Diese Arbeit hat zum Ziel, die Akquisition des Bierkonzerns SAB Miller durch den Wettbewerber AB InBev im Jahre 2016 darzustellen und zu bewerten. Nach einer Kurzvorstellung der beiden Unternehmen wird dazu eingangs die grundsätzlichen Bedeutung von Merger & Acquisitions für AB InBev dargestellt um dann im weiteren Verlauf auf die spezifische Übernahme von SAB Miller einzugehen. Im Rahmen der Analyse dieser Transaktion werden die Motive AB InBevs den Kauf durchzuführen dargestellt und kritisch gewürdigt. Im Weiteren wird der Ablauf der Transaktion mit seinen wesentlichen Meilensteinen dargestellt, auf Besonderheiten und spezifische Herausforderungen der Übernahme eingegangen und zuletzt eine ex-post Bewertung aus Sicht von AB InBev vorgenommen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Kurzvorstellung AB InBev & SAB Miller
2 Die Bedeutung von M&A für AB InBev
2.1 Die M&A-Geschichte AB InBevs
2.2 Die M&A-Strategie AB InBevs
3 Übernahme von SAB Miller
3.1 Motive für die Durchführung mit kritischer Stellungnahme
3.2 Transaktionsverlauf
3.3 Besonderheiten und spezifische Herausforderungen
4 Ex Post Bewertung & Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die im Jahr 2016 erfolgte Akquisition des Bierkonzerns SAB Miller durch den Wettbewerber AB InBev detailliert darzustellen und kritisch zu bewerten, wobei insbesondere die M&A-Strategie des Käufers, die Transaktionsmotive sowie die spezifischen Herausforderungen und Folgen der Übernahme analysiert werden.
- Grundlagen der M&A-Strategie von AB InBev
- Analyse der Übernahmemotive von AB InBev
- Detaillierter Transaktionsverlauf und kartellrechtliche Aspekte
- Herausforderungen wie Finanzierung und Brexit-Einflüsse
- Ex-post Bewertung der Übernahme aus Sicht des Käufers
Auszug aus dem Buch
3.1 Motive für die Durchführung mit kritischer Stellungnahme
Aus Sicht von AB InBev gab es vier Hauptmotive für die Übernahme von SAB Miller. Das incentivegesteuerte Management, welches nach starkem, anorganischem Umsatzwachstum strebte ist als primärer Grund zu nennen. Wie bereits oben dargestellt, ist die Strategie von AB InBev seit der Gründung von AmBev mittels Unternehmensübernahmen rasch zu wachsen. Daher lag es nahe, den größten Wettbewerber aufzukaufen (s. Abb. 2 zur Auswirkung der Übernahme auf die FMCG-Landschaft).
Die starke Position SAB Millers in wachsenden Märkten, vornehmlich dem afrikanischen Markt, war ein weiteres, schwerwiegendes Argument für den Käufer. Während der Biermarkt weltweit nur moderat wächst, legt er in Regionen wie Afrika und Ostasien ein deutlich stärkeres Wachstum hin. Für ein Unternehmen, welches starkes Umsatzwachstum erzielen möchte, welches aber aufgrund von kartellrechtlichen Beschränkungen zukünftig keine größeren Übernahmen mehr durchführen dürfen wird, ist die Investition in wachsende Märkte unabdinglich.
Das dritte Hauptmotiv ist die Nutzung von Synergien. AB InBev ist aufgrund der übernahmeorientierten Unternehmensstrategie sehr erfahren darin, aufgekaufte Unternehmen kosteneffizienter zu gestalten indem ZBB eingeführt wird und Unternehmensfunktionen zentralisiert werden. Daher sah das Unternehmen zum Zeitpunkt der Übernahme ein hohes Synergiepotential von 1,4 Mrd USD.
Die Nutzung von Größenvorteilen und Erfahrungskurveneffekten ist als viertes Hauptmotiv anzuführen. Abgesehen von besseren Verhandlungspositionen im Einkauf von Rohstoffen ist die erhöhte Marktmacht gegenüber dem Handel und den Konsumenten zentral. AB InBev folgt weltweit einer Premiumisierungsstrategie. Die dafür notwendigen Preiserhöhungen lassen sich gegenüber Kunden und Konsumenten mit höheren Marktanteilen deutlich besser durchsetzen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Arbeit legt das Ziel fest, die Akquisition von SAB Miller durch AB InBev zu analysieren und nach einer Unternehmensvorstellung die Bedeutung von M&A für den Käufer zu beleuchten.
2 Die Bedeutung von M&A für AB InBev: Dieses Kapitel erläutert die Historie der Zukäufe des Unternehmens und stellt dessen spezifische M&A-Strategie vor, die auf anorganischem Wachstum basiert.
3 Übernahme von SAB Miller: Hier werden die Beweggründe für den Kauf, der chronologische Ablauf der Transaktion sowie die damit verbundenen Herausforderungen und Besonderheiten detailliert untersucht.
4 Ex Post Bewertung & Fazit: Das abschließende Kapitel bewertet die Auswirkungen der Akquisition auf AB InBev, insbesondere im Hinblick auf Verschuldung, Kursentwicklung und langfristige strategische Vorteile.
Schlüsselwörter
AB InBev, SAB Miller, M&A, Akquisition, Bierkonzern, Synergien, Zero Based Budgeting, Marktmacht, anorganisches Wachstum, Kartellrecht, Fremdkapital, Brexit, Premiumisierungsstrategie, globale Expansion, Unternehmensbewertung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Übernahme des Bierbrauers SAB Miller durch den globalen Marktführer AB InBev im Jahr 2016 sowie deren strategische Auswirkungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die M&A-Strategie von AB InBev, die Motive für die Übernahme, die Abwicklung der Transaktion unter kartellrechtlichen Auflagen und die ex-post Bewertung des Unternehmenskaufs.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Akquisitionsprozess und die damit verbundenen ökonomischen Entscheidungen transparent darzustellen und aus Sicht von AB InBev zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse, die unternehmenseigene Berichte, Finanzdaten und Presseberichte auswertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil deckt die Historie der Zukäufe, die spezifische M&A-Strategie (insbesondere ZBB), die vier Hauptmotive der Übernahme, den Transaktionsverlauf und die finanziellen sowie kartellrechtlichen Herausforderungen ab.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind M&A, Akquisition, AB InBev, SAB Miller, Synergien, anorganisches Wachstum und Marktmacht.
Wie hat der Brexit den Verlauf der Transaktion beeinflusst?
Die Abwertung des britischen Pfunds kurz vor dem Abschluss führte zu Irritationen und erzwang Nachverhandlungen, bei denen eine Erhöhung des Kaufpreises ausgehandelt wurde.
Warum musste AB InBev so viele Marken und Beteiligungen veräußern?
Um die Freigabe durch die internationalen Kartellbehörden zu erhalten, musste AB InBev zahlreiche Unternehmensbeteiligungen an Wettbewerber abgeben, um eine marktbeherrschende Stellung in bestimmten Regionen zu vermeiden.
- Arbeit zitieren
- Lukas Fiedler (Autor:in), 2019, Akquisition des Bierkonzerns SAB Miller durch den Wettbewerber AB INBev im Jahre 2016. Darstellung und Bewertung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/513211