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Die Auswirkungen neuster Kommunikationsmittel auf das Schreibverhalten von Schülern.

Title: Die Auswirkungen neuster Kommunikationsmittel auf das Schreibverhalten von Schülern.

Seminar Paper , 2005 , 24 Pages , Grade: 1

Autor:in: Thomas Oliver Schindler (Author)

Didactics - German Studies
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London 2003 – Für Aufsehen sorgte ein im SMS-Stil verfasster Schulaufsatz einer 13-jährigen Schülerin, der wie folgt begann: "My smmr hols wr CWOT. B4, we used 2go2 NY 2C my bro, his GF & thr 3 :- FTF. ILNY, it's a gr8 plc" . Der überforderten Lehrerin entgegnete das Mädchen, es sei eben einfacher als Standard-Englisch. Einige britische Lehrer sehen seit diesem ersten Beweis für die negativen Auswirkungen der SMS-Abkürzungen, die Lese- und Schreibfähigkeiten ihrer Schüler in Gefahr. Denn mit dem SMS-Schreiben sind die meisten Schüler täglich beschäftigt, mit traditionellem Schreiben jedoch selten ; so meint die Psychologin Cynthia McVey von der Glasgow Caledonian University dazu: "Sich hinzusetzen und einen Brief zu schreiben bzw. zu tippen ist für sie [die Schüler] ungewöhnlich und schwierig. Daher greifen sie auf für sie Bequemeres zurück. SMS-Texting ist sowohl attraktiver als auch unkomplizierter."
Auch in Deutschland gilt das Handy seit langem nicht mehr als Luxusartikel, „Elitemedium“ und Spielerei, sondern ist vom Kindergartenkind bis zum Rentner fest ins gesellschaftliche Leben integriert. Bereits in der Unterstufe gehören Handys heute schon fast zur Grundausstattung, was zum Großteil vom Elternhaus unterstützt wird, damit ihre Schützlinge leichter erreichbar sind und sich in Notfällen schnell zu helfen wissen . Kurzum: das Handy ist nicht mehr aus dem Schulalltag und vor allem der Freizeit der Kinder und Jugendlichen wegzudenken, genauso wenig wie das Internet. In der vorliegenden Arbeit soll speziell nur ein Bereich der Auswirkungen dieser neuen omnipräsenten Technologien dargelegt werden: der Einfluß auf die Schreibentwicklung und Schreibfähigkeit der Lernenden an den allgemeinbildenden, deutschen Schulen. Im ersten Teil der Arbeit liegt der Focus auf dem Bedürfnis der Lernenden. Die neue digitale Schriftlichkeit dieser Technologien – sprich: SMS, Chat und Email – wird hier im Vergleich zur traditionellen Schriftlichkeit erklärt. Im zweiten Teil ist es Ziel der Arbeit, daraus resultierend, dem Lehrpersonal Anregungen für angemessene Reaktionen zu geben. Es soll erörtert werden, ob die Auswirkungen grundsätzlich negativ sind und wie man zukünftig kompetenten Unterricht mit diesen Schülerbedürfnissen vereinbaren kann.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Das neue Bedürfnis der Lernenden

2.1. Die SMS

2.2.1. Die Kurzcharakteristik

2.1.2. Das Schreibverhalten

2.1.3. Die Auswirkungen des neuen Schreibverhaltens anhand von Beispielen

2.1.4. Didaktische Folgerungen

2.2. Der Chat

2.2.1. Die Kurzcharakteristik

2.2.2. Das Schreibverhalten

2.2.3. Die Auswirkungen des neuen Schreibverhaltens anhand von Beispielen

2.2.4. Didaktische Folgerungen

2.3. Die Email

2.3.1. Die Kurzcharakteristik

2.3.2. Das Schreibverhalten

2.3.3. Die Auswirkungen des neuen Schreibverhaltens anhand von Beispielen

2.3.4. Didaktische Folgerungen

3. mehrere Vorschläge zur Reaktion der Lehrenden

3.1. ein allumfassender Vorschlag

3.2. Vorschläge speziell für die SMS

3.3. Vorschläge speziell für den Chat

3.4. Vorschläge speziell für die Email

4. Zusammenfassung

5. Literatur

5.1. gebundene Literatur

5.2. Netzliteratur

5.3. benutzte Quellen aus dem Internet

6. Anhang

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen moderner Kommunikationsmittel wie SMS, Chat und E-Mail auf das Schreibverhalten von Schülern. Das primäre Ziel ist es, den Einfluss dieser digitalen Schriftlichkeit auf die Schreibentwicklung zu analysieren und Lehrkräften pädagogische Ansätze zur Integration dieser Medien in den Unterricht zu bieten, anstatt diese lediglich zu tabuisieren.

  • Analyse der sprachlichen Merkmale von SMS, Chat und E-Mail
  • Gegenüberstellung von digitaler und traditioneller Schriftlichkeit
  • Untersuchung des veränderten Schreibbedürfnisses bei Jugendlichen
  • Entwicklung didaktischer Konzepte für den Deutschunterricht
  • Reflexion über Medienkompetenz und situative Sprachverwendung

Auszug aus dem Buch

2.1.2. Das Schreibverhalten

Um die Besonderheiten des Schreibverhaltens beim „Simsen“ zu verstehen sollte man es zunächst mit dem des persönlichen Briefs, als traditionelles Gegenstück, vergleichen.

