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Zur Verwendung von schriftlichen Quellen im Geschichtsunterricht

Title: Zur Verwendung von schriftlichen Quellen im Geschichtsunterricht

Seminar Paper , 2004 , 31 Pages , Grade: 1

Autor:in: Thomas Oliver Schindler (Author)

Didactics - History
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Summary Excerpt Details

„Seit gut 200 Jahren diskutieren Universitätsprofessoren, Gymnasiallehrer und Schulmänner über Sinn und Grenzen des Einsatzes von Quellen im Unterricht“ . Zum Zwecke der Dokumentation dieser Diskussion mit dem Ziel einer Übersicht über die Errungenschaften dieser zwei Jahrhunderte sei die vorliegende Arbeit zu verstehen. Bei dieser Übersicht ist weniger die lückenlose Vollständigkeit hinsichtlich der Dokumentation von erschienenen Publikationen angestrebt, sondern mehr die Berücksichtigung der Fortentwicklung der fachdidaktischen Fortschritte auf diesem Gebiet vom Beginn der Diskussion bis in unsere Tage. Um den Rahmen der Arbeit nicht zu sprengen, gliedert sich diese in einen zusammenfassenden historischen Teil zur Quellenverwendung von den Anfängen bis zu den1970ern, der sich hauptsächlich am Forschungsbericht Gerhard Schneiders orientiert, und einem aktuellen Forschungsbericht von den 1970ern bis heute. Als Ergebnis soll neben der Übersicht im Rahmen einer Zusammenfassung der Fortschritt auf dem Gebiet der Quellendidaktik bewertet und zukünftige Tendenzen prognostiziert werden.

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Gliederung

1. Vorbemerkung

2. Zur Geschichte der Quellenverwendung

3. Forschungsbericht zu den Publikationen der Quellenverwendung seit 1970

4. Zusammenfassung

5. Literatur

Zielsetzung und Themenfelder

Diese Arbeit bietet einen Forschungsbericht zur Entwicklung und didaktischen Verwendung von schriftlichen Quellen im Geschichtsunterricht. Ziel ist es, die fachdidaktische Diskussion der letzten 200 Jahre nachzuzeichnen, aktuelle methodische Ansätze zu analysieren und eine Bewertung der Fortschritte sowie zukünftiger Tendenzen in der Quellendidaktik vorzunehmen.

  • Historische Entwicklung der Quellenbenutzung von den Anfängen bis 1970
  • Analyse zentraler fachdidaktischer Publikationen seit 1970
  • Methodische Ansätze der Quelleninterpretation und deren Rolle im Unterricht
  • Kontroversen um das Verhältnis von Geschichtserzählung und Quellenarbeit
  • Bedeutung der Quellenarbeit für die Förderung kritischer Kompetenzen

Auszug aus dem Buch

3. Forschungsbericht zu den Publikationen der Quellenverwendung seit 1970

1994 schreibt Gerhard Schneider retrospektiv: „Seit der Geschichtsunterricht auf Quellenbasis in den siebziger Jahren im Zuge der Reform des Geschichtsunterrichts die künstlerisch gestaltete Geschichtserzählung als Leitmedium weitgehend verdrängt hat und zahlreiche im Druck erschienene Unterrichtsbeispiele auf Quellenbasis zeigten, wie und an welcher Stelle im Unterricht Quellen Verwendung finden können, wollte es vielen scheinen, als sei die Arbeit mit (schriftlichen) Quellen das Leichteste der Welt, noch dazu das Allheilmittel gegen (fast) alle Defekte des Geschichtsunterrichts“35. Diese von Schneider referierte These der 1970er gilt es hier im Hauptteil anhand von ausgewählten Beiträgen zu überprüfen, die Kontroversen und Diskussionen der laufenden Jahre erkennbar zu machen und die Tendenzen bis heute aufzuzeigen.

