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Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen

Title: Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen

Term Paper , 2002 , 15 Pages , Grade: 1,5 (gut)

Autor:in: Saskia Schumann (Author)

Social Work
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Definition von Essstörungen

Laut Experten ist es sehr schwierig zu definieren, was eine "Essstörung" und was ein "normales" Essverhalten ist.
Kriterien für Essstörungen wurden von der American Psychatric Association in ihrem "Diagnostic Statistical Manual of Mental Disorders" (DSM VI) wie folgt benannt:
"Essstörungen sind nach DMS VI durch schwere Störungen des Essverhaltens gekennzeichnet. Es wird hauptsächlich zwischen "Anorexia nervosa" und "Bulimia nervosa" unterschieden."
Einfache "Adipositas" (Fettleibigkeit) ist als medizinischer Krankheitsfaktor aufgeführt, erscheint aber nicht unter Essstörungen, da bisher kein Nachweis vorliegt, dass sie mit einem psychischen oder Verhaltenssyndrom einhergeht.
Es gibt Menschen, die essen unregelmäßig und nehmen in bestimmten Abständen große Mengen Nahrung zu sich, oder "vergessen" das Essen zu anderen Zeiten.
Heißhungeranfälle, Diäten oder starke Kontrolle der Nahrungsaufnahme im Sinne einer gesundheitsbewussten Lebensführung sind vielen Menschen sehr vertraut. Ob diese Verhaltensweisen allerdings als "Essstörungen" eingeordnet werden können oder müssen, erscheint fragwürdig und ist abhängig von sozialen und kulturellen Normierungen.
Extremformen dieser Verhaltensweisen lassen sich allerdings als "Esssüchte" bezeichnen.
Etwas das Esssüchte gemeinsam haben, ist die extreme - zu starke oder zu geringe - Selbstkontrolle von Hunger und Appetit.
Das Leben der Esssüchtigen dreht sich zwanghaft um das Essen oder Nichtessen. Sie können nicht mehr genießen und einen gesunden Hunger oder Appetit kennen sie nicht mehr.
Essen wird verbunden mit Scham- und Schuldgefühlen, der Angst zuzunehmen und dem Empfinden zu versagen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Definition von Essstörungen

2. Anorexia nervosa (Magersucht)

2.1 Mögliche Ursachen für Magersucht:

2.2 Körperliche Folgeschäden:

3. Adipositas (Esssucht)

3.1 Mögliche Ursachen für Esssucht:

3.2 Körperliche Folgeschäden:

4. Die soziale Bedeutung des Essens

5. Die Bedeutung des Körpers und der Einfluss der Gesellschaft

6. Essstörungen und Kultur

7. Essstörungen und soziale Schichtzugehörigkeit

8. Interview mit dem Sozialpädagogen Herrn Kunert

8.1 Was gilt gesellschaftlich als „Normal“?

8.2 Welche gesellschaftlichen Vorurteile gibt es gegenüber „dicken“ Menschen?

8.3 Welche gesellschaftlichen Vorurteile gibt es gegenüber „dünnen“ Menschen?

8.4 Kann man „Dick“ und „Dünn“ in spezielle gesellschaftliche Schichten / Klassen einordnen?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Phänomen von Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Dabei liegt der Fokus darauf, die medizinischen Definitionen mit den sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Einflussfaktoren zu verknüpfen, um die Entstehung und Aufrechterhaltung von Essstörungen besser zu verstehen.

  • Medizinische und psychologische Einordnung von Essstörungen wie Anorexia nervosa und Adipositas
  • Einfluss gesellschaftlicher Schönheitsideale und medialer Prägung auf das Körperbild
  • Die Rolle sozialer Schichtzugehörigkeit bei der Entwicklung von Essverhalten
  • Praktische Einblicke durch Experteninterviews zum therapeutischen Umgang mit betroffenen Jugendlichen

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung des Körpers und der Einfluss der Gesellschaft

„In verschiedenen Epochen, Religionen, Sozialstrukturen, Altersgruppen etc. kann sich das Körperwissen und die damit verbundenen Prozesse der Selbstdarstellung über den Körper in sehr unterschiedlicher Weise ausdifferenzieren. Der Körper spielt in der sozialen und individuellen Konstruktion von Geschlechtsangehörigkeit eine zentrale Rolle“.(Helga Bilden, Neues Handbuch der Sozialisationsforschungen, Weinheim 1991)

Der Körper ist die Hülle des Menschen und Symbol für Mann- und Frausein. Man stellt sich durch den Körper dar und nimmt Dinge über ihn wahr.. Man hat durch ihn die Möglichkeit in der Gesellschaft aufzufallen oder unauffällig zu bleiben.

