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Die Europäische Bankenunion als Mittel einer einheitlichen Finanzaufsicht. Instrumente und Funktionen zur einheitlichen Finanzmarktregulierung

Titel: Die Europäische Bankenunion als Mittel einer einheitlichen Finanzaufsicht. Instrumente und Funktionen zur einheitlichen Finanzmarktregulierung

Fachbuch , 2020 , 59 Seiten

Autor:in: Stefan Schmillen (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Finanzkrise von 2007 bis 2009 hat viele Schwachstellen des europäischen Finanzsektors offenbart und gezeigt, wie abhängig europäische Banken und Staaten voneinander sind. Diese Mängel soll die Europäische Bankenunion beseitigen, indem sie eine einheitliche und rechtsverbindliche Finanzaufsicht gewährleistet.

Über welche Instrumente verfügt die Europäische Bankenunion, um den Finanzmarkt einheitlich zu regulieren? Inwieweit konnte die Europäische Bankenunion bislang auf die durch die Finanzkrise sichtbar gewordenen Probleme reagieren? Wie effizient war dabei die angestrebte einheitliche Regulierung? Und an welchen Stellen lässt sich die europäische Finanzmarktaufsicht verbessern?

Der Autor Stefan Schmillen beleuchtet die Europäische Bankenunion in ihrer Funktion als Finanzaufsicht und erläutert, inwieweit diese eine einheitliche Regulierung des Finanzmarktes gewährleistet. Dafür wirft Schmillen einen kritischen Blick auf die Drei-Säulen-Politik der Europäischen Bankenunion sowie ihre rechtlichen Rahmenbedingungen und gibt Anregungen für Verbesserungen.

Aus dem Inhalt:
- Europäische Währungsunion;
- Europäische Zentralbank;
- Refinanzierungskosten;
- Staatsanleihen;
- Geldpolitik

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Erfordernis einer Banken- und Finanzmarktregulierung für die europäische Währungsunion

2.1 Risikoverbund aus Banken und Staaten

2.2 Nationale Befangenheit in der Bankenaufsicht

2.3 Blockade im Transmissionsmechanismus

2.4 Wettbewerbsverzerrung wegen Systemrelevanz

3 Die drei Säulen der Europäischen Banken- und Finanzmarktregulierung

3.1 Einheitlicher Rechtsrahmen der Europäischen Bankenunion

3.2 Europäische Bankenaufsichtsbehörde

3.3 Einheitliche Bankenaufsicht

3.3.1 Klassifizierung der beaufsichtigten Institute

3.3.2 Bankenaufsicht innerhalb der EZB

3.3.3 Interessenkonflikte der EZB

3.4 Einheitlicher Abwicklungsmechanismus

3.4.1 Richtlinien zur Sanierung und Abwicklung

3.4.2 Instrumente der Abwicklung und Restrukturierung

3.4.3 Aufbau des Abwicklungsfonds

3.5 Einlagensicherung

3.5.1 Umfang und Finanzierung

3.5.2 Inanspruchnahme

4 Nachbesserungsbedarf bei Banken- und Finanzmarktaufsicht

4.1 Gläubigerbeteiligung

4.2 Eigenkapitalunterlegung von Staatsanleihen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die europäische Banken- und Finanzmarktaufsicht als Reaktion auf die Finanz- und Eurokrise und analysiert, wie die Europäische Bankenunion dazu beiträgt, den Risikoverbund zwischen Banken und Staaten zu verringern sowie die Finanzmarktstabilität zu sichern.

  • Notwendigkeit einer harmonisierten Bankenregulierung in der Währungsunion
  • Die Drei-Säulen-Struktur der Bankenunion
  • Instrumente und Funktionen der einheitlichen Finanzaufsicht und Abwicklung
  • Kritische Analyse von Effizienz und Wirkungsweise der Regulierungsmaßnahmen
  • Potenziale und notwendiger Nachbesserungsbedarf zur weiteren Krisenprävention

