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Altruismus. Über das soziale Geben und Nehmen zwischen Lebewesen

Título: Altruismus. Über das soziale Geben und Nehmen zwischen Lebewesen

Trabajo Escrito , 2017 , 14 Páginas , Calificación: 1,2

Autor:in: Annika Haas (Autor)

Biología - Evolución
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Altruismus in der Biologie, um folgende Fragen zu beantworten: Ist Altruismus wirklich eine Voraussetzung für das Zusammenleben? Ist nicht jeder sich selbst der Nächste? Dass diese beiden Thesen vielleicht gar keine Kontradiktion darstellen, soll in dieser Arbeit näher betrachtet werden.

„Wir spenden Geld, zahlen Steuern und helfen Menschen, die wir nicht persönlich kennen.“ Auch kann zum Beispiel das Blutspenden in diesen Zusammenhang eingeordnet werden. Verursacht man doch im Sinne des Altruismus bei sich selbst einen Fitnessverlust, um das Leben unbekannter Menschen zu retten. Jedenfalls geht der Wissenschaftspresseartikel des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zu obigem Zitat, mit dem Titel Altruistisches Verhalten bei Kleinkindern und Schimpansen aus dem Jahr 2006 vom Vorhandensein altruistischen Verhaltens - sowohl bei Kleinkindern als auch bei Schimpansen – aus. Ein anderer Artikel des Wissenschaftsmagazins Spektrum.de Dezember vergangenen Jahres zum selben Thema proklamiert, dass die falschen Voraussetzungen der Experimente die zur Annahme von Altruismus unter Primaten führten, entlarvt worden seien, da die Experimentalbedingungen nicht natürlichen Bedingungen entsprächen.

Die beiden oben dargestellten, teilweise widersprüchlichen Positionen zeigen, wie schwer es ist, Altruismus biologisch dingfest zu machen. Vor allem dann, wenn es in der Mensch-Affen-Frage um das eigene Bewusstsein und die Motivation selbstlosen Handelns geht. Diese Ausarbeitung versucht außerhalb der Ordnung Primaten weitere Beispiele für Altruismus in den biologischen Blickpunkt zu stellen. Dabei befindet sich das Beispiel nepotischer Altruismus (kin selection) zahlreich in der Eukaryoten- und in der Prokaryotendomäne. Es werden fünf konkrete Beispiele dargestellt und aufgezeigt, dass der Mensch nicht alleinig dieses Verhalten für sein kooperatives Miteinander nutzbar gemacht hat. Soziales Geben und Nehmen gehört zum Leben dazu, da es unmöglich ist, sich als Lebewesen einer Einflussnahme anderer Lebewesen komplett zu entziehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Prolog: Gebt so wird euch gegeben

2 Was steckt hinter Altruismus?

2.1 Ichsucht

2.2 Altruismus in den Genen?

3 Konkrete Beispiele

3.1 Gemeiner Vampir (Desmodus rotundus)

3.2 Pinie (Pinus pinea)

3.3 Kolibakterium (Escherichia coli)

3.4 Schleimpilz (Eumycetozoa)

3.5 Meerschwalbe „Putzerfisch“ (Labroides dimidiatus)

4 Ein Ausblick: Sensus comunis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die biologischen und evolutionären Hintergründe altruistischen Verhaltens bei Lebewesen, um zu ergründen, ob selbstloses Handeln tatsächlich uneigennützig ist oder evolutionären Funktionslogiken unterliegt.

  • Evolutionäre Mechanismen von Altruismus und Nepotismus
  • Die Rolle der Soziobiologie und des genetischen Egoismus
  • Analyse altruistischer Verhaltensmuster bei Tieren und Pflanzen
  • Abgrenzung von tierischem Altruismus zum menschlichen Gemeinsinn (Sensus comunis)

Auszug aus dem Buch

3.1 Gemeiner Vampir (Desmodus rotundus)

Eine weitere Form von Altruismus, der reziproke Altruismus, findet sich in der Säugetierklasse beim gemeinen Vampir (Desmodus rotundus). Im reziproken Altruismus liegt „das strategische Ziel“ darin, in das Wohlergehen eines Partners zu inverstieren, von dem erwartet wird, dass die Erwiderung der Leistung zu einer späteren Gelegenheit erfolgt. Bei nicht ertragreicher Jagd einer Höhlennachbarin sei zu beobachten, wie satt gefressene Tiere ihr Blut wieder hervorwürgten (s. Abb.1), um die hungrige Artgenossin zu füttern.

