Klienten im Zwangskontext. Herausfoderungen einer unfreiwilligen Sozialberatung


Hausarbeit, 2017

18 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Beratung: Historische Betrachtungsweise und Begriffsbestimmung

3 Soziale Arbeit: Begriffsbestimmung und Methoden

4 Zwangskontext in der Beratung der Sozialen Arbeit
4.1 Anwendungsgebiete
4.2 Kontaktaufnahme: Push- und Pullfaktoren
4.3 Charakteristika des Erstkontakts von Klient und Berater

5 Prinzipien im Umgang mit Klienten im Zwangskontext
5.1 Schaffung von Transparenz
5.2 Rollenklärung
5.3 Setzung von Zielen

6 Motivation im Zwangskontext
6.1 Theoretische Betrachtungsweise
6.1.1 Rubikon Modell
6.1.2 Transtheoretisches Modell
6.1.3 Motivierende Gesprächsführung (MI)
6.2 Methodische Vorgehensweise: Transtheoretisches Modell

7 Fallbeispiel zur Beratung im Zwangskontext

8 Abschlussreflexion

9 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Die Beratung von Klienten der Sozialen Arbeit in Zwangskontexten, entstand und erweiterte sich aus der ursprünglichen Beratungstätigkeit der Sozialen Arbeit. Die Freiwilligkeit, was bedeutet, dass ein Mensch aus eigenem Antrieb eine Beratungsstelle aufsucht, da er für sich erkennt, dass er Hilfe braucht, ist die ideale Ausgangssituation für eine Beratung.[1] Das Thema und der Begriff Zwangskontext lässt aber schon auf ein hohes Maß an Unfreiwilligkeit schließen. Die daraus resultierende Voreingenommenheit und die Blockaden zu lösen und zu überwinden, ist die schwierige Aufgabenstellung der Sozialarbeiter. Hierzu bedienen sich die Berater gelernter Methoden im Umgang mit den Klienten und derer Motivation. Der Zwang bzw. die Unfreiwilligkeit soll gelöst werden und gemeinsam positive Wege und Ziele in die Zukunft entwickelt werden. Hier stellt sich die Frage: Ist es möglich, einen Klienten gegen seinen Willen zielführend beraten zu können? Der Weg, wie eine zum Ziel führende Beratung aussehen kann, wird in der folgenden Studienarbeit aufgezeigt.

Das zweite Kapitel der Studienarbeit beschreibt die historische Betrachtungsweise und die Begriffsbestimmung der Beratung. Im dritten Kapitel wird die Soziale Arbeit erklärt. Hier wird aufgezeigt, welche Aufgaben sie hat und welche Methoden sie anwendet. In Kapitel vier wird beschrieben, dass der Zwangskontext immer auf unfreiwilliger Basis und unter Zwang entsteht. Es wird erklärt, warum und wo Zwangskontext angewendet wird und durch welche Umstände die Kontaktaufnahme stattfindet. Außerdem wird die Ausgangssituation zwischen Klient und Berater im Zwangskontext beschrieben. Auf die Prinzipien im Umgang mit Klienten im Zwangskontext wird in Kapitel fünf genauer eingegangen. Die Vorgehensweise Transparenz zu schaffen, die Rollen zu klären und Ziele zu setzten, schafft die Voraussetzung für eine Vertrauensbildung. Kapitel sechs betrachtet die Motivation und deren Theorien und methodische Vorgehensweisen in der Beratung im Zwangskontext. Ein Fallbeispiel beschreibt die Vorgehensweise einer Beratung im Zwangskontext anhand einer motivierenden Gesprächsführung in Kapitel sieben. Das letzte Kapitel beinhaltet einen kurzen Rückblick über die Studienarbeit und ein Fazit.

