Möglichkeiten zur Messung der Nachhaltigkeit von Effizienzmaßnahmen im Rahmen von Energieaudits

Ökonomischer, ökologischer und sozialer Nutzen sowie Kennzahlen zur Überwachung


Forschungsarbeit, 2019
96 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Formelverzeichnis

Begriffserklärungen

1. Einleitung und Aufbau der wissenschaftlichen Arbeit
1.1 Anforderung, Thema und Gliederung
1.2 Struktur der Arbeit

2. Stand der Anforderungen
2.1 Bedeutung von Energieaudits
2.1.1 Grundsätzliche Bedeutung
2.1.2 Bindende Verpflichtung von Unternehmen
2.1.3 Freiwillige Selbstverpflichtung von Organisationen
2.2 Kontext der Nachhaltigkeit
2.2.1 Entstehung und Verwendung des Begriffs Nachhaltigkeit
2.2.2 Ökonomischer Aspekt im Zusammenhang mit Energieaudits
2.2.3 Ökologischer Aspekt im Zusammenhang mit Energieaudits
2.2.4 Sozialer Aspekt im Zusammenhang mit Energieaudits
2.3 Kennzahlen und Unternehmensführung
2.3.1 Ökonomische Organisationskennzahlen
2.3.2 Ökologische Umweltkennzahlenbereiche
2.3.3 Kennzahlen zur sozialen Verträglichkeit
2.3.4 Operationalisierung von Kennzahlen
2.3.5 Systematisierung von Kennzahlen
2.4 Grundsätze der Bewertung
2.4.1 Anforderungen an ein regelkonformes Energieaudit
2.4.2 Betrachtung der Testgütekriterien
2.4.3 Bedeutung der Kundenanforderungen und Wünsche

3. Energieaudit der Organisation „Unternehmen Anonym“
3.1 Energieaudit
3.1.1 Vorstellung der Organisation
3.1.2 Untersuchungszeiträume
3.1.3 Ziele der Untersuchungen
3.1.4 Entwicklung der Energieaudits
3.2 Bewertung der Ergebnisse
3.2.1 Energiebilanz und zeitlicher Verlauf
3.2.2 Möglichkeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz
3.2.3 Abbildung relevanter Kennzahlen

4. Möglichkeiten zur Bewertung und Beurteilung
4.1 Ableitbarkeit von Merkmalen und Modellen
4.1.1 Ökonomische Ansätze
4.1.2 Ökologische Ansätze
4.1.3 Soziale Ansätze
4.1.4 Strategische Ebene aus Effektivsicht
4.1.5 Operative Ebene aus Effizienzsicht
4.2 „Systemischer“ Entwicklungsansatz
4.3 Diskussion der Ergebnisse aus Umfragen
4.3.1 Statistische Angaben
4.3.2 Auswertung der Umfrage
4.3.3 Ergebnisse und Zusammenfassung

5. Fazit und Ausblick
5.1 Beantwortung der Forschungsfragen
5.2 Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft

Literaturverzeichnis
(Literaturverzeichnis und Quellenangaben)

Anhang
Onlineumfrage: „Diskussion um Nachhaltigkeit von Energieeffizienzmaßnahmen“

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Beziehungsmanagement e.D

Abbildung 2 Du-Pont (ROI-Baum)

Abbildung 3 Schematische Darstellung Wirtschaftlichkeitsanalyse

Abbildung 4 Balanced Scorecard,

Abbildung 5 Übersicht relevanter Kennzahlenbereiche e.D

Abbildung 6 Managementkreis e. D

Abbildung 7 Betriebliche Zielkategorien e.D

Abbildung 8 Modell der Kundenzufriedenheit nach Kano e.D.,

Abbildung 9 Kernprozesse der Unternehmen Anonym , e.D

Abbildung 10 Prozessablauf Energieaudit nach EN 16247-1 e.D

Abbildung 11 Grafischer Verlauf der relativen Änderung Audit 2015 e.D

Abbildung 12 Grafische Darstellung der absoluten Verbräuche in kWh 2015 e.D

Abbildung 13 Aufteilung wesentliche Verbrauchergruppen 2015 e.D

Abbildung 14 Liste der Fahrzeuge zum Audit 2015 e.D

Abbildung 15 wesentlicher Energieverbrauch nach Energieträger 2018 e.D

Abbildung 16 wesentliche Energiekosten nach Energieträger 2018 e.D

Abbildung 17 Aufteilung Energieverbrauch e.D

Abbildung 18 Bedarfe in kWh mit Verrechnungsfaktoren e.D

Abbildung 19 Grafische Darstellung der Effizienzkennzahlen e.D

Abbildung 20 Grafische Darstellung der Leistungskennzahlen e.D

Abbildung 21 Grafische Darstellung der Analyse

Abbildung 22 Annuität und kumulierte Kapitalkosten(Schuldendienst)

Abbildung 23 Einsparinvestitionsbetrachtung unter Risikoaspekt

Abbildung 24 Triple-Bottom-Line Erweiterung e.D

Abbildung 25 Triple-Bottom-Line zukunftsfähiger Nachhaltigkeitsbilanzierung e.D

Abbildung 26 Stufen industrieller Revolution und Kondratieff- Zusammenhang, e.D

Abbildung 27 Modell operative In-/Outputgrößen zur strategischen Planung e.D.,

Abbildung 28 Modell Energieversorgungsszenarioe.D.,

Abbildung 29 systemischer Entwicklungsansatz e.D

Abbildung 30 Statistik Cockpit zur Onlineumfrage,

Abbildung 31 Energieeffizienz und Nachhaltigkeit e.D

Abbildung 32 Gewichtetes Ergebnis der Umfrage Nr. 5 ,

Abbildung 33 Gewichtetes Ergebnis der Umfrage Nr. 8 ,

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 Verrechnungsfaktoren Klimaindikator CO2

Tabelle 2 Mindestmarktvolumen für Energieberatungen in Deutschland e.D

Tabelle 3 DEKRA Vorlage A5 Nachhaltigkeitsmatrix 01_2018 e.D

Tabelle 4 Primärenergiefaktoren

Tabelle 5 Energieverbrauch 2007 bis 2014 zum Audit 2015 e.D

Tabelle 6 Verbrauch 2008 bis 2014 zum Audit 2015 e.D

Tabelle 7 absolute Verbräuche von 2008 bis 2014 zum Audit 2015 e.D

Tabelle 8 Verbräuche der Fahrzeuge zum Audit 2015 eigene Darstellung e.D

Tabelle 9 Gebäudezonen nach DIN V18599 mit Konditionierung Audit 2015 e.D

Tabelle 10 Gebäudeenergiebilanz zum Audit 2015 e.D

Tabelle 11 Endenergieverbrauch und Kosten Energieaudit 2019 e.D

Tabelle 12 Umrechnungsfaktoren Gemis 4.7 e.D

Tabelle 13 Energiebilanz 2019 e.D

Tabelle 14 Bedarfe mit Verrechnungsfaktoren e.D

Tabelle 15 Definition Energieleistungskennzahlen e.D

Tabelle 16 Ermittlung Energieleistungskennzahlen e.D

Tabelle 17 Effizienz- und Vergleichswertbetrachtung e.D

Tabelle 18 Berechnungsübersicht Maßnahme Nr. 3.2.2.a und 3.2.2.b e.D

Tabelle 19 Gegenüberstellung der Soll- und Ist -Kosten

Tabelle 20 Vergleich der Investitionskosten nach Ursache e.D

Tabelle 21 Rentabilität zum Ende der Zahlungsperioden e.D

Tabelle 22 Enter the Triple Bottom Line e.D

Formelverzeichnis

Formel 1 Grundproblem der Energieeffizienz e.D

Formel 2 Vereinfachte Grundformel zum ROI e.D

Formel 3 Produktivität e.D

Formel 4 Wirtschaftlichkeit e.D

Formel 5 Gesamtkapital Rentabilität e.D

Formel 6 Eigenkapitalrentabilität e.D

Formel 7 Fremdkapitalrentabilität e.D

Formel 8 Umsatzrentabilität e.D

Formel 9 Betriebsergebnis EBIT e.D

Formel 10 Operative Ertragskraft EBITDA e.D

Formel 11 Bilanzgewinn AG e.D

Formel 12 Cash Flow e.D

Formel 13 Kapitalwertberechnung

Formel 14 interne Verzinsung

Formel 15 Zinssatz

Formel 16 Anlagenaufwandszahl e.D

Formel 17 Primärenergiefaktor e.D

Formel 18 Erzeugeraufwandszahl und Wirkungsgrad e.D

Formel 19 Jahresarbeitszahl e.D

Begriffserklärungen

Primärenergiebedarf Qp in [kWh/m²a]1

Der Primärenergiebedarf eines Systems umfasst zusätzlich zum eigentlichen Energiebedarf an einem Energieträger die Energiemenge, die durch vorgelagerte Prozessketten außerhalb der Systemgrenze bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung des Energieträgers benötigt wird.

