Hospitalismus. Zwischenmenschliche Kontakte als Existenznotwendigkeit


Hausarbeit, 2002
15 Seiten, Note: gut

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Hospitalismus

3. Ursachen des Hospitalismus

4. Folgen von Hospitalismus

5. Die frühe Mutter-Kind-Beziehung

6. Das Frühgeborene und seine Eltern

7. Untersuchung von Rene A. Spitz

8. Die Bedeutung des Krankseins für das Kind

9. Untersuchung mit Rhesusaffen zum Thema Hospitalismus

10. Wie vermeide ich Hospitalismus bei Säuglingen und Kleinkindern?

11. Psychohygiene im Krankenhaus

12. Literaturangabe

1. Einleitung

Wir leben in einer Zeit, in der zwischenmenschliche Kontakte und Kommunikation immer weniger werden. Die Technikermöglicht es uns immer mehr, auf die Hilfe und Nähe anderer Personen zu verzichten.

Wie existenznotwendig es jedoch ist, von anderen Personen um- und versorgt zu werden, möchten wir am Thema Hospitalismus deutlich machen.

2. Definition Hospitalismus

Hospitalismus, das heißt die durch einen Krankenhaus- oder Heimaufenthalt an einem Patienten verursachten Schäden, die sich nicht ursächlich auf dessen Grundkrankheit zurückführen lassen.

( Das Kind als Patient im Krankenhaus von Jürgen V. Troschke, Ernst Reinhardt Verlag München Basel, Band 4, Seite 14)

Hospitalismus bezeichnet eine Gefühlsmangelerkrankung, die durch Anstaltserziehung oder Anstaltsaufenthalte eine bedingte Schädigung bei Kindern und auch bei Erwachsenen hervorruft.

Der Begriff Hospitalismus ist nur insoweit einseitig, als bei mangelnder Geborgenheit es auch bei der Mutter zu einem Hospitalismus kommt, der in gutem Klinikaufenthalt behoben werden kann. Vor allem tritt bei Kindern die ohne Mutter, bzw. ohne Familienumwelt („Nestwärme“) aufwachsen, Kontaktarmut in Erscheinung.

(Quelle: Dorsch, Psychologisches Wörterbuch, Huber Verlag 1998)

3. Ursachen des Hospitalismus

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4. Folgen von Hospitalismus

Um Hospitalismus vermeiden zu können, muß man erkennen bzw. verstehen wodurch er entsteht.

Hospitalismus ist eine Folge des Entzuges menschlicher Fürsorge. Ein Liebesentzug durch die Bezugspersonen und das Fehlen sozialer Bindung und Vorbildern. Hospitalismus kann durch Vereinsamung und Eintönigkeit des Umfeldes sowie des Tagesablaufes hervorgerufen werden.

„Das kranke Kind erfährt seine Krankheit nicht nur als eine Störung im Bereich des Körpers und der Körperfunktionen. Vielmehr erlebt das kranke Kind sich in seinem körperlichen, seelischen, geistigen und sozialen Bereich als hilfedürftig, weil es Schmerzen hat, sich in der neuen unbekannten Umgebung fremd fühlt, oftmals seine vertrauten Bezugspersonen vermisst und ohne seinem vertrauten Spielzeug sich beschäftigen soll. Dem kranken Kind fehlt etwas, es vermisst etwas, was mehr ist als die Gesundheit.“

(Mutter und Kind im Krankenhaus von Gerd Biermann, Ernst Reinhardt Verlag München Basel, Band 4, Kapitel 11.Aufgaben des außerschulischen Heilpädagogen in der Kinderklinik Seite 75)

Die körperlichen und psychischen Schäden, die einem langzeitigen Heim- oder Krankenhausaufenthalt folgen können, lassen sich einteilen in direkte Folgen und Spätfolgen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Hospitalismus. Zwischenmenschliche Kontakte als Existenznotwendigkeit
Hochschule
Universität Kassel  (Sozialpädagogik)
Veranstaltung
Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen
Note
gut
Autor
Jahr
2002
Seiten
15
Katalognummer
V5126
ISBN (eBook)
9783638131193
Dateigröße
503 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hospitalismus / Verhaltensauffälligkeit
Arbeit zitieren
Saskia Schumann (Autor), 2002, Hospitalismus. Zwischenmenschliche Kontakte als Existenznotwendigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5126

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