2 Beratung: Historische Betrachtungsweise und Begriffsbestimmung

Ende des 19. Jahrhunderts entstand der Ursprung der Beratung. Die Anwendungsgebiete waren damals die Rechts-, Berufs-, Ehe- und Sexualberatung. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Beratung für nationalsozialistische Ziele missbraucht. Nach dem zweiten Weltkrieg nahmen sich Beratungseinrichtungen auch persönlichen und familiären Schwierigkeiten an, wie zum Beispiel der Jugendwohlfahrt, Bundessozialhilfe sowie die Kinder und Jugendhilfe. Der Gesetzgeber formulierte die sozialen Dienste als Pflichtaufgabe der Beratung. Das soziale Beratungssystem entwickelte sich Ende 1960 daraus. Die gesellschaftspolitischen als auch die theoretisch-wissenschaftlichen Aspekte in Bezug auf die sozialen Schwierigkeiten der Betroffenen sowie ihrer Anwendung erweiterten das Tätigkeits- bzw. das Aufgabenspektrums der Beratung. In den 70er Jahren entstand eine neue Beratungsgruppe der sogenannten Sozialbenachteiligten. Die psychosoziale Beratung fand immer mehr ihre Anwendung. Frauen- sowie Schüler- und Jugendberatung, als auch Beratung in sozialen Brennpunkten haben sich durchgesetzt. Auch die feministische Diskussion war für die soziale Praxis sehr bedeutsam.[2] Seit den 90er Jahren gibt es auch Beratungsklientel im Mittelstand.

Die Beratung heute stellt einen Teil unseres Bildungsprozesses dar und beschäftigt sich nicht mehr nur ausschließlich um menschliche und gesellschaftspolitische Notsituationen.[3] Laut Nestmann und Sickendiek basiert die Beratung auf der Kommunikation zwischen einem oder mehreren Menschen. Es wird versucht, Belastungen, Probleme und Krisen im gemeinsamen Gespräch zu bewältigen. Die Beratung soll neue Orientierungen ermöglichen, woraus sich Überlegungen und Planungen für die Zukunft ableiten lassen. Der Berater hilft aktiv mit, Planungsschritte zu realisieren und erste Handlungsversuche zu begleiten und unterstützend bei der Umsetzung zur Seite zu stehen.[4] Die Beratung kann sowohl vorbeugend angewendet werden, als auch helfen, akute Probleme zu bewältigend und wieder zurück in die Normalität zu finden.[5]

3 Soziale Arbeit: Begriffsbestimmung und Methoden

Um auf die Beratung in der Sozialen Arbeit mit Klienten im Zwangskontext näher eingehen zu können, sind einige wichtige Fakten im Vorfeld aufzuzeigen. Soziale Arbeit ist zum einen ein Berufsbild, welches aus der Sozialarbeit und Sozialpädagogik, gestützt auf die Wissenschaft, entstand.[6] Sie ist eine soziale Hilfestellung, um Menschen in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen, ihnen bei der Problemlösung zu helfen und/oder soziale Probleme zu vermeiden. Sie erfüllt Schutz und Ordnungsinteressen der Gesellschaft.[7] Die soziale Arbeit hat die Aufgabe, die soziale Norm aufrecht zu erhalten oder wiederherzustellen.[8] Neben den typischen Methoden der Sozialen Arbeit, wie der sozialen Gruppenarbeit und der Gemeinwesenarbeit, ist die Einzelfallhilfe die Methode, die bei der Beratung unter Zwang angewendet wird.[9] Durch diese Methode sollen Ziele erreicht oder Probleme gelöst werden.[10] Sie wird von verschiedenen sozialen Einrichtungen für bedürftige Menschen angeboten, um ihr Leben besser meistern zu können.[11] Sie soll helfen, psychische und soziale Probleme zu bewältigen.[12] Der Klient steht hierbei in engem Kontakt mit einem Berater.[13] Dieser hat die Funktion, dem Klienten durch seine professionelle Beratung eine Wiedereingliederung in ein soziales Leben zu ermöglichen.