Endenergiebedarf QE in [kWh/m²a]2

Das ist die Endenergiemenge, die in Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik zum Beispiel für Pumpen und die Regelung benötigte Hilfsenergie ein. Die Endenergie berücksichtigt die Nutzenergie und die Anlagenverluste aus dem Betrieb der Anlagen. Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die Energiemenge dar, die dem Nutzer geliefert und mit ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.

Nutzenergie QN in [kWh/m²a]3

Die Nutzenergie wird vereinfacht ausgedrückt, als die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Herstellung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe aus den Transmissions­wärmeverlusten, den Lüftungswärmeverlusten sowie dem Warmwasser­bedarf abzüglich der nutzbaren solaren und inneren Wärmegewinne.

Transmissionswärmeverluste QT und spezifischer H´T in [W/m²K]4

Die Transmissionswärmeverluste sind die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den U-Wert angegeben.

U-Wert (nach Wärmeschutzverordnungen ist das der k-Wert) in [W/m²K]5

Der Wärmedurchgangskoeffizient ist die Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die Wärmemenge (in KWh), die bei einem Kelvin Temperaturunterschied durch einen Quadratmeter des Bauteils entweicht. Er wird bestimmt durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Stoffeigenschaft) des Baustoffes.

Lüftungswärmeverluste QV in [W/K]6

Die Lüftungswärmeverluste entstehen durch das Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.

Trinkwassererwärmung QW in [kWh/m²a]7

Der Trinkwasserwärmebedarf wird aufgrund der Nutzung oder Zonierung im Nichtwohngebäude oder pauschal je Nutzfläche im Wohngebäude ermittelt.

Solare Wärmegewinne QS in [kWh/m²a]8

Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.

Interne Wärmegewinne Qi in [kWh/m²a]9

Die internen Wärmegewinne entstehen im Innern eines Gebäudes durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte und Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden können.

Anlagenverluste in [kWh/m²a]10

Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch ungedämmt beziehungsweise schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde Regelung) bei der Wärmeübergabe.

Wärmebrücken in [W/mK]11

Die örtlich begrenzten bezeichneten Stellen, die im Vergleich zu den angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen, werden als Wärmebrücken bezeichnet. Daraus ergeben sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärme­brücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den Folge­erscheinungen, wie zum Beispiel Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind beispielsweise Balkonplatten, Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an Laibungen aber auch Schränke oder Klaviere12, die innen vor Außenwänden, die an Außenluft angrenzen aufgestellt sind, stellen Wärmebrücken dar.

Gebäudevolumen Ve in [m³]13

Das beheizte Gebäudevolumen ist, das an Hand von Außenmaßen ermittelte und von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen. Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.

Wärmeübertragende Umfassungsfläche A in [m²]14

Die wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch als Hüllfläche benannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden, einschließlich Fenster und Türen, Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach.

Kompaktheit A/V 15

Die Kompaktheit eines Gebäudes wird durch die A/V Kennzahl ausgedrückt. Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das beheizte Gebäudevolumen sagt etwas über die Kompaktheit eines Gebäudes aus.

Gebäudenutzfläche AN in [m²]16

Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung der Raumhöhe abzüglich der von Innen- und Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiespar­verordnung mit dem Faktor von 0,32 ermittelt. Sie ist deshalb grundsätzlich größer als die Wohnfläche, da beispielsweise auch indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.

Gebäudenettogrundfläche ANGF in [m²]17

Die Nettogrundfläche eines Gebäudes A(NGF) ist die Summe aller nutzbaren Flächen eines Gebäudes. Brutto bezeichnet hierbei den kompletten Betrag der Flächen, während es bei den Nettoflächen nur um die Summe der Flächen geht, die gewerblich oder zum Wohnen nutzbar sind. Wände oder Pfeiler werden für die Flächenberechnung nicht berücksichtigt.

1. Einleitung und Aufbau der wissenschaftlichen Arbeit

1.1 Anforderung, Thema und Gliederung

Energie ist die Basis menschlicher Lebensgrundlagen sowie der Wertschöpfungsketten, die Einfluss auf die ökonomischen, ökologischen und sozialen Möglichkeiten des geschlossenen Systems Erde haben. Energie wird dabei weder verbraucht, noch verschwindet sie und kann innerhalb dieses geschlossenen Systems, lediglich umgewandelt werden.18

„Die Geschichte der Menschheit ist zugleich die Geschichte von der Verfügbarkeit der Energie.“19

Es gilt vom Grundsatz vereinfacht, vgl. (Formel 1).20

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formel1Grundproblem der Energieeffizienz e.D.

Im Kontext der Klimadebatte seit 1987 und angesichts der immer sichtbareren Folgen der Klimaveränderung treten im 21. Jahrhundert so genannte Energieaudits als politisch-geografisches Instrument der Rechtsräume21 in Erscheinung, die im Zusammenhang mit der Norm EN 16247-122 europäisch und mit der ISO 5000223 weltweit die qualitativen Anforderungen an ein regelkonformes Audit festlegen. Hierbei soll die erwähnte EN-Norm verbindlich in der Europäischen Union anzuwenden sein, um die Auswirkungen der Umwandlungsprozesse der Wertschöpfungskette eines Unternehmens systematisch und unabhängig festzustellen, national betrachtet einerseits freiwillig für sogenannte kleine und mittlere Unternehmen (KMU24 ), jedoch gesetzlich verpflichtend für alle nicht KMU.

Problematisch hierbei ist hingegen, dass für die Nachhaltigkeit der Ergebnisse im Sinne der ökologischen, der ökonomischen und der sozialen Aspekte solcher Audits keinerlei Belege beziehungsweise Ansätze existieren, da Energieaudits nach dieser Norm anders als international anerkannte und zertifizierbare Managementsysteme nach ISO 5000125 und ISO 1400126 oder registrierbaren Systemen wie EMAS27 keinen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zum Ziel haben. Unternehmen müssen zudem proaktiv keine Rechenschaft über die Ergebnisse und Umsetzungsmaßnamen aus dem Energieaudit ablegen.

Wird jedoch angenommen, dass Nachhaltigkeit stets auch nur im Zusammenhang mit einer kontinuierlichen Verbesserung von Prozessen und Systemen einhergeht, wird deutlich, dass eine Informationslücke besteht. Die Entwicklung der industriellen Revolution ausgehend vom Ende des 18. Jahrhunderts hat beispielsweise gezeigt, dass ständige Optimierung und kontinuierliche Verbesserungen Teil einer nachhaltigen Entwicklung sein können, um technische Anlagen und Prozesse effizienter zu gestalten.

Demnach kann die Entwicklung der industriellen Revolution28 von Stufe I (Einführung mechanischer Produktionsanlagen) über Stufe II (arbeitsteilige Massenproduktion von Gütern mit Hilfe elektrischer Energie) bis zum Stand der heutigen Entwicklungen in Stufe III (Einsatz von Elektronik und IT getriebenen weiteren Automatisierungen von Produktionsprozessen) durch ihren Ansatz der ständigen Verbesserung betrachtet und mit der Wirksamkeit von Energieaudits verglichen werden.

Daraus lassen sich zwei Fragestellungen ableiten, die im Rahmen dieser Arbeit geklärt werden sollen: Wie lässt sich die Nachhaltigkeit von Energieeffizienzmaßnahmen im Hinblick auf deren ökonomischen, ökologischen und sozialen Nutzen bewerten? Welche Kennzahlen eignen sich zur Beurteilung der Bewertungskriterien?

