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Afghanische Frauen in Deutschland. Afghanische Geflüchtete zwischen tradierten und emanzipierten Identitätskonstruktionen

Titel: Afghanische Frauen in Deutschland. Afghanische Geflüchtete zwischen tradierten und emanzipierten Identitätskonstruktionen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 16 Seiten , Note: 1,4

Autor:in: Tatjana Mayroth (Autor:in)

Ethnologie / Volkskunde
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Perspektive afghanischer Frauen in Deutschland. Muslimischen Frauen haften heute eine Vielzahl negativer stereotyper Vorstellungen an, die je nach Zeitgeist und Kontext zwischen der orientalischen Schönheit aus "Tausend und einer Nacht", der fanatischen Islamistin oder der unterdrückten Hausfrau changieren. So scheint die Diversität zwischen eigener Kultur und fremder Kultur im öffentlichen Diskurs meist besonders groß und schwer zu überwinden. Das Bild des Fremden wird als Opponent zum Eigenen dargestellt und dient damit der Legitimation und Konstitution des eigenen Selbst in Abgrenzung zu dem Anderen. Doch wie groß scheinen die Unterschiede im Vergleich zu den Gemeinsamkeiten zwischen Orient und Okzident wirklich? Und was ist mit denen, die zwischen den Kulturen stehen - wo und wie verorten sie sich in diesem Spannungsfeld?

Bis in die Gegenwart hinein dominierte das Bild von der "primitiven" und unmündigen außereuropäischen Frau, das in den tradierten Wertevorstellungen des europäischen Kolonialismus und Rassismus verwurzelt liegt. So galt die fremde Frau aus der anderen Kultur als das minderwertige, subjektlose Objekt, das den eigenen ökonomischen, sexuellen und politischen Interessen angeeignet und untergeordnet werden musste.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Problemstellung und Zusammenfassung

1.2 Zentrale Fragestellung

1.3 Hypothesen

1.4 Theoretischer Rahmen

1.5 Forschungsgegenstand

1.6 Methoden

1.7 Rahmen

1.8 Reflexion zu besonderen Problemstellungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, inwieweit die temporäre Herauslösung afghanischer Frauen aus ihrem häuslichen Umfeld in Verbindung mit integrativen Maßnahmen ihr Selbst- und Rollenverständnis in Deutschland beeinflusst und wie sie den Spannungsfeld zwischen traditionellen Werten und einer säkularen Gesellschaft navigieren.

  • Identitätskonstruktion afghanischer Frauen im Migrationskontext
  • Einfluss von soziokulturellen Deutungsmustern auf das Rollenverständnis
  • Konfrontation zwischen muslimisch geprägten Weltbildern und westlichen Lebensstilen
  • Anwendung ethnographischer Methoden zur Untersuchung lokaler Wissensformen
  • Wechselspiel zwischen traditioneller Glaubensausübung und modernen Anforderungen

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung und Zusammenfassung

Die Inspiration für dieses Thema erhielt ich im Rahmen persönlicher Diskurse über die Selbstbestimmung muslimischer Frauen, die bedingt durch meine eigene Biographie, als Tochter eines iranischen Flüchtlings in Deutschland, stets ein präsentes und daher auch reizvolles Thema darstellte. So ereignet es sich, dass sich der XX e.V., einem Verein zur Förderung der Rechte afghanischer Frauen, als ein geeignetes Untersuchungsfeld für meine ethnologischen Studien zu den vielfältigen Lebenswelten und Rollenverständnisse muslimischer Frauen, anbot.

Das Forschungsinteresse richtet sich dabei auf die emanzipatorischen Herausforderungen und Chance die, derzeit 24 afghanischen Schülerinnen des Vereins erwarten. Ich möchte überprüfen, ob durch die temporäre Herauslösung der Frauen aus dem häuslichen Umfeld in Kombination mit weiteren integrativen und emanzipativen Maßnahmen und Aktivitäten Einfluss auf das Selbst- und das Rollenverständnis der Frauen haben kann. Im Zuge dieser breitgefächerten Kontextualisierung soll der Mittelpunkt der Diskussion bei den Chancen und Herausforderungen einer Umstrukturierung des eigenen Rollenverständnisses liegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Hinführung zum Thema der Identitätskonstruktion muslimischer Frauen und Darstellung der persönlichen Motivation der Autorin.