1971 fasst Joachim Rohlfes in seinem GWU-Beitrag „Kategorien des Geschichtsunterrichtes“ die Problematik der Quellenauswahl zusammen, u.a. basierend auf einer Studie der 1960er Jahre36 sei er der Auffassung, daß der in Deutschland bis dato übliche Geschichtsunterricht durch die Mehrzahl der Quellensammlungen und Texten in den Geschichtsbüchern ein Geschichtsbild vermittelt, welches dem Schüler fälschlich vorführe, daß „fast ausschließlich die ‚großen Männer’ die Geschichte machen und von der großen Zahl der Namenlosen kaum die Rede ist“37. Die Struktur der Geschichte werde schon in der Auswahl der Quellen verfälscht, wenn nicht auch die kleinen Leute als Träger gesellschaftlicher Rollen, Angehöriger sozialer Gruppen mit gemeinsamen Zielen und Problemen in einem „Ineinander von überindividuellen Wirkungszusammenhängen“38 dargestellt würden. Nicht nur für diesen ‚sozialgeschichtlichen’ Aspekt seien Quellen zur Anschauung unabdingbar, sondern auch um grundsätzlich beispielhaft ins Detail zu gehen und somit „innere Anschauung“39, das Hineinversetzen in die Gedanken historischer Personen, Gruppen und Situationen, um dadurch den strikten Gegenwartsbezug der Schüler zur historischen Multiperspektivität hin aufzulockern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkung: Einführung in die Zielsetzung der Arbeit, die den Verlauf der fachdidaktischen Debatte über den Einsatz von Quellen im Unterricht dokumentieren und bewerten möchte.

2. Zur Geschichte der Quellenverwendung: Historischer Rückblick auf die Entwicklung der Quellenarbeit von den Anfängen bis in die 1970er Jahre, unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses politischer Vorgaben.

3. Forschungsbericht zu den Publikationen der Quellenverwendung seit 1970: Detaillierte Analyse der fachdidaktischen Fachliteratur und der Kontroversen zur Quelleninterpretation, der Rolle der Geschichtserzählung und der methodischen Anforderungen.

4. Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung, die den Fortschritt in der Quellendidaktik resümiert und die Bedeutung der Quellenarbeit als zentrales Element reflektierten historischen Lernens hervorhebt.

5. Literatur: Verzeichnis der in der Arbeit zitierten Quellen und weiterführenden fachdidaktischen Publikationen.

Schlüsselwörter

Geschichtsdidaktik, Quellenarbeit, Quelleninterpretation, Geschichtsunterricht, historische Methode, Quellendidaktik, Ideologiekritik, Geschichtserzählung, Historisches Bewusstsein, Quellenkritik, Multiperspektivität, fachdidaktische Publikationen, Unterrichtspraxis, Historizität, Arbeitsunterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Verwendung von schriftlichen Quellen im Geschichtsunterricht in Deutschland, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Zeitraum seit 1970 liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Mittelpunkt stehen die didaktische Legitimation der Quellenarbeit, methodische Verfahren der Interpretation, die Kontroverse zwischen Quellenorientierung und erzählendem Unterricht sowie die Anforderungen an eine angemessene Quellenwahl.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine wissenschaftliche Übersicht der Errungenschaften der Fachdidaktik auf diesem Gebiet, die Bewertung des erreichten Fortschritts und die Prognose zukünftiger Tendenzen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine bibliographische Aufarbeitung und Inhaltsanalyse einschlägiger fachdidaktischer Publikationen und Forschungsberichte der letzten Jahrzehnte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Überblick bis 1970 und einen ausführlichen Forschungsbericht, der die Fachdiskussion und die methodischen Debatten (z.B. bei Pandel, Rohlfes, Schneider) seit 1970 analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Geschichtsdidaktik, Quellenarbeit, Quelleninterpretation, Ideologiekritik und historisches Bewusstsein.

Wie unterscheidet sich die Arbeit von älteren Quellenbüchern?

Die Arbeit reflektiert kritisch die Gefahr der Manipulation durch "Quellenmontagen" und betont, dass Quellenarbeit nicht als Allheilmittel, sondern als methodisch reflektierter Lernprozess verstanden werden muss.

Warum wird die Rolle der "Geschichtserzählung" so intensiv diskutiert?

Die Debatte dreht sich um das Spannungsfeld zwischen anschaulicher Erzählung und wissenschaftlich-kritischer Quellenarbeit; die Arbeit zeigt, dass beide Ansätze im modernen Unterricht sinnvoll kombiniert werden sollten, statt ein "Entweder-oder" zu erzwingen.

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Details

Title
Zur Verwendung von schriftlichen Quellen im Geschichtsunterricht
College
LMU Munich  (Institut für Geschichtsdidaktik)
Course
Einführung in die Fachdidaktik
Grade
1
Author
Thomas Oliver Schindler (Author)
Publication Year
2004
Pages
31
Catalog Number
V51285
ISBN (eBook)
9783638472975
ISBN (Book)
9783638693004
Language
German
Tags
Verwendung Quellen Geschichtsunterricht Einführung Fachdidaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Oliver Schindler (Author), 2004, Zur Verwendung von schriftlichen Quellen im Geschichtsunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51285
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