Man könnte deren Verhalten eventuell auch zur indirekten (oder starken) Reziprozität zählen, da die gegenseitige Unterstützung in Notsituationen – wie zum Beispiel Hunger – auf Vertrauen basiere und bei Normverletzungen Sanktionen verhängt würden. Außerdem ist nicht eine direkte Gegenleistung des Rezipienten vorausgesetzt, sondern dieser könne auch in Dritte investieren. Wie bei der Klasse der Insekten ist die erhöhte Investition in nahe Verwandte bzw. einen direkten Schlafnahbar auffällig, was ein Merkmal für nepotischen Altruismus ist. Das altruistische Strafen verläuft demgemäß so, dass Individuen, die sich nicht hilfsbereit zeigen, das heißt Vampire, die kein Blut teilen, bei der nächsten Situation, in der sie selbst hilfsbedürftig sind, eine Blutspende verweigert wird (tit-for-tat).

Zusammenfassung der Kapitel

Prolog: Gebt so wird euch gegeben: Einführung in die Thematik des Altruismus und Hinterfragung der vermeintlichen Uneigennützigkeit menschlichen Handelns im Lichte evolutionärer Positionen.

Was steckt hinter Altruismus?: Definition und theoretische Einordnung des Altruismus in die Soziobiologie, inklusive der Unterscheidung zwischen Ichsucht, Verwandtenselektion (Nepotismus) und reziprokem Altruismus.

Konkrete Beispiele: Detaillierte Fallstudien zu altruistischen Verhaltensmustern bei Vampirfledermäusen, Pinien, Kolibakterien, Schleimpilzen und Putzerfischen.

Ein Ausblick: Sensus comunis: Reflexion über die Verbindung zwischen tierischem Verhalten und dem menschlichen Konzept des reflektierten Gemeinsinns im Sinne Kants.

Schlüsselwörter

Altruismus, Evolution, Soziobiologie, Fitness, Nepotismus, Reziprozität, Gen-Egoismus, Gemeinwohl, Kooperation, Sensus comunis, Selektion, Überlebensstrategie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob altruistisches Handeln in der Natur als rein selbstlos betrachtet werden kann oder ob es evolutionären Nutzenkalkülen unterliegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Soziobiologie, Verhaltensbiologie bei verschiedenen Organismengruppen sowie die philosophische Einordnung menschlichen Handelns.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob Altruismus eine biologische Voraussetzung für das Zusammenleben darstellt und ob der Homo sapiens sich hierbei wesentlich von anderen Lebewesen unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse biologischer und evolutionsbiologischer Konzepte sowie die Auswertung spezifischer Fallbeispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert konkrete Mechanismen wie Verwandtenselektion und reziproken Altruismus anhand von Beispielen aus der Tier- und Pflanzenwelt sowie bei Mikroorganismen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Altruismus, Soziobiologie, Fitness, Nepotismus, Reziprozität und genetischer Egoismus.

Wie unterscheidet sich der Altruismus bei Tieren von dem des Menschen?

Während tierischer Altruismus stark an instinktive oder genetisch bedingte Überlebensvorteile gekoppelt ist, bezieht sich der Mensch zusätzlich auf einen reflektierten Begriff des Gemeinsinns (Sensus comunis).

Was bedeutet "tit-for-tat" in diesem Kontext?

Es beschreibt eine Strategie, bei der Individuen auf Kooperation kooperativ reagieren, aber Fehlverhalten oder Hilfsverweigerung durch den Partner ebenfalls mit Sanktionen oder Verweigerung beantworten.

Warum betreiben Bakterien "altruistisches" Verhalten?

Bakterien zeigen dies oft durch Toxin-Antitoxin-Systeme, um bei Lebensgefahr die Überlebenschance der Population zu sichern, wobei das Individuum seine "inclusive fitness" durch die Weitergabe von Genen optimiert.

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Detalles

Título
Altruismus. Über das soziale Geben und Nehmen zwischen Lebewesen
Universidad
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)  (Institut für Botanik)
Curso
Grundlagen der Biologie Teil Evolution
Calificación
1,2
Autor
Annika Haas (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
14
No. de catálogo
V512325
ISBN (Ebook)
9783346093042
ISBN (Libro)
9783346093059
Idioma
Alemán
Etiqueta
altruismus über geben nehmen lebewesen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Annika Haas (Autor), 2017, Altruismus. Über das soziale Geben und Nehmen zwischen Lebewesen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512325
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