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Kurt Tucholsky (1890 - 1935)

Title: Kurt Tucholsky (1890 - 1935)

Seminar Paper , 2000 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Ivanka Steber (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

1 Einleitung

Wenn man heute von den ,,Goldenen zwanziger Jahren" fast wie von einem Mythos spricht, dann meint man eigentlich nur die Kunst dieser Zeit. Entscheidend waren nicht Politik und Wirtschaft, sondern das neue Lebens- und Kunstgefühl, das den Charakter dieser Zeit bestimmte.

Das zeigte damals nicht nur ,,... die gesteigerte Verbreitung von Massenliteratur, die in der Weimarer Republik eine neue Qualität annahm und somit eine zusätzliche Beeinträchtigung schriftstellerischer Arbeit darstellte,"1 sondern auch die rasche Expansion vieler literarischen Richtungen.

Mit der vorliegenden Arbeit versuche ich den Menschen und den Literaten Kurt Tucholsky so darzustellen, daß sein literarisches Werk im Vordergrund steht. Die Art und Weise seines kurzen aber vielseitigen Lebens beweisen die Größe und die Ungewöhnlichkeit seiner Persönlichkeit.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Wer war Kurt Tucholsky?

2.1 Die gespaltene Kindheit

2.2 Erinnerungen an die Schul- und Studienzeit

3 Kurt Tucholsky – eins von vielen Pseudonymen?

3.1 „Pseudonyme sind wie kleine Menschen“

4 Die Zeitschrift „Weltbühne“

5 Literarisches Werk

6 Kurt Tucholsky im Exil

7 Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, das Leben und das literarische Wirken von Kurt Tucholsky umfassend zu beleuchten. Dabei steht die Persönlichkeit des Autors, geprägt von einem intensiven Zwiespalt und einer hohen literarischen Produktivität, im Zentrum der Betrachtung.

  • Biografische Einordnung und Herkunft Tucholskys.
  • Die Bedeutung der Pseudonyme als Ausdruck seiner vielseitigen Identität.
  • Tucholskys zentrale Rolle bei der Zeitschrift „Weltbühne“.
  • Literarische Schwerpunkte: Kritik an Militarismus, Bürgertum und Politik.
  • Exil und das Lebensende des Schriftstellers.

Auszug aus dem Buch

„Pseudonyme sind wie kleine Menschen“

Tucholskys Erklärung für seine Aufspaltung in mehrere Pseudonyme scheint nur oberflächlich einleuchtend zu sein.

„[...] Pseudonyme sind wie kleine Menschen; es ist gefährlich, Namen zu erfinden, sich für jemand anders auszugeben, Namen anzulegen – ein Name lebt. Und was als Spielerei begonnen, endete als heitere Schizophrenie. Ich mag uns gern. [...]“

Er „verbarg“ sich nicht nur als Autor hinter verschiedenen Namen, in seinem privaten Leben nannte er sich ebenfalls selten Kurt Tucholsky. Briefe an Freunde unterschrieb er manchmal mit Edgar oder Adof. Auch in seinen Beziehungen zu Frauen war er selten Kurt. Unter den Briefen an seine Frau Mary stand bald Nungo, bei seiner späteren Freundin Lisa Mathias hieß er Daddy, für Hedwig Müller war er das Hasenfritzli oder Arnold.

Tucholsky sehnte sich nach einem Gegenüber, nach einem Du, ließ aber andere Menschen kaum an sich heran. Er verwandelte sie in homunculi, denen er neue Namen gab, und hielt sie so auf einer gewissen Distanz. Selbst seine Frau, Mary Gerold Tucholsky, die er wohl am meisten geliebt hatte, redete er mit „Er“ an und zog sie so auf seine männliche Ebene. Seinen Sohn erfand sich Tucholsky nur auf dem Papier und gab ihm den Namen Ludolf. Er verlieh ihm ein fiktives Leben und kritzelte sogar für ihn in Kinderschrift. Tucholsky lebte im Zwiespalt, war sich dessen bewußt und konnte dies auch gut organisieren. Nur daran ändern konnte er nichts.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung bettet Tucholsky in das kulturelle Klima der 20er Jahre ein und skizziert das Anliegen, sein literarisches Werk als Spiegel seiner ungewöhnlichen Persönlichkeit zu betrachten.

