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Sklavenaufstände auf den British West Indies. Die Rebellionen von Barbados (1816) und Jamaika (1831)

Ursachen und Folgen

Titel: Sklavenaufstände auf den British West Indies. Die Rebellionen von Barbados (1816) und Jamaika (1831)

Hausarbeit , 2019 , 16 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: Lisa Krack (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges
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Der Fokus dieser Arbeit soll auf den Aufständen von Barbados und Jamaika liegen. Hierbei soll zunächst der Ablauf der Revolten geschildert werden, um daraufhin auf die Ursachen und die Folgen der Aufstände einzugehen. Ziel dieser Untersuchung ist es, anhand der vorliegenden Literatur, den Impakt zu ermitteln, den die Rebellionen auf die Abolitionsbewegung im Großbritannien des 19. Jahrhunderts hatten. Da sich die Historiker nicht einig sind, in welchem Maß die Aufstände einen Beitrag zur Abschaffung der Sklaverei geleistet haben, sollen außerdem unterschiedliche Perspektiven auf die Thematik kurz angesprochen werden. Auch weitere Forschungsdebatten bezüglich der beiden Rebellionen sollen hier näher betrachtet werden. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Forschung intensiv mit der britischen Karibik auseinandergesetzt, wobei die Geschichte dieser Region in einen größeren Kontext gesetzt wurde. Infolgedessen wird diese Geschichte oft im Zusammenhang mit der atlantischen Geschichte und der des britischen Weltreichs betrachtet. Bei Jamaika handelt es sich um die anglophone Westindische Insel, über die in den letzten Jahrzehnten am meisten geschrieben wurde.

Im 17. Jahrhundert fielen die karibischen Inseln Barbados und Jamaika, infolge des Wettrennens der europäischen Großmächte, in den Besitz der Engländer. Die beiden Kolonien zählten neben den Leeward Inseln zu den bedeutendsten Besitztümern des britischen Weltreichs. Im Verlaufe des 18. Jahrhunderts äußerte sich der atlantische Sklavenhandel als der Ursprung des Wohlstands und politischen Erfolges der Briten. Obschon dieser im Jahre 1807 endete, blieb die Sklaverei im britischen Weltreich noch fast drei Jahrzehnte lang bestehen. Die anglophonen Westindischen Inseln erfuhren zur Zeit der britischen Herrschaft mehrere Sklavenaufstände. Die von Barbados (1816), Demerara (1823) und Jamaika (1831) zählen zu den drei größten Sklavenrebellionen in der Geschichte der „Neuen Welt“.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die anglophonen Westindischen Inseln

3. Barbados und Jamaika unter britischer Herrschaft

4. Die Sklavenaufstände auf Barbados und Jamaika

4.1. Die Barbados Rebellion von 1816

4.2. Die Jamaika-Rebellion von 1831

5. Vergleich der Aufstände

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Sklavenaufstände auf Barbados (1816) und Jamaika (1831), um deren Einfluss auf die britische Abolitionsbewegung im 19. Jahrhundert zu analysieren und unterschiedliche historische Perspektiven auf die Abschaffung der Sklaverei zu beleuchten.

  • Historische Einordnung der britischen Kolonien in der Karibik.
  • Detaillierte Analyse der Aufstände von 1816 und 1831.
  • Untersuchung des Impakts der Rebellionen auf die Abschaffung der Sklaverei.
  • Vergleichende Betrachtung der Sklavenwiderstände und ihrer Wahrnehmung.
  • Diskussion forschungsrelevanter Debatten über die Rolle der Sklaven bei ihrer Emanzipation.

Auszug aus dem Buch

Die Barbados Rebellion von 1816

Am Abend des Ostersonntags 1816 begann gegen 20 Uhr der erste größere, bewaffnete Sklavenaufstand auf Barbados seit 1692. Die Rebellen setzten am 14. April zunächst vereinzelte Zuckerrohrfelder in St. Phillip in Brand, bevor der Aufstand auf weitere Gemeinden im Süden und auf das Zentrum von Barbados übergriff. Die Hälfte der Insel war von den Unruhen betroffen. Indem sie ein Fünftel der Zuckerrohrernte der Insel zerstörten, beschädigten die Aufständischen die Einkommensquelle der Plantagenbesitzer. Am Montagmorgen rief die Kolonialregierung gegen 2 Uhr den Ausnahmezustand aus, der bis zum 12 Juli bestehen blieb. Am 16. April stellte der mutmaßliche Anführer „Bussa“, nach dem der Sklavenaufstand benannt wurde, eine Truppe von ungefähr 400 Sklaven zusammen, die auf Joseph Bayleys Plantage, auf der östlichen Seite der Insel, gegen die weißen Sklavenhalter kämpften. Die Rebellion wurde am 17. April von den Streitkräften und dem „First West Indian Regiment“ niedergeschlagen.

