Möglichkeiten zum Umgang mit implizitem Wissen in Unternehmen


Hausarbeit, 2019
17 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Zielsetzung
1.2 Vorgehen

2 Grundlagen
2.1 Wissen
2.2 Wissensmanagement
2.3 Implizites und explizites Wissen

3 Zusammenspiel von implizitem und explizitem Wissen

4 Umgang mit implizitem Wissen in Unternehmen
4.1 Stellenwert im Unternehmen
4.2 Austauschmethoden und -formate

5 Zusammenfassung

6 Fazit und kritische Reflexion

7 Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Um als Unternehmen auf dem umkämpften Markt zu bestehen, ist ein adäquater Umgang mit Wissen unerlässlich. Doch obwohl der Begriff Wissen im Unternehmensumfeld oftmals verwendet wird, gehört die Kenntnis über die verschiedenen Wissensarten, Umwandlungsmethoden und den Entstehungsweg von Wissen nicht zum gängigen Grundwissen.

Wissen wird in einen impliziten und expliziten Anteil unterteilt. Insbesondere das implizite Wissen spielt hierbei eine besondere Rolle, da es in seinem Umfang beträchtlich größer ist als der Anteil des expliziten Wissens.[1] Hinzu kommt, dass explizites Wissen in der Regel nicht ausreicht, um die Herausforderungen der Praxis zu lösen.[2] Um auf dem Markt zu bestehen ist daher ein adäquater Umgang mit implizitem Wissen von hoher Bedeutung.

Daher ist es sinnvoll, sich insbesondere in der heutigen Zeit, in der z. B. die Mitarbeiterfluktuation immer weiter steigt und dadurch regelmäßig wertvolles Wissen verloren geht,[3] mit dem Umgang mit implizitem Wissen auseinanderzusetzen.

1.1 Zielsetzung

Bei der Zielsetzung wird zwischen vier Zielarten unterschieden: Haupt- Teil-, Neben- und Nicht-Ziele.[4] Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, dem Leser aufzuzeigen, wie ein erfolgreicher Umgang mit implizitem Wissen innerhalb von Unternehmen erfolgen kann. Die Teilziele des Assignments umfassen:

- eine Abgrenzung der Begriffe explizites und implizites Wissen durchzuführen,
- den Prozess der Wissensentstehung zu betrachten und
- Beispiele zum Umgang mit implizitem Wissen aufzuzeigen.

Im Rahmen der Nebenziele soll aufgezeigt werden, welche Arten der Wissensumwandlung es gibt und welchen Stellenwert implizites Wissen in Unternehmen besitzt. Die Nicht-Ziele dienen der Abgrenzung des betrachteten Themengebietes. Darunter fällt, dass keine Lösung für den wissenschaftlichen Diskurs über den Wissensbegriff erarbeitet werden soll. Zudem wird auch nicht darauf eingegangen, in welcher Form ein systematisches Wissensmanagement in Unternehmen etabliert und verankert werden kann.

1.2 Vorgehen

Zu Beginn wird auf einige grundlegende Begriffe eingegangen. Durch die Betrachtung der Begrifflichkeiten Wissen, Wissensmanagement, implizites und explizites Wissen soll ein gemeinsames Sprachverständnis geschaffen werden.

Im Anschluss geht es um die Frage, wie implizites und explizites Wissen miteinander in Verbindung stehen. Dabei wird insbesondere der Prozess des Wissenstransfers näher beleuchtet. Hierzu werden vier Arten der Wissensumwandlung beschrieben.

Das Kap. 4 widmet sich der Relevanz von implizitem Wissen in Unternehmen. Ergänzend wird im Anschluss auf mögliche Austauschformate und –methoden eingegangen, die für den Transfer von implizitem Wissen geeignet sind. Diese werden beschrieben und mit ergänzenden Hinweisen versehen, die bei der Anwendung beachtet werden sollten.

Das Assignment endet mit einem Fazit und einer kritischen Reflexion.

2 Grundlagen

Das vorliegende Kapitel widmet sich der Schaffung eines gemeinsamen Begriffsrahmens. Dazu werden die Begriffe Wissen, Wissensmanagement sowie implizites und explizies Wissen näher betrachtet.

2.1 Wissen

Der Duden definiert den Begriff Wissen als „Gesamtheit der Kenntnisse, die jemand [auf einem bestimmten Gebiet] hat.“[5] „Je nach wissenschaftlicher Verortung allerdings finden sich unterschiedliche Sicht- und Herangehensweisen im Umgang mit dem Wissensbegriff.“[6] Laut Broßmann/Mödinger hat es bereits eine lange Tradition, über das „richtige Verständnis“[7] von Wissen zu diskutieren. In diesem Assignment soll dieser Diskurs jedoch nicht aufgegriffen werden. Stattdessen wird der informationstheoretische Ansatz betrachtet. Folgende Abbildung stellt diesen übersichtlich dar:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Systematik der Begriffe Zeichen, Daten, Informationen und Wissen[8]

Die auf einem Zeichenvorrat basierenden Zeichen bilden durch eine Syntax bzw. geordnete Struktur Daten. Verknüpft man diese mit einem entsprechenden Kontext bzw. einer Semantik, so werden aus den Daten Informationen, die dann wiederrum durch eine Vernetzung letztendlich zu Wissen werden.[9]

