Das Buch „Kommunikativ predigen: Plädoyer und Anleitung für die Auslegungspredigt“ ist ein Werk von Helge Stadelmann. Bei dem verwendeten Exemplar handelt es sich um eine Überarbeitung aus dem Jahr 2013.
Stadelmann ist im Jahr 1952 geboren und im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden aktiv. Er ist Rektor sowie Professor für Praktische Theologie an der Freien Theologischen Hochschule Gießen (FTH). Außerdem lehrt er im Doktoralprogramm der Evang. Theologischen Fakultät Leuven in Belgien. Zugleich ist er ehrenamtlicher Prediger. Er ist Autor zahlreicher weiteren Veröffentlichungen und fühlt sich einer heilsgeschichtlichen Schriftauslegung und ihrer Umsetzung auf den verschiedenen Praxisfeldern der Gemeinde verpflichtet.
Inhaltsverzeichnis
1. Inhaltliche Aspekte
2. Innere Kritik
3. Äußere Kritik
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit bietet eine fundierte Rezension des Werks „Kommunikativ predigen“ von Helge Stadelmann, um dessen Eignung als Anleitung für eine zeitgemäße, biblisch fundierte und hörerorientierte Auslegungspredigt zu bewerten.
- Analyse des homiletischen Ansatzes von Helge Stadelmann
- Bewertung der Verständlichkeit und didaktischen Struktur des Buches
- Kritische Auseinandersetzung mit der bibeltreuen Auslegungsmethodik
- Diskussion der praktischen Anwendbarkeit für Prediger
- Vergleich mit alternativen homiletischen Standardwerken
Auszug aus dem Buch
2. Innere Kritik
Der Inhalt des Werks ist verständlich und systematisch gegliedert. Interessiert den Leser ein Thema besonders, kann er zu dem gewünschten Kapitel gehen, ohne das Vorherige gelesen haben zu müssen. Fachspezifische Diskussionen und andere Quellen, die zur Vertiefung nützlich sind, sind kenntlich gemacht worden. Ebenfalls positiv sind Beispiele für Gottesdienstordnungen, die dem Leser als Anhang zur Verfügung stehen. Das Personen- und Autoren-Register sowie das Bibelstellen-Register sind ebenfalls hilfreich.
Eine verständliche Sprache durchzieht das Werk. Es werden keine langen, unverständlichen Schachtelsätze verwendet. Fachausdrücke erklärt der Autor umgehend (Beispiel: anthropozentrisch, S. 19). Somit ist das Geschriebene auch für Laien geeignet. Die Verwendung von rhetorischen Stilmitteln wirkt ebenfalls ansprechend. Stadelmanns Schreibstil ist in manchen Punkten amüsant und provokativ (z.B. „kirchlicher Todesfall“, S. 12). Die gewählte „Ich-Perspektive“ bewirkt eine Nähe des Autors zu seinen Lesern. Negativ ist allerdings, dass er manches Mal in der ersten Person Plural schreibt. Es ist nicht geklärt, welche Person(en) noch hinter dem wir stecken (vgl. S. 18). Stadelmann bezieht sich immer wieder auf Statistiken und macht damit das Gesagte deutlich (vgl. S. 12). Ebenfalls positiv ist, dass das Werk einige anschauliche Grafiken enthält (vgl. S. 14; S. 63; S. 162). Diese Grafiken sind manches Mal provokativ und regen den Leser zum Nachdenken an (vgl. S. S. 165; S. 173).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Inhaltliche Aspekte: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Autor Helge Stadelmann, seine theologische Einordnung sowie die grundlegende Intention des Buches, eine kommunikative und hörernahe Auslegungspredigt zu vermitteln.
2. Innere Kritik: Hier wird das Werk hinsichtlich seiner inhaltlichen Struktur, Sprachverwendung, Argumentationsweise und der didaktischen Aufarbeitung durch den Autor kritisch hinterfragt.
3. Äußere Kritik: Dieser Abschnitt bewertet die Verankerung des Autors in der bibeltreuen Theologie und vergleicht den Ansatz mit konkurrierenden Werken der Predigtlehre.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Empfehlung zusammen, für welche Zielgruppe das Buch geeignet ist und welchen Mehrwert es trotz kritischer Anmerkungen für die Praxis bietet.
Schlüsselwörter
Homiletik, Auslegungspredigt, Helge Stadelmann, Bibeltreue, Predigtlehre, Kommunikation, Gottesdienst, Rhetorik, Evangelikale Theologie, Praxis der Predigt, Hörerorientierung, Predigtvorbereitung, Theologie, Kirchliche Praxis, Rezension.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit ist eine Rezension des Fachbuchs „Kommunikativ predigen“ von Helge Stadelmann, welche die Qualität und Anwendbarkeit des Werks für die homiletische Praxis untersucht.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die biblisch fundierte Schriftauslegung, die kommunikative Gestaltung einer Predigt sowie die Balance zwischen akademischer Tiefe und praktischer Anwendbarkeit für den Prediger.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Stadelmann den Prozess der Predigterstellung strukturiert und inwieweit sein Werk als Anleitung für zeitgemäße Predigten in der westlichen Welt dienen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Rezension verwendet?
Die Arbeit nutzt die Methode der inhaltlichen und kritischen Literaturrezension, unterteilt in innere Kritik (Struktur/Stil) und äußere Kritik (Kontext/Autorensicht).
Was wird im Hauptteil der Rezension behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl die inhaltlichen Schwerpunkte des Buches zusammengefasst als auch eine kritische Auseinandersetzung mit der Argumentation und dem Schreibstil des Autors geführt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Homiletik, Auslegungspredigt, bibeltreue Theologie und Predigtlehre definieren.
Warum wird Stadelmanns Ansatz als subjektiv bewertet?
Die Arbeit kritisiert, dass Stadelmann seine bibeltreue Sichtweise als Maßstab setzt, was insbesondere für Leser mit historisch-kritischem Hintergrund zu einer einseitigen Darstellung führen kann.
Welche Schwachstellen in der Didaktik des Buches werden identifiziert?
Kritisiert wird das Fehlen von Zusammenfassungen am Ende der Kapitel sowie die ironischerweise fehlenden konkreten Anwendungsbeispiele in dem Abschnitt, der sich explizit mit der Anwendung in der Predigt beschäftigt.
- Arbeit zitieren
- Jasmin Bruhn (Autor:in), 2016, Kommunikativ predigen. Plädoyer und Anleitung für die Auslegungspredigt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/513013