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Die Bedeutung des Gartengestalters Hermann Göritz für die Pflanzenverwendung des 20. Jahrhunderts

Title: Die Bedeutung des Gartengestalters Hermann Göritz für die Pflanzenverwendung des 20. Jahrhunderts

Doctoral Thesis / Dissertation , 2013 , 312 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Antje Dill (Author)

Landscape Management
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Summary Excerpt Details

Welche Einflüsse und Ideen machten Hermann Göritz zu dem was er geworden ist - ein anerkannter Pflanzenkenner, der als einziger freischaffender Landschaftsarchitekt in der DDR leben und arbeiten konnte.

Ausgehend von der Zeit des direkten Kontaktes mit Foerster, Mattern und Hammerbacher in den 1920er bis 1940er Jahren wird die Verknüpfung der Tätigkeit von Göritz mit diesen drei wesentlich bekannteren Gartenarchitekten untersucht. Dabei wird die sich daraus entwickelnde selbständige Arbeit Göritz aufgezeigt. Welche Themen bearbeitete er im Laufe seines Schaffens? Wie entwickelte er sich hinsichtlich seiner Gestaltungen?

Der Schwerpunkt der Untersuchungen liegt dabei nicht im steten Vergleich, sondern es wird herausgearbeitet, welchen eigenen Weg Göritz ging. Letztlich entsteht eine Gesamtschau des Werkes von Hermann Göritz. Resultierend wird festgestellt, welche Bedeutung die Arbeiten von Göritz heute noch haben - kann man von ihm heute noch lernen, welche Faszination geht von seinen Pflanzungen aus, wo kann man sie noch erleben?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Ziel und Hintergrund der Arbeit