1.2 Struktur der Arbeit

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich in Kapitel 1 mit der Herleitung sowie der Formulierung der beiden Forschungsfragen. Dabei stützt sie sich auf die sekundäre Literaturrecherche in Veröffentlichungen zu den Themen Energieaudit, Nachhaltigkeit, Ressourcencontrolling, Digitalisierung und Kennzahlensystemen sowie auf empirische Erhebungen im Zusammenhang mit dem Forschungsthema sowie Gesetzestexte und Normen.

In Kapitel 2 wird zunächst auf den Stand der Anforderungen sowie die Bedeutung von Energieaudits, den Kontext der Nachhaltigkeit und dem wissenschaftlichen Stand von Kennzahlensystemen unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten29 sowie Kriterien30 eingegangen. Außerdem werden die Grundsätze der Bewertung bezüglich der zu erwartenden Ergebnisse beschrieben.

In Kapitel 3 wird der praktische Teil der Untersuchungsleistung zweier periodisch aufeinander- folgender Energieaudits am Beispiel der Organisation „Unternehmen Anonym Deutschland“ dargestellt. Zudem werden die Ergebnisse der Untersuchung sowie der Nutzen für diese Forschungsarbeit präsentiert.

In Kapitel 4 werden von den Ergebnissen der vorhergehenden Untersuchungen abgeleitete Ansätze und grafische Modelle beschrieben und geeignete/angemessene Kennzahlen entwickelt. Anschließend werden in diesem Kapitel die Ergebnisse einer empirischen Umfrage mit dem Titel „Diskussion um die Nachhaltigkeit von Energieeffizienzmaßnahmen“, mit den Ergebnissen der im Rahmen dieser Arbeit erbrachten Forschungsleistungen vergleichend diskutiert.

In Kapitel 5 werden abschließend zum Thema dieser Forschungsarbeit eine Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und ein Ausblick auf die zukünftige Anwendbarkeit gegeben.

Allein aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird grundsätzlich auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen bewusst verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für beide Geschlechter und schließen natürliche Personen mit diverser Identität ein.

2. Stand der Anforderungen

2.1 Bedeutung von Energieaudits

2.1.1 Grundsätzliche Bedeutung

Ein Energieaudit dient der Ermittlung von Einsparpotenzialen31 im Bereich der Gebäude, der Gebäudehülle und der Anlagentechnik. Auf der Grundlage der tatsächlich zu erreichenden Einsparung an Energie könnte der ökonomische und der ökologische Nutzen als hoch bewertet werden, wenngleich dies noch keine Rückschlüsse auf den sozialen Nutzeneffekt ermöglichen würde. Aus diesem Grund wird in der Gliederung dieser Arbeit konsequent auf drei Bereiche im Kontext der Nachhaltigkeit eingegangen: den ökologischen, den ökonomischen und den sozialen.

2.1.2 Bindende Verpflichtung von Unternehmen

Deutschland und die Europäische Union haben sich Ziele zur Steigerung der Energieeffizienz gesetzt. Um einen Beitrag zur Erreichung des europäischen Energieeinsparziels zu leisten, wurde die Energieeffizienzrichtlinie 2012/27/EU32 erlassen, die am 04. Dezember 2012 in Kraft getreten ist und zuletzt am 21.12.2018 geändert wurde. Die Energieeffizienzrichtlinie sieht zahlreiche Maßnahmen vor, die von den Mitgliedstaaten umgesetzt werden müssen.

Dazu zählt unter anderem die in Artikel 8 Absatz 4-7 der Energieeffizienzrichtlinie festgelegte Forderung, dass alle Unternehmen, die kein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) sind, ein Energieaudit durchführen müssen. In der Bundesrepublik Deutschland sind die Anforderungen an die Durchführung der Energieaudits in §8a des bundesdeutschen Energiedienstleistungsgesetzes EDL-G33 geregelt.

Das Energieaudit muss nach § 8a Absatz 1 Nummer 1 EDL-G insbesondere den Anforderungen der DIN EN 16247-1 entsprechen. Durch die Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001:2018 (EMS) oder Umweltmanagementsystem nach EMAS, ggf. in Verbindung mit einem System nach DIN EN ISO 14001:2015, könnte sich ein vom Energieaudit betroffenes Unternehmen von der Energieauditverpflichtung befreien lassen34.

2.1.3 Freiwillige Selbstverpflichtung von Organisationen

Eine energiepolitische Selbstverpflichtung der Organisation, damit sind alle möglichen Formen von Unternehmungen gemeint, zur sparsamen Energieverwendung kann einen wesentlichen Beitrag zur Energiesicherheit in Deutschland und zum globalen Klimaschutz leisten. Hierauf zielt die Bundesförderung für Energieberatung im Mittelstand35 (EBM) ab. Mit Zuschüssen unterstützt der Bund, das heißt die Bundesrepublik Deutschland, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Inanspruchnahme qualifizierter Energieberatungen. Das Energieaudit im Rahmen der freiwilligen Selbstverpflichtung unterscheidet sich nicht im Vergleich zur gesetzlichen Verpflichtung für nicht KMU, da die Grundlage für das Audit durch die DIN EN 16247-1 festgelegt ist.

2.2 Kontext der Nachhaltigkeit

2.2.1 Entstehung und Verwendung des Begriffs Nachhaltigkeit

Der Begriff „nachhaltig“, wurde im 18. Jahrhundert in der Forstwirtschaft durch von Carlowitz im deutschsprachigem Raum eingeführt. Hans Carl von Carlowitz geb. 24.12.1645 – gest. 03.03.1714 war Leiter des Oberbergbauamtes in Freiberg.36 In einem von ihm verfassten Buch mit dem Titel „Sylvicultura Oeconomica oder hauswirthliche Nachricht und naturgemaesze Anweisung zur wilden Baum-Zucht“,37 forderte er eine „continulierliche, bestaendige und nachhaltende Nutzung“,38 des Waldes.39

Grundsätzlich sollten nur so viele Bäume gerodet werden dürfen, wie im selben Zeitraum nachwachsen können.40 Diesem Grundsatz liegt ein entsprechendes Vernunftprinzip zugrunde, welches durch Beachtung von fünf grundsätzlichen Regeln zur Ausgestaltung der vermeintlichen Nachhaltigkeit in der Moderne41 plausibilisiert wird.

Zu den Regeln zur Ausgestaltung der Nachhaltigkeit zählen:

Abbauregel

Die Nutzungsrate erneuerbarer Ressourcen42 darf deren Regenerationsrate nicht übersteigen. Das bedeutet, dass nur die Menge an regenerativen Ressourcen abgebaut werden darf, die entsprechend nachwächst. Diese Regel gilt für alle nachwachsenden Ressourcen, wie Holz oder Fischbestände. Im Kontext von Energieaudits findet diese Regel zwar Beachtung, jedoch bestehen in der Regel inhaltlich keine Anknüpfungspunkte.

Substitutionsregel

Die Nutzungsrate nicht erneuerbarer Ressourcen darf deren Regenerationsrate, das heißt physisch und funktionell gleichwertiger Ressourcen, nicht übersteigen. Dies bedeutet, dass die Nutzung von nicht regenerativen Ressourcen in gleichem Umfang durch regenerative Ressourcen ersetzt werden muss. Ferner umfasst die Substitutionsregel auch die Maßgabe, dass im Hinblick auf ihre Wirkung auf die Ökosysteme unbekannte Schadstoffe durch bekannte ersetzt werden sollen43. Im Kontext von Energieaudits werden der technisch mögliche und wirtschaftlich sinnvolle Einsatz regenerativer Energieträger als Ersatz für konventionelle Energieträger geprüft.

