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Der tiefe Fall der Gräfin Cosel. Ein Frauenschicksal im 18. Jahrhundert

Titre: Der tiefe Fall der Gräfin Cosel. Ein Frauenschicksal im 18. Jahrhundert

Livre Spécialisé , 2020 , 69 Pages

Autor:in: Walter Brendel (Auteur)

Histoire de l'Europe - Temps modernes, Absolutisme, Industrialisation
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Friedrich August I., Kurfürst von Sachsen, genannt August der Starke, verliebte sich 1704 leidenschaftlich in die schöne und geistreiche Anna Constantia von Hoym, die mit seinem Minister Adolf Magnus von Hoym durchaus standesgemäß verheiratet war. Constantia fiel nicht nur durch ihre große Schönheit auf, sondern auch durch ihre betörende Anmut und ihr bezauberndes Lächeln. Sie war klug, witzig und schlagfertig.

Auf ihre Sicherheit bedacht, wollte sie nicht Mätresse werden. Klug wie sie war wusste sie, wenn die Pläne scheiterten, müsste sie auf ihr verarmtes Rittergut in Holstein zurückkehren. Sie rang dem König 1705 einen Ehevertrag ab. Der Kaiser in Wien machte Anna Constantia zur Reichsgräfin Cosel und Exzellenz. Bei der Arbeit griff sie in Kabinettsreformen ein, wählte Minister aus und machte sich so den Premierminister zum Feind.

Auch der König ließ sie fallen. Die Gräfin Cosel fiel tief. Schließlich war sie bereit den Ehevertrag auszuliefern, die heimliche Ehe aufzulösen. Sie verließ 1713 heimlich Pillnitz und reiste nach Berlin ließ Gräfin Cosel in Preußen verhaften. Sie wurde ausgeliefert und kam als politische Gefangene ohne Urteil auf die Festung Stolpen. 49 Jahre blieb sie dort gefangen, bis sie 1765 starb.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Statt einer Einleitung

Die Kindheit

Jugend und Heirat

Begegnung mit dem König

Der Aufstieg

Frau Gräfin

Feinde am Hof

Die Gräfin in Pillnitz

Die Flucht

Verhaftung

In Stolpen

Das Wiedersehen

Die letzten Jahre

Nachbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit rekonstruiert das Leben der Anna Constantia von Brockdorff, später bekannt als Gräfin Cosel, und beleuchtet ihr Schicksal als Mätresse Augusts des Starken sowie ihre jahrzehntelange Inhaftierung auf der Burg Stolpen. Ziel ist es, ein historisch fundiertes und ungeschminktes Bild der Gräfin zu zeichnen, das sich von literarischen Überzeichnungen und zweifelhaften Quellen distanziert.

  • Die Herkunft und Kindheit der Anna Constantia von Brockdorff in Holstein.
  • Die gesellschaftlichen Zwänge und das höfische Leben am Ende des 17. Jahrhunderts.
  • Die politisch motivierte Verbindung zwischen der Gräfin Cosel und dem sächsischen Kurfürsten.
  • Die Intrigen am Dresdner Hof und die Gründe für den dramatischen Sturz der Gräfin.
  • Die Bedingungen und die lange Dauer der Festungshaft auf Burg Stolpen.

Auszug aus dem Buch

Die Kindheit

Anna Constantia von Brockdorff wurde am 17. Oktober 1680 in Depenau (heute Ortsteil von Stolpe) geboren. Sie wuchs als Tochter des Ritters Joachim von Brockdorff und seiner Frau Anna Margarethe, Tochter des reichen Hamburgers Leonhard Marselis, auf Gut Depenau auf.

Brockdorff ist der Name eines holsteinisch-dänischen Adelsgeschlechts, das dem holsteinischen Uradel entstammt. Bereits 1167 tritt Eilwardus de Bruchthorp in einer Urkunde Herzog Heinrichs des Löwen auf. Die westfälische Stammlinie - wobei der Reichskreis erst 333 Jahre später errichtet wurde und somit ein anachronistischer Hinweis ist - aus dem heute zu Liebenau gehörenden Bruchtorf (das früher „Bruchthorpe“ genannt wurde, das im Bistum Minden lag, stirbt um 1600 aus. Einer der letzten Vertreter ist der 1572 auftretende Hamburger Domherr Balthasar von Brockdorff.

Der erste urkundlich erwähnte Brockdorff in Holstein ist Hildelevus de Bruchtorp im Jahre 1220, Gründer des Dorfes Brokdorf, das heute noch in seinem Wappen das Wappen der Familie zitiert. Das Adelsgeschlecht war mit den Edlen Herren von Schauenburg als Grafen von Holstein und Stormarn (wahrscheinlich Adolf III.) vor 1200 in die Wilstermarsch eingewandert; zuvor war es im östlichen Holstein (zum Beispiel Hostholt bei Röbel) beheimatet. Ein weiterer Hildelevus de Bruchdorpe erscheint am 11. Dezember 1302 als Zeuge der Grafen von Holstein. Die Stammreihe beginnt 1336 mit dem Ritter Marquardt von Brockdorff. Am 12. September 1691 wurde ein Zweig des Adelsgeschlechts zu dänischen Freiherren erhoben. Die genealogisch gesicherte Stammreihe beginnt mit Detlev Siwertssohn († 1538) zu Windeby, sein Enkel Detlev Heinrichssohn († 1628) zu Windeby und Trittau ist der Stammvater aller noch existierenden Linien.

