Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Pedagogic Psychology

Das Assessment Center - Anspruch und Wirklichkeit im Spiegel der Validitätsdebatte

Title: Das Assessment Center - Anspruch und Wirklichkeit im Spiegel der Validitätsdebatte

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 23 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Britta Wertenbruch (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Assessment-Center sei eines der teuersten eignungsdiagnostischen Verfahren, die es zurzeit auf dem Markt gebe. Ist es denn neben der teuersten Methode auch die effizienteste, um die fähigsten Bewerber aus einer Gruppe auszuwählen? Um diese Tatsache zu überprüfen, sei es erforderlich, das Assessment-Center einer systematischen Güteprüfung zu unterziehen, um Informationen über die Qualität der Auswahlprozesse zu erhalten. Denn nur wenn sichergestellt ist, dass das Assessment-Center anderen Verfahren überlegen ist, seien die zusätzlich entstehenden Kosten gerechtfertigt.
Die Frage nach der Gültigkeit bzw. Validität im Assessment-Center ist Gegenstand dieses Buches. Zunächst wird definiert, welchen Anspruch das Assessment-Center an sich selbst stellt und im Folgenden wird allgemein auf die Validitätsproblematik des Assessment-Centers eingegangen. Im Mittelpunkt des dritten Kapitels stehen die einzelnen Validitätsarten, welche näher betrachtet und erläutert werden. Angefangen mit der Kriteriumsvalidität, zu der auch die prognostische Validität zählt, über die Inhaltsvalidität bis hin zur Konstruktvalidität.
Zu Beginn des dritten Kapitels wird die Kriteriumsvalidität definiert und es wird veranschaulicht, welche Probleme sich in Bezug auf das Assessment-Center ergeben. Im weiteren Verlauf wird die prognostische Validität, welche eine Unterkategorie der Kriteriumsvalidität ist, erklärt. Infolgedessen werden wiederum die Schwierigkeiten dieser Validitätsform bezüglich des Assessment-Centers dargelegt. Im weiteren Verlauf werden Studien herangezogen, die den Grad der Validität im Hinblick auf das Assessment-Center geprüft haben.
Das Kapitel beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Inhaltsvalidität, welche wiederum definiert, veranschaulicht und anhand von Studien geprüft wird.
Die Konstruktvalidität bildet den Kern des letzten Kapitels. Zuerst wird eine Begriffserklärung vorgenommen und im Folgenden werden die Probleme benannt, welche sich bei der Konstruktvalidierung ergeben und anhand des Multitrait-Multimethod-Ansatzes (kurz: MTMM-Ansatz) näher beleuchtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Assessment-Center

2.1 Definition des Assessment-Centers

2.2 Validitätsproblematik

3 Validitätsarten

3.1 Kriteriumsvalidität

3.2 Inhaltsvalidität

3.3 Konstruktvalidität

4 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Anspruch und die Realität von Assessment-Centern durch eine kritische Analyse ihrer methodischen Güte und Validität. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwieweit das Assessment-Center als eignungsdiagnostisches Instrument tatsächlich die Eignung für Führungspositionen vorhersagen kann und welche methodischen Probleme dabei im Vordergrund stehen.

  • Methodische Grundlagen der Eignungsdiagnostik im Assessment-Center.
  • Die Rolle der Kriteriumsvalidität bei der Identifikation von Führungserfolg.
  • Analyse der Inhaltsvalidität und der Repräsentativität von Prüfaufgaben.
  • Untersuchung der Konstruktvalidität mittels Multitrait-Multimethod-Ansätzen.
  • Kritische Bewertung der Validitätsdebatte und ihrer praktischen Implikationen.

Auszug aus dem Buch

3.3 Konstruktvalidität

Der Konstruktvalidierung komme eine besondere Bedeutung zu, da Inhaltsvalidität kein objektiver Kennwert sei und die Kriteriumsvalidität durch den Mangel an geeigneten Außenkriterien nur selten durchführbar sei. Messik (1980) weist darauf hin, dass kriterienbezogene und inhaltsbezogene Gültigkeitsaspekte bei einer Konstruktvalidierung integrierbar sind. Ein Test sei konstruktvalide, wenn aus dem zu messenden Zielkonstrukt Vermutungen abgeleitet werden, welche durch die Testwerte verifiziert werden können. Anstelle eines eindeutigen oder verborgenen Außenkriteriums werde ein Netz von Thesen über das Konstrukt und seine Relationen zu anderen Variabeln formuliert. Die Thesen werden danach auf ihre Gültigkeit hin überprüft und desto mehr Thesen bestätigt werden, desto überzeugender sei die Konstruktvalidität des Tests. Die Konstruktvalidität befasse sich demnach mit der Klärung der theoretischen Beziehungen, welche zwischen den gemessenen Eigenschaften bestehen. Unter Konstruktvalidität verstehe man also einen empirischen Untersuchungsprozess, welcher allmählich die Folgerungen erhärte, dass die Messwerte eines Prädikators eine spezifische Bedeutung besitzen.