Assimilationsregel

Die Rate der Schadstoffemissionen darf die Kapazität zur Schadstoffabsorption der Umwelt nicht übersteigen. Das heißt, dass nur die Menge an Schadstoffen an die Umwelt abgegeben werden darf, die diese auch aufnehmen und verarbeiten kann. Im Kontext von Energieaudits werden die Emissionen aus dem Verbrennungsprozess durch Verrechnungsfaktoren ermittelt und bilanziert, vgl. (Tab. 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle1Verrechnungsfaktoren Klimaindikator CO244

Das Ergebnis der Verrechnung mit Emmissionsfaktoren ist für die volkswirtschaftliche Gesamtbetrachtung von zentraler Bedeutung. Im Rahmen von Stichproben, gewonnen aus den Statusmeldungen der vom Energieaudit betroffenen Unternehmen, können die ermittelten Größen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) obliegend seiner gesetzlichen Überwachungspflichten erhoben werden.45

Erhaltungsregel

Das Zeitmaß „anthropogener“46 Einträge beziehungsweise Eingriffe in die Umwelt muss im ausgewogenen Verhältnis zum Zeitmaß der für das Reaktionsvermögen der umweltrelevanten natürlichen Prozesse stehen. Die Qualität der Ökosysteme und Artenvielfalt muss gewahrt und erhalten bleiben. Im Kontext von Energieaudits findet diese Regel dahingehend Anwendung, dass die Einhaltung der Vorschriften unter anderem aus dem Baurecht (Landesbauordnungen), Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) und die Einhaltung von Vorgaben zu Arbeitsstättenrichtlinien überprüft werden.

Risikoregel

Gefahren und unvertretbare Risiken für die Menschen und die Umwelt durch menschliches Handeln sind zu vermeiden. Im Kontext von Energieaudits werden die bindenden Verpflichtungen der Organisation überprüft, aus denen sich im Hinblick auf das unternehmerische Risiko47 Möglichkeiten aufzeigen, Risiken zu minimieren und Chancen der Verbesserung zu erkennen.

Für die Durchführung eines Energieaudits haben die genannten fünf Regeln zur Ausgestaltung der Nachhaltigkeit grundsätzliche Bedeutung. Im Kern bilden diese Regeln das Vernunftprinzip ab und stellen damit einen Verhaltensrahmen dar, der im jeweiligen Anwendungskontext interpretiert werden sollte. Im Kontext der politisch-geografischen Rechtsräume 48 gehören diese fünf Regeln zu den grundsätzlichen Maximen der Leitlinien und werden regelmäßig ergänzt, erweitert und fortgeführt. Beispielsweise werden im „Zwischenbericht zum Umweltforschungsplan des Umweltbundesamts“,49 die genannten Regeln durch Strukturwandel-, Entkopplung-, Schulden-, Landwirtschaft-, Sozialer Zusammenhalt- und Regeln zur internationalen Verantwortung ergänzt und in die nationale Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung 2016 mit der Aktualisierung im Jahr 2018 überführt und dort als „Managementregeln der Nachhaltigkeit“, als Grundregel manifestiert.50

Ein wissenschaftlicher Meilenstein im Zusammenhang mit dem Begriff „Nachhaltigkeit“, im Kontext der vergangenen 50 Jahre wurde in der Studie „Die Grenzen des Wachstums“, aus dem Jahre 1972 gesetzt. Eine zentrale Annahme des Berichts des Club of Rome51 zur Lage der Menschheit ist die Chance der Menschheit, durch ein auf die Zukunft bezogenes gemeinsames Handeln aller Nationen die Lebensqualität zu erhalten und eine Gesellschaft im weltweiten Gleichgewicht zu schaffen, die zukünftigen Generationen erhalten bleibt.52 Die heute gängige Verwendung des Begriffs „Nachhaltigkeit“, im gesellschaftlichen Kontext hat ihren weiteren Ursprung im 1987 veröffentlichten Brundtland-Bericht, einem Meilenstein der Vereinten Nationen: „Humanity has the ability to make development sustainable to ensure that it meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.“53

Die Bedürfnisse, die sich daraus aus damaliger sowie heutiger Sicht ableiten lassen, können ökologischer, ökonomischer und sozialer Art sein. Neben staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen entwickelte im Jahre 1994 John Elkington das Triple-Bottom-Line (TBL) Modell der unternehmerischen Verantwortung mit dem Ziel, dass Unternehmen sozial- und umweltverantwortlich wirtschaften und dazu wirtschaftlich erfolgreich sein sollten. Elkington54, der als John Elkington am 23.06.1949 in London geboren wurde und in den 1970 Jahren B.A. in „Sociology and Social Psychology“, an der University of Essex und M. Phil. in „Urban and Regional Planning“, am University Collage London studierte, gilt auch als Vordenker der heute gängigen Anforderung an Unternehmen, neben Wirtschaftszahlen auch Unternehmensleistungen im sozialen Bereich zu bilanzieren.

Weitestgehend ist es in Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft anerkannt, dass nur wenn in allen Bereichen ein Mindestmaß an Zufriedenheit erreicht wird und dieses Maß auch zukünftig sichergestellt werden kann, dann ist eine Entwicklung oder Handlung nachhaltig.

Nachhaltigkeit wird heutzutage in fast jeder Organisation als Teil der Selbstverpflichtung beschrieben. Denn die Prozess- und Produktdiversifikationen müssen im Rahmen von Vereinbarungen regelmäßig offengelegt werden. Die ökologischen, ökonomischen sowie sozialen Aspekte sind hierbei Teil der Umweltbeziehungen, die ein Unternehmen kennzeichnet.

In der Europäischen Union wurde diesbezüglich die Richtlinie 2014/95/EU am 15.11.2014 erlassen und auf der Grundlage der Umsetzungspflicht von europäischem EU-Recht in nationales Recht gilt seit 11.04.2017, zuletzt geändert am 01. Juli 2018 die rechtliche Verpflichtung in Deutschland zur Erstellung von „nicht finanzieller Erklärung zum Geschäftsmodell“55 (CSR Richtlinien Umsetzungsgesetz). Unternehmen (Kapitalgesellschaften) in Deutschland mit mehr als 500 Mitarbeitenden oder börsennotierte Unternehmen gleich welcher Größe müssen die in Deutschland geltende gesetzliche Vorgabe als bindende Verpflichtung umsetzen. Die betroffenen Unternehmen können für die Erstellung der „nichtfinanziellen Erklärungen“, nationale, europäische oder internationale Rahmenwerke wie zum Beispiel Umweltmanagement- und Betriebsprüfungssystem (EMAS); Leitprinzipien für Unternehmen und Menschenrechte: Umsetzung des Rahmenprogramms „Protect, Respect and Remedy“, der Vereinten Nationen; Global Compact der Vereinten Nationen(VN); DIN EN ISO 26000 Leitfaden zur Gesellschaftlichen Verantwortung; Trilaterale Grundsatzerklärung der internationalen Arbeitsorganisation zu multinationalen Unternehmen und zur Sozialpolitik; Global Reporting Initiative oder den deutschen Nachhaltigkeitskodex nutzen. Zu den Mindestanforderungen der „nichtfinanziellen Erklärung“, gehören neben der Beschreibung des Geschäftsmodells auch Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Belange im Umgang mit Menschenrechten, sowie die Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Im Rahmen der Durchführung von Energieaudits sollten entsprechende Berichte beziehungsweise Systeme mit in die Analyse aufgenommen werden. Dies führt zu einer ganzheitlichen Betrachtung in der Analysephase des Energieaudits zum Unternehmen beziehungsweise der Organisationen.

2.2.2 Ökonomischer Aspekt im Zusammenhang mit Energieaudits

Energieberatungen sind Teil eines spezialisierten Experten-Marktes mit einem jährlichen Marktvolumen. Das Ergebnis einer empirischen Untersuchung56 des betreffenden Marktes durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezüglich Energiedienstleistungen, Energieaudits und andere Energieeffizienzmaßnahmen im Jahr 2018 ergab, dass bei etwa 12.000 Beratern ein Mittelwert von 386 Mio. EUR an Umsätzen zu erwarten gewesen sein würde. Die nachfolgende Tabelle stellt einen Ausschnitt aus der Untersuchung dar, vgl. (Tab. 2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle2Mindestmarktvolumen für Energieberatungen in Deutschland57 e.D.

In Unternehmen soll ein Energieaudit in kostenwirksamer Weise und hochwertig durchgeführt werden58, damit die Untersuchung einen betriebswirtschaftlich messbaren Wert erhält. Die Kosten für ein Energieaudit sind abhängig davon, ob interne oder externe Personen das Audit in verantwortungsvoller Weise durchführen.

