Wie gelingt erfolgreiches Innovationsmanagement? Design Thinking im Bankensektor


Hausarbeit, 2019

26 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Hausarbeit
1.3 Gliederung der Hausarbeit

2 Theoretischer Teil
2.1 Innovation
2.1.1 Begriffsdefinition
2.1.2 Innovationsmanagement
2.1.3 Disruptive Innovationen
2.2 Arten der digitalen Transformation
2.2.1 Geschäftsmodell-Innovation
2.2.2 Geschäftsmodell-Transformation
2.3 Innovationsmethoden
2.3.1 Design-Thinking
2.3.2 Rapid Innovation durch Rekombination
2.4 Zusammenfassung des theoretischen Teils

3 Methodischer Teil
3.1 Innovationsmanagement am Beispiel der 123 Bank
3.2 Geschäftsmodell-Innovation durch Design-Thinking
3.2.1 Veränderungsprozess durch Design-Thinking
3.2.2 Herausforderungen durch Design-Thinking
3.2.3 Chancen durch Design-Thinking
3.3 Design-Thinking im Gesamtkonzept des Innovationsmanagements

4 Diskussion

5 Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

„Uber yourself before you get kodaked“[1] beschreibt deutlich, wie wichtig das strategische Innovationsmanagement für den langfristigen und erfolgreichen Fortbestand einer Organisation ist. Damit dies gelingt, ist das Innovationsmanagement elementar, um die Überführung von Ideen zu Innovationen systematisch zu planen, zu steuern und zu kontrollieren.[2]

Die wirtschaftliche und fundamentale Bedeutung von Innovationen für Organisationen ist an sich keine neue Erkenntnis. Der österreichische Ökonom Joseph Schumpeter erkannte bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts die elementare Bedeutung des Innovationsmanagements, indem er frühzeitig an der wirtschaftlichen Entwicklung und Einflussnahme des Innovationsmanagements forschte. Dabei beschreibt Schumpeter Innovationen als die Durchsetzung neuer Kombinationen von bereits vorhandenen Elementen, die in ihrer neuen Komposition die alten Entwicklungen ablösen und somit insgesamt zu einer Verbesserung führen.[3] So haben Innovationen ihren Ursprung in der Entwicklung einer neuen Idee, die anschließend erfolgreich im Markt eingeführt wird.

Die Digitalisierung bewirkt Veränderungen in allen Bereichen unseres Lebens. Dies führt zu gesellschaftlichen Veränderungen. Aufgrund von technischen Weiterentwicklungen, weltweit sinkenden Markteintrittsbarrieren durch Globalisierung und Digitalisierung, immer kürzeren Produktlebenszyklen sowie einer enormen Angebotsvielfalt, besteht ein großer Innovationsdruck bei Organisationen.[4] Ferner zwingt die Digitalisierung Organisationen dazu, sich den veränderten Rahmenbedingungen schnellstmöglichst anzupassen. Hierfür bedarf es Innovationsstrategien sowie einer innovationsfördernden Unternehmenskultur, um sich auch langfristig erfolgreich am Markt zu positionieren.[5] Innovationen müssen nicht immer nur einen technologischen Charakter haben. Neben der zunehmenden Digitalisierung und dem damit verbundenen kulturellen Wandel, ist auch die Wirtschaft von den Veränderungen betroffen. Die betriebswirtschaftlichen Kausalitäten werden zunehmend komplexer, dynamischer und differenzierter.[6] Gleichzeitig steigt die Bedeutung von Kollaborationen und Partnerschaften sowie die frühzeitige Integration der potenziellen Zielgruppe im Produktentwicklungsprozess. In dieser hochdynamischen Welt, müssen Organisationen zunehmend Strategien und Maßnahmen entwickeln, die sich an die Geschwindigkeit der Ökonomie anpassen.

Durch die stetige Entwicklung von Innovationen, birgt die digitale Ökonomie für Organisationen eine Vielzahl an Herausforderungen. Gleichermaßen lassen sich durch die digitale Verzahnung und Rekombinationen bereits existierende Angebote, auch neue Produkte, Services und Geschäftsmodelle entwickeln. In der Regel besitzen diese Geschäftsmodelle und Services das disruptive Potenzial, etablierte Industrien anzugreifen und klassische Geschäftsmodelle obsolet werden zu lassen.[7] Um in der digitalen Ökonomie zu bestehen, müssen neue Technologien schnell entwickelt werden können. Daher bleibt es für Organisationen unabdingbar, auch weiterhin an der Generierung von Innovationen festzuhalten, um sich so kontinuierlich zu verbessern und die Marktpositionierung gegenüber Wettbewerben zu verteidigen.[8] Dies ist insbesondere dann erforderlich, wenn die Frage aufkommt, wann die entwickelte Innovation den nächsten Erfolg bringen wird. „Dabei sind realistische Ziele für die Umsetzung zu setzen: Die digitale Transformation ist kein Sprint, sondern ein Marathon.“[9]

Auch die Finanzindustrie und insbesondere die 123 Bank, ist von den Herausforderungen der Digitalisierung sowie der Generierung von wertschöpfenden Innovationen betroffen. Durch den hochvolatilen, kompetitiven und von Multioptionalität geprägten Markt, ist die Forcierung der digitalen Transformation sowie die Entwicklung von Innovationen, von elementarer Bedeutung für den Erfolg der Organisation. Dabei steht die Entwicklung von Dienstleistungen, die innovativ sind, die Bedürfnisse und Erwartungen der eigenen Zielgruppe erfüllen, sowie strategische Maßnahmen zur Erfüllung dieser Ziele, im Vordergrund. Gleichzeitig muss sich das Leistungsangebot der Organisation insgesamt, hervorgerufen durch den digitalen Wandel, verändern. Hier gilt es, derzeitige Geschäftsmodelle und die Wertschöpfungsketten entlang der jeweiligen Customer Journey zu innovieren und transformieren, um sich damit neue Ertragsquellen und Marktpotenziale zu erschließen. Dabei sind Innovationen nicht nur Mittel zum Zweck, sondern bewirken einen ganzheitlichen unternehmenskulturellen Wandel innerhalb der Organisation, indem die transformativen Absichten auf sämtlichen Ebenen der Organisation durchgeführt werden. Das oberste Ziel ist dabei, die eigenen Kundengruppen bedarfs- und bedürfnisorientiert zu bedienen.

1.2 Zielsetzung der Hausarbeit

Zielsetzung dieser Hausarbeit ist es, Innovationen und das Innovationsmanagement am Beispiel der 123 Bank wissenschaftlich fundiert darzulegen. Dabei stehen die situative Beschreibung der Ausgangslage der 123 Bank sowie die theoretische Analyse und das methodische Vorgehen zur Generierung von Innovationen innerhalb des Finanzinstituts im Vordergrund. Es wird insbesondere auf die gewählte Methode zur Entwicklung passender Innovationen eingegangen sowie die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen näher eruiert. Abschließend wird die Innovationsmethode in das Gesamtkonzept des Innovationsmanagements integriert sowie praktische Handlungsempfehlungen für das Finanzinstitut ausgearbeitet.

1.3 Gliederung der Hausarbeit

Das zweite Kapitel dieser Hausarbeit eruiert die theoretischen und wissenschaftlichen Grundlagen. Dabei werden die Begrifflichkeiten „Innovation“, „Innovationsmanagement“ „Disruptive Innovationen“ sowie die „Arten der digitalen Transformation“ definiert und auf Basis von wissenschaftlichen Konzepten und Theorien voneinander abgegrenzt. Ferner werden die jeweiligen Eigenschaften der Arten einer digitalen Transformation vorgestellt. Abschließend wird das Konzept der Innovationsmethode ganzheitlich erarbeitet sowie die Innovationsmethoden Design-Thinking und Rapid Innovation detailliert analysiert.

Das dritte Kapitel, der methodische Teil, analysiert das Innovationsmanagement am Beispiel der 123 Bank. Dabei werden auf die bereits im zweiten Kapitel ausgearbeiteten Theorien und Konzepte des Innovationsmanagements eingegangenen und auf das Beispiel dieser Hausarbeit übertragen. Der Fokus liegt auf der Beschreibung einer potenziellen Entwicklung einer Geschäftsmodell-Innovation mittels der Innovationsmethode Design-Thinking. Daran gekoppelt wird auf die Veränderungsprozesse sowie auf die Herausforderungen und Chancen, die sich durch diese Innovationsmethode ergeben, eingegangen. Abschließend wird Design-Thinking als Methode zur Generierung von Innovationen in das Gesamtkonzept des Innovationsmanagements eingeordnet.

Das vierte Kapitel fokussiert die kritische Reflexion der Hausarbeit. Dabei werden die vorgestellten Herausforderungen und die sich ergebenden Fragestellungen kritisch hinterfragt. Abschließend werden im letzten Kapitel die prägnantesten Ergebnisse und Handlungsempfehlungen konsolidiert sowie ein Ausblick auf die Zukunft gegeben.

2 Theoretischer Teil

2.1 Innovation

„Aktuell befinden wir uns in einer sich rapide verändernden und dynamisierenden Gesellschaft, in einer Gesellschaft, in der Innovationen zunehmend wichtiger werden, weil sie wieder selbst Grundlagen von Innovationen sind.“[10] So ist die Verschmelzung der menschlichen Fähigkeiten mit den Möglichkeiten eines Computers Grundlage für eine effiziente und beschleunigte Innovationskultur. Mittels zunehmend frei verfügbaren Informationen, lassen sich mit einem geringen Investment in kurzer Zeit neuartige Geschäftsmodelle entwickeln. Gleichzeitig transformieren sich die Grenzen zwischen Organisationen und Kunden zunehmend, da die jeweilige Zielgruppe sukzessive in den Wertschöpfungsprozess von Produkten eingebunden wird. Die zunehmende Austauschbarkeit von Produkten und Services, fallende Preise und ein steigender Wettbewerbsdruck durch sinkende Markteintrittsbarrieren, setzen eine starke Innovationsfähigkeit voraus.[11] Insbesondere im Zuge der digitalen Transformation, stellen Innovationen eine elementare Grundlage für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit dar. Organisationen sind gezwungen Innovationen zu generieren, da sie ansonsten kaum Überlebenschancen gegenüber teilweise disruptiven Geschäftsmodellen haben. Um diese wissenschaftlich zu eruieren, werden nachfolgend die Begrifflichkeiten „Innovation“, „Innovationsmanagement“ und „Disruptive Innovationen“ definiert.

2.1.1 Begriffsdefinition

Innovationen sind wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung und Zukunftssicherung von Organisationen. Innerhalb Organisationen wird daher die Begrifflichkeit „Innovation“ nahezu inflationär verwendet. Aus wissenschaftlicher und theoretischer Perspektive gibt es jedoch bisher keine allgemeingültige Definition für diese Begrifflichkeit. Einige praktische Annäherungsversuche beschreiben Innovationen als die Umsetzung einer Idee, die erstmalig im Markt eingeführt wird. Zielsetzung einer jeden Innovation ist daher die erfolgreiche Markteinführung, die Neuartigkeit sowie ein großer Diffusionsgrad.[12] Dabei müssen Innovationen nicht immer eine grundlegende Neuerung darstellen. So können auch existente Ideen modifiziert werden und in ihrer neuen Konstellation eine Innovation repräsentieren.

Einen weiteren Ansatz liefert Hauschildt: „Innovationen sind qualitativ neuartige Produkte oder Verfahren, die sich gegenüber dem Vergleichszustand „merklich“ – wie auch immer das zu bestimmen ist – unterscheiden.“[13] Der Ökonom Joseph Schumpeter erkannte bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Bedeutung von Innovationen. So bilden seine Analysen die Grundlagen für das heutige Management von Innovationen. Schumpeter definiert Innovationen als eine „diskontinuierlich erfolgende Durchsetzung neuer Faktorkombinationen, die die alten Kombinationen durch „schöpferische Zerstörung“ ablösen und zu Verbesserungen führen.“[14]

Der Ursprung einer Innovation stellt die Invention dar. Daher gilt es, Innovationen von einer Invention zu differenzieren. Inventionen gelten als Erfindung, die einen Prozess, ein Produkt oder Verfahren qualitativ verbessern. Werden Inventionen erfolgreich weiterentwickelt, zur Produktionsreife und zur Markteinführung gebracht, werden diese Ideen als Innovation bezeichnet.[15] Innovationen sind mannigfaltig und umfassen sowohl technologische Verbesserungen, Vorgehensweisen, um Dinge effizienter und effektiver zu erledigen, als auch Produkt- oder Prozessveränderungen. Erfolgreiche Innovationen orientieren sich an den Rahmenbedingungen und den Bedürfnissen der jeweiligen Zielgruppe und des Marktes. Um Innovationen mit Marktvorteilen zu generieren, sind entsprechende Kenntnisse über die Anforderungen und Erwartungen der Kunden einzuholen. Dabei gilt es, zukünftiges Konsumverhalten frühestmöglich zu identifizieren, um geeignete Maßnahmen zu initiieren. Letztendlich ist das Ziel von Innovationen, den wirtschaftlichen Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu steigern.[16]

2.1.2 Innovationsmanagement

Das Innovationsmanagement „umfasst alle Planungs-, Entscheidungs-, Organisations- und Kontrollaufgaben im Hinblick auf die Generierung und Umsetzung neuer Ideen in marktfähige Leistungen.“[17] Dabei beschäftigt sich das Innovationsmanagement mit der Frage, wie der Innovationsprozess auszusehen hat. So hat das Innovationsmanagement die Aufgabe, „das optimale Ausmaß der Innovationstätigkeit zu bestimmen, die Innovationsziele daran auszurichten, Widerstände im Innovationsprozess zu antizipieren und geeignete Maßnahmen zu deren Überwindung zu ergreifen.“[18] Zielsetzung des Innovationsmanagements ist die Generierung von neuen Leistungsangeboten, die den Erwartungen und Bedürfnissen der jeweiligen Zielgruppe entsprechen und ihnen somit einen Mehrwert bieten. Außerdem ist das Innovationsmanagement ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie und hat Auswirkungen auf sämtliche Bereiche einer Organisation. Ein Erfolgshebel des Innovationsmanagements ist die ganzheitliche Betrachtung und Analyse aller relevanten Aspekte im Markt, allen voran die Betrachtung der Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe.[19] Dabei spielt die frühzeitige Identifikation von möglichen Trends eine entscheidende Rolle. Trends werden in der Regel als „eine zu beobachtende Entwicklung“[20] definiert. Die Bedeutung des Innovationsmanagements ist langfristig für Organisationen von Bedeutung, da innovierende Organisationen eine deutliche Gewinnsteigerung ausweisen und ihre Positionierung ausbauen können.[21]

