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Die Frauenquote und ihre Wirkung aus ökonomischer Perspektive

Title: Die Frauenquote und ihre Wirkung aus ökonomischer Perspektive

Seminar Paper , 2016 , 33 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christiane Lieb (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Analyse soll verdeutlichen, dass es sowohl ökonomische als auch nicht-ökonomische Erklärungsansätze dafür gibt, warum Frauen in Führungspositionen noch immer unterrepräsentiert sind und ob die Einführung einer gesetzlichen Quotierung tatsächlich zum gewünschten Erfolg führt. Obwohl die Anzahl berufstätiger Frauen kontinuierlich steigt, ist es schwierig, die noch immer gegenwärtigen Denk- und Verhaltensmuster bezüglich stereotypischer Geschlechtszuschreibungen zu verändern. Diese resultieren aus frühkindlicher Prägung und sind letztendlich auf einen tiefverwurzelten evolutionsbiologischen Ansatz zurückzuführen. Im beruflichen Kontext werden Frauen insbesondere wegen ihres Geschlechts noch immer benachteiligt, was sowohl in einer persönlichen als auch ökonomischen Diskriminierung von Frauen resultiert.

Neben der Darstellung der gewählten Erhebungsmethode einschließlich Ableitung von Hypothesen wird im Rahmen der Literaturanalyse ein Überblick über die für das Themenfeld relevante Literatur gegeben. Kapitel 2 befasst sich mit unterschiedlichen Definitionen des Diskriminierungsbegriffs und wie dieser hinsichtlich des spezifischen Kontextes dieser Arbeit abgegrenzt werden kann. Des Weiteren erfolgt eine Erläuterung des theoretischen Ansatzes in Bezug auf das Thema der Seminararbeit. Zur Beantwortung der Fragestellung dienen als Grundlage unterschiedliche Erklärungsansätze zur Ungleichbehandlung zwischen Männern und Frauen, womit die Ergebnisse der empirischen Untersuchung verknüpft werden.

Die empirische Analyse umfasst Komponenten wie das Untersuchungsdesign, die Vorgehensweise und den Ablauf der Befragung. Kapitel 4 befasst sich im Rahmen der qualitativen Erhebung mit der Frage, ob eine gesetzliche Quote in der Lage ist, die Diskriminierung von Frauen im Beruf zu verringern oder ob eine derartige Maßnahme verstärkt zu deren Diskriminierung beiträgt und somit das Gegenteil bewirkt. Abschließend erfolgt die Diskussion der Ergebnisse der nicht standardisierten Interviews unter Einbezug der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring und der darauf aufbauenden Textinterpretation. Die Ergebnisse der qualitativen Untersuchung werden dargestellt, analysiert und interpretiert. Implikationen für die Praxis und weitere Forschung werden im Ausblick dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 Problemstellung

1.2 Fragestellung und Ziel der Untersuchung

1.3 Methodik

1.4 Hypothesen

1.4.1 Hypothesen nicht-standardisiertes Interview

1.5 Literaturanalyse

2. THEORETISCHER HINTERGRUND

2.1 Der Begriff Diskriminierung

2.2 Theoretische Ansatzpunkte eines betrieblichen Diversity Managements

2.2.1 Unternehmensinterne Umsetzung eines Diversity Managements

2.3 Geschlechtsspezifische Dimensionen als Ursache der Ungleichbehandlung zwischen Männern und Frauen

2.4 Männliche und weibliche Stereotype als ursächliches Merkmal der Ungleichbehandlung

3. EMPIRISCHE ANALYSE

3.1 Untersuchungsdesign

3.2 Beschreibung der Interviewpartner

3.3 Beschreibung des eingesetzten Verfahrens

3.4 Ablauf der Untersuchung

4. ERGEBNISSE

4.2 Ergebnisse der Erhebung der qualitativen Daten in nicht standardisierten Interviews

4.2 Auswertung der Ergebnisse der qualitativen Datenerhebung

5. DISKUSSION

5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse

5.2 Diskussion der Ergebnisse der nicht standardisierten Interviews

5.3 Kritische Betrachtung der Untersuchung

5.4 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit ökonomische und nicht-ökonomische Erklärungsansätze die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen begründen und ob die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote tatsächlich zur Reduktion von Diskriminierung beiträgt oder ob sie kontraproduktive Effekte auslöst.

  • Analyse der Ursachen für die Diskriminierung von Frauen am Arbeitsmarkt.
  • Untersuchung der Wirkung einer gesetzlichen Frauenquote auf die Unternehmenskultur.
  • Vergleich von ökonomischen Theorien mit subjektiven Erfahrungswerten aus Experteninterviews.
  • Hinterfragung von stereotypischen Geschlechterrollen und deren Einfluss auf Karrieremöglichkeiten.
  • Diskussion über Maßnahmen zur Förderung einer echten Gleichstellung jenseits starrer Quoten.