Allerdings bestimmt meist die Gesellschaft was auffällig und was unauffällig ist. Somit unterliegt man dem gewissen Zwang, den Vorstellungen der Gesellschaft zu entsprechen, um nicht zu auffällig zu werden.

Dies kann für Menschen mit Essstörungen allerdings zu einem Problem werden, da sie durch ihr zu dünnes oder zu dickes Auftreten besonders ins Auge fallen, ohne es zu wollen. Die Formen des Körpers, ob zu rund oder zu dünn, können bewusst oder unbewusst als Notsignale eingesetzt werden. Bei Jugendlichen kann die Kontrolle der körperlichen Erscheinung durch die Nahrungsaufnahme ein wesentlicher Bestandteil der Selbstpräsentation sein.

Zusammenfassung der Kapitel

Definition von Essstörungen: Es werden grundlegende Schwierigkeiten der medizinischen Definition von Essstörungen erläutert und die Abgrenzung zu „normalem“ Essverhalten problematisiert.

Anorexia nervosa (Magersucht): Dieses Kapitel beleuchtet die Merkmale, Ursachen sowie die schwerwiegenden körperlichen Folgen der Magersucht bei Jugendlichen.

Adipositas (Esssucht): Hier werden die Hintergründe der Esssucht sowie deren Abgrenzung zu einfachem Übergewicht und die damit verbundenen psychischen und physischen Leiden diskutiert.

Die soziale Bedeutung des Essens: Die Arbeit analysiert, wie Essen als Ausdruck sozialer Praktiken fungiert und wie materielle Bedingungen das Essverhalten prägen.

Die Bedeutung des Körpers und der Einfluss der Gesellschaft: Der Fokus liegt hier auf dem gesellschaftlichen Druck durch Schönheitsideale und der Rolle der Medien bei der Entstehung von Körperbildstörungen.

Essstörungen und Kultur: Es wird untersucht, inwiefern historische und kulturelle Hintergründe die Wahrnehmung von Nahrungsverzicht und Gewicht beeinflussen.

Essstörungen und soziale Schichtzugehörigkeit: Dieses Kapitel thematisiert den Zusammenhang zwischen sozialem Status, Bildungsgrad und dem Auftreten spezifischer Essstörungen.

Interview mit dem Sozialpädagogen Herrn Kunert: Ein Experte gibt praxisnahe Einblicke in den Alltag einer psychosomatischen Station und die Behandlung betroffener Jugendlicher.

Schlüsselwörter

Essstörungen, Anorexia nervosa, Adipositas, Magersucht, Esssucht, Pubertät, Schlankheitswahn, Sozialisation, Körperbild, Medieneinfluss, psychosomatische Behandlung, Essverhalten, soziale Schichtung, Prävention, Selbstkontrolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und den Auswirkungen von Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen unter Berücksichtigung medizinischer, sozialer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Störungsbildern Anorexia nervosa und Adipositas sowie dem Einfluss von Medien, Gesellschaft und sozialer Herkunft auf das Essverhalten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Essstörungen nicht nur als isoliertes medizinisches Problem, sondern als tief im sozialen und gesellschaftlichen Umfeld verwurzelte Phänomene darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse fachwissenschaftlicher Literatur sowie auf ein Experteninterview mit einem Sozialpädagogen einer psychosomatischen Station.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die klinischen Merkmale der verschiedenen Essstörungen, ihre Ursachen, die gesellschaftliche Bedeutung des Körpers und die Rolle von Medien bei der Etablierung von Schlankheitsidealen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Essstörungen, Körperbild, Magersucht, Adipositas, Sozialisation und Medieneinfluss.

Warum spielt die soziale Schicht eine Rolle bei Essstörungen?

Die Arbeit legt dar, dass unterschiedliche soziale Schichten verschiedene Ideale und Möglichkeiten haben, was sich in der Ausprägung der Essstörungen (z. B. Anorexie vs. Adipositas) widerspiegelt.

Welche Rolle spielt das Interview mit Herrn Kunert für die Arbeit?

Das Interview liefert praxisnahe Einblicke in die therapeutische Realität, die Dauer von Klinikaufenthalten und die Erfolgschancen bei der Behandlung von Jugendlichen mit Essstörungen.

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Details

Title
Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen
College
University of Kassel  (Fachbereich Sozialpädagogik)
Course
Krankheit und Gesellschaft
Grade
1,5 (gut)
Author
Saskia Schumann (Author)
Publication Year
2002
Pages
15
Catalog Number
V5127
ISBN (eBook)
9783638131209
Language
German
Tags
Essstörungen / gesellschaftliches Phänomen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Saskia Schumann (Author), 2002, Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5127
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