4 Zwangskontext in der Beratung der Sozialen Arbeit

Zwang bedeutet, dass Druck und zum Teil auch Gewalt an Menschen ausgeübt wird, um eine geplante Situation zu erreichen.[14] Der Zwang spielt im Zwangskontext eine herausragende Rolle. Der Zwangskontext in der Beratung der Sozialen Arbeit ist für den Klienten eine erzwungene und unfreiwillige Kontaktaufnahme zu einer Beratungsstelle.[15] Menschen werden aufgrund sozialer Netzwerke oder rechtlicher Vorgaben dazu gedrängt, Hilfe aufzusuchen.[16] Die Soziale Arbeit darf in die Lebenswelten von Menschen eingreifen, wenn Probleme ein nicht tolerierbares Ausmaß annehmen (z.B. Gewaltanwendung gegen Dritte).[17] Dann ist das Einsetzten von Macht unter manchen Umständen eine Bedingung für den Erfolg einer Beratung im Zwangskontext. Auch Zwang kann helfen.[18] Nur durch den auferlegten Zwang, soziale Hilfestellung anzunehmen, kommt es überhaupt zu einer Kontaktaufnahme mit einer sozialen Beratungsstelle, woraus sich dann die Chance ergibt, dass eine lösungsorientierte Beratung entstehen kann.[19] Im Zwangskontext befinden sich immer der professionelle Helfer, der Klient und die Einrichtung, die den Klienten an einen sozialen Dienst überwiesen hat. Es entsteht also eine Dreiecksbeziehung zwischen Helfer, Klient und Auftraggeber.[20]

4.1 Anwendungsgebiete

Wenn sich Menschen in der Beratung im Zwangskontext befinden, müssen sie meist vom Gericht auferlegte Aufgaben erfüllen. Bei Nichtbefolgen der Vorgaben, drohen oft hohe Strafen und Konsequenzen.[21] Hilfen unter Zwang werden unter anderem deshalb angeboten, um nicht so viel Zeit vergehen zu lassen, bis ein Klient selbst den Wunsch verspürt, Hilfe anzunehmen. Zu langes Warten bedeutet, dass sich unter Umständen die Lebenssituation eines Klienten deutlich verschlechtert oder Dritte sogar in Lebensgefahr geraten.[22] Es gibt verschiedene Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit im Zwangskontext. Diese liegen in der Bewährungshilfe, Jugendgerichtshilfe, im Strafvollzug für Erwachsene, im Jugendstrafvollzug und Jugendarrestanstalten, in geschlossenen Einrichtungen der Psychiatrie, im allgemeinen sozialen Dienst der Jugendämter und in der gesetzlichen Betreuung und Vormundschaft.[23] Die Beratungstätigkeit spielt sich in Drogen- und Suchtentzugskliniken, Kinder- und Jugendpsychiatrischer Kliniken mit stationärer und ambulanter Hilfe, Psychiatrische Kliniken für Erwachsene, ambulante, teilstationäre und stationäre Einrichtung der Jugendhilfe, Begutachtungsstellen für Fahreignungen und Schuldnerberatungsstellen ab.[24] Die am häufigsten aufgesuchten Beratungsstellen von Klienten, die durch informelle Netzwerkangehörige, wie beispielsweise durch Freunde oder Familie, zur Beratung gedrängt werden, sind die stationäre Wohnungslosenhilfe, Erziehungsberatungsstellen, Altenheimsozialdienst, Schwangerschaftskonfliktberatung und Frauenhaus.[25] Es gibt noch weitere Institutionen, die auf Klienten enormen Zwang ausüben können, da die Menschen ohne das Aufsuchen dieser Einrichtungen keine Unterstützung erhalten. Solche Einrichtungen sind Arbeitsagenturen, Rehabilitationseinrichtungen der Rentenversicherungsträger, Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen, Schulen, Aidsberatung, berufliche Weiterbildung, Studienberatung und Assessment Center.[26]

4.2 Kontaktaufnahme: Push- und Pullfaktoren

Klienten, die selbstinitiiert eine Kontaktaufnahme einleiten, bringen eine starke Motivation mit, sich auf eine Beratung einzulassen. Sie haben die Fähigkeit, entstehende Probleme zu erkennen und diese lösen zu müssen. Sie haben die Bereitschaft zur Veränderung, also eine gewisse Handlungsfähigkeit. Die Kontaktaufnahme im Zwangskontext jedoch entsteht unter Zwang. Menschen, die im Zwangskontext stehen, fehlt oft die Handlungsfähigkeit, ein Problem überhaupt zu erkennen und lösen zu wollen.[27] Eine Beratungsstelle aufzusuchen stellt für diese Menschen häufig eine große Überwindung dar. Obwohl die Klienten zum Aufsuchen einer Beratungsstelle nicht gezwungen werden können, bleibt ihnen meist keine andere Wahl, da sonst schwerwiegende Folgen drohen. Sie empfinden Zwang, da eine gewisse Erwartung hinter dem Angebot der Beratung steht. Der Druck, der von formellen und informellen Netzwerkangehörigen ausgeht, übt oft stärkere Wirkung aus als die Auflagen juristischer Einrichtungen (z.B. Belastung durch drohende Trennung des Partners).[28]

Push- und Pullfaktoren spielen eine entscheidende Rolle bei der Kontaktaufnahme. Diese Faktoren ermöglichen es, einen Menschen beeinflussen zu können. Unter dem Pushfaktor über Netzwerkangehörige versteht man Motivation zur Kontaktaufnahme durch Drohung. Wie beispielsweise ein Ehepartner, der seinen Partner zu einer Beratung drängt, da er mit Trennung droht, wenn die Beratung nicht aufgesucht wird. Der Pushfaktor durch juristische Auflagen, wäre z.B., die Kürzung des Arbeitslosengeldes, wenn keine professionelle Beratungsstelle aufgesucht wird. Durch die Pullfaktoren werden Klienten über positive Aussichten ihre Situation zu ändern, motiviert. Der Weg zu einer Eheberatung eröffnet die Möglichkeit auf ein konfliktfreieres Leben; dies wäre ein Beispiel für einen Pullfaktor über die Netzwerkangehörigen. Ein Pullfaktor, ausgelöst durch juristische Auflagen wäre die Aussicht auf einen Arbeitsplatz durch das Aufsuchen des Arbeitsamtes.[29] Die Push- und Pullfaktoren sind jedoch umstritten, da man bei Anwendung dieser Faktoren auf Widerstand stoßen kann, da jeder Mensch auf die Aussagen dieser Faktoren individuell reagiert. Somit können angewandte Faktoren eine unerwünschte Reaktion, nämlich das Gegenteil, auslösen.[30]

4.3 Charakteristika des Erstkontakts von Klient und Berater

Der Erstkontakt zwischen Klient und Berater im Zwangskontext, stellt sich schwierig dar, da hier die erste Begegnung, zwischen Fachkraft und dem zu Beratenden, schon unter Zwang stattfindet. Hinzu kommt das Problem, dass Helfer und Klient anfangs eine unterschiedliche Sichtweise auf die vorhandenen Probleme, der zugewiesenen Person, haben. Klienten im Zwangskontext haben andere Wertvorstellungen und Ansichten, die das soziale Leben betreffen, als Menschen die keine sozialen Probleme haben. Die überweisende Stelle hat die Erwartung, dass eine Veränderung beim Klienten vollzogen wird. Der Klient hat keine Wahl seine Probleme selbst zu erkennen und zu lösen, da das Gesetz darüber entschieden hat. Ist er nun bei der Beratung kooperativ, bedeutet das, dass er sein Problem sieht, macht er nicht mit, wirkt er beratungsresistent. Dieser Zwiespalt des Klienten löst oft Widerstand, in Form von Frustration, Wut, Angst und Mistrauen bei ihm aus. Er fühlt sich hierdurch gedemütigt und verunsichert. Dies ist zu Anfang erklärbar und der Berater soll dieses spontane Entgegensetzen akzeptieren. So ist es nicht verwunderlich, dass nur mühsam eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Klienten und Berater entstehen kann.[31] Für Berater, die sozial erwünschtes Verhalten beim Hilfesuchenden erreichen möchten, ist die Einsicht verbunden mit der Motivation des Klienten unabdingbar und sorgt für eine lösungsorientierte Zusammenarbeit ohne Zwang. Beim Erstkontakt, fehlt dem Klienten meist die Einsicht eine Beratung beginnen zu müssen. Die Einsicht ist jedoch nicht in jedem Fall die Voraussetzung, um das Leben des Klienten zu verbessern, vereinfacht jedoch die Beratung mit dem Klienten erheblich.[32] Selbstverständlich kann der Klient nicht gezwungen werden, die Beratung die ihm zugeteilt wird wahrzunehmen, was dann aber oftmals schwerwiegende Folgen nach sich zieht. Wie beispielsweise bei Nichtsaufsuchung des Arbeitsamtes, eine Kürzung oder der Wegfall des Arbeitslosengeldes oder bei ablehnender Beratung durch das Jugendamt, das Entziehen des eigenen Kindes. Der Klient kann somit sein Strafmaß selbst mit beeinflussen. Deshalb stimmen Klienten häufig einer „freiwilligen“ Beratung zu.[33] Nicht zu vergessen ist, dass nicht nur der Klient, sondern auch der Berater im Zwangskontext steht. Denn dieser hat nicht die Möglichkeit sich frei zu entscheiden ob er den Klienten beraten möchte oder nicht. Selbst wenn der Klient sich nicht öffnet und unmotiviert ist eine Veränderung in seiner Lebenssituation herbeizuführen kann der Berater diesen nicht ablehnen.[34]