Der persönliche Brief als Jahrtausende altes Kommunikationsmittel hat als Schreibanlass vor allem sich mitteilen, sich jemanden annehmen und Gefühle auszudrücken. Die Schreibsituation ist in der Regel entspannt, man hat bzw. nimmt sich Zeit einen Brief kreativ zu gestalten und wählt meistens einen für Schreibarbeiten angemessenen Arbeitsplatz, wie z.B. den eigenen Schreibtisch. Diese Schreibsituation erlaubt also lange ausformulierte Sätze, besondere Handschrift, Beigaben wie z.B. Fotos, ausgewählte Briefmarken, schönes Briefpapier, evtl. sogar parfümiert usw. Grammatik, Satzbau, Zeichensetzung und Rechtschreibung sind wichtig und es ist genügend Zeit vorhanden sich um Richtigkeit zu bemühen. Das Ziel ist, wenn man so will, ein verbindliches dauerhaftes Kunstwerk zu schaffen, das mehrere Sinne gleichzeitig ansprechen und Eindruck hinterlassen soll .Der Brief hat also eine Aura der Intimität und ist in der Bundesrepublik Deutschland durch das Briefgeheimnis geschützt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung digitaler Medien wie SMS im Alltag von Jugendlichen und stellt die Forschungsfrage nach deren Einfluss auf die Schreibentwicklung im Schulkontext.

2. Das neue Bedürfnis der Lernenden: Dieses Kapitel charakterisiert die Kommunikationsformen SMS, Chat und E-Mail und analysiert deren spezifische Auswirkungen auf das Schreibverhalten sowie die didaktischen Implikationen.

3. mehrere Vorschläge zur Reaktion der Lehrenden: Hier werden konkrete Unterrichtskonzepte und methodische Ansätze vorgestellt, wie Lehrkräfte den Umgang mit digitalen Kommunikationsformen produktiv in den Deutschunterricht integrieren können.

4. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Medienkompetenz und die Fähigkeit zur differenzierten Sprachwahl im Unterricht zu fördern.

5. Literatur: Das Kapitel listet die für die Arbeit verwendete gebundene Literatur, Netzliteratur sowie Internetquellen auf.

6. Anhang: Der Anhang enthält Arbeitsblätter und Materialien, die zur praktischen Umsetzung der Unterrichtsvorschläge dienen.

Schlüsselwörter

Schreibverhalten, SMS, Chat, E-Mail, digitale Schriftlichkeit, Deutschunterricht, Medienkompetenz, Jugendkultur, Sprachwandel, Didaktik, Kommunikation, Handynutzung, Schreibfähigkeit, Medienalltag, Schulentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie moderne, digitale Kommunikationsmittel wie SMS, Chat und E-Mail die Art und Weise beeinflussen, wie Schüler schreiben, und welche Rolle diese Medien im schulischen Deutschunterricht spielen sollten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Charakteristika digitaler Kommunikation, der Vergleich zur traditionellen Briefkultur, der Einfluss auf Grammatik und Orthografie sowie methodische Ansätze für Lehrkräfte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist zu erörtern, ob die Auswirkungen der modernen Medien auf das Schreibverhalten negativ zu bewerten sind und wie ein kompetenter Unterricht gestaltet werden kann, der diese Schülerbedürfnisse einbezieht.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur aus Medienwissenschaft und Sprachdidaktik sowie auf unterrichtspraktische Materialien und Studien zum Medienverhalten von Jugendlichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Untersuchung der drei Medientypen (SMS, Chat, E-Mail) hinsichtlich ihrer Kurzcharakteristik, ihres Schreibverhaltens und ihrer Auswirkungen, gefolgt von konkreten didaktischen Vorschlägen für den Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Schreibverhalten, digitale Schriftlichkeit, Medienkompetenz und Deutschdidaktik zusammenfassen.

Wie unterscheidet sich laut Autor das „Simsen“ vom klassischen Briefschreiben?

Der Autor stellt fest, dass das „Simsen“ durch Platznot und den Wunsch nach Unmittelbarkeit geprägt ist, während der Brief als „verbindliches Kunstwerk“ gilt, das Intimität vermittelt und weniger durch Zeitdruck eingeschränkt ist.

Welche Rolle spielt die Anonymität im Chat für Jugendliche?

Die Anonymität im Chat dient Jugendlichen als „idealer Bereich“, um Grenzen zu testen, zu schimpfen oder durch „gender switching“ mit der eigenen Identität zu experimentieren, ohne dabei sofort ernste soziale Konsequenzen fürchten zu müssen.

Warum hält der Autor ein Verbot der neuen Medien im Unterricht für unsinnig?

Der Autor argumentiert, dass die Medien Teil der Lebenswirklichkeit der Schüler sind und man durch deren Einbezug eher die Differenzierungskompetenz fördern kann, als wenn man die Problematik tabuisiert.

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Details

Title
Die Auswirkungen neuster Kommunikationsmittel auf das Schreibverhalten von Schülern.
College
LMU Munich  (Institut für Deutsche Didaktik)
Course
Lernbereich 'Schreiben': Schreibunterricht in der Sekundarstufe
Grade
1
Author
Thomas Oliver Schindler (Author)
Publication Year
2005
Pages
24
Catalog Number
V51288
ISBN (eBook)
9783638473002
ISBN (Book)
9783638693028
Language
German
Tags
Auswirkungen Kommunikationsmittel Schreibverhalten Schülern Lernbereich Schreibunterricht Sekundarstufe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Oliver Schindler (Author), 2005, Die Auswirkungen neuster Kommunikationsmittel auf das Schreibverhalten von Schülern., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51288
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