Das Assessment-Center versuche, von den beobachtbaren Verhaltensweisen auf konstante und stabile Eigenschaften zu schließen. Diese Eigenschaften kann man als Konstrukte bezeichnen, die man mit Hilfe von Beobachtungsdaten sinnvoll zu erklären versucht. Demnach besitzen auch die Dimensionen, anhand derer die Kandidaten bewertet werden, Konstruktcharakter. Aus diesem Grund sei die Frage berechtigt, welche Konstruktvalidität die Dimensionsbeurteilungen im Assessment-Center besitzen. Eine Methode, die Frage nach der Verlässlichkeit und Abgrenzbarkeit der im Assessment-Center beurteilten Merkmale bzw. Verhaltensweisen zu klären, versucht sei die von Campbell und Fiske (1959) vorgeschlagenen Multitrait-Multimethod-Matrix (MTMM-Matrix). Dieser Ansatz erlaube es, mehrere Konstrukte (Multi-Trait) durch mehrere Erhebungsmethoden (Multi-Methode) zu erfassen. Darüber hinaus überprüfe diese Methode, ob verschiedene Methoden dasselbe Konstrukt messen und wie gut verschiedene Konstrukte durch eine Methode unterschieden werden können. Des Weiteren erlaube der MTMM-Ansatz es, über zwei Teilaspekte der Konstruktvalidität eine Aussage zu treffen, nämlich zum einen über die konvergente und zum anderen über die diskriminante Validität.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Untersuchung des Assessment-Centers als teures Auswahlverfahren und stellt die zentrale Fragestellung der Validitätsprüfung in den Mittelpunkt.

2 Das Assessment-Center: Dieses Kapitel liefert eine Definition des Assessment-Centers, beschreibt dessen Zweck in der Personalauswahl und führt in die grundlegende Validitätsproblematik ein.

3 Validitätsarten: Das umfangreichste Kapitel widmet sich der detaillierten Untersuchung der Kriteriums-, Inhalts- und Konstruktvalidität unter Einbeziehung wissenschaftlicher Studien und statistischer Modelle.

4 Resümee: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass das Assessment-Center trotz mäßiger Validitätswerte eine nützliche, wenn auch nicht vollkommene Entscheidungshilfe darstellt.

Schlüsselwörter

Assessment-Center, Eignungsdiagnostik, Validität, Kriteriumsvalidität, Inhaltsvalidität, Konstruktvalidität, Führungserfolg, Potenzialanalyse, MTMM-Ansatz, Personalauswahl, Auswahlverfahren, Beurteilungsdimensionen, Prognosevalidität, Personalentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wissenschaftliche Gültigkeit und Zuverlässigkeit von Assessment-Centern als Instrument zur Auswahl von Führungskräften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Definition des Verfahrens, die verschiedenen Arten der Validitätsprüfung (Kriteriums-, Inhalts- und Konstruktvalidität) sowie die kritische Reflexion des praktischen Nutzens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu überprüfen, ob das Assessment-Center die in es gesetzten Erwartungen an die Vorhersage von Führungserfolg validitätstheoretisch erfüllen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und wertet relevante psychologische Studien (z.B. die Management Progress Study) sowie statistische Methoden zur Validitätsbestimmung aus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Definition des Assessment-Centers und eine tiefgehende Auseinandersetzung mit den drei Hauptvaliditätsarten unter Verwendung wissenschaftlicher Fachliteratur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Assessment-Center, Eignungsdiagnostik, Validität, Konstrukt- und Kriteriumsvalidität sowie Führungspotenzial.

Warum ist der MTMM-Ansatz wichtig für die Arbeit?

Der Multitrait-Multimethod-Ansatz (MTMM) dient als methodisches Werkzeug, um die Konstruktvalidität der im Assessment-Center verwendeten Beurteilungsdimensionen kritisch zu hinterfragen.

Zu welcher Schlussfolgerung kommt der Autor hinsichtlich der Inhaltsvalidität?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass dem Assessment-Center nur eine geringe Inhaltsvalidität nachgewiesen werden kann, da eine präzise Abgrenzung des Aufgabenuniversums für Führungskräfte in der Praxis kaum möglich ist.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Das Assessment Center - Anspruch und Wirklichkeit im Spiegel der Validitätsdebatte
College
Ruhr-University of Bochum  (Pädagogisches Institut)
Course
Führung in Organisationen
Grade
2,3
Author
Britta Wertenbruch (Author)
Publication Year
2006
Pages
23
Catalog Number
V51313
ISBN (eBook)
9783638473217
ISBN (Book)
9783638683142
Language
German
Tags
Assessment Center Anspruch Wirklichkeit Spiegel Validitätsdebatte Führung Organisationen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Britta Wertenbruch (Author), 2006, Das Assessment Center - Anspruch und Wirklichkeit im Spiegel der Validitätsdebatte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51313
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint