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Behavioral Finance und Kapitalmarkt: Private und institutionelle Investoren im Kontext von Börsenboom und -crash

Titel: Behavioral Finance und Kapitalmarkt: Private und institutionelle Investoren im Kontext von Börsenboom und -crash

Diplomarbeit , 2005 , 96 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dipl.-Kfm. Florian Bosch (Autor:in)

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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Auf und Ab an den Börsen scheint eine lange Tradition zu haben. Mögen sich jüngere Kapitalanleger lediglich an die Internetblase zum Jahrtausendwechsel erinnern, kennen langjährig aktive Anleger weitere Ereignisse zurückliegender Jahre, die die Börsen weltweit zu Überreaktionen und Einbruch veranlassten. Die wiederkehrende Beständigkeit dieser Ereignisse lässt vermuten, dass die Kapitalmarktakteure niemals etwas dazugelernt hätten. Sichtet man die einschlägige Literatur, stellt man fest, dass viele dieser Kursauf- und -abschwünge in ähnlicher Weise verlaufen sind.
Zahlreiche Erklärungsansätze wurden entwickelt, um zu beweisen, dass sich sowohl private wie auch institutionelle Investoren in Phasen von Börsenboom und -crash immer wieder zu nicht-rationalen Handlungen verleiten lassen, obwohl sie entsprechend der klassischen Kapitalmarkttheorie hätten rational handeln sollen. Als Erklärungsansätze nutzt die aktuelle Forschung aufbauend auf der klassischen Kapitalmarkttheorie neben der streng ökonomischen modernen Kapitalmarkttheorie, der so genannten Modern Finance, auch mathematisch geprägte Untersuchungsmodelle aus dem Bereich der nichtlinearen Dynamik sowie verhaltenswissenschaftliche Befunde aus dem Forschungsfeld der Behavioral Finance.

Von allen Phasen von Börsenboom und -crash scheinen private wie auch institutionelle Investoren gleichermaßen betroffen. Nach anfänglichen enormen Kursgewinnen scheinen beide Parteien unausweichlich in die Verlustzone zu geraten. Grundsätzlich stellt sich die Frage, wie solche extremen Kursbewegungen mit den Erkenntnissen der klassischen Kapitalmarkttheorie vereinbar sind. Außerdem sollten sich vor allem institutionelle Investoren auf Grund der ihnen mittels IT gegebenen schnelleren Informationsverarbeitungskompetenz rationaler verhalten als private Anleger. Jedoch scheint im historischen Kontext oftmals das Gegenteil der Fall zu sein. Damit bedarf es einer Untersuchung der augenscheinlich unterschiedlichen Verhaltensmuster privater und institutioneller Investoren und ihrer Reaktion in Phasen von Börsenboom und -crash.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Historische Betrachtung von Börsenboom und –crash

2.1 Begriffsdefinitionen

2.2 Börsenhandel als Ausgangspunkt für Spekulationen

2.2.1 Entwicklung des Börsenwesens

2.2.2 Der Ursprung des Aktienhandels

2.3 Spekulationen als Ursache für Boom und Crash

2.3.1 Historische Spekulationen

2.3.2 Ereignisse des 20. Jahrhunderts

3 Kapitalmarktforschung

3.1 Kapitalmarkteffizienz und –vollkommenheit

3.2 Klassische Kapitalmarkttheorie

3.2.1 Portfoliotheorie

3.2.2 Kapitalmarkttheorie

3.2.3 Weiterentwicklung der Kapitalmarkttheorie

3.3 Kapitalmarktanomalien

4 Behavioral Finance

4.1 Ursprung und Grundlagen

4.2 Rationalitätskonzept der Behavioral Finance

4.2.1 Prozess der Informationsverarbeitung

4.2.2 Begrenzte Rationalität und Quasi-Rationalität

4.3 Anomalien im Investorenverhalten

4.3.1 Informationsbezogene Verhaltensanomalien

4.3.2 Noise Trading und Charttechnik

4.3.3 Herdenverhalten

4.4 Forschungsstand der Behavioral Finance

5 Behavioristisches Investorenverhalten in Boom und Crash

5.1 Anlegergruppierung

5.1.1 Private Investoren

5.1.2 Institutionelle Investoren

5.2 Informationsnutzung nach Gennotte/Leland

5.2.1 Informierte Anleger

5.2.2 Uninformierte Anleger

5.3 Private Investoren in Boom und Crash

5.3.1 Verstärke Bildung von Heuristiken

5.3.2 Anreizwirkung Mentaler Konten

5.3.3 Spekulatives Herdenverhalten

5.3.4 Status Quo Bias und Kontrollillusion

5.3.5 Noise Trading in Crashphasen

5.4 Institutionelle Investoren in Boom und Crash

5.4.1 Verlustaversion und Risikoabsicherung

5.4.2 Performanceorientiertes Noise Trading

5.4.3 Herdenverhalten bei Investmentfonds

5.4.4 Selektive Wahrnehmung bei Informationsflut

5.4.5 Informationsquellen-Effekt durch Analystenmeinungen

6 Zusammenfassung und Schlussbemerkung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, inwiefern sich private und institutionelle Investoren in Phasen von Börsenboom und Börsencrash nicht-rational verhalten und ob sich diese Verhaltensmuster mit den Erkenntnissen der Behavioral Finance erklären lassen, wobei die zentrale Forschungsfrage die unterschiedlichen Verhaltensweisen beider Anlegergruppen unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Informationsbasis adressiert.