Der unterschiedlich große finanzielle und zeitliche Aufwand für ein Energieaudit entwickelt sich aus dem jeweiligen Anwendungsbereich sowie dem gewünschten Format zum Beispiel in Form des Einzelaudits, des Gruppenaudits, des Multi-Site-Verfahrens.59

Die Untersuchung des Marktes zeigt, dass die Preise für Energieaudits stark variieren, sich jedoch unter Ausschluss der statistischen Extremwerte, das heißt Abschnitt bei Werten>zehnfacher Mittelwert, ein durchschnittlicher Preis für ein Energieaudit und Beratungen für Anlagen und Prozesse in Höhe von netto 6.676,10 EUR 60 ergeben könnte. Unternehmen müssen für eine qualifizierte Energieberatung dementsprechend Ressourcen bereitstellen und hierbei bereits Merkmale entwickeln, die im Kontext der ökonomischen Nachhaltigkeit betrachtet werden könnten. Für Unternehmen könnte es dabei um die grundsätzliche und damit strategische Frage gehen, ob regelmäßig alle vier Jahre ein Energieaudit durchgeführt oder ein zertifizierbares Managementsystem nach Energie- und Umweltthemen eingeführt werden sollte, um sich beispielsweise von der Verpflichtung zur Durchführung von der Energieaudits zu befreien.

2.2.3 Ökologischer Aspekt im Zusammenhang mit Energieaudits

In Energieaudits werden Unternehmen überprüft und dabei werden insbesondere auch der Energieaufwand entlang der Wertschöpfungskette analysiert. In diesem Zusammenhang bekommen die mit den Vorstufen der Herstellung, der Verteilung, der Verwendung und der Entsorgung von Produkten verbundenen Auswirkungen auf die Umwelt und die Menschen sowie Tiere, die darin leben, eine immer größere Bedeutung auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung der aktuellen und zukünftigen Unternehmen aber auch Gesellschaften.

Die am Produktentwicklungsprozess beteiligten Akteure können auf jede Phase der Wertschöpfung und des stofflichen Lebensweges des Produktes beziehungsweise der Dienstleistungen Rücksicht nehmen und umweltgerechte Lösungen gezielt forcieren. Nicht zuletzt durch die Globalisierung, das heißt Vernetzung über Grenzen hinweg, Austausch von Gütern, Kapital, Wissen und Ideen, Konflikte und Zusammenarbeit, Perspektivwechsel und offener Prozess, hat sich in diesem Zusammenhang der Begriff Ökodesign durchgesetzt. Dieser hat zum Ziel, in einer integrierten Lebenswegbetrachtung umweltgerechte Lösungen zu kreieren.

Neben den Anforderungen an die Produktentwicklung sollen ganzheitliche Ansätze mit dem Ökodesign erarbeitet werden, was eine umfassende Gestaltungsaufgabe der vermeintlich nachhaltigen Unternehmensführung darstellt. Die umweltverträgliche Gestaltung von Produkten erfordert auch unterstützende Instrumente wie Software/Hardware und Informationen als betriebliche Ressourcen.

Aus gegenwärtiger Sicht stehen hierfür eine Reihe von Arbeits- und Hilfsmitteln wie Checklisten, Handbücher, Softwarelösungen aber auch Normen und Leitfäden der internationalen, europäischen und deutschen Normenorganisationen zur Verfügung.

Zusätzlich aus dem Bereich der ohnehin bindenden Verpflichtungen für Organisationen wurde mit der Ökodesign-Richtlinie61 der Europäischen Kommission gesetzlich erstmals ein Rahmen für die Festlegung produktgruppenspezifischer Mindestanforderungen geschaffen. Ziel der Richtlinie 2009/125/EG62 ist es, die Umweltverträglichkeit energieverbrauchsrelevanter Produkte unter Einbeziehung des gesamten Lebensweges mittels Vorgabe von Ökodesign-Anforderungen zu verbessern.

In der Bestandsaufnahme eines Audits empfiehlt es sich, den Lebensweg der Produkte und der Dienstleistungen in Form einer grafischen Darstellung zu skizzieren. Diese Methode ermöglicht in einfacher Weise, dass die rechtlich relevanten bindenden Verpflichtungen genauso wie die energie- und umweltrelevanten Eigenschaften der Produkte und Dienstleistungen zu Beginn abgebildet und betrachtet werden können.

2.2.4 Sozialer Aspekt im Zusammenhang mit Energieaudits

Am Energieauditprozess sind immer auch Menschen beteiligt, die in ihren Bedürfnissen und ihrer Wahrnehmung auch unterschiedlicher Auffassung sein können. Hierbei können sich Konflikte ausprägen, die ihren Ursprung in Unvereinbarkeiten in den Werten und Zielen des Audits, dem Denken und dem Können sowie im Wollen aller Beteiligten haben.

In der nachfolgenden Übersicht werden konkrete Bereiche eines Unternehmens innerhalb und außerhalb von Gebäuden beschrieben, in denen Mitarbeitende Berührungspunkte mit ihrer Umwelt haben. Innerhalb dieser Berührungspunkte und Umweltbeziehungen könnten mögliche Barrieren bestehen, die ein Konfliktpotential tragen. Kriterien für soziale Aspekte in Energieaudits und mögliche Konfliktentstehungsorte und Bereiche können demnach zum Beispiel sein, vgl. (Tab. 3):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle3DEKRA Vorlage A5 Nachhaltigkeitsmatrix 01_201863 e.D.

Das Ziel der Betrachtung aller möglichen sozialen Aspekte innerhalb eines Energieaudits sollte sein, Barrieren zu erkennen und zu reduzieren. Durch ein authentisches Beziehungsmanagement64 mit wertschätzender Kommunikation können mögliche Eskalation von Konflikten zwischen allen Beteiligten proaktiv vermieden werden.

Eine wertschätzende Kommunikation zwischen Sender und Empfänger einer Nachricht beziehungsweise Information bildet dabei den Anfang und könnte entsprechend nachfolgender Pyramide wichtige Beziehungsebenen aufzeigen, vgl. (Abb. 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung1Beziehungsmanagement65 e.D.

Konflikte beginnen in der Regel zunächst mit Spannungen oder unterschiedlichen Meinungen. Das ist alltäglich und wird meist gar nicht als Ausgangspunkt eines Konflikts wahrgenommen.

Wenn daraus doch ein ernstzunehmender Konflikt entstehen sollte, werden zunächst die Meinungen in der Regel fundamentaler und neben Polemik und Debatte werden unter Umständen Verbündete gesucht, mit deren Hilfe die gegenseitige Meinung diskreditiert werden soll. Der weitere Verlauf der Eskalation eines Konflikts ist nach Friedrich Glasl66 in der betrachteten Literatur weitestgehend Konsens.67

Ungelöste Konflikte verursachen enorme Kosten68, denn sie binden viel Energie und Aufmerksamkeit und müssen deshalb ernst genommen werden. Je nach Eskalation eines Konflikts können Konflikte nicht mehr allein von den Beteiligten gelöst werden und es benötigt die Situation Hilfe von außen.

Ein Energieaudit hat das Potential Konflikte zu erkennen und Möglichkeiten der Verbesserung zu erarbeiten. Aus diesem Grund sollte bei der Durchführung von Energieaudits darauf geachtet werden, dass die Wahrnehmung des Audits selbst nicht als Auslöser eines möglichen Konflikts dient, sondern das Audit als Hilfe von außen wahrgenommen und verstanden wird.

2.3 Kennzahlen und Unternehmensführung

2.3.1 Ökonomische Organisationskennzahlen

Zur Unternehmensführung bedarf es einer klar umrissenen Führungsstruktur. Unternehmensverantwortliche im Führungsmanagement sollten führen wollen und können. Dazu können Unternehmen Organisationsbereiche einrichten, die sich entlang des Zeithorizonts mit Fragen aus den kurz- bis mittelfristigen gerichteten operativen sowie den langfristig orientierten strategischen Zielen der Organisation beschäftigen und diese mit geeigneten Personen besetzen.

