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Edmund Husserl und die ideierende Abstraktion

Von der Kritik des Psychologismus zu idealen Bestimmungen

Title: Edmund Husserl und die ideierende Abstraktion

Essay , 2020 , 110 Pages

Autor:in: Giacomo Borbone (Author)

Philosophy - Philosophy of the 19th Century
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit werden wir einen bestimmten Aspekt von Husserls Denken untersuchen, aber nicht aus diesem Grund einfach
nur Accessoire, das sich insbesondere mit der Bildung wissenschaftlicher Konzepte im Lichte seines phänomenologischen
Ansatzes befasst. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, zunächst die Bedeutung hervorzuheben, die Husserl den sogenannten Essenzen beimisst, die der Wissenschaftler bei der Erforschung von Naturphänomenen erfasst. Letztere, die weit davon entfernt sind, einer einfachen empirischen Verallgemeinerung unterworfen zu sein, werden in ihrer Reinheit durch eine bewusste Arbeit
der Modellierung der Realität erfasst, deren Ergebnis in dem gipfelt, was der mährische Philosoph als idealisierende Bestimmungen oder Fiktionen bezeichnet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Kapitel I Kritik am Psychologismus und empirischer Abstraktion

Kapitel II Die ideierende Abstraktion

Kapitel III Mathematisierung der Natur versus Lebenswelt

Kapitel IV Ein unterbrochener Weg: Kritische Überlegungen und Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Bildung wissenschaftlicher Konzepte im phänomenologischen Ansatz von Edmund Husserl, insbesondere im Hinblick auf seine Kritik am Psychologismus und die Entwicklung der "ideierenden Abstraktion" sowie deren methodische Konsequenzen für die moderne Naturwissenschaft.

  • Kritik am Psychologismus und an der empirischen Abstraktion
  • Die Konzeption der ideierenden Abstraktion
  • Die Mathematisierung der Natur und deren Auswirkungen auf die Lebenswelt
  • Das Spannungsverhältnis zwischen phänomenologischer Wesensschau und moderner wissenschaftlicher Methodik
  • Kritische Reflexion über Husserls Krisis-Diagnose

Auszug aus dem Buch

Kapitel I Kritik am Psychologismus und empirischer Abstraktion

Bei der Analyse von Husserls Theorie der Bildung wissenschaftlicher Konzepte können wir nur von der Kritik ausgehen, die der Autor am Psychologismus und der damit verbundenen Theorie der empirischen Abstraktion macht. Aber um diese Kritik an seiner Person zu verstehen, ist es, wenn auch für kurze Notizen, angebracht, sich an sein erstes Werk von 1891 zu erinnern, nämlich die Philosophie der Arithmetik, die bekanntlich eine Erweiterung seiner 1887er Diplomarbeit mit dem Titel Über den Begriff der Zahl darstellt. Ein sicherlich charakteristischer Aspekt dieses Werkes - zumindest nach der am weitesten verbreiteten Interpretation - ist, dass es sich stark an dem Werk von Franz Brentano orientiert. Nach einer kurzen Zusammenarbeit mit dem bedeutenden Mathematiker Karl Weierstraß - dessen Krankheit verhinderte, dass der junge Husserl weiterhin sein Assistent blieb - beschloss der mährische Philosoph, dem Unterricht seines “zweiten” Lehrers Franz Brentano zu folgen. In seinem ersten Werk greift Husserl Brentanos Konzept der “Intentionalität” auf, das Brentano selbst aus dem scholastisch-mittelalterlichen Konzept der “intentionale Inexistenz” extrapoliert hatte. Der Begriff der Intentionalität bedeutet zu bestätigen, dass jedes psychische Phänomen «ist durch das charakterisiert, was die Scholastiker des Mittelalters die intentionale (auch wohl mentale) Inexistenz eines Gegenstandes genannt haben, und was wir, obwohl mit nicht ganz unzweideutigen Ausdrücken, die Beziehung auf einen Inhalt, die Richtung auf einen Objekt (worunter hier nicht eine Realität zu verstanden ist, oder die immanente Gegenständlichkeit nenne würden».