Methodik und Herangehensweise

I. Hermann Göritz - Lebensdaten

I.1. Kindheit | Schulzeit 1902-1920

I.2 Berufsausbildung 1921-1927

I.3 Tätigkeit 1927-1992

II. Hermann Göritz und die Arbeitsgemeinschaft Forster-Mattern-Hammerbacher

II. 0 Ziel, These und Methodik des Kapitels

II.1 Bornimer Arbeitskreis

II.1.1 Der Wohngarten zu Beginn des 20. Jahrhunderts - Darstellung der Situation

II.1.2 Personen

II.1.3 Philosophie

II.1.4 Bornimer Stil

II.1.5 Gestaltungsprinzipien - Mattern, Hammerbacher

II.2 Stellung von Hermann Göritz innerhalb der Arbeitsgemeinschaft

II.2.1 Auswahlkriterien

II.2.2 Formensprache

II.2.2.1 Mattern und Hammerbacher

II.2.2.2 Göritz

II.2.2.3 Vergleich Formensprache - Mattern, Hammerbacher mit Göritz

II.2.3 Stauden

II.2.3.1 Pflanzungstypen und Höhenstufen

II.2.3.2 Kurzdarstellung der Pläne

II.2.3.3 Farbkonzept - Blühfolgen - Pflanzen

II.2.3.4 Ergebnis Stauden

II.2.4 Gehölze

II.2.4.1 Darstellung der Pläne mit Gehölzen

II.2.4.2 Gehölzformen und ihre Verwendung

II.2.4.3 Ergebnis Gehölze

II.3. Diskussion - Die Rolle von Göritz bei der Arbeitsgemeinschaft FMH

III. Hermann Göritz als Gestalter im öffentlichen Raum

III.0. Ziel, These und Methodik des Kapitels

III.1 Wohnumfeldgestaltung

III.1.1 Die Situation im Wohnungsbau in der DDR der 1950er-1970er Jahre

III.1.2 Freiflächengestaltung im Wohnungsbau der 1950er-1970er Jahre

III.1.2.1 Regelpflanzpläne

III.1.2.2 Stalinstadt - Eisenhüttenstadt

III.2 Pflanzungen in öffentlichen Parks

III.2.1 Gartenschauen - iga Erfurt

III.2.1.1 Geschichte des Geländes

III.2.1.2 Neuheiten und bewährte Stauden

III.2.1.3 Foerster-Garten

III.2.1.4 Garten der Rosaceen in Erfurt

III.2.2 Weitere Projekte im öffentlichen Raum

III.3 Diskussion

IV. Hermann Göritz als Gestalter privater Gärten

IV.0 Ziel, These und Methodik des Kapitels

IV.1 Göritz Tätigkeit als Pflanzplaner nach 1945

IV.2 Planauswahl

IV.3 Formensprache

IV.3.1 Formensprache der 50er Jahre

IV.3.2 Formnsprache der 60er Jahre

IV.3.3 Formensprache der 70er Jahre

IV.3.4 Formensprache der 80er Jahre

IV.3 5 Zusammenfassung Formensprache

IV.4 Staudenverwendung

IV.4.1 Einteilung nach Lage und Funktion

IV.4.1.1 Pflanzungen am Haus

IV.4.1.2 Pflanzungen an der Terrasse

IV.4.1.3 Grosse Staudenpflanzung

IV.4.1.4 Sonderformen Rosenfeld und Preiss

IV.4.2 Einteilung nach Standort

IV.4.2.1 Steppe,Sandflur

IV.4.2.2 Steingarten

IV.4.2.3 Beet und frei gestaltete Fläche

IV.4.2.4 Halbschatten und Schatten

IV.4.2.5 Wasser, Sumpf und Ufer

IV.4.3 Farben, Beetaufbau, Arten und Sorten in den Pflanzplänen von Hermann Göritz

IV.4.3.1 Farben

IV.4.3.2 Beetaufbau und Gestaltungsprinzipien

IV.4.3.3 Arten und Sorten

IV.4.3.4 Die Rolle der Gräser

IV.5 Gehölzverwendung

IV.5.1 Funktion und Struktur

IV.5.1.1 Rahmen und Sichtschutz

IV.5.1.2 Begleitung

IV.5.1.3 Raumbildung

IV.5.1.4 Abgrenzung

IV.6 Bräuer und Petersen - Gegensätzliche Gestaltungen

IV.7 Kombination von Gehölzen und Stauden

IV.8 Gestalterische Ansätze von Hermann Göritz bei der Planung von Privatgärten

V. Schlussdiskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Leben und Wirken von Hermann Göritz als Landschaftsarchitekt mit einem besonderen Fokus auf seiner Rolle als Pflanzplaner. Das Ziel ist es, Göritz’ gestalterischen Weg zu würdigen, seine Einflüsse aus dem Bornimer Kreis zu analysieren und festzustellen, welche Bedeutung seine Arbeiten für die Entwicklung der Pflanzverwendung im 20. Jahrhundert haben.

  • Biografie und Lebensdaten von Hermann Göritz
  • Die Rolle von Göritz in der Arbeitsgemeinschaft Foerster-Mattern-Hammerbacher
  • Pflanzstrategien in privaten Gärten und im öffentlichen Raum
  • Analyse der Formensprache und Pflanzenverwendung über mehrere Jahrzehnte
  • Bedeutung der Kombination von Stauden und Gehölzen sowie der Einsatz von Gräsern

Auszug aus dem Buch

I.1 KINDHEIT | SCHULZEIT 1902-1920

Hermann Göritz wird am 16.9.1902 in Krone an der Brahe (ehem. Provinz Westpreußen) als Sohn des Försters Walter Franz August Göritz und Frau Emmi Amalie Luise Göritz geboren. Die Liebe des Vaters galt der Natur, die Mutter war sehr gebildet und sang gern und wohl auch gut.

„Unser Vater war ein Landschaftsmensch durch und durch. ‚Oberförster kann man nur in Ostpreußen oder Schlesien sein, anderswo stinkt es zu sehr nach Menschen.‘(Vater Göritz).“

„Wie die Hochzeitsbilder ausweisen, könnte man sie als schöne und stattliche Frau bezeichnen. Vater hatte eine mittlere Größe und ein markantes Männergesicht.“

Die Mutter war zuständig für den Haushalt, den Garten und die Angestellten. Der Vater nahm die Kinder gern mit in den Wald und erklärte ihnen die Pflanzen- und Tierwelt. Aufgrund der starken Naturverbundenheit des Vaters, erlebte Göritz als Kind sehr früh und intensiv die Tier und Pflanzenwelt. Der Beruf des Vaters brachte mehrfach Ortswechsel der Familie mit sich. Im Jahr 1909 zieht die Familie in die Oberförsterei Neu Lubönen (40 km östlich von Tilsit an der Memel nahe der Grenze zu Russland). Dort lebte die Familie 5 Jahre bis zum Ausbruch des 1.Weltkrieges. Hier beginnen genaue Erinnerungen von Hermann Göritz an Landschaft, Haus und Menschen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Hermann Göritz - Lebensdaten: Detaillierte Betrachtung der Biografie von Hermann Göritz, von seiner Kindheit in forstlich geprägter Umgebung bis hin zu seiner beruflichen Entwicklung.