Für die Beherrschung, die Lenkung, die Steuerung und die Regelung von Prozessen sind jedoch neben den handelnden Personen auch die ökonomischen Unternehmenskennzahlen innerhalb dieser Unternehmensbereiche von Bedeutung, denn Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Führung von Unternehmen.69

Diese Unternehmenskennzahlen stehen meist jedoch nicht fest, sondern könnten sich dynamisch oder müssen sich sogar agil an die Vorgaben der Unternehmensführung, als Reaktion auf die Marktbedürfnisse und -Kundenanforderungen anpassen. Dafür benötigt ein Unternehmen Instrumente, die es zur Erfüllung dieser Daueraufgaben nutzen kann.

Dem Controlling kommt hierbei als „Instrument der Unternehmensführung“,70 eine wichtige Rolle zu. In der betrachteten Literatur werden zu dem Begriff Controlling ähnliche Auffassungen mit teilweise unterschiedlichen Aspekten sowie deren Ausprägung geteilt. Zum Beispiel von (Reichmann, Hahn und Hungenberg, Horváth, Küper, Weber und Schäffer, Becker, Leitbild des internationalen Controller Vereins)71, auf die im Rahmen dieser wissenschaftlichen Arbeit nicht tiefer eingegangen werden soll.

Horváth definiert dabei Controlling auf einer systemtheoretischen Grundlage, das die Planung und die Kontrolle sowie die Informationsversorgung systembildend- koppelnd und ergebniszielorientiert koordiniert.72 An diesem Ansatz ist interessant, dass daraus die drei wichtigen Dimensionen: 1. Zielaspekte (operativ, strategisch), 2. Verrichtungsaspekte (systembildend, systemkoppelnd) sowie 3. Objektaspekte (das Planungs- und Kontrollsystem/ oder das Informationsversorgungssystem)73 hervorgehen können und somit drei Aspekt-Ebenen der Betrachtung, mit jeweils mindestens zwei Kriterien entstehen, die sachlogisch und deduktiv aufeinander aufbauen.

Gleichgültig, ob es um die Wirtschaftlichkeit und die Rentabilität (Budgetverwaltung) im operativen Bereich oder um die Entdeckung neuer Potentiale für das Unternehmen unter Kosten- und Risikoabwägung im strategischen Bereich geht, es muss letztendlich immer auch die Überprüfung und die Einhaltung der Vorgaben aus den Unternehmenszielen betrachtet werden. Zur Überwachung eignen sich daher Kennzahlen, die mit einfachen Formeln aus Zahlen, die das Unternehmen aus dem internen74 beziehungsweise dem externen75 Finanz- und Rechnungswesen oder aus Statistiken der einzelnen Unternehmensbereiche erhält, entwickelt und berechnet werden. In der betrachteten Literatur werden überwiegend finanzielle Größen eingesetzt, bei denen auf vergangene Entwicklungen Bezug genommen wird.

In Energieaudits kommen aber auch energetisch-technische Bezugsgrößen [in kWh] für die bezogene Endenergie in der Betrachtung hinzu, die zunächst aus der Sicht eines kaufmännischen Betrachtungswinkels mit den herkömmlichen ökonomischen Größen nicht zusammenhängen. Das besondere an den energetischen Bezugsgrößen und Herausforderung für das Controlling gleichermaßen besteht darin, die monetären Größen für die eingesetzte Endenergiemenge [in EUR] mit den physikalisch technischen Größen [in kWh] in der Betrachtung zusammenzubringen. Die konkrete Herausforderung diesbezüglich besteht in der Integration der zusammengesetzten Größe [Energiebezug inklusive dazugehöriger Kosten [in €/kWh] in möglicherweise vorhandene informationstechnisch gestützte Ziel- und Kennzahlensysteme, wie zum Beispiel das Du-Pont System of Financial Control 1919; das ZVEI-System 1970; das R-L-System von Reichmann, T./ Lachnit, L. 1976; das MIDIAS-System der DATEV 1992 und das System BP-14 1998. Denn vor dem Hintergrund mittlerweile ebenso vielzähliger operativer IT- gestützter Informationssysteme, wie zum Beispiel das ERP-System; externe Datenbanken; Extraktions-, Transformations- und Ladewerkzeuge; Data Warehouses; On-Line Analytical Processing- Tools; Data Mining-Tools und Business Intelligence-Tools76,77,78 scheinen die Möglichkeiten schier unbegrenzt.

Das für die Betriebswirtschaftslehre und für das Controlling wohl bekannteste und mittlerweile ein ganzes Jahrhundert bestehende Kennzahlensystem für ökonomische Unternehmenszahlen ist das 1919 von Donaldson Brown, einem Ingenieur bei der Chemiefirma E.I Du Pont de Nemours & Co in Wilmington, Delaware USA entwickelte Du-Pont-Schema79, bei dem nicht vom Ziel der Gewinnmaximierung ausgehend, sondern die Rentabilität des eingesetzten Kapitals die Leitkennzahl bildet, vgl. (Abb. 2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung2Du-Pont (ROI-Baum)80

Das genannte Schema stellt eines von vielen möglichen Betrachtungsschemen dar und ist jedoch Hinblick auf die Betrachtungsebene der in Energieaudits vorgeschlagenen Energieeffizienzmaßnahmen von zentraler Bedeutung. Denn die im Zusammenhang mit Energieaudits vorgeschlagenen Effizienzmaßnahmen erfordern in der Regel Investitionen, die nicht unmittelbar mit der Wertschöpfungskette aus Kernprozessen einer Organisation sofort in Verbindung gebracht werden können und damit Shareholdern beziehungsweise Stakeholdern möglicherweise notwendige Investitionen nicht zwingend einleuchtend sind. Zudem könnte der weitgefasste Gliederungsbaum vgl. (Abb. 2) ohne Rücksicht auf den Sinn und Zweck der Feingliedrigkeit nach Du-Pont auch einfacher ausgedrückt werden, vgl. (Formel 2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formel2Vereinfachte Grundformel zum ROI81 e.D.

Voraussetzung dieser Vereinfachung ist, dass Kosten und Ertrag einer Investition eindeutig zugeordnet werden können. Das ist im Hinblick auf Energieeffizienzmaßnahmen nicht immer der Fall. Denn bei der Planung von Energieeffizienzmaßnahmen kommen auch immer verschiedene Projektalternativen vor, die eine unter sonst gleichen Bedingungen „ceteris paribus“, stattfindende Betrachtung des ROI unmöglich machen könnte. Je komplexer die Entscheidungskriterien werden, umso geringer ist dann die Bedeutung der ROI Betrachtung. Zudem sind die Zeitdimensionen bei Investitionen von erheblicher Bedeutung, und hier sieht der ROI-Baum überhaupt keinen Platzhalter vor. Für eine korrekte Interpretation des ROI muss folglich der betrachtete Zeithorizont angegeben werden und dies scheint angesichts der historischen Formel nicht möglich. Darüber hinaus berücksichtigt die ROI-Berechnung nur die direkten Kosten, diese könnten aber nicht alle im Zusammenhang mit der Investition notwendigen Kosten decken. Daraus resultierend könnte ein mögliches Kostenrisiko erwachsen und weitere Kritik am ROI entzündet sich daran, dass er deshalb nichts über das Investitionsrisiko aussagt. Aus diesen Gründen ist es notwendig, die ROI-Ermittlung durch andere Formen der Rentabilitätsberechnung zu ergänzen und daneben gelten auch grundsätzlich in jedem Unternehmen Formalziele82 wie Produktivität, Wirtschaftlichkeit, Rentabilität.

Die dazu möglichen Kennzahlen errechnen sich folgendermaßen (Formel 3 bis 8).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formel12Cash Flow e.D.

Im Rahmen der Durchführung von Energieaudits sind die Erhebung ökonomischer Kennzahlen sowie deren Zielsysteme zur Evaluierung des Gesamtnutzens politisch-geografischer Rechtsräume83 in Verbindung mit den politisch-geografischen Bilanzgrenzen84 von zentraler Bedeutung.

Bei den in Energieaudits vorgeschlagenen Maßnahmen sind zwingend die Berechnungsgrundlagen für die Wirtschaftlichkeitsanalyse anzugeben.85 Zweck der Wirtschaftlichkeitsanalyse ist es, Systeme sowie Produkte und Dienstleistungen, aber auch die Entwicklung und/oder den Einsatz von Methoden und Werkzeugen des Managements, im entsprechenden Unternehmensbereich unter dem Formalziel der gebotenen Wirtschaftlichkeit zu beurteilen.

Dies erfolgt durch Analyse, das heißt durch Zerlegen des betrachteten Objekts in Teile, das Untersuchen dieser Teile und das Zusammenfassen der Beurteilungen zu einem Befund, nämlich dem der Wirtschaftlichkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen. Die grundsätzliche Vorgehensweise in der Betrachtung zeigt die nachfolgende Abbildung, vgl. (Abb. 3).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 Schematische Darstellung Wirtschaftlichkeitsanalyse86

Darüber hinaus muss auch der Kapitalwert berechnet werden. Ein positiver Kapitalwert [C0 in €] deutet eine wirtschaftlich vorteilhafte Maßnahme und ein negativer Kapitalwert deutet eine wirtschaftlich unvorteilhafte Maßnahme an. Der Kapitalwert wird ermittelt, indem die Einsparung [E in €)] mit dem Kapitalzinssatz [i in %] über den Betrachtungszeitraum [T in Jahren] abgezinst wird und die Investition [I in €] abgezogen wird. Dieses Verfahren ist anwendbar bei gleichbleibenden Einsparungen über den gesamten Betrachtungszeitraum.

Bei dynamischen Einsparungen oder zusätzlichen Investitionen (Ausgaben) über den Betrachtungszeitraum muss jede einzelne Einsparung mit dem jeweiligen Barwertfaktor (Abzinsungsfaktor) abgezinst werden. Formel für die Berechnung, vgl. (Formel 13).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formel 13 Kapitalwertberechnung87

Darüber hinaus könnte auch die interne Verzinsung berechnet werden. Bei der internen Verzinsung [iV in %] wird der Zinssatz gesucht, bei dem der Kapitalwert Null beträgt, vgl. (Formel 14).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formel 14 interne Verzinsung88

Für die Berechnung der internen Verzinsung muss der Zinssatz ermittelt werden. Bei einer zeitlich begrenzten Nutzungsdauer und einer gleichbleibenden Einsparung lässt sich die interne Verzinsung auf vereinfachte Weise ermitteln, vgl. (Formel 15).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formel 15 Zinssatz89

Neben der reinen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der vorgeschlagenen Effizienzmaßnahmen in Energieaudits geht es aber auch um die Betrachtung der Unternehmenssituation insgesamt.

Das verantwortliche Management sollte dabei in Betracht ziehen, neben möglichen Kennzahlen zu Formalzielen, Einsparzielen und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung alle notwendigen und sinnvollen Bereiche durch ein „Balance Score Card“ (BSC)90 Managementkonzept ergänzend zu betrachten und die Energie- und Umweltaspekte ergänzen, vgl. (Abb. 4).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung4Balanced Scorecard91,92

Denn unter Beachtung der Mehrdimensionalität der Aufgaben des Managements sowie der Führungsperspektive, sollte ein strategisches sowie angemessenes und operatives erforderliches Controlling so ermöglicht werden können. Die konventionellen Zielgrößen der Unternehmensleistungen sollten zudem im Kontext eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP)93 betrachtet werden, weil dieser Bestandteil jeder Effizienzbetrachtung sein kann.

2.3.2 Ökologische Umweltkennzahlenbereiche

Die nachfolgende grafische Übersicht soll die Möglichkeiten betrieblicher Umweltkennzahlen insbesondere vor dem Hintergrund möglicher Energie- und Umweltmanagementsysteme aufzeigen, vgl. (Abb. 5).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung5Übersicht relevanter Kennzahlenbereiche94 e.D.

In der Praxis können die hier dargestellten Bereiche im Rahmen von so genannten integrierten Managementsystemen zum Beispiel bestehend aus DIN EN ISO 50001:2018 in Verbindung mit DIN EN ISO 14001:2015 und/oder DIN EN ISO 9001:2015 durchaus ineinander übergehen, sodass eine strenge Abgrenzung entfallen könnte. In Unternehmen ohne ein bestehendes Managementsystem können die dargestellten Kennzahlenbereiche auch ohne nähere Betrachtung im Unternehmen Anwendung finden und im Rahmen von Energieaudits müssten diese gegebenenfalls separat ermittelt werden.

Neben den betrieblichen Leistungs-, Zustands- und Managementkennzahlen im Kontext der ökologischen Betrachtung können aber auch Kennzahlen aus dem politisch- geografischen Rechtsraum95 in Unternehmen eine Rolle spielen. Dazu zählt zum Beispiel der ganzheitliche Ansatz der primärenergetischen Betrachtung der seit 2002 in Kraft getretenen und zuletzt 2016 geänderten geltenden Energieeinsparverordnung (EnEV). Dieser Ansatz orientiert sich im Gegensatz zu den früheren Wärmeschutzverordnungen in den Jahren 1977, 1984, 1995, nicht ausschließlich am Jahres-Heizwärmebedarf sondern an der Menge, des dafür eingesetzten Primärenergieträgers zum Beispiel für Öl, Gas oder Strom.96 Das bedeutet, dass auch die primärenergetische Wichtung der verschiedenen Energieträger und die Effizienz der Anlagentechnik mit berücksichtigt werden kann. Die Einbeziehung wird durch die Anlagenaufwandszahl [ep] berücksichtigt, die aufgrund der Effizienz einer bestimmten Anlagen-Konfiguration und eines Primärenergiefaktors für den eingesetzten Energieträger ermittelt wird. Die Anlagenaufwandzahl ist deshalb eine Kennzahl, die den volkswirtschaftlichen Gesamtaufwand verdeutlicht. Die nachfolgende Formel dazu soll dies verdeutlichen, vgl. (Formel 16).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formel16Anlagenaufwandszahl e.D.

Im Kontext des Primärenergiefaktors ließe sich die Formel vereinfachen, vgl. (Formel 17).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formel17Primärenergiefaktor e.D.

Die Ganzheitlichkeit eines volkswirtschaftlichen Energieversorgungsszenario-Systems umfasst zusätzlich zum eigentlichen Energiebedarf für die benötigte Energiemenge eines Energieträgers als Endenergie die Energiemenge, die durch vorgelagerte Prozessketten außerhalb der Systemgrenze bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung des Energieträgers benötigt wird. Damit dies entsprechend nachhaltig ist, wurde der Primärenergie ein Faktor namens Primärenergiefaktor zugewiesen [fp], der als Kennzahl ganzheitlich im Sinne der Vorgaben des maximal zulässigen Primärenergiebedarfs dazu beiträgt, sich für oder gegen eine bestimmte Anlagentechnik aus Unternehmenssicht zu entscheiden. Dieser Primärenergiefaktor wurde durch das Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt und Energie gGmbH97 entwickelt und in die Norm DIN V 18599-1:2011-12 integriert, die einheitlich die Berechnungsgrundlagen für Wohn- und Nichtwohngebäude gleichermaßen darstellt., vgl. (Tab. 4).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 4 Primärenergiefaktoren 201998

Zur Ermittlung der Energiebilanz99 wird der entsprechende Energiebedarf unter Berücksichtigung der beteiligten Energieträger mit dem Primärenergiefaktor multipliziert. Der Primärenergiebedarf ist das Hauptergebnis der Energiebedarfsberechnung nach Richtlinie EPBD, Energieeffizienzrichtlinie100 die zur Berechnung der CO2-Emissionen als Faktor der Umweltbilanz dient. Besondere Bedeutung hat der Wert bei der Ermittlung und Beurteilung des Heizenergiebedarfs und damit der Effizienz von Gebäuden.

Die deutsche Energieeinsparverordnung101 (EnEV) bestimmt für den Primärenergiebedarf Qp in [kWh/m²a] Obergrenzen, die bei der Gebäudeerrichtung (Neubau) oder bei der Sanierung von Bauten im Bestand eingehalten werden müssen und unterscheidet grundsätzlich zwischen den Wohn- und Nichtwohngebäuden. Primärenergiefaktoren, wie sie in der DIN V18599102 zur Berechnung der Energieanforderungen und Nutzungsgrade der Anlagen“ definiert sind, werden für die nicht-erneuerbaren Energien verwendet, vgl. (Tab. 4).