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in Husserls komplexes Denken und Fokus auf die Bildung wissenschaftlicher Konzepte als zentrales Untersuchungsthema.

Kapitel I Kritik am Psychologismus und empirischer Abstraktion: Untersuchung von Husserls frühen Ansätzen und seiner fundamentalen Abkehr vom Psychologismus in der Arithmetik.

Kapitel II Die ideierende Abstraktion: Erläuterung der ideierenden Abstraktion als Gegenentwurf zur empirischen Verallgemeinerung.

Kapitel III Mathematisierung der Natur versus Lebenswelt: Analyse des Konflikts zwischen der objektiven Mathematisierung der Welt und dem Verlust der präkategorialen Lebenswelt.

Kapitel IV Ein unterbrochener Weg: Kritische Überlegungen und Schlussfolgerungen: Kritische Zusammenfassung der Husserlschen Entwicklung und Reflexion über die Tragfähigkeit seines Konzepts für die zeitgenössische Philosophie.

Schlüsselwörter

Abstraktion, Idealisierung, Lebenswelt, Phänomenologie, Wissenschaft, Psychologismus, Intentionalität, Wesenswissenschaft, Mathematisierung, Naturphänomene, Erkenntnistheorie, Logik, Konkretisierung, Transzendentaler Idealismus, Doxa.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die methodische Entwicklung von Edmund Husserls Denken, insbesondere den Übergang von der Kritik am Psychologismus zur Theorie der ideierenden Abstraktion und die daraus resultierende Problematik der Mathematisierung der Natur.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die phänomenologische Wissenschaftstheorie, das Verhältnis von Logik und Psychologie, die Rolle der Idealisierung in den Naturwissenschaften und das Konzept der "Lebenswelt" im Spätwerk Husserls.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Husserls Wandel in der Auffassung der Konzeptebildung nachzuvollziehen und kritisch zu prüfen, inwieweit seine späte Diagnose der "Krise der Wissenschaften" methodisch schlüssig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen analytischen und interpretativen Ansatz, der Husserls Schriften sowie deren Rezeption durch Denker wie Leszek Nowak, Ernst Cassirer und Martin Heidegger gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Kritik am Psychologismus (Kapitel I), das Verfahren der ideierenden Abstraktion (Kapitel II), die kritische Auseinandersetzung mit der galiläischen Mathematisierung (Kapitel III) sowie eine resümierende Reflexion (Kapitel IV).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Abstraktion, Idealisierung, Lebenswelt, Phänomenologie, Intentionalität und wissenschaftliche Objektivität geprägt.

Warum spielt Galileo eine zentrale Rolle in der Argumentation?

Husserl sieht in Galileo den Begründer einer modernen Wissenschaft, die durch Mathematisierung zwar Präzision gewann, aber gleichzeitig durch Idealisierung den Bezug zur konkreten, qualitativen Lebenswelt verlor.

Wie bewertet der Autor Husserls späte Hinwendung zur Lebenswelt?

Der Autor hinterfragt kritisch, ob Husserls Rückkehr zur Lebenswelt praktikabel ist oder ob sie, paradoxerweise, selbst wieder in eine Form der Metaphysik führt, die der ursprünglichen Intention zuwiderläuft.

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Details

Title
Edmund Husserl und die ideierende Abstraktion
Subtitle
Von der Kritik des Psychologismus zu idealen Bestimmungen
College
University of Catania  (Department of Sciences of Formation)
Author
Giacomo Borbone (Author)
Publication Year
2020
Pages
110
Catalog Number
V512933
ISBN (eBook)
9783346107404
ISBN (Book)
9783346107411
Language
German
Tags
edmund husserl abstraktion kritik psychologismus berstimmungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Giacomo Borbone (Author), 2020, Edmund Husserl und die ideierende Abstraktion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512933
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