Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Selbstvermarktung im aktuellen Musikmarkt vor dem Rahmen von Umbrüchen in Veröffentlichungsprozessen. Schlüsselfaktoren, Vor- und Nachteile werden herausgearbeitet. Darauf aufbauend wird eine Handlungsempfehlung als Leitfaden für selbstvermarktende Musikkünstler konzeptioniert. Methodisch wird in dieser Arbeit auf eine Mischform aus Literaturanalyse und empirischer Untersuchung gesetzt. Dazu werden die von den Quellen bereitgestellten Daten benutzt. In der Arbeit kann gezeigt werden, dass Künstler heute durch die Möglichkeiten der Digitalisierung nicht mehr zwangsläufig in einer Abhängigkeit von großen Plattenfirmen stehen. Die Selbstvermarktung ist dabei, sich als ernstzunehmende Alternativform der Musikveröffentlichung zu etablieren, wie auch die herangezogenen Umsatzzahlen zeigen können. In Bezug auf die Thematik sind Veränderungen und Anpassungen im Berufsbild von professionell Tätigen im Musik- und Audiosektor als aktive Reaktion notwendig.
Die Musikindustrie ist einem ständigen Wandel unterlegen. Dieser lässt sich in drei Phasen unterteilen. Die derzeitige, dritte Phase hat in den 1980er Jahren mit der Digitalisierung begonnen. Jene hatte und hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Veröffentlichung von Musik. Selbstvermarktung hat sich dabei als Alternative zur professionellen Labelarbeit herauskristallisiert. In der Forschung ist diese Thematik bisher nur ansatzweise untersucht worden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Digitalisierung in der Musikindustrie
- Selbstvermarktung als Alternativkonzept
- Einstieg in den Musikmarkt
- Voraussetzungen und Schlüsselfaktoren der Selbstvermarktung
- Digitale Produktion
- Digitale Kommunikation
- Digitale Distribution
- Der physische Tonträger im digitalen Umfeld
- Absatzentwicklungen
- Bandcamp als Beispiel einer Vermarktungsplattform
- Presswerke
- Aufstellung einer Medien-Projekt-Planung zur Produktion und Veröffentlichung einer Vinyl
- Vinyl als Marketingvorteil
- Konzeptionierung
- Work Breakdown Structure
- Project Network
- Diskussion
- Vorteile der Selbstvermarktung
- Nachteile der Selbstvermarktung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die Rolle der Selbstvermarktung in der Musikindustrie, insbesondere vor dem Hintergrund der Digitalisierung und ihrer Auswirkungen auf Veröffentlichungsprozesse. Sie befasst sich mit den Schlüsselfaktoren, Vor- und Nachteilen der Selbstvermarktung sowie mit den Herausforderungen und Chancen, die sie für Musikkünstler bietet.
- Der Wandel der Musikindustrie durch Digitalisierung
- Selbstvermarktung als Alternative zu traditionellen Labelverträgen
- Analyse von Schlüsselfaktoren für erfolgreiche Selbstvermarktung
- Bewertung der Vor- und Nachteile der Selbstvermarktung
- Entwicklung von Handlungsempfehlungen für Künstler, die sich selbst vermarkten
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung führt in die Thematik der Musikindustrie und deren Entwicklung im Wandel ein. Sie beleuchtet die drei Phasen der Musikindustrie, die durch die Erfindung der Phonographie, die Etablierung von Schallplatten und die Digitalisierung geprägt sind.
- Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Digitalisierung in der Musikindustrie und deren Auswirkungen auf die Veröffentlichung von Musik. Es zeigt auf, wie die Digitalisierung neue Möglichkeiten für die Verbreitung von Musik geschaffen hat und zugleich die traditionellen Veröffentlichungsmodelle in Frage stellt.
- Das dritte Kapitel betrachtet die Selbstvermarktung als Alternativkonzept zur traditionellen Labelarbeit. Es analysiert den Einstieg in den Musikmarkt, die Voraussetzungen und Schlüsselfaktoren für die Selbstvermarktung sowie die verschiedenen Bereiche der digitalen Produktion, Kommunikation und Distribution.
- Das vierte Kapitel untersucht die Rolle des physischen Tonträgers im digitalen Umfeld. Es betrachtet Absatzentwicklungen, analysiert Plattformen wie Bandcamp und beleuchtet die Bedeutung von Presswerken für die Produktion von Vinyl.
- Das fünfte Kapitel entwickelt eine Medien-Projekt-Planung für die Produktion und Veröffentlichung einer Vinyl. Es zeigt die Vorteile von Vinyl als Marketinginstrument auf und präsentiert eine detaillierte Konzeptionierung mit Work Breakdown Structure und Project Network.
Schlüsselwörter
Musikindustrie, Digitalisierung, Selbstvermarktung, Veröffentlichungsprozesse, Tonträger, Vinyl, Bandcamp, Medien-Projekt-Planung, Work Breakdown Structure, Project Network, Künstlerakquise, Promotion, Distribution.
Häufig gestellte Fragen
Ist Selbstvermarktung eine echte Alternative zu Plattenfirmen?
Ja, durch die Digitalisierung können Musiker heute unabhängig von Major-Labels agieren und ihre Musik erfolgreich selbst produzieren, kommunizieren und vertreiben.
Welche Rolle spielt Vinyl im digitalen Zeitalter?
Vinyl gilt heute als wichtiger Marketingvorteil und hochwertiges Sammlerobjekt, das trotz digitaler Dominanz stabile Absatzentwicklungen zeigt.
Was sind die Schlüsselfaktoren für erfolgreiche Selbstvermarktung?
Dazu gehören digitale Produktionstools, effektive Online-Kommunikation (Social Media) und die Nutzung digitaler Distributionsplattformen.
Was ist "Bandcamp"?
Bandcamp ist eine im Text behandelte Vermarktungsplattform, die es Künstlern ermöglicht, Musik direkt an Fans zu verkaufen und die Kontrolle über ihre Einnahmen zu behalten.
Was sind die Nachteile der Selbstvermarktung?
Künstler müssen alle Aufgaben selbst übernehmen (Promotion, Logistik, Finanzierung), was einen hohen Zeitaufwand und unternehmerisches Risiko bedeutet.
Was ist eine "Work Breakdown Structure" in der Musikplanung?
Es handelt sich um einen Projektplanungsansatz, der alle Teilschritte von der Produktion bis zur Veröffentlichung eines Tonträgers strukturiert.
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- Denis Wanic (Author), 2019, Selbstvermarktung als Alternative im Veröffentlichungsprozess von Musik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512875