2.2 Wissensmanagement

Der Umgang mit dem Wissen eines Unternehmens ist eine Managementaufgabe, da Wissen „Wettbewerbsvorteile verschaffen kann und damit die Voraussetzung für den Unternehmenserfolg bildet.“[10] Beim Wissensmanagement handelt es sich um einen interdisziplinären Bereich, der „aus unterschiedlichen Perspektiven von Wissenschaftsdisziplinen betrachtet werden“[11] kann. Nicht zuletzt deswegen gibt es für den Begriff des Wissensmanagements keine allgemein anerkannte Definition.[12]

Broßmann/Mödinger unterscheiden z. B. in ihren Systemmodellen zwischen einem Mikro- und Makrokosmos des Wissensmanagements. Obwohl diese den gleichen Gesetzmäßigkeiten folgen, unterscheiden sie sich inhaltlich deutlich.[13] Um den Betrachtungsrahmen in diesem Assignment auf einer groben Ebene zu belassen, wird die bündige Definition von Luxemburger zu Grunde gelegt:

„Wissensmanagement beschäftigt sich mit dem effektiven und effizienten Umgang mit der Ressource Wissen. Dieses Wissen kann personal (im Rahmen einer Community auch organisational) oder explizierbar, öffentlich sein. Der Austausch von Wissen erfolgt in Form von Informationen. Die Speicherung von explizierbarem, codierbarem Wissen erfolgt in Form von Daten, auf die im Gegenzug durch Einsatz entsprechender Technologien zugegriffen werden kann.“[14]

2.3 Implizites und explizites Wissen

Die Unterscheidung von implizitem und explizitem Wissen ist für das Wissensmanagement von besonderer Bedeutung.[15] Implizites Wissen ist das persönliche Wissen einer Person, das auf den jeweils individuellen Idealen, Werten und Gefühlen basiert. Das implizite Wissen wird von den subjektiven Einsichten und der jeweiligen Intuition verkörpert, die tief in den Erfahrungen und Handlungen des Einzelnen verankert ist. Diese Art des Wissens ist relativ schwierig zu dokumentieren und wird eher mittels persönlicher Interaktion bzw. Sozialisation weitergegeben.[16] Beispiele für implizites Wissen sind „Wissen über Handlungsabläufe, komplexe Aufgaben und Tätigkeiten sowie die damit verbundenen Fertigkeiten.“[17]

Explizites Wissen ist dagegen systematisches und methodisches Wissen, welches in artikulierter Form vorliegt. Es liegt personenunabhängig in gespeicherter Form innerhalb von Medien vor und kann z.B. mit Hilfe von Mitteln der Informations- und Kommunikationstechnologie aufgenommen, transferiert und abgespeichert werden. Beispiele hierfür sind z.B. „detaillierte Prozessbeschreibungen, Patente, Organigramme“[18] oder Vertragsunterlagen.

Folgende Abbildung fasst die Unterschiede übersichtlich zusammen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Unterschiede zwischen implizitem und explizitem Wissen[19]

Die linke Spalte zeigt die Charakteristika von implizitem und die rechte Spalte die Charakteristika von explizitem Wissen auf. Im Hinblick auf die Praxis ist laut Sauter e in Aspekt essentiell: „Entscheidend ist, dass explizites Wissen im engeren Sinn im Regelfall nicht ausreicht, um Herausforderungen in der Praxis zu lösen.“[20]

3 Zusammenspiel von implizitem und explizitem Wissen

Bereits in Kap. 2.3 wurde erläutert, dass implizites Wissen relativ schwierig zu dokumentieren und generell nur schwer übertragbar ist. In diesem Kapitel wird der Frage nachgegangen, wie Wissen entsteht, welche Umwandlungsmöglichkeiten es gibt und wie ein Transfer von Wissen erfolgen kann.

[...]


[1] vgl. Sutter (2016), S. 11

[2] vgl. Sauter/Scholz (2015), S. 12

[3] vgl. Haufe.de (2018)

[4] vgl. Alam/Gühl (2016), S. 62

[5] Duden.de (o. J.)

[6] Luxemburger (2014), S. 14

[7] Broßmann/Mödinger (2011), S. 9

[8] Luxemburger (2014), S. 17

[9] vgl. Luxemburger (2014), S. 17

[10] Sauter (2015), S. 9

[11] Broßmann/Mödinger (2011), S. 25

[12] vgl. Luxemburger (2014), S. 20

[13] vgl. Broßmann/Mödinger (2011), S. 17

[14] Luxemburger (2014), S. 23

[15] vgl. Sauter (2015), S. 6

[16] vgl. North (2016), S. 7

[17] Sassenberg (2014), S. 41

[18] North (2016), S. 7

[19] Sauter (2015), S. 6

[20] Sauter (2015), S. 12

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Möglichkeiten zum Umgang mit implizitem Wissen in Unternehmen
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
17
Katalognummer
V512503
ISBN (eBook)
9783346102911
ISBN (Buch)
9783346102928
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wissensmanagement, Explizites Wissen, Implizites Wissen, Externalisierung von Wissen, SECI-Modell, Wissensspirale, Wissensspirale nach Tekeuchi, Wissen
Arbeit zitieren
Dejan Veselinovic (Autor), 2019, Möglichkeiten zum Umgang mit implizitem Wissen in Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512503

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