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Unsere Stimme - ein Ausdruck unserer Emotionen und unserer Persönlichkeit?

Ein Aspekt der nonverbalen - vokalen Kommunikation

Title: Unsere Stimme - ein Ausdruck unserer Emotionen und unserer Persönlichkeit?

Term Paper , 2004 , 19 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Sandy Brunner (Author)

Social Work
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Vorwort

„Liebe Kinder, ich muss ausgehen, um Futter zu holen. Seid auf der Hut vor dem Wolf und lasst ihn nicht herein. Passt gut auf! Der Bösewicht verstellt sich oft, aber an seiner rauen Stimme und an seinen schwarzen Pfoten könnt ihr ihn erkennen. Lasst ihn nur ja nicht ins Haus, sonst frisst er euch alle miteinander.“(Grimm) (Fischer, 1990, S. 64) Dieses ist ein Auszug aus dem Märchen „Der Wolf und die sieben jungen Geißlein“. In diesen Märchen werden zwei Dinge miteinander gekoppelt. Einerseits wird dem Kind vermittelt, dass der Wolf eine raue Stimme hat, böse ist (Persönlichkeitsmerkmal)und wütend, weil er hunger hat (Emotion). Andererseits wird diese Beschreibung vom Kind mit „Angst haben“(Emotion) assoziiert. In Märchen werden oft Normen, Werte und Rollen vermittelt und sie besitzen häufig einen Lehrinhalt. Das Kind soll aus den Märchen Schlüsse ziehen. Wenn man einem Kind Märchen erzählt, versucht man einen Bezug zum realen Leben herzustellen. Bezogen auf meinen kurzen Ausschnitt könnte man auch sagen: “Lass nie jemand Fremdes in die Wohnung, wenn du alleine zu Hause bist!“ Wie ist das aber mit der Stimme des Wolfes? Werden jetzt alle Personen, welche eine raue, tiefe Stimme haben, mit den bösen Wolf in Verbindung gebracht und als böse und wütend identifiziert? Bekommt das Kind Angst, wenn es eine raue Stimme hört? Häufig verbindet man bestimmte Stimmeigenschaften von Menschen mit gewissen Emotionen und manchmal meint man sogar dadurch, die Persönlichkeit einer Person beurteilen zu können. So z.B. vereinigt man eine zittrige Stimme mit Aufregung, eine leise, monotone Stimme mit Trauer oder eine laute Stimme mit Wut und Dominanz Kann man deshalb verallgemeinern, dass die Stimme ein Ausdruck für Emotionen sein kann oder ganz und gar Persönlichkeiten definiert? Mit diesem Thema möchte ich mich in meiner Hausarbeit befassen.

Meine Hausarbeit ist in vier Teile gegliedert. Der erste Teil (Kap.2) klärt die Begriffe Vokalisierung, Emotionen und Persönlichkeit. Im zweiten Teil (Kap.3), beziehe ich mich auf die Stimme. Dabei wird auf bestimmte Grundlagen der Stimme eingegangen und auf den Interaktionseffekt, es werden einige Stimmeigenschaften vorgestellt sowie auf kulturelle Unterschiede hingewiesen. Im nächsten Kapitel (Kap.4) geht es um die Lautsprache von Babys, - warum Erwachsene häufig anders im Umgang mit Babys sprechen und was das Schreien eines Babys aussagt...

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Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Begriffsklärungen

2.1. Was ist nonverbale Vokalisierung?

2.2. Was sind Emotionen?

2.3. Was ist Persönlichkeit?

3. Die Stimme

3.1. Grundlagen der Stimme

3.1.1. Der Interaktionseffekt

3.2. Was verraten Stimmeigenschaften?

3.2.1. Die Stimmlage

3.2.2. Die Lautstärke

3.2.3. Die knarrende Stimme

3.2.4. Die behauchte Stimme

3.2.5. Die Flüsterstimme

3.2.6. Die raue Stimme

3.2.7. Das Näseln

3.3. Die Stimmeigenschaften von psychisch Kranken

3.4. Gibt es kulturelle Unterschiede?

4. Vokalisierung zwischen Babys und Erwachsenen

4.1. Nehmen Babys Sprachlaute wahr?

4.2. Warum sprechen Erwachsene mit Babys „anders“?

4.3. Was sagt das Schreien eines Babys?

5. Probleme von Untersuchungen und Ergebnisse

5.1. Die Stimme, aber bitte ohne Worte!

5.2. Wissenschaftliche Ergebnisse

6. Nachwort

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, inwieweit die menschliche Stimme als Ausdrucksmittel für Emotionen und Persönlichkeitsmerkmale fungieren kann, wobei die Bedeutung der nonverbalen vokalen Kommunikation im zwischenmenschlichen Kontext im Mittelpunkt steht.