5 Prinzipien im Umgang mit Klienten im Zwangskontext

In der Beratung im Zwangskontext geht man systemorientiert vor. Probleme eines einzelnen Menschen, werden als Resultat des gesamten Systems gesehen. Alle Bestandteile und Zusammenhänge des Systems, in dem sich der Klient befindet, werden in der Beratung berücksichtigt, wie beispielsweise soziale Netzwerke. Es ist eine lösungsorientierte Beratung, welche alle Ressourcen des Klienten miteinbezieht. Es werden Zusammenhänge und Erklärungen gesucht, weshalb der Klient in die Situation geraten ist, in der er sich befindet. Zur Diagnosestellung in der systemorientierten Beratung, werden Fragen, die sich auf die Wirklichkeit des Menschen beziehen, Fragen zu den Gründen, die die Situation verursacht haben und Fragen wie soziales Verhalten wiedererlangt werden kann gestellt. Um die höchsten Möglichkeiten für eine Therapie zu erreichen, können verschiedene Methoden angewendet werden. Hypothesenbildung, zirkuläre Fragen und Metakommunikation.[35] Hypothesenbildung ist die Methode, mit der man durch genaues Hinterfragen ein Bild darüber erlangt, wie das System, in dem sich der Klient befindet, funktioniert. Aus den Fragestellungen ergeben sich Erklärungen zur Situation wodurch sich Ideen für die Hilfestellung entwickeln.[36] Das zirkuläre Fragen, ist eine Methode, bei der die Gefühle einer Person gegenüber einer anderen Person nicht direkt erfragt werden, sondern über eine dritte Person. Ein Beispiel hierfür wäre, was würde ihre Mutter zu dieser Situation sagen? Diese Fragestellungen sind für die Problemdefinition und Formulierung der Ziele hilfreich.[37] Metakommunikation dient dazu, Klarheit im Umgang mit unfreiwilligen Klienten zu schaffen. Es ist wichtig den Klienten die Information über die Vorgehensweisen der Beratung mitzuteilen. Klienten im Zwangskontext erwarten Ehrlichkeit von ihren Beratern. Es soll eine kooperative Beziehung zwischen Klient und Berater sein.[38] Im Folgenden werden exemplarisch einige Handlungsprinzipien dargestellt, die sich positiv auf den Umgang mit Klienten im Zwangskontext auswirken können.

[...]


[1] vgl. Klug, W., Zobrist, P. (2016). Motivierte Klienten trotz Zwangskontext (2. Aufl., S.25). München: Ernst Reinhardt Verlag.

[2] vgl. Nestmann, F. & Sickendiek, U. (2011). Beratung. (4. Aufl., S.110). München, Basel: Ernst Reinhardt Verlag.

[3] vgl. Nestmann, F. & Sickendiek, U. a. a. O. (S.111).

[4] vgl. Nestmann, F. & Sickendiek, U. a. a. O. (S.109).

[5] vgl. Nestmann, F. & Sickendiek, U. a. a. O. (S.109).

[6] vgl. DBSH. Definition der Sozialen Arbeit. In: https://www.dbsh.de/beruf/definition-der-sozialenabeit.html.vom 21.02.2017.

[7] vgl. Kähler, H (2005). Soziale Arbeit in Zwangskontexten (S. 12). München: Ernst Reinhardt Verlag.

[8] vgl. Klug, W., Zobrist, P. a. a. O. (S.24).

[9] vgl. Galuske, M. (2011). Methoden der Sozialen Arbeit (9. Aufl., S. 36). Weinheim, München: Juventa.

[10] vgl. Galuske, M. a. a. O. (S.27).

[11] vgl. Galuske, M. a. a. O. (S. 80).

[12] vgl. Galuske, M. a. a. O. (S.166).

[13] vgl. Galuske, M. a. a. O. (S. 80).

[14] vgl. Conen, M., Cecchin, G. (2016). Wie kann ich ihnen helfen mich wieder loszuwerden?

(5. Aufl., S.71). Heidelberg: Carl-Auer Verlag.

[15] vgl. Klug, W., Zobrist, P. a. a. O. (S.16).

[16] vgl. Conen, M., Cecchin, G. a. a. O. (S. 93).

[17] vgl. Conen, M., Cecchin, G. a. a. O. (S. 61).

[18] vgl. Kähler, H. a. a. O. (S. 92).

[19] vgl. Conen, M., Cecchin, G. a. a. O. (S.74).

[20] vgl. Conen, M., Cecchin, G. a. a. O. (S. 119).

[21] vgl. Conen, M., Cecchin, G. a. a. O. (S. 74).

[22] vgl. Conen, M., Cecchin, G. a. a. O. (S. 57).

[23] vgl. Conen, M., Cecchin, G. a. a. O. (S. 155).

[24] vgl. Conen, M., Cecchin, G. a. a. O. (S. 156).

[25] vgl. Kähler, H. a. a. O. (S. 31).

[26] vgl. Conen, M., Cecchin, G. a. a. O. (S. 157).

[27] vgl. Kähler, H. a. a. O. (S. 18).

[28] vgl. Kähler, H. a. a. O. (S. 23).

[29] vgl. Kähler, H. a. a. O. (S. 44).

[30] vgl. Kähler, H. a. a. O. (S. 45).

[31] vgl. Conen, M., Cecchin, G. a. a. O. (S. 95).

[32] vgl. Conen, M., Cecchin, G. a. a. O. (S. 72).

[33] vgl. Conen, M., Cecchin, G. a. a. O. (S. 74).

[34] vgl. Klug, W., Zobrist, P. a. a. O. (S.17).

[35] vgl. Schneider, S. & Heidenreich, T. (2011). Therapie und Soziale Arbeit: Systemische Therapie.

(4. Aufl., S.1664). München, Basel: Ernst Reinhardt Verlag.

[36] vgl. Conen, M., Cecchin, G. a. a. O. (S. 146).

[37] vgl. Conen, M., Cecchin, G. a. a. O. (S.147).

[38] vgl. Conen, M., Cecchin, G. a. a. O. (S.154).

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Klienten im Zwangskontext. Herausfoderungen einer unfreiwilligen Sozialberatung
Hochschule
SRH Hochschule Heidelberg
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
18
Katalognummer
V512467
ISBN (eBook)
9783346103413
ISBN (Buch)
9783346103420
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zwangskontext, Definition Soziale Arbeit, Transparenz, Rollenklärung, transtheoretisches Modell
Arbeit zitieren
Linda Dannroth (Autor), 2017, Klienten im Zwangskontext. Herausfoderungen einer unfreiwilligen Sozialberatung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512467

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Klienten im Zwangskontext. Herausfoderungen einer unfreiwilligen Sozialberatung



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden