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Zwischen mütterlicher Liebe und teuflischer Angst. Handlungsmotive der Lucrete in Konrad von Würzburgs "Partonopier und Meliur"

Title: Zwischen mütterlicher Liebe und teuflischer Angst. Handlungsmotive der Lucrete in Konrad von Würzburgs "Partonopier und Meliur"

Term Paper , 2019 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Konrads von Würzburg Werk "Partonopier und Meliur" lebt von unterschiedlichen Frauenfiguren, die beträchtlichen Einfluss auf den Protagonisten Partonopier und den Handlungsverlauf des Versepos ausüben. Eine dieser Figuren ist Partonopiers Mutter Lucrete. Welche Handlungsmotive Lucrete im Umgang mit ihrem Sohn Partonopier und dessen Liebesleben verfolgt, soll Gegenstand dieser Hausarbeit sein.

Dabei ist es zunächst bedeutsam, den Charakter der Figur zu ergründen. Untersuchungen zur familieninternen systempolitischen Stellung, sowie besonderen Charaktermerkmalen und Fähigkeiten sollen Aufschluss darüber geben, über welche persönliche Disposition Lucrete im Umgang mit Partonopier verfügt. Daraus, und aus diversen anderen Faktoren, ergeben sich Aspekte, die die Mutter-Kind-Beziehung zwischen Lucrete und Partonopier beeinflussen. Das Verhältnis der beiden soll in seiner Entwicklung beschrieben und in seiner Beschaffenheit zu den verschiedenen Zeitpunkten erläutert werden. Lucretes Beziehung zu ihrem Sohn ist naturgemäß ein bedeutender Teil ihrer Identität, sodass die Analyse der Verwandtschaftsbeziehung ebenso Aufschluss über ihre Handlungsmotive geben wird. Abschließend wird Lucretes Haltung gegenüber Partonopiers Geliebten Meliur erörtert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Charakterisierung der Figur Lucrete

3. Die Mutter-Kind-Beziehung zwischen Lucrete und Partonopier

4. Lucretes Haltung gegenüber Meliur

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die komplexen und teils widersprüchlichen Handlungsmotive der Figur Lucrete in Konrads von Würzburg Versepos „Partonopier und Meliur“. Das primäre Ziel besteht darin, die Ambivalenz zwischen Lucretes Rolle als fürsorgliche Mutter und als machtorientierte, intrigante Erzieherin zu entschlüsseln und deren Einfluss auf den Handlungsverlauf sowie die Beziehung zu ihrem Sohn Partonopier zu analysieren.

  • Die Charakterisierung der Figur Lucrete im gesellschaftlichen Kontext
  • Die Dynamik und Entwicklung der Mutter-Kind-Beziehung
  • Lucretes ambivalente Haltung und Ablehnung gegenüber Meliur
  • Einfluss von Machtansprüchen und politischem Kalkül auf das Handeln
  • Die Rolle christlicher Werte und Teufelsfurcht als Motivationsquelle

Auszug aus dem Buch

Charakterisierung der Figur Lucrete

Als Mutter des Protagonisten Partonopier nimmt die Figur Lucrete eine zentrale Rolle im Handlungsverlauf ein. Lucrete ist qua Geburt von gesellschaftlich hohem Range, da sie die Schwester des Königs von Frankreich ist. Im Familiengefüge nimmt sie, in Zusammenarbeit mit ihrem Bruder, die Rolle der Erzieherin des Thronnachfolgers Partonopier ein. Lucrete misst der Erziehung ihres Sohnes hohen Wert bei, bringt ihm „gebâren“, also angemessenes, gutes Benehmen, bei und erzieht ihn im Sinne der höfischen Werte „triuwe, manheit unde ouch zuh.“ Als Mutter des französischen Thronnachfolgers ist ihr die gesellschaftliche Machtposition ihres Sohnes außerordentlich wichtig. Besonders deutlich wird ihr Interesse an politischer Macht in der Textstelle, in der sie Partonopier nahelegt, die Nichte des Königs anstatt Meliur zu heiraten, um seine Machtposition zu stärken:

„die kiuschen maget wünneclich lâ geben dir ze dîner ê, sô maht du wesen iemer mê gewaltic in Kärlingen.“

Der Kontext dieser Textstelle gibt außerdem Aufschluss über die Höhe des Stellenwerts, den politische Ranghöhe für Lucrete einnimmt. Ihr ist zu diesem Zeitpunkt bewusst, dass Partonopier nichts als Liebe für Meliur empfindet und, anders als Lucrete selbst, nicht an einem gesellschaftlich höheren Rang interessiert ist. Anhand dessen wird deutlich, dass Lucrete der politischen Macht höhere Priorität als der Liebe, zumindest dem erfüllten Liebesleben ihres Sohnes, beimisst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Werk von Konrad von Würzburg ein und legt die Forschungsfrage sowie die Untersuchungsebenen bezüglich der Mutterfigur Lucrete dar.

2. Charakterisierung der Figur Lucrete: Es wird analysiert, wie Lucrete zwischen ihrer Rolle als höfische Mutter und machtgierige Akteurin schwankt, wobei ihr Streben nach politischer Macht und ihr ambivalenter Charakter im Vordergrund stehen.

3. Die Mutter-Kind-Beziehung zwischen Lucrete und Partonopier: Die Untersuchung beleuchtet die wechselhafte Entwicklung der Beziehung, die von ursprünglicher familiärer Zuneigung bis hin zum Zerwürfnis durch Lucretes manipulative Eingriffe reicht.

4. Lucretes Haltung gegenüber Meliur: Dieses Kapitel arbeitet Lucretes tiefsitzendes Misstrauen und ihre Teufelsfurcht gegenüber Meliur heraus, welche sie als legitimen Grund für ihre Einmischung in die Liebesbeziehung ihres Sohnes nutzt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die drei identifizierten Handlungsmotive – mütterliche Sorge, machtpolitisches Kalkül und christliche Furcht – zusammen und betont Lucretes Rolle als vielschichtige, ambivalente Figur.

Schlüsselwörter

Partonopier und Meliur, Konrad von Würzburg, Lucrete, Mutterfigur, Mittelalterliche Literatur, Handlungsmotive, Höfische Minne, Machtpolitik, Ambivalenz, Teufelsfurcht, Mutter-Kind-Beziehung, Familienstrukturen, Versepos.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse der Figur Lucrete in Konrads von Würzburg Versepos „Partonopier und Meliur“ und untersucht die verschiedenen Motivationen, die ihr komplexes und teils widersprüchliches Handeln bestimmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Mutterrolle im mittelalterlichen Kontext, das Spannungsfeld zwischen persönlicher Sorge und politischem Ehrgeiz sowie der Einfluss von Religion und gesellschaftlichen Konventionen auf das individuelle Verhalten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin oder der Autor mit dieser Analyse?

Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen Lucretes „mütterlicher“ Fürsorge und ihrem machtgierigen, oft manipulativen Vorgehen zu ergründen und die daraus resultierenden Handlungsmotive zu systematisieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die auf der Auswertung des Primärtextes sowie relevanter Sekundärliteratur zu den Themen Mutterrolle und Liebesdichtung des Mittelalters basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Charakterisierung der Lucrete, eine detaillierte Betrachtung der Mutter-Kind-Beziehung zu Partonopier sowie eine Analyse von Lucretes Haltung gegenüber Meliur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Lucrete, Partonopier, Machtgier, Ambivalenz, Mutter-Kind-Beziehung und Teufelsfurcht.

Warum versucht Lucrete aktiv die Liebesbeziehung ihres Sohnes zu Meliur zu verhindern?

Lucrete sieht in der Verbindung eine Gefahr für den sozialen Status und die politische Macht ihrer Familie und interpretiert Meliurs feenhafte Züge zudem als teuflisches Wirken, gegen das sie ihren Sohn schützen will.

Wie lässt sich der Wandel in der Beziehung zwischen Mutter und Sohn zusammenfassen?

Die Beziehung wandelt sich von einer zunächst intakten, liebevollen Bindung zu einem tiefen Zerwürfnis, als Partonopier Lucretes Einmischung und ihren Vertrauensbruch erkennt und die Verwandtschaft schließlich aufkündigt.

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Details

Title
Zwischen mütterlicher Liebe und teuflischer Angst. Handlungsmotive der Lucrete in Konrad von Würzburgs "Partonopier und Meliur"
College
Christian-Albrechts-University of Kiel
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
14
Catalog Number
V514277
ISBN (eBook)
9783346113580
ISBN (Book)
9783346113597
Language
German
Tags
zwischen liebe angst handlungsmotive lucrete konrad würzburgs partonopier meliur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Zwischen mütterlicher Liebe und teuflischer Angst. Handlungsmotive der Lucrete in Konrad von Würzburgs "Partonopier und Meliur", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/514277
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