2.1.3 Disruptive Innovationen

„Mit atemberaubender Geschwindigkeit verändern neue Technologien das gesamte Wirtschaftsgefüge, die Gesellschaft und die Art, wie wir leben, arbeiten und konsumieren. Die digitale Transformation übertrifft alles Dagewesene an Entwicklungen hinsichtlich Schnelligkeit, Reichweite und systematischer Wirkung.“[22] Durch diese radikalen Entwicklungen und disruptiven Innovationen werden etablierte und traditionelle Geschäftsmodelle verdrängt oder gänzlich ersetzt. Die Herausforderungen sind massiv, denn die digitalen Veränderungen sind in der Regel disruptiver Natur. Disruptive Innovationen können etablierte Dienstleistungen, Produkte und Geschäftsmodelle in immer kürzeren Zyklen ablösen. Dabei haben Organisationen Herausforderungen, geeignete Ansätze, Dynamiken und Reaktionen in den bestehenden Strukturen zu identifizieren. Dies liegt insbesondere daran, dass an alten Werten, Kulturen und Wertschöpfungsketten festgehalten wird, die in der Regel starr sind und kaum Spielraum für Innovationen ermöglichen. Innovationen werden daher von Branchenneueinsteigern, Start-ups oder agilen Organisationen forciert, deren Innovationen und Geschäftsmodelle tradierte Branchen unter Druck setzen. Daher erfordert die digitale Transformation einen ganzheitlichen Veränderungsprozess für das jeweilige Geschäftsmodell. Durch Digitalisierung und Rekombination von analogen und digitalen Dienstleistungen, wird eine Vielzahl an potenziellen Innovationschancen zur Generierung von neuen Services ermöglicht. Dabei war es für etablierte Organisationen noch nie so einfach, gemeinsam mit Hilfe von branchenfremden Organisationen und weltweiten Kooperationen, neuartige Produkte, Dienstleistungen oder ganze Geschäftsmodelle zu erschaffen.[23]

2.2 Arten der digitalen Transformation

„An dem Thema digitale Transformation (Digitalisierung) kommt man nicht vorbei, weil alle davon sprechen. Unternehmen, die zukunftsfähig bleiben wollen, müssen sich den Veränderungen anpassen und eine eigene Digitalstrategie aufbauen.“[24] Auch wenn bereits einige praktische Annährungsversuche zur Ausgestaltung des Begriffs bestehen, existiert nach wie vor keine einheitliche und abschließende Definition.[25] Die Autoren Schallmo und Rusnjak verschaffen einen ersten Überblick, indem sie die digitale Transformation als einen fundamentalen und ganzheitlichen Veränderungsprozess innerhalb der Gesellschaft und Organisationen, ausgelöst durch den Einsatz von digitalen Technologien, beschreiben.[26] Für Organisationen ist es von elementarer Bedeutung, die veränderten Rahmenbedingungen zu adaptieren und damit die eigenen Prozesse, Dienstleistungen, Produkte sowie das gesamte Geschäftsmodell an die Bedingungen einer vernetzten und digitalisierten Welt anzupassen.[27]

Relevante Veränderungsprozesse im Zuge sich verändernden Marktgegebenheiten, ist für Organisationen keine signifikante Neuheit und grundsätzliche Herausforderung. Allerdings bergen die Radikalität der Veränderungsprozesse im Zuge der digitalen Transformation sowie die betroffenen Leistungsebenen eine äußerst hohe Komplexität. Gepaart mit einem langfristigen Zeitraum und notwendigen technologischen, kulturellen und ökonomischen Veränderungen, stellt die digitale Transformation Organisationen vor massive Herausforderungen. Gleichzeitig wird das gesamte Geschäftsmodell einen Wandlungsprozess durchführen müssen, damit Organisationen auch langfristig existent bleiben können. Organisationen, die einen digitalen Wandel vollziehen, profitieren in der Regel von den Potenzialen der Informationstechnologie, um allen voran die Produktivität und Prozesseffizienz zu maximieren, um damit einen Mehrwert für die eigenen Kunden zu generieren.[28]

Die hervorgerufenen Auswirkungen der digitalen Transformation sind vollumfänglich und bewirken vielfältige Chancen. Gleichzeitig müssen Veränderungsprozesse innerhalb der Organisation angestoßen werden, die wiederum risikobehaftet sind. Organisationen können sich den Herausforderungen stellen, indem sie das eigene Geschäftsmodell innovieren und transformieren, um sich damit langfristig am Markt zu positionieren.