  • Grundlagen der klassischen Kapitalmarkttheorie und ihrer Grenzen.
  • Einführung in die verhaltenswissenschaftlich geprägte Kapitalmarktforschung (Behavioral Finance).
  • Modellhafte Analyse des Verhaltens von Anlegergruppen in Boom- und Crashphasen.
  • Untersuchung von Verhaltensanomalien wie Herdenverhalten, Noise Trading und Heuristiken.
  • Gegenüberstellung des Verhaltens privater versus institutioneller Investoren.

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Historische Spekulationen

Im folgenden Abschnitt sollen beispielhaft zwei in die Geschichte eingegangene bedeuten de Spekulationen kurz vorgestellt werden, ehe auf die Ereignisse des 20. Jahrhunderts ein gegangen wird. Ziel dieses Abschnittes soll die Darstellung der Regelmäßigkeit sein, mit der Boom- und Crashphasen in der Vergangenheit auftraten.

Die Erfindung des Münzgeldes kann als Grundstein für das Entstehen von Spekulationen angesehen werden.39 Schon zu Zeiten der alten Griechen und Römer beherrschten Geldge schäfte das wirtschaftliche Leben zwischen reichen Bürgern und einfachen Leuten. Ur sprung dieser Spekulationen war der damals sehr hohe Kreditzins, der auf Grund der phy sischen Knappheit des Geldes bezahlt werden musste. Zu Zeiten Aristoteles’ (384 – 322 v. Chr.) waren spekulative Geschäfte den Mächtigen vorbehalten, die dafür sogar die Ge schäftsidee anderer Bürger an sich rissen.40

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der regelmäßigen Börsenbooms und -crashs ein und stellt die Forschungsfrage, wie dieses Verhalten mit der klassischen Kapitalmarkttheorie und der Behavioral Finance vereinbar ist.

2 Historische Betrachtung von Börsenboom und –crash: Dieses Kapitel liefert eine historische Einordnung von Spekulationsphasen und definiert grundlegende Begriffe wie Börse, Boom, Crash und Bubble.

3 Kapitalmarktforschung: Hier werden die Grundkonzepte der klassischen Kapitalmarkttheorie, einschließlich Effizienzhypothese und Portfoliotheorie, sowie deren Erweiterungen und empirische Anomalien vorgestellt.

4 Behavioral Finance: Dieses Kapitel führt in die Disziplin der Behavioral Finance ein, erläutert deren Abkehr vom Rationalitätspostulat und diskutiert den Prozess der menschlichen Informationsverarbeitung.

5 Behavioristisches Investorenverhalten in Boom und Crash: Dies ist der Hauptteil der Arbeit, der das spezifische Verhalten von privaten und institutionellen Investoren unter Einbezug behavioristischer Anomalien in Boom- und Crashphasen analysiert.

6 Zusammenfassung und Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und weist auf den weiteren Forschungsbedarf zur empirischen Belegung behavioristischer Anomalien hin.

Schlüsselwörter

Behavioral Finance, Kapitalmarkt, Börsenboom, Börsencrash, Investorenverhalten, Private Investoren, Institutionelle Investoren, Informationseffizienz, Spekulation, Noise Trading, Herdenverhalten, Prospect Theory, Heuristiken, Mentale Konten, Kapitalmarktanomalien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Investorenverhalten von privaten und institutionellen Anlegern in extremen Marktphasen, wie Börsenbooms und Börsencrashs, und hinterfragt deren Rationalität.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die klassische Kapitalmarkttheorie, die verhaltensorientierte Kapitalmarktforschung (Behavioral Finance) sowie historische Analysen von Spekulationsblasen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob das Verhalten von Investoren in Boom- und Crashphasen mit den Erkenntnissen der Behavioral Finance erklärbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse sowie der Anwendung von Modellen der Behavioral Finance zur Interpretation realer Börsenereignisse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil (Kapitel 5) werden die Verhaltensmuster von Anlegern (privat vs. institutionell) in extremen Börsenphasen analysiert, wobei Konzepte wie Herdenverhalten und Noise Trading im Fokus stehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Behavioral Finance, Börsencrash, Spekulation, Noise Trading und Herdenverhalten charakterisiert.

Welche Rolle spielen "Mentale Konten" bei privaten Anlegern?

Mentale Konten führen dazu, dass private Anleger unterschiedliche Engagements unabhängig bewerten, was in Boomphasen zur unvorsichtigen Umschichtung von Vermögenswerten führen kann.

Warum unterscheidet das Modell zwischen informierten und uninformierten Anlegern?

Diese Unterscheidung ist notwendig, um die unterschiedliche Reaktion auf Marktschocks zu erklären; uninformierte Anleger handeln dabei oft irrational basierend auf "Noise" statt auf fundamentalen Daten.

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Details

Titel
Behavioral Finance und Kapitalmarkt: Private und institutionelle Investoren im Kontext von Börsenboom und -crash
Hochschule
Universität Augsburg  (Lehrstuhl für Finanz- und Bankwirtschaft)
Note
1,3
Autor
Dipl.-Kfm. Florian Bosch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
96
Katalognummer
V51243
ISBN (eBook)
9783638472647
ISBN (Buch)
9783656801788
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Behavioral Finance Kapitalmarkt Private Investoren Kontext Börsenboom
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.-Kfm. Florian Bosch (Autor:in), 2005, Behavioral Finance und Kapitalmarkt: Private und institutionelle Investoren im Kontext von Börsenboom und -crash, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51243
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Leseprobe aus  96  Seiten
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