Der längste bewaffnete, gegen die Sklaverei gerichtete, Aufstand auf Barbados forderte zahlreiche Opfer. Bei einer Schadensanalyse stellte sich heraus, dass ungefähr 1000 Schwarze während der Rebellion gestorben waren. Schätzungen zufolge wurden 144 Rebellen hingerichtet, 70 wurden zum Tode verurteilt und 123 wurden deportiert. Ein Weißer und zwei Soldaten des „West India Regiment“ waren ebenfalls bei dem Aufstand umgekommen. Insgesamt waren zwischen 3.900 und 5.000 Rebellen in das Geschehen verwickelt gewesen. Der Schaden betrug 175.000 Pfund Sterling und fast 25 Prozent der erwarteten Zuckerernte waren durch das, von Aufständischen gelegte, Feuer zerstört worden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die koloniale Geschichte von Barbados und Jamaika ein und definiert das Ziel der Arbeit, den Einfluss der großen Sklavenaufstände auf die britische Abolitionsbewegung zu untersuchen.

2. Die anglophonen Westindischen Inseln: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung der Plantagenwirtschaft und die Rolle des atlantischen Sklavenhandels im britischen Weltreich als Grundlage für die koloniale ökonomische Struktur.

3. Barbados und Jamaika unter britischer Herrschaft: Hier werden die Gemeinsamkeiten und strukturellen Unterschiede der beiden Kolonien im 18. und 19. Jahrhundert gegenübergestellt.

4. Die Sklavenaufstände auf Barbados und Jamaika: Dieses Kapitel schildert detailliert den Ablauf der Rebellionen von 1816 auf Barbados und 1831 auf Jamaika, inklusive ihrer Anführer und Beweggründe.

5. Vergleich der Aufstände: Hier werden die Rebellionen in einen Kontext gesetzt, Gemeinsamkeiten im Widerstand aufgezeigt und die unterschiedlichen Auswirkungen auf die britische Politik diskutiert.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Aufstände als Katalysatoren für die Abschaffung der Sklaverei wirkten, wobei die Rolle der Sklaven bei ihrem eigenen Befreiungsprozess historisch teils unterschiedlich bewertet wird.

Schlüsselwörter

Sklaverei, Barbados, Jamaika, Sklavenaufstand, Abolitionismus, Plantagenwirtschaft, Bussa, Samuel Sharpe, Britisches Weltreich, Emanzipation, Widerstand, Karibik, Kolonialisierung, Zuckerproduktion, Anti-Sklaverei-Bewegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Sklavenaufstände auf Barbados 1816 und Jamaika 1831 und deren historische Bedeutung für die Abschaffung der Sklaverei im britischen Weltreich.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der kolonialen Plantagenökonomie, der Geschichte der karibischen Sklavenrebellionen und der politischen Entwicklung der Abolitionsbewegung in Großbritannien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ermitteln, in welchem Maß die Rebellionen von 1816 und 1831 zum Impuls für die tatsächliche Abschaffung der Sklaverei durch das britische Parlament beitrugen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung historischer Quellen, um den Verlauf und die Folgen der Aufstände wissenschaftlich einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Abläufe der beiden Aufstände, die Rollen der Anführer (Bussa und Samuel Sharpe) sowie die ökonomischen und sozialen Auswirkungen der Rebellionen detailliert geschildert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Sklaverei, Abolitionismus, Sklavenaufstand, Karibik und der historische Kontext des britischen Weltreichs im 19. Jahrhundert sind zentral.

Warum war das Datum für den Aufstand auf Barbados strategisch gewählt?

Die Sklaven wählten das Osterfest, da sie davon ausgingen, dass die militärische Bewachung geringer sei und das vollreife Zuckerrohr Deckung für ihre Aktionen bot.

Welche Rolle spielte Samuel Sharpe bei der Rebellion auf Jamaika?

Samuel Sharpe, ein baptistischer Diakon, wird als Anführer der „Christmas Rebellion“ von 1831 angesehen; ihm wird vorgeworfen, die Sklaven durch die Lehre der natürlichen Gleichheit zum Widerstand mobilisiert zu haben.

Wie unterschieden sich die Auswirkungen der beiden Aufstände?

Während die Barbados-Rebellion primär von den Kampagnen instrumentalisiert wurde, löste die Jamaika-Rebellion sofortige parlamentarische Debatten aus, die als „System beyond repair“ den Weg zum Emancipation Act von 1833 ebneten.

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Details

Titel
Sklavenaufstände auf den British West Indies. Die Rebellionen von Barbados (1816) und Jamaika (1831)
Untertitel
Ursachen und Folgen
Hochschule
Universität Trier
Veranstaltung
British Empire
Note
1.0
Autor
Lisa Krack (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
16
Katalognummer
V513171
ISBN (eBook)
9783346100863
ISBN (Buch)
9783346100870
Sprache
Deutsch
Schlagworte
British Empire Sklavenhandel Sklaven Barbados Jamaika Sklavenaufstand
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Krack (Autor:in), 2019, Sklavenaufstände auf den British West Indies. Die Rebellionen von Barbados (1816) und Jamaika (1831), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/513171
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Leseprobe aus  16  Seiten
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