1.1 Problemstellung und Zusammenfassung: Darlegung des Forschungsinteresses und der Zielsetzung im Rahmen der Arbeit mit dem XX e.V.

1.2 Zentrale Fragestellung: Untersuchung des Einflusses einer neuen Umgebung auf das Selbstverständnis von Freiheit und Identität unter Berücksichtigung lokaler religiöser Auslegungen.

1.3 Hypothesen: Aufstellung der Vermutung, dass eine intensive Auseinandersetzung mit der deutschen Gesellschaft zu einer kritischen Reflexion traditioneller Rollenbilder führen kann.

1.4 Theoretischer Rahmen: Einführung in die soziologische Theorie von Georg Elwert zu Rollen- und Identitätskonstruktionen als wandlungsfähige Prozesse.

1.5 Forschungsgegenstand: Strukturierung der Literaturrecherche in die Blöcke Identitätskonstruktion, weibliche Perspektiven im Islam und Flucht/Migration.

1.6 Methoden: Erläuterung des ethnographischen Zugangs mittels teilnehmender Beobachtung, Leitfadeninterviews und biographischer Gespräche.

1.7 Rahmen: Vorstellung des Untersuchungsortes (XX Verein) und der soziokulturellen Hintergründe der beteiligten Akteurinnen.

1.8 Reflexion zu besonderen Problemstellungen: Kritische Auseinandersetzung mit der Rolle der Forscherin, Machtverhältnissen im Feld und sprachlichen Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Identitätskonstruktion, Afghanische Frauen, Migration, Ethnologie, Rollenverständnis, Muslimische Frauen, Emanzipation, Integration, Selbstbestimmung, Teilnehmende Beobachtung, Geschlechterrollen, Interkulturelle Arbeit, Deutschland, Sozialisation, Diaspora

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Forschungsarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Identitätskonstruktion und das Rollenverständnis von 24 afghanischen Frauen, die sich in einem speziellen Förderverein in Deutschland befinden, im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen Migration, Geschlechterrollen, religiöse Identität sowie die Auswirkungen von Integrationsmaßnahmen auf das Selbstbild der Frauen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob und wie eine zeitweise Herauslösung aus dem traditionellen häuslichen Umfeld durch Vereinsaktivitäten das Selbst- und Rollenverständnis der afghanischen Frauen nachhaltig verändert.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit nutzt ethnographische Methoden, insbesondere die teilnehmende Beobachtung, biographische Interviews, Experteninterviews und Gruppendiskussionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit dem theoretischen Diskurs um Identitätskonstruktion, der Einbettung der Frauen in das deutsche Umfeld und der kritischen Reflexion der Feldforschung.

Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Identitätskonstruktion, Migration, afghanische Frauen, Emanzipation, Ethnologie und Rollenverständnis.

Welche Rolle spielt der XX e.V. für die Untersuchung?

Der Verein dient als zentraler Forschungsort und Untersuchungsfeld, da er einen geschützten Raum bietet, in dem afghanische Frauen mit neuen Lebensentwürfen in Kontakt treten können.

Welche methodischen Herausforderungen benennt die Autorin?

Die Autorin reflektiert kritisch über ihre eigene Rolle als Forscherin, die Machtdynamiken im Feld sowie sprachliche Barrieren, die den Zugang zu tiefgehenden, intimen Informationen erschweren können.

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Details

Titel
Afghanische Frauen in Deutschland. Afghanische Geflüchtete zwischen tradierten und emanzipierten Identitätskonstruktionen
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Ethnologie)
Note
1,4
Autor
Tatjana Mayroth (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
16
Katalognummer
V512985
ISBN (eBook)
9783346103055
ISBN (Buch)
9783346103062
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Identität Afghanistan Migrantin Verein
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tatjana Mayroth (Autor:in), 2018, Afghanische Frauen in Deutschland. Afghanische Geflüchtete zwischen tradierten und emanzipierten Identitätskonstruktionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512985
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Leseprobe aus  16  Seiten
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