzen. In Krüsi, einem Lehrer, der mit einer Gruppe Schülern nach Burgdorf kam, fand er einen guten Mitarbeiter. Weiter schlossen sich beispielsweise der Hauslehrer Johann Georg Tobler und der Künstler Christoph Büß. In Burgdorf fasste Pestalozzi vier Anstalten zu einer zusammen, eine Schule, ein Internat, ein Lehrerseminar und ein Waisenhaus. Er konnte allerdings nur zwei Kinder unentgeltlich aufnehmen.

Weil es so viele Schüler waren, wurden sie in Klassen und Unterrichtsfächer eingeteilt, doch an diese Einteilung hielt Pestalozzi sich nicht immer.

Sonntags gingen die Kinder in den Gottesdienst und wurden danach zu Spaziergänge und Ausflügen mitgenommen. Es gab keine Noten und auch keine Strafen. Die Lehrer lebten eng mit den Schülern zusammen und beteiligten sich an deren Nachmittagsaktivi- täten. In der Burgdorfer Zeit entstand Pestalozzis Werk: „Wie Gertrud ihre Kinder lehrt“.

Zu seiner Blütezeit 1802 beherbergte Burgdorf 72 Kinder, darunter ein Dutzend davon unentgeltlich. Dieser Kinder übernahmen zum Ausgleich Dienstleistungen im Haus. Es kamen auch immer mehr Mitarbeiter hinzu, auch junge Lehrer, die von der Anstalt ler- nen wollten. Doch im Herbst 1802 änderte sich die politische Lage. Es gab eine neue Verfassung, die Patrizier übernahmen die Vertretung in den Räten und Napoleon hatte die Aufsicht über die Schweiz. Auch die Organisation des Kantons Bern wurde abgege- ben, an Nikolaus Rudolf von Wattenwyl. Das Schloss Burgdorf fiel in den Besitz von Bern zurück. Vorerst wollte die Regierung die Anstalt bestehen lassen, aber der Ober- amtmann bestand darauf sich dort niederzulassen, so dass Pestalozzi das Schloss räu- men musste.

2.1.4 Die Anstalt von Yverdon

Ende Juni 1804 verließen über hundert Menschen Burgdorf. Einige Jungen zogen mit den Lehrern Buß und Barraud nach Yverdon, doch ein Großteil ging wie auch Pestaloz- zi nach Münchenbuchsee. Dort hatte Fellenberg, den Pestalozzi schon seit seinem Neu- hof-Experiment kannte, einen landwirtschaftlichen Betrieb und mehrere Schulen einge- richtet. Gemeinsam legten sie die Schulen und den Betrieb zusammen und teilten die Leitungen unter sich auf. Fellenberg kümmerte sich um die ökomischen Aufgaben und übernahm Pestalozzi die pädagogische Leitung. Als Anfang 1805 eine Krankheit aus- brach, welche Fellenberg nicht ernst genug nahm, so dass zwei Kinder starben, kam es zum Streit. Pestalozzi hatte seine Zeit in Münchenbuchsee als vorübergehend angesehen und beschloss nach Yverdon zu gehen. Im Mai 1805 zogen er und die meisten seiner Kollegen um, doch da sie nicht gleich ins Schloss Yverdon konnten, eröffneten sie eine Schule in der Nähe. Dort kamen die Kinder der Familien in der Stadt unter, das Schloss wurde währenddessen umgebaut.

Viele kamen, um Pestalozzis Erziehungsmethode zu lernen. 1806 wurde auch ein Mäd- chenpensionat eröffnet, dass von Kollegen aus Neuhof geführt wurde.

In den Schulen waren pro Tag zehn Unterrichtsstunden angesetzt, dabei wurde auch Turnen und Handwerkliches gelernt. Nach jeder Stunde wurde eine kleine Pause mit Spielen eingelegt. Es wurden auch oft ausgedehnte Spaziergänge und Ausflüge unter- nommen. Abends konnte sich jeder beschäftigen wie er wollte, zum Beispiel mit Hand- arbeit oder Briefe schreiben. Pestalozzi war bemüht, zu allen Kindern einen persönli- chen Kontakt herzustellen, dazu lud er sie zu kleinen Gesprächsgruppen ein, in denen die Kinder von ihrem Alltag erzählten und auch Probleme und Kritik ansprechen durften.

1809 war der Höhepunkt der Anstalt. In ihr kamen 150 Zöglinge unter, sowie die Schü- ler, die in der Stadt wohnten. Desweiteren war sie zum Pol der pädagogischen For- schung geworden und hatte europaweit einen guten Ruf erlangt. Seine Methode sollte offiziell anerkannt werden. Eine Kommission zur Anerkennung seiner Methoden sprach Pestalozzi und den anderen Mitarbeitern ein großes Lob für die Arbeit aus, fand aber Mängel am Unterricht. Ihrer Meinung nach war er nicht religiös genug, außerdem hätte man zu viel Wert auf Mathematik gelegt und die Muttersprache käme zu kurz. Die all- gemeine Einführung der Methode wurde abgelehnt. Dieser Prozess führte zu einer offe- neren Kritik inner-und außerhalb Yverdons. Der Lehrer Schmid wollten eine geordnete Führung und verlässt die Schule. Die Zahl der Schüler sank, es kam zu finanziellen Problemen, denn Pestalozzi fehlte für diesen Bereich das Organisationstalent. Ehefrau Anna brachte erneut einen Teil ihres Erbes ein. Schmid konnte von einer Rückkehr überzeugt werden, er kürzte die Gehälter, entließ überflüssige Lehrkräfte und stellte einen Lehrplan her. Das Institut blieb weiterhin angesehen, es wurde sogar im Ausland nachgeahmt. 1814 wurde Pestalozzi von Zar Alexander dem mit dem Orden des Heili- gen Vladimir ausgezeichnet. Im Dezember 1815 starb seine Frau und wurde im Schlossgarten beerdigt. Schmid wollte indessen weiterhin mehr Ordnung und Disziplin in die Anstalt bringen, womit er einige Lehrer verärgerte, doch Pestalozzi ergriff seine Partei. Daraufhin verließen 1816 im Frühling 16 Lehrer die Schule. Von einigen Ver- bleibenden wurden die Angriffe gegen Schmid und Pestalozzi immer schärfer, auch der Pastor Niederer beschloss zu gehen und nimmt die Mädchenschule mit. Pestalozzi hatte sie einige Jahre zuvor Niedereres Frau überschrieben. Es folgte ein siebenjähriger Rechtsstreit.

[...]

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Details

Titel
Johann Heinrich Pestalozzi und sein Konzept der pädagogischen Erziehung
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
1,3
Jahr
2013
Seiten
22
Katalognummer
V512056
ISBN (eBook)
9783346088178
ISBN (Buch)
9783346088185
Sprache
Deutsch
Schlagworte
johann, heinrich, pestalozzi, konzept, erziehung
Arbeit zitieren
Anonym, 2013, Johann Heinrich Pestalozzi und sein Konzept der pädagogischen Erziehung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512056

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