  • Analyse von Stimmeigenschaften und deren paralinguistische und extralinguistische Bedeutung.
  • Untersuchung der Vokalisierung in der Interaktion zwischen Erwachsenen und Säuglingen.
  • Darstellung kultureller Einflüsse auf die Interpretation von Stimmeigenschaften.
  • Diskussion der methodischen Herausforderungen bei der wissenschaftlichen Stimmanalyse.
  • Reflexion der Relevanz dieser Erkenntnisse für soziale Berufsfelder.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Die Stimmlage

Die Entspannteste und am natürlichsten klingende Sprechstimmlage nennt man die konstitutionell begründete mittlere Sprechstimmlage oder auch Indifferenzlage. Sie wird deshalb so genannt, da sie am wenigsten anstrengt und unserer Konstitution am besten entspricht. (Stock 1987)in(Eckert/Laver1994 S.33)

Um Erstaunen, Erregung oder besonders Höflichkeit zum Ausdruck zu bringen, spricht man oft mit erhöhter Stimmlage. Dieses gibt den Gesprächspartner Informationen über den Gemütszustand und die Absichten des Sprechers. Die erhöhte Stimmlage kann aber auch ein Ausdruck für Stress, Frustration oder zu großer Einsatz sein, die manchmal noch mit vergrößerter Lautstärke einhergeht. Wird diese gewohnheitsmäßig angenommen, so wird sie oft vom Hörer als störend empfunden. Laut Scherer (1979, S. 186) in (Eckert/ Laver 1994) würde eine höhere Stimmlage bei Männern ein Zeichen sein für Extrovertiertheit, Entschiedenheit, Selbstvertrauen und Kompetenz, solange sich diese nicht in den Stimmhöhenbereich der Frauenstimme befindet. Eine zu hohe Stimmlage bei Männern würde als Anzeichen für Schwäche, Unmännlichkeit und Mangel an Kompetenz gewertet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einleitung in die Thematik der Stimme als Ausdrucksmittel anhand eines Märchenbeispiels und Überblick über den strukturellen Aufbau der Arbeit.

2. Begriffsklärungen: Definition der zentralen Konzepte nonverbale Vokalisierung, Emotionen und Persönlichkeit unter Einbeziehung wissenschaftlicher Perspektiven.

3. Die Stimme: Umfassende Analyse der Grundlagen der Stimme, verschiedener Stimmeigenschaften, deren diagnostische Bedeutung bei psychischen Erkrankungen sowie kultureller Unterschiede.

4. Vokalisierung zwischen Babys und Erwachsenen: Untersuchung der spezifischen prosodischen Merkmale in der Kommunikation mit Säuglingen und der funktionalen Bedeutung des kindlichen Schreiens.

5. Probleme von Untersuchungen und Ergebnisse: Erörterung der methodischen Schwierigkeiten bei der isolierten Untersuchung von Stimmeigenschaften und Zusammenfassung wissenschaftlicher Erkenntnisse.

6. Nachwort: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Bedeutung der Kontextabhängigkeit bei der Interpretation von Stimmeigenschaften für die soziale Arbeit.

Schlüsselwörter

Nonverbale Kommunikation, Vokalisierung, Stimme, Stimmeigenschaften, Stimmlage, Emotionen, Persönlichkeit, Interaktionseffekt, Prosodie, Säuglingsforschung, Stimmanalyse, Psychologie, Sozialarbeit, Kommunikation, Lautsprache.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Frage, inwieweit die menschliche Stimme Informationen über Emotionen und Persönlichkeitsmerkmale eines Individuums preisgibt und welchen Stellenwert dies im Kontext der Kommunikation hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Vokalisierung, die Wirkung verschiedener Stimmeigenschaften, die Besonderheiten der Kommunikation zwischen Babys und Erwachsenen sowie die methodischen Herausforderungen bei der Analyse von Stimmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Stimme zwar wichtige nonverbale Informationen liefert, ihre Interpretation jedoch immer im Kontext anderer Kommunikationssignale und unter Berücksichtigung individueller und kultureller Faktoren erfolgen muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der verschiedene psychologische und kommunikationswissenschaftliche Studien zusammengetragen und reflektiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die detaillierte Analyse von Stimmeigenschaften wie Stimmlage und Lautstärke, die Untersuchung der kindlichen Vokalisierung und eine kritische Auseinandersetzung mit der Forschungsmethodik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Nonverbale Kommunikation, Stimmeigenschaften, Emotionen, Persönlichkeit, Prosodie und Interaktionseffekt beschreiben.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen "indifferenter Stimmlage" und anderen Lagen eine Rolle?

Die Indifferenzlage gilt als die entspannteste, natürlichste Stimmlage; Abweichungen davon werden oft mit bestimmten Emotionen oder psychischen Zuständen assoziiert, können jedoch bei Dauerzustand zu Fehlinterpretationen durch den Hörer führen.

Welche Bedeutung hat das Beispiel des Wolfsmärchens für die Schlussfolgerung der Arbeit?

Das Märchen dient als Metapher für die bewusste Manipulation der Stimme zur Täuschung, was unterstreicht, dass man sich in der Praxis, insbesondere in der sozialen Arbeit, nicht blind auf vokale Signale verlassen darf.

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Details

Title
Unsere Stimme - ein Ausdruck unserer Emotionen und unserer Persönlichkeit?
Subtitle
Ein Aspekt der nonverbalen - vokalen Kommunikation
College
University of Applied Sciences Jena
Grade
1,5
Author
Sandy Brunner (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V51298
ISBN (eBook)
9783638473095
ISBN (Book)
9783656543251
Language
German
Tags
Unsere Stimme Ausdruck Emotionen Persönlichkeit Aspekt Kommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandy Brunner (Author), 2004, Unsere Stimme - ein Ausdruck unserer Emotionen und unserer Persönlichkeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51298
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