Auszug aus dem Buch

2.1 Risikoverbund aus Banken und Staaten

In der EWU sind die Banken grenzüberschreitend aktiv und dabei auch dicht mit ihren jeweiligen Staaten verflochten. Dadurch stellte sich ein Teufelskreis aus Banken- und Staatsschuldenkrise ein. Jene Bankenkrisen sorgen für Staatsschuldenkrisen, wenn die Staaten, um eine systemische Bankenkrise abzuwenden, genötigt sind, ihre bedeutsamen und mit dem restlichen Finanzsystem umfassend vernetzten Banken durch öffentliche Mittel zu retten. Da Banken über einen zu geringen Eigenkapitalanteil verfügen, um Defizite auffangen zu können, machen sie eine hohe Verschuldung umso krisenanfälliger. Zudem kann schon aufgrund einer gegenseitigen hohen Vernetzung der Banken untereinander die Insolvenz einer alleinigen großen und starken mit dem restlichen Bankensystem verbundenen Bank zu einer Systemkrise führen. Jedoch kann eine starke Verschuldung des Staates ebenfalls zu einer Destabilisierung des nationalen Bankensektors beitragen. Denn dadurch, dass die Banken einen enormen Anteil der einheimischen Staatsschuld halten, ohne diese mit Eigenkapital unterlegen zu müssen, sind sie bei Wertverlusten ihrer gehaltenen Staatsanleihen gezwungen Bilanzverluste zu verbuchen, welche ihr Eigenkapital reduzieren und sie folglich in eine finanzielle Schieflage bringen können. Dieser Zustand lässt wiederum staatliche Rettungsaktionen erforderlich werden. Hierzu kann Anhang 1 zur weiteren Veranschaulichung herangezogen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Stellt die Motivation für die Bankenunion als Lehre aus der Finanz- und Eurokrise dar und erläutert die Forschungsfrage.

2 Erfordernis einer Banken- und Finanzmarktregulierung für die europäische Währungsunion: Analysiert die systemischen Schwachstellen der Eurozone, insbesondere den Teufelskreis zwischen Banken und Staaten.

3 Die drei Säulen der Europäischen Banken- und Finanzmarktregulierung: Beschreibt den rechtlichen Rahmen sowie die Instrumente der Bankenaufsicht, Abwicklung und Einlagensicherung.

4 Nachbesserungsbedarf bei Banken- und Finanzmarktaufsicht: Diskutiert Verbesserungsvorschläge hinsichtlich Gläubigerbeteiligung und Eigenkapitalunterlegung von Staatsanleihen.

5 Fazit: Zieht eine kritische Bilanz zum aktuellen Stand der Bankenunion und bewertet deren Wirksamkeit für die Stabilität der Währungsunion.

Schlüsselwörter

Europäische Bankenunion, Finanzmarktaufsicht, Risikoverbund, Staatsschuldenkrise, Single Supervisory Mechanism, SSM, Abwicklungsmechanismus, SRM, Einlagensicherung, Basel III, Eigenkapitalunterlegung, Systemrelevanz, Finanzstabilität, Bail-In, Bankenregulierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Europäische Bankenunion und ihre Instrumente als Antwort auf die Finanz- und Staatsschuldenkrise in der Eurozone.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind Bankenaufsicht, Abwicklungsmechanismen für Banken, Einlagensicherung und die regulatorische Eigenkapitalunterlegung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Effizienz und Wirkung der Bankenunion-Instrumente kritisch zu analysieren und notwendige Nachbesserungen zur Stabilitätssicherung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Dokumentenanalyse der einschlägigen EU-Verordnungen und ökonomischen Analysen zur Finanzmarktregulierung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die drei Säulen der Bankenunion (SSM, SRM, Einlagensicherung) und deren Anwendung in der Praxis sowie in Verbesserungsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Bankenunion, Risikoverbund, Finanzstabilität, Bail-In-Regeln und Eigenkapitalunterlegung.

Wie definiert der Autor das Problem des Risikoverbundes?

Der Risikoverbund beschreibt die wechselseitige Abhängigkeit, bei der Banken in Staatsschulden investieren und Staaten gleichzeitig gezwungen sind, systemrelevante Banken in der Krise zu stützen.

Welche Kritik übt der Autor an den aktuellen Regelungen der Bankenunion?

Der Autor kritisiert die existierenden Ausnahmeregelungen und den Ermessensspielraum der Behörden, die eine vollständige Entkopplung der Risiken von Banken und Staaten noch nicht ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 59 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Europäische Bankenunion als Mittel einer einheitlichen Finanzaufsicht. Instrumente und Funktionen zur einheitlichen Finanzmarktregulierung
Autor
Stefan Schmillen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
59
Katalognummer
V513060
ISBN (eBook)
9783963560583
ISBN (Buch)
9783963560590
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Banken Bankenregulierung Finanzmarkt Finanzmarktregulierung Europäische Währungsunion EZB Bankenaufsicht Finanzmarktaufsicht Drei Säulen Europäische Banken- und Finanzmarktregulierung Europäische Bankenunion Bankenunion Abwicklungsmechanismus Abwicklung von Banken Einlagensicherung Gläubigerbeteiligung Eigenkapitalunterlage von Staatsanleihen Europäische Zentralbank Refinanzierungskosten Staatsanleihen Geldpolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Schmillen (Autor:in), 2020, Die Europäische Bankenunion als Mittel einer einheitlichen Finanzaufsicht. Instrumente und Funktionen zur einheitlichen Finanzmarktregulierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/513060
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Leseprobe aus  59  Seiten
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