1 Vorbemerkungen zu dieser Seminararbeit
1.1 Problem und Ziel
Die Integration von Anwendungen ist eine zentrale Aufgabe der Informationstechnik. Es gibt bereits seit einiger Zeit Anstrengungen eine gemeinsame Ebene für unterschiedliche Programme und eine gemeinsame Basis für verteilte Anwendungen zu finden. Diese Basis soll mittels Enterprise Application Integration (EAI) geschaffen werden. Gründe für eine Integration gibt es genug, angefangen vom Unternehmen selbst bis über die Märkte, den Technologien und natürlich dem Kunden. Um das Thema EAI zu erfassen, ist es zunächst notwendig zu verstehen, wie sich EAI entwickelt hat, welche verschiedenen Formen bestehen, welchen Einfluss EAI auf ein Unternehmen hat und in welche Richtung sich die Unternehmen mit ihren Geschäftsmodellen bewegen werden. Da zur Zeit viele Anbietern auf dem Markt miteinander konkurrieren, die unterschiedlicher Unternehmensherkünfte entstammen, existieren sehr unterschiedliche EAI-Definitionen.1
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Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkungen zu dieser Seminararbeit
1.1 Problem und Ziel
1.2 Aufbau und Vorgehen
2 Grundlagen EAI
2.1 Begriffsbestimmung von EAI
2.2 Entstehung von EAI
2.3 Anforderungskriterien an EAI Implementierung
3 Differenzierung der EAI-Software
3.1 Klassifizierung nach Kommunikationsform
3.2 Klassifikation nach Lokation
3.3 Klassifikation nach Funktionalität
4 Überblick über den EAI-Softwareanbietermarkt
4.1 Marktüberblick
4.2 Hauptakteure im EAI-Markt
4.3 Funktionen von EAI Software-Lösungen
4.4 Fragestellungen in EAI-Projekten
5 Betriebswirtschaftliche Relevanz von EAI
5.1 Nutzen einer EAI Integration
5.2 Kosten einer EAI Integration
6 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht das Konzept der Enterprise Application Integration (EAI) als technologische Lösung zur Überwindung von Integrationsproblemen innerhalb komplexer Unternehmenslandschaften und beleuchtet deren betriebswirtschaftliche Bedeutung.
- Grundlagen und Entstehung von EAI-Architekturen.
- Methodische Klassifizierung von EAI-Softwarelösungen.
- Marktübersicht und Akteure im Bereich der EAI-Software.
- Analyse der betriebswirtschaftlichen Nutzen- und Kostenfaktoren.
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriffsbestimmung von EAI
Unter dem Begriff EAI versteht man die „prozessorientierte Integration von Unternehmensanwendungen mit dem Ziel einer Optimierung von Geschäftsprozessen inklusive der ereignisbasierten Integration von Applikationsdaten“. Somit gehören die EAI-Softwarelösungen zur Familie der Middleware-Produkte, unterscheiden sich aber grundsätzlich von den existierenden Middleware-Produkte, da hier betriebswirtschaftliche Funktionen mitgeliefert werden. Die betriebswirtschaftlchen Funktionen beziehen sich auf die Fähigkeit Daten nach den Regeln eines Ablaufplanes zu transportieren und beim Transport eine Datentransformation anhand vordefinierter Regeln durchzuführen. Damit wird ein Objekt sowohl von der Anwendung A als auch von der Anwendung B verstanden. EAI stellt dabei die Kommunikationsschnittstelle zwischen verschiedenen Technologien, Standards, Datenformaten und Protokollen dar.
Ovum definierte bereits 1999 wie folgt: „Enterprise application integration combines the technologies and processes that enable custom-built and/or packaged business applications to exchange business-level information in formats and contexts that each understands“.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Vorbemerkungen zu dieser Seminararbeit: Einführung in die Problemstellung der Anwendungsintegration und Erläuterung des gewählten Vorgehens in der Arbeit.
2 Grundlagen EAI: Definition und historische Herleitung von EAI sowie Darstellung der zentralen Anforderungen an Implementierungen.
3 Differenzierung der EAI-Software: Kategorisierung verschiedener EAI-Lösungen basierend auf Kommunikationsformen, Lokationen und technischer Funktionalität.
4 Überblick über den EAI-Softwareanbietermarkt: Marktanalyse, Vorstellung der Hauptakteure und Erläuterung typischer Fragestellungen bei EAI-Projekten.
5 Betriebswirtschaftliche Relevanz von EAI: Untersuchung des Nutzens und der Kosteneffekte sowie kritische Erfolgsfaktoren für Integrationsprojekte.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Arbeit und Einschätzung zukünftiger Entwicklungen im Bereich der Anwendungsintegration.
Schlüsselwörter
Enterprise Application Integration, EAI, Middleware, Geschäftsprozessoptimierung, Anwendungsintegration, Systemlandschaft, Integrationsstrategie, Softwareanbietermarkt, Prozessautomatisierung, Datentransformation, Messaging, Wirtschaftsinformatik, IT-Infrastruktur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Enterprise Application Integration (EAI) als Mittel zur prozessorientierten Verknüpfung von Unternehmensanwendungen, um die Kommunikation innerhalb komplexer IT-Systeme effizienter zu gestalten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Architektur von EAI, die Systematisierung nach verschiedenen Klassifizierungsmerkmalen, den Überblick über den Anbieter-Markt sowie die betriebswirtschaftliche Bewertung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein Verständnis für die Notwendigkeit von EAI zu schaffen, die verschiedenen Softwaretypen einzuordnen und die wirtschaftliche Relevanz für Unternehmen zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf einer fundierten Auswertung bestehender Marktstudien, Fachpublikationen und technischer Berichte basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die technologischen Grundlagen, die Differenzierung von Softwarelösungen, eine Marktanalyse der Anbieter und die betriebswirtschaftliche Analyse von Nutzen und Kosten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen EAI, Middleware, Integrationsarchitektur, Geschäftsprozess, Skalierbarkeit und ROI bei Integrationsprojekten.
Wie unterscheidet sich EAI von klassischer Middleware?
EAI-Lösungen gehören zwar zur Familie der Middleware, bieten jedoch zusätzlich betriebswirtschaftliche Funktionen wie die Modellierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen sowie spezifische Datentransformationsregeln.
Welche Rolle spielt die "Hub-and-Spoke"-Architektur?
Die als Drehscheibe fungierende Hub-and-Spoke-Architektur reduziert die Anzahl der benötigten Schnittstellen im Vergleich zur klassischen "Point-to-Point"-Integration massiv und erhöht so die Wartbarkeit und Skalierbarkeit.
- Quote paper
- Erika Schuh (Author), 2002, Enterprise Application Integration - Was ist darunter zu verstehen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5124