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Das literarische und musikalische Schaffen Johann Walters. Berücksichtigung der persönlichen Beziehung zu Martin Luther

Title: Das literarische und musikalische Schaffen Johann Walters. Berücksichtigung der persönlichen Beziehung zu Martin Luther

Academic Paper , 2013 , 45 Pages

Autor:in: Wilhelm Schmidt (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Die vorliegende Arbeit würdigt Johann Walter (1496 bis 1570) als Komponisten und evangelischen Theologen. Als "Urkantor der evangelischen Kirche", wie ihn Walter Gurlitt bezeichnete, gründete er in Torgau die erste bürgerliche evangelische Kantorei. 1524 erschien sein "Geystlich Gesanckbuchleyn", das mit 38 mehrstimmig gesetzten Lieder, die meisten von Luther, startete. An Luthers "Deutscher Messe und Ordnung des Gottesdienstes" von 1525 war Johann Walter beratend beteiligt. Auf dem zeitgeschichtlichen Hintergrund wird Walters Werdegang von seine Kindheit bis ins Alter, sowie sein großer Beitrag für die Reformation dargestellt.

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Musik an der Schnittstelle zwischen dem Ende des Mittelalters und dem Beginn der Neuzeit

1.1 Johann Walters musikalische Umwelt

1.2 Der Stellenwert des Gesangs im vorreformatorischen Gottesdienst

1.3 Das reformatorische Verständnis von Musik

2. Johann Walter, der "Urkantor" der evangelischen Kirche

2.1 Lebensbild

2.1.1 Das Kind, der Schüler und Student (1496 – 1518)

2.1.2 Johannes der Singer (1519 – 1525)

2.1.3 Der Stadtkantor zu Torgau (1527 – 1547)

2.1.4 Der Dresdner Hofkapellmeister (1547 – 1553)

2.1.5 Der unbequeme Pensionär (1553 – 1570)

2.2 Das musikalische Schaffen Johann Walters

2.2.1 Das „Geystliche gesangk Buchleyn. Wittemberg. M.D.XXiiij“

2.2.2 Die Deutsche Messe

3. Das literarische Schaffen

3.1 Die Texte der Gesangbuchlieder Walters

3.2 Das „Lutherepos“

3.3 Die Epitaphien

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das musikalische und literarische Wirken von Johann Walter, dem sogenannten "Urkantor" der evangelischen Kirche, und beleuchtet dabei insbesondere seine enge persönliche und fachliche Beziehung zu Martin Luther. Das primäre Ziel der Forschung ist die Einordnung Walters als Vermittler und Umsetzer reformatorischer Ideen in die musikalische Praxis sowie die Analyse seines Beitrags zur Entwicklung des evangelischen Kirchenliedes.

  • Die musikalischen Einflüsse und die kulturelle Schnittstelle zwischen Mittelalter und Neuzeit.
  • Die Entwicklung des evangelischen Gemeindegesangs und das Wirken als Kantor.
  • Das Verständnis von Musik als theologisches Werkzeug bei Luther und Walter.
  • Die Analyse der kompositorischen Arbeit im "Geistlichen Gesangbüchlein" und der "Deutschen Messe".
  • Das literarische Schaffen Walters, inklusive seiner Lehrgedichte und Epitaphien.

Auszug aus dem Buch

1.1 Johann Walters musikalische Umwelt

Johann Walters Zeitgenossen waren u. a. der Königsberger Hofkapellmeister Hans Kugelmann (Mel. zu „Nun lob mein Seel den Herren“, EG 289), der Münchner Komponist Ludwig Senfl (Mel. zu „Es wolle Gott uns gnädig sein“, EG 280), sowie der Hauptvertreter der "Dritten niederländischen Schule", Josquin Desprez (ca. 1450 - 1521). Die beiden letzteren Komponisten hat auch Luther überaus geschätzt.