Zusammenfassung der Kapitel

Statt einer Einleitung: Einstieg in das höfische Milieu und die erste Begegnung mit der Figur des Finanzministers Hoym und seinem Umfeld.

Die Kindheit: Darstellung der familiären Herkunft auf Gut Depenau und der prägenden Erziehung der jungen Anna Constantia.

Jugend und Heirat: Beschreibung ihres Lebens als Hoffräulein und der strategischen, jedoch unglücklichen Heirat mit Adolf Magnus von Hoym.

Begegnung mit dem König: Schilderung der ersten Kontakte zum sächsischen Kurfürsten Friedrich August und der beginnenden Intrigen.

Der Aufstieg: Dokumentation der finanziellen und politischen Aufstiegsphase der Gräfin Cosel an der Seite des Königs.

Frau Gräfin: Analyse der offiziellen Ernennung zur Gräfin von Cosel und der Erreichung ihres gesellschaftlichen Höhepunkts.

Feinde am Hof: Betrachtung der politischen Widerstände und der Rolle von Widersachern wie Graf Flemming.

Die Gräfin in Pillnitz: Beschreibung der Phase ihres schleichenden Sturzes und der Versuche, ihre Stellung mit abergläubischen Mitteln zu retten.

Die Flucht: Bericht über ihre verzweifelten Versuche, durch Flucht der politisch motivierten Entmachtung zu entkommen.

Verhaftung: Schilderung ihrer Festnahme und der Übergabe in sächsische Gefangenschaft.

In Stolpen: Analyse der rechtlichen und persönlichen Umstände ihrer lebenslänglichen Festungshaft.

Das Wiedersehen: Beschreibung der flüchtigen letzten Begegnung mit dem König und der veränderten Lebensbedingungen in der Haft.

Die letzten Jahre: Darstellung der spirituellen Hinwendung und des langsamen Verfalls in der isolation der Burg.

Nachbetrachtung: Zusammenfassung ihrer letzten Ruhe und der historischen Wiederentdeckung ihres Grabes.

Schlüsselwörter

Gräfin Cosel, Anna Constantia von Brockdorff, August der Starke, Dresden, Stolpen, Pillnitz, Mätresse, Barockzeit, Hofintrigen, Festungshaft, Sachsens Geschichte, 18. Jahrhundert, Adel, Herrschaft, Biografik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit zeichnet den Lebensweg der historischen Persönlichkeit Anna Constantia von Brockdorff, bekannt als Gräfin Cosel, von ihrer holsteinischen Herkunft bis zu ihrem Tod in der jahrelangen Festungshaft nach.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Machtverhältnisse am sächsischen Hof, die Rolle der Frau in der Barockzeit, politische Intrigen und die drastischen Konsequenzen eines Sturzes aus der fürstlichen Gunst.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine historisch präzise Aufarbeitung des Lebens der Gräfin, wobei moderne Forschung und historische Quellen von literarischen Mythen unterschieden werden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor stützt sich primär auf die Auswertung historischer Dokumente, Archivmaterialien und zeitgenössischer Aufzeichnungen, um die Ereignisse zu verifizieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Etappen, von der Ausbildung und Heirat über den Aufstieg zur einflussreichen Mätresse bis zur Verhaftung und dem langen Leben als Gefangene.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Gräfin Cosel, August der Starke, Hofintrigen, Stolpen, Barockzeit und Machtpolitik.

Welche Bedeutung hatte das sogenannte "Ehedokument"?

Das Dokument war eine schriftliche Zusicherung des Königs, die Gräfin nach dem Tode der Königin zu heiraten; es wurde für sie zum zentralen, aber gefährlichen Ankerpunkt in ihrem Konflikt mit dem Hof.

Warum musste die Gräfin fast ein halbes Jahrhundert in Stolpen verbringen?

Sie wurde Opfer höfischer Intrigen, weigerte sich jedoch standhaft, das Ehedokument herauszugeben, was den König und seine Minister zur dauerhaften Verwahrung auf der Festung veranlasste.

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Résumé des informations

Titre
Der tiefe Fall der Gräfin Cosel. Ein Frauenschicksal im 18. Jahrhundert
Auteur
Walter Brendel (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
69
N° de catalogue
V512949
ISBN (ebook)
9783346101990
ISBN (Livre)
9783346102003
Langue
allemand
mots-clé
August der Starke Gräfin Cosel Festung Stolpen Dresden Briefe
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Walter Brendel (Auteur), 2020, Der tiefe Fall der Gräfin Cosel. Ein Frauenschicksal im 18. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512949
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