II. Hermann Göritz und die Arbeitsgemeinschaft Forster-Mattern-Hammerbacher: Analyse der prägenden Zeit im Bornimer Arbeitskreis und der Zusammenarbeit mit Foerster, Mattern und Hammerbacher.

III. Hermann Göritz als Gestalter im öffentlichen Raum: Untersuchung seiner Pflanzplanungen für Wohnumfeldgestaltung und öffentliche Parks wie die iga in Erfurt.

IV. Hermann Göritz als Gestalter privater Gärten: Detaillierte Auswertung seiner Pflanzkonzepte für Privatgärten über mehrere Jahrzehnte unter Berücksichtigung von Stauden- und Gehölzverwendung.

V. Schlussdiskussion: Zusammenfassende Bewertung der gestalterischen Bedeutung von Hermann Göritz für die Gartenkunst des 20. Jahrhunderts.

Schlüsselwörter

Hermann Göritz, Gartenkunst, Landschaftsarchitektur, Pflanzenverwendung, Bornimer Kreis, Stauden, Gehölze, Karl Foerster, Wohnumfeldgestaltung, Gartendenkmalpflege, Pflanzplan, DDR, Wohngarten, Gestaltungsgrundsätze, Landschaftsgestaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Dissertation?

Die Arbeit widmet sich dem Lebenswerk des Landschaftsarchitekten Hermann Göritz und analysiert seine Bedeutung für die Gartenkunst und Pflanzverwendung des 20. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Einflüsse des Bornimer Kreises, die Entwicklung von Pflanzkonzepten für öffentliche und private Räume sowie die speziellen Anforderungen der DDR-Wohnumfeldgestaltung.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, das Werk von Göritz zu würdigen, seinen gestalterischen Weg nachzuzeichnen und aufzuzeigen, wie er Wissen über Pflanzenkenntnis in innovative Pflanzpläne umsetzte.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?

Die Arbeit basiert primär auf der Auswertung des umfangreichen, unsortierten Nachlasses von Hermann Göritz in der Staatsbibliothek zu Berlin sowie auf der Analyse zahlreicher Pflanzpläne aus verschiedenen Jahrzehnten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Tätigkeitsphasen: die Zeit in der Arbeitsgemeinschaft FMH, Arbeiten im öffentlichen Raum und schließlich die Gestaltung privater Gärten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Pflanzenverwendung, Stauden- und Gehölz-Kombination, raumbildende Pflanzungen, Bornimer Stil und Denkmalpflege.

Welche Rolle spielte Karl Foerster für Göritz?

Karl Foerster war ein entscheidender Mentor und prägte Göritz durch seine Philosophie einer naturnahen Pflanzverwendung und sein reiches Staudensortiment, das Göritz als Grundlage seiner Planungen nutzte.

Wie unterscheidet sich die Gestaltung von öffentlichen Anlagen und privaten Gärten bei Göritz?

Die Pflanzungen für den öffentlichen Raum im Wohnungsbau waren oft pflegeleichter und kostengünstiger konzipiert, während private Gärten eine größere Vielfalt an Arten und eine individuellere, auf den Besitzer abgestimmte Gestaltung zuließen.

Excerpt out of 312 pages  - scroll top

Details

Title
Die Bedeutung des Gartengestalters Hermann Göritz für die Pflanzenverwendung des 20. Jahrhunderts
College
Technical University of Berlin
Grade
2,0
Author
Antje Dill (Author)
Publication Year
2013
Pages
312
Catalog Number
V512596
ISBN (eBook)
9783346181787
ISBN (Book)
9783346181794
Language
German
Tags
Pflanzenverwendung Hermann Göritz Gartengestaltung Karl Foerster Bornimer Kreis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Antje Dill (Author), 2013, Die Bedeutung des Gartengestalters Hermann Göritz für die Pflanzenverwendung des 20. Jahrhunderts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512596
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