2.2.1 Geschäftsmodell-Innovation

Um sich gegenüber den verändernden Marktgegebenheiten im Zuge der digitalen Transformation wettbewerbsfähig zu positionieren, können Organisationen ein oder mehrere neuartige Geschäftsmodelle entwickeln oder parallel betreiben.[29] Dabei können Geschäftsmodell-Innovationen als eine Weiterentwicklung oder neue Erfindung des bereits existenten Geschäftsmodells beschrieben werden. So kann dies beispielsweise durch den Aufbau einer neuen, ausgelagerten Organisationseinheit vollzogen werden. Ferner kann durch den Einkauf von externen Fachkräften, die wiederum über fremde Kompetenzen verfügen sowie durch einen Zukauf von fremden Geschäftsmodellen, eine Geschäftsmodell-Innovation umgesetzt werden. Letztendlich ist die schnellstmögliche Entwicklung und erfolgreiche Marktpositionierung einer Geschäftsidee, Zielsetzung einer jeden Geschäftsmodell-Innovation. Abschließend gilt es für Organisationen abzuwägen, welches Geschäftsmodell strategisch am Markt erhalten bleiben soll, um die Frage nach der sinnvollen Investition von finanziellen und personellen Ressourcen im Zuge der herausfordernden Ambidexterität zu klären.[30]

[...]


[1] Medium (2019)

[2] Vgl. Hauschildt et al. (2016), S. 4

[3] Vgl. Duncker/Schütte (2018), S. 17

[4] Vgl. Duncker/Schütte (2018), S. 1

[5] Vgl. Granig/Hartlieb/Heiden (2018), S. 73

[6] Vgl. Duncker/Schütte (2018), S. 3

[7] Vgl. Proff/Fojcik (2018), S. 86

[8] Vgl. Petry (2016), S. 22

[9] Appelfeller/Feldmann (2018), S. 194

[10] Granig/Hartlieb/Heiden (2018), S. V

[11] Vgl. Duncker/Schütte (2018), S. 1

[12] Vgl. Duncker/Schütte (2018), S. 17

[13] Hauschildt/Salomo (2016), S.4

[14] Schumpeter (1912)

[15] Vgl. Vahs/Brem (2015), S. 21

[16] Vgl. Disselkamp (2012), S. 21

[17] Vahs/Brem (2015), S. 28

[18] Hauschildt/Salomo (2016), S. 25

[19] Vgl. Duncker/Schütte (2018), S. 2

[20] Duncker/Schütte (2018), S. 5

[21] Vgl. Duncker/Schütte (2018), S. 19

[22] Granig/Hartlieb/Heiden (2018), S. 71

[23] Vgl. Granig/Hartlieb/Heiden (2018), S. 72

[24] Kugler/Anrich (2018), S. V

[25] Vgl. Schallmo/Rusnjak (2017), S. 3

[26] Vgl. Schallmo/Rusnjak (2017), S. 4

[27] Vgl. Kugler/Anrich (2018), S. 1

[28] Vgl. Kugler/Anrich (2018), S. 2

[29] Vgl. Kugler/Anrich (2018), S. 4

[30] Vgl. Westermann/Bonnet/McAfee (2014), S. 44

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Wie gelingt erfolgreiches Innovationsmanagement? Design Thinking im Bankensektor
Hochschule
SRH Fernhochschule  (SRH Fernhochschule)
Veranstaltung
Design Thinking & Innovationsmanagement
Note
1,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
26
Katalognummer
V512507
ISBN (eBook)
9783346103512
ISBN (Buch)
9783346103529
Sprache
Deutsch
Schlagworte
DesignThinking, Design Thinking, Innovationsmanagement, Innovation, Rapid Innovation, Innovationsmethoden, Bank, Finanzindustrie, Versicherung, Innovationsmanagement bei einer Bank, Innovationsmanagement bei einer Versicherung, Disruption, Disruptive Innovationen, hausarbeit, Digitale Transformation, Digitalisierung, Transfromation, Geschäftsmodell-Innovation, Geschäftsmodell-Transformation, Innovationsformen, Geschäftsmodell-Innovation durch Design-Thinking, Chancen durch Design-Thinking, Herausforderungen durch Design Thinking, Veränderungsprozess, Change Management, Change, Management, Leanmanagement, Six Sigma Belt, Projektmanagement, Cultural Change, Changemanagement
Arbeit zitieren
Dominik Badarne (Autor), 2019, Wie gelingt erfolgreiches Innovationsmanagement? Design Thinking im Bankensektor, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512507

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