2 Wer war Kurt Tucholsky?: Dieses Kapitel beleuchtet seine familiären Wurzeln, den frühen Verlust des Vaters und die prägenden Eindrücke seiner Schul- und Studienzeit.

3 Kurt Tucholsky – eins von vielen Pseudonymen?: Es wird die Vielschichtigkeit seiner Identität analysiert, insbesondere die psychologische Komponente hinter der Verwendung zahlreicher Decknamen.

4 Die Zeitschrift „Weltbühne“: Das Kapitel beschreibt seine maßgebliche Mitarbeit und den Einfluss, den er auf die Entwicklung dieses zentralen Organs der linksbürgerlichen Intellektuellen nahm.

5 Literarisches Werk: Hier wird der Bogen von seinen ersten Erzählungen wie „Rheinsberg“ über seine kritischen Reiseberichte bis hin zu seinem politischen Wirken in „Deutschland, Deutschland über alles!“ geschlagen.

6 Kurt Tucholsky im Exil: Dieser Teil thematisiert seine Ausbürgerung durch die Nationalsozialisten, sein Leben im schwedischen Exil und seinen tragischen Tod im Jahr 1935.

7 Literaturverzeichnis: Ein Verzeichnis der verwendeten Quellen und Sekundärliteratur zur Arbeit.

Schlüsselwörter

Kurt Tucholsky, Weltbühne, Weimarer Republik, Pseudonyme, Satire, Literatur, Exil, Militarismus, politische Schriftstellerei, Identität, Journalismus, Deutschland über alles, 20er Jahre, Publizistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit bietet einen biografischen und inhaltlichen Überblick über das Leben und Schaffen des Schriftstellers Kurt Tucholsky in den 1920er Jahren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen seine journalistische Tätigkeit, sein Kampf gegen Militarismus und soziales Unrecht sowie die komplexe Psychologie hinter seiner Verwendung von Pseudonymen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Menschen und Literaten Kurt Tucholsky so darzustellen, dass sein literarisches Werk als Ausdruck seiner ungewöhnlichen Persönlichkeit im Vordergrund steht.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Es handelt sich um eine literaturgeschichtliche Arbeit, die auf Basis einer Sekundärliteraturanalyse und der Untersuchung von Tucholskys eigenen Werken und Korrespondenzen verfasst wurde.

Welche Aspekte umfasst der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in seine Herkunft, seine Entwicklung als Autor, die Bedeutung der Pseudonyme, seine Arbeit für die „Weltbühne“, sein literarisches Gesamtwerk sowie sein Leben und Ende im Exil.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Pseudonyme, Weltbühne, politische Satire, Pazifismus und Weimarer Republik.

Warum nutzte Tucholsky Pseudonyme für seine Texte?

Laut Tucholsky war es eine „heitere Schizophrenie“, die ihm erlaubte, verschiedene Rollen und literarische Genres (Satire, Lyrik, Feuilleton) voneinander zu trennen und sich so vor der Diskreditierung als politischer Schriftsteller zu schützen.

Welche Bedeutung hatte das Werk „Deutschland, Deutschland über alles!“?

Dieses „Bilderbuch“ diente der politisch-agitatorischen Aufklärung gegen Militarismus und Klassenjustiz; es war ein Versuch, die Öffentlichkeit zur Besinnung über den Zustand der deutschen Gesellschaft zu rufen.

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Details

Title
Kurt Tucholsky (1890 - 1935)
College
University of Mannheim  (Deutsche Philologie)
Course
PS Berlin - Literarisches und kulturelles Leben in den 20er jahren
Grade
1,7
Author
Ivanka Steber (Author)
Publication Year
2000
Pages
13
Catalog Number
V5122
ISBN (eBook)
9783638131155
Language
German
Tags
Tucholsky Berlin Emigration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ivanka Steber (Author), 2000, Kurt Tucholsky (1890 - 1935), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5122
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