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Begriff Diskriminierung

Der Begriff der Diskriminierung lässt sich auf vielfältige Weise definieren. Diskriminierung drückt sich zudem in verschiedenen Formen aus. So wird der Begriff zum einen offen und direkt beobachtbar angewendet oder aber in einer impliziten, nicht direkt wahrnehmbaren Form zum Ausdruck gebracht. Handelt es sich bei der Benachteiligung von Frauen tatsächlich auch um Diskriminierung oder lediglich um beobachtbare Unterschiede zwischen Männern und Frauen, die auf sehr unterschiedliche Ursachen zurückzuführen sind? Direkte, also willkürliche Diskriminierung liegt beispielsweise im beruflichen Kontext immer dann vor, wenn eine Maßnahme so ausgestaltet ist, dass sie nur von einem Mann oder einer Frau erfüllt werden kann. Diese Art der Diskriminierung ist bis auf wenige Ausnahmen gesetzlich verboten (vgl. Binder 2007, S.25). Handelt es sich um eine Form der ökonomischen Diskriminierung, die auf einem rationalen Gewinnmaximierungsprinzip beruht, diskriminiert der Unternehmer mit „sachlich gerechtfertigtem Grund und nach rationaler Überlegung zwischen Arbeitnehmergruppen“, was wiederum durch unterschiedliche Entlohnungsformen gekennzeichnet ist (vgl. Lundberg, Startz 1983, zit. nach Binder 2007, S.26).

Für die gesamte Gruppe der Frauen liegt jedoch keine Diskriminierung im eigentlichen Sinne vor, wenn einige diskriminiert, andere aber bevorzugt werden. Hingegen kann von ökonomischer Diskriminierung ausgegangen werden, wenn Frauen trotz durchschnittlich gleicher Ausgangsvoraussetzungen schlechter gestellt sind als Männer und ebenso nicht gleich hoch entlohnt werden (vgl. Binder 2007, S.26). In diesem Zusammenhang ist es sinnvoll, von einer Lohndiskriminierung zu sprechen anstatt von einer Geschlechterdiskriminierung bzw. echten Diskriminierung der Frau (vgl. Lechner 1998, S.23, zit. nach Binder, 2007, S.27). Geht es speziell um den Fall von Frauen in Führungspositionen, kann auch hier nicht von Diskriminierung im eigentlichen Sinne ausgegangen werden, sondern vielmehr von einer Arbeitsplatzdiskriminierung (vgl. ebd., S. 24, zit. nach Binder 2007, S.27), welche sich noch weiter in Einstellungs-, Beschäftigungs- und Aufstiegsdiskriminierung unterteilen lässt (vgl. Kapphahn 1994, S.40 f., zit. nach Binder 2007, S.27).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Definiert das Forschungsthema zur Frauenquote, legt die Problemstellung dar und erläutert die methodische Herangehensweise mittels qualitativer Interviews.

2. THEORETISCHER HINTERGRUND: Behandelt ökonomische und soziale Theorien zur Diskriminierung, einschließlich des Konzepts von Diversity Management und geschlechtsspezifischen Rollenbildern.

3. EMPIRISCHE ANALYSE: Beschreibt das qualitative Forschungsdesign, die Auswahl der Interviewpartner und den Ablauf der empirischen Befragung.

4. ERGEBNISSE: Präsentiert die aus den Interviews gewonnenen Erkenntnisse, kategorisiert nach Themenfeldern wie Akzeptanz, Potenzial, Gesellschaft und Diskrepanz.

5. DISKUSSION: Führt die empirischen Ergebnisse mit den theoretischen Ansätzen zusammen, kritisiert die methodische Vorgehensweise und gibt einen Ausblick auf notwendige gesellschaftliche Veränderungen.

Schlüsselwörter

Frauenquote, Diskriminierung, Arbeitsmarkt, Führungspositionen, Geschlechterstereotype, Diversity Management, Humankapitaltheorie, Gleichstellung, Arbeitsplatzdiskriminierung, Karriereverständnis, Qualitative Inhaltsanalyse, Rollenbilder, Unterrepräsentanz, Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit untersucht aus ökonomischer und gesellschaftlicher Perspektive, wie sich eine gesetzliche Frauenquote auf die Diskriminierung von Frauen im Berufsleben auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Themenbereiche der betrieblichen Gleichstellung, die Wirkung von Quotenregelungen, die Bedeutung von geschlechtsspezifischen Stereotypen und die ökonomische Humankapitaltheorie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es zu verdeutlichen, warum Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert sind und ob eine gesetzliche Quotierung als Instrument zur erfolgreichen Diskriminierungsbekämpfung dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein deduktiver Ansatz verfolgt, der durch eine qualitative empirische Analyse in Form von nicht standardisierten Experteninterviews untermauert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Diskriminierungsformen und eine empirische Analyse, in der Expertensichtweisen zu den Themen Akzeptanz, Potenzial und gesellschaftliche Rahmenbedingungen ausgewertet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Frauenquote, Diskriminierung, Führungspositionen, Geschlechterstereotype und Diversity Management.

Wie stehen die Interviewpartner zur gesetzlichen Frauenquote?

Beide Interviewpartner betrachten die Frauenquote kritisch; sie wird als nicht förderlich angesehen, da sie eher Misstrauen schüre, anstatt tief verwurzelte gesellschaftliche Denkmuster aufzubrechen.

Welche Bedeutung kommt dem Rollenbild laut der Analyse zu?

Die Analyse zeigt, dass tief in der Gesellschaft verwurzelte traditionelle Rollenbilder (Ernährer vs. Hausfrau) das Haupthindernis für eine echte Gleichstellung darstellen und eine Quote allein dieses Muster nicht verändern kann.

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Details

Title
Die Frauenquote und ihre Wirkung aus ökonomischer Perspektive
College
(International University of Applied Sciences)
Course
Wirtschaft und Gesellschaft
Grade
1,3
Author
Christiane Lieb (Author)
Publication Year
2016
Pages
33
Catalog Number
V512524
ISBN (eBook)
9783346089854
ISBN (Book)
9783346089861
Language
German
Tags
Frauenquote Diskriminierung Führungspsychologie Management
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christiane Lieb (Author), 2016, Die Frauenquote und ihre Wirkung aus ökonomischer Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512524
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