Zu Johann Walters Zeiten hatte sich die Musik dem Zeitgeist der Renaissance geöffnet. Die sog. "Dritte niederländischen Schule" mit J. Desprez hat die mehrstimmige Gesangsmusik in allen Formen (Messe, Motette; Kanon, Fuge) weiter entwickelt, indem sie sich allmählich vom strengen Kontrapunkt löste und bereits individuelle Stimmungs- und Gefühlsgehalte wiedergeben konnte. Die Musik der Renaissance entdeckte das individuelle Kunstwerk, das Verhältnis zum Wort, zur Sprache und deren Gefühlswelt und suchte sie in Formensprache, Deklamation und Ausdruck wiederzugeben. Die Musik des Mittelalters, etwa die ars contrapuncti oder die Kanontechnik, hatte demgegenüber keine unmittelbare Beziehung zum Text,

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung Johann Walters als Urkantor ein und betont seine Rolle für das frühe evangelische Gesangbuch.

1. Die Musik an der Schnittstelle zwischen dem Ende des Mittelalters und dem Beginn der Neuzeit: Dieses Kapitel beleuchtet den Wandel der Musikkultur und den Stellenwert des Gesangs unter dem Einfluss der Reformation.

2. Johann Walter, der "Urkantor" der evangelischen Kirche: Hier wird der Lebensweg Walters nachgezeichnet, von seiner Ausbildung bis zu seinen Ämtern in Torgau und Dresden, sowie sein kompositorisches Werk analysiert.

3. Das literarische Schaffen: Das Kapitel untersucht Walters Texte, darunter seine Gesangbuchlieder, das Lutherepos und die Epitaphien als Ausdruck seiner theologischen Bildung.

Schlüsselwörter

Johann Walter, Martin Luther, Reformation, Kirchenmusik, Urkantor, Geistliches Gesangbüchlein, Deutsche Messe, Renaissance, Gemeindegesang, Polyphonie, Kantorei, Theologie, Kirchenlied, Musikgeschichte, Torgau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Leben und Werk von Johann Walter, der als "Urkantor" der evangelischen Kirche gilt, unter besonderer Berücksichtigung seiner Beziehung zu Martin Luther.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Musikgeschichte der Reformationszeit, der Entwicklung des evangelischen Kirchenliedes sowie den musikalischen und literarischen Beiträgen Walters.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, die Rolle Walters als Komponist und Dichter im Kontext der lutherischen Reformation zu würdigen und aufzuzeigen, wie er theologische Inhalte musikalisch umgesetzt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine musik- und kirchengeschichtliche Analyse, die primär auf der Auswertung historischer Quellen, Dokumente, Briefe und musikalischer Lehrgedichte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Musik im Wandel der Zeit, eine biografische Darstellung Walters und eine detaillierte Besprechung seines kompositorischen und literarischen Schaffens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Johann Walter, Reformation, Kirchenmusik, Geistliches Gesangbüchlein, Deutsche Messe und der Einfluss Martin Luthers auf die Musik.

Welche Rolle spielt die "Deutsche Messe" für Johann Walter?

Die "Deutsche Messe" ist ein zentrales Projekt, an dem Walter unter Luthers Anleitung mitwirkte und das maßgeblich die neue Liturgie der evangelischen Kirche prägte.

Warum wird Johann Walter als "unbequemer Pensionär" bezeichnet?

Diese Bezeichnung bezieht sich auf Walters späte Lebensjahre in Torgau, in denen er durch seine kompromisslose gnesiolutherische Haltung in Konflikte mit der lokalen Kirche und dem Rat geriet.

Welche Bedeutung kommt Walters literarischen Texten zu?

Walters Texte, etwa das "Lutherepos", zeugen von einer tiefen theologischen Bildung und dienen als zeitgeschichtliches Zeugnis für die Bewunderung und Treue gegenüber Martin Luther.

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Details

Title
Das literarische und musikalische Schaffen Johann Walters. Berücksichtigung der persönlichen Beziehung zu Martin Luther
Course
Musik Theologie
Author
Wilhelm Schmidt (Author)
Publication Year
2013
Pages
45
Catalog Number
V512560
ISBN (eBook)
9783346099174
ISBN (Book)
9783346099181
Language
German
Tags
schaffen johann walters berücksichtigung beziehung martin luther
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Wilhelm Schmidt (Author), 2013, Das literarische und musikalische Schaffen Johann Walters. Berücksichtigung der persönlichen Beziehung zu Martin Luther, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512560
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