In Deutschland regelt die Energieeinsparverordnung von 2002 mit der letzten Änderung von 2016 die einzuhaltenden Höchstwerte für Primärenergieanforderungen und verweist ansonsten als Berechnungsgrundlage auf die Normen DIN V 18599-Teile 1 bis 10 für Nichtwohngebäude (Mehrzonenmodell) und Wohngebäuden (Einzonenmodell) und DIN 4701-10/A1103 in Verbindung mit DIN V 4108-6104 für Berechnungen bezüglich von Wohngebäuden. Neben dem Primärenergiebedarf Qp [in kWh/m²a] wird als zweite Zielgröße in der EnEV auch der spezifische Transmissionswärmeverlust H`t in [W/m²K] als Berechnungsgröße gefordert.105 Aus Gründen der Komplexität der technischen Betrachtung und begrenzter Bedeutung für dieses Forschungsthema wird auf weitere Ausführung diesbezüglich verzichtet.

Die Zielwerte [Qp und H´t] der EnEV sowie [ep und fp] sind als Kennzahlen für ökologische Belange in Unternehmen bei entsprechender Sachkenntnis geeignet, um die Effizienz der Gebäudehülle sowie der betreffenden Anlagentechnik beurteilen zu können.

[...]


1 vgl. (Deutsches Institut für Normung, DIN V 18599, 2010)

2 vgl. (Deutsches Institut für Normung, DIN V 18599, 2010)

3 vgl. (Deutsches Institut für Normung, DIN V 18599, 2010)

4 vgl. (Deutscher Bundestag, EnEV 2016, 2013)

5 vgl. (Deutscher Bundestag, EnEV 2016, 2013)

6 vgl. (Deutscher Bundestag, EnEV 2016, 2013) (Deutsches Institut für Normung, DIN V 18599, 2010)

7 vgl. (Deutsches Institut für Normung, DIN V 18599, 2010)

8 vgl. (Deutsches Institut für Normung, DIN V 18599, 2010)

9 vgl. (Deutsches Institut für Normung, DIN V 18599, 2010)

10 vgl. (Deutsches Institut für Normung, DIN V 18599, 2010)

11 vgl. (Deutsches Institut für Normung, DIN V 18599, 2010)

12 (e³energieberatung, 2004-2020)

13 vgl. (Deutsches Institut für Normung, DIN 277-1:2016, 2016)

14 vgl. (Deutsches Institut für Normung, DIN 277-1:2016, 2016)

15 vgl. (Deutscher Bundestag, EnEV 2016, 2013) (Deutsches Institut für Normung, DIN V 18599, 2010)

16 vgl. (Deutsches Institut für Normung, DIN 277-1:2016, 2016)

17 vgl. (Deutsches Institut für Normung, DIN 277-1:2016, 2016)

18 vgl. (Stroppe, Langer, & Streitenberger, 2003, S. 71)

19 vgl. (Unger & Hurtado, 2013, S. 1)

20 vgl. (e³energieberatung, 2004-2020)

21 vgl. (Goldmann, 2017/18 und 2015)

22 vgl. (Deutsches Institut für Normung, DIN EN 16247-1, 2012)

23 vgl. (Deutsches Institut für Normung, DIN EN ISO 50002, 2014)

24 vgl. (Europäische Union, Empfehlung der Kommission betreffend der Definition der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen, 2003)

25 vgl. (Deutsches Institut für Normung, DIN EN ISO 50001, 2018)

26 vgl. (Deutsches Institut für Normung, DIN EN ISO 14001, 2015)

27 vgl. (Europäische Union, EMAS-Verordnung (EG) Nr. 1221/2009, 2010)

28 vgl. (Kagermann, Wahlster, & Lukas, 2015)

29 Duden, https://www.duden.de/rechtschreibung/Aspekt, „Blickwinkel, Blickrichtung, Betrachtungsweise, Blick-, Gesichtspunkt“, abgerufen am 24.12.2019 20.12.2019

30 Duden, https://www.duden.de/rechtschreibung/Kriterium, „unterscheidendes Merkmal als Bedingung für einen Sachverhalt, ein Urteil, eine Entscheidung“, abgerufen am 24.12.2019 20.12.2019

31 (Deutsches Institut für Normung, 2012, S. 4)

32 vgl. (Europäische Union, Richtlinie 2012/27/EU zur Energieeffizienz, 2012)

33 vgl. (Deutscher Bundestag B. , 2010)

34 vgl. (Deutscher Bundestag B. , 2010)

35 vgl. (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 2017)

36 vgl. (Pufé, 2012, S. 28 f)

37 (Carlowitz & Bernigeroth, 1713, S. 1-3)

38 (Carlowitz & Bernigeroth, 1713, S. 201)

39 vgl. (Michelsen, Adomßent, & Heinrichs, 2014, S. 3-59)

40 vgl. (Industrie- und Handelskammer Nürnberg , 2019)

41 Duden, https://www.duden.de/rechtschreibung/Moderne „neueste Zeit meinend“, abgerufen am 24.12.2019 19.12.2019

42 vgl. (DIN EN ISO 50001:2018, S.16) „Energie Elektrizität, Brennstoffe, Dampf, Wärme, Druckluft und vergleichbare Medien ; Für die Zwecke dieses Dokuments bezieht sich der Begriff Energie auf verschiedene Arten von Energie, einschließlich erneuerbarer Energien, die erworben, gespeichert, aufbereitet, in einer Einrichtung oder einem Prozess verwendet, oder zurückgewonnen werden können.“ abgerufen am 24.12.2019 19.12.2019

43 vgl. (Europäische Union, EG Nr. 1907/2006 REACH, 2019)

44 vgl. (DEKRA Automobil GmbH, Vorlagen für Sachverständige, 2018)

45 vgl. (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, 2019, S. Energie, Energieeffizienz, Energieaudit)

46 Duden, https://www.duden.de/rechtschreibung/anthropogen „durch den Menschen beeinfluss, verursacht“, abgerufen am 24.12.2019 18.12.19

47 vgl. (DIN EN ISO 14001:2015, S 18) „Risiko wird häufig durch Bezugnahme auf mögliche „Ereignisse“ (definiert in ISO Guide 73:2009, 3.5.1.3) und „Folgen“ (definiert in ISO Guide 73:2009, 3.6.1.3) oder durch eine Kombination beider charakterisiert.

48 (Goldmann, 2017/18 und 2015)

49 (Umweltbundesamt, Tappeser, Weiss, & adelphi research, 2017, S. 20,21)

50 (Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland, Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie, 2016, S. 55,56)

51 vgl. (The Club of Rome, 2019)

52 (Meadows, et al., 1972, S. 17)

53 (United Nations, 1997, S. 15)

54 vgl. (Clayton, 2015)

55 vgl. (Deutscher Bundestag D. , 2017)

56 (Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE), 2019, S. 27)

57 (Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE), 2019, S. 27)

58 vgl. (Europäische Union, Richtlinie 2012/27/EU zur Energieeffizienz, 2012)

59 vgl. (DEKRA Automobil GmbH, Vorlagen für Sachverständige, 2018)

60 (Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE), 2019, S. 28)

61 vgl. (Europäische Union, Ökodesign Richtlinie, 2009)

62 (Europäische Union, Ökodesign Richtlinie, 2009)

63 (DEKRA Automobil GmbH, Vorlagen für Sachverständige, 2018)

64 (Lindemann & Heim, 2011, S. 178)

65 vgl.(Lindemann & Heim, 2011)

66 (Glasl & Haupt, 2004, S. 125,127)

67 Duden, https://www.duden.de/suchen/dudenonline/konsens, „Übereinstimmung der Meinung“ abgerufen am 24.12.2019 20.12.2019

68 vgl. (KPMG, 2009, S. 30ff.)

69 (Deloitte, 2008, S. 20)

70 (Deloitte, 2008, S. 8)

71 (Becker & Baltzer, Unternehmensführung&Controlling: Controlling eine instrumentelle Perspektive, 2009, S. 13ff.)

72 vgl. (Horváth P. , 2008, S. 125)

73 (Horváth P. , 2008, S. 104 f.)

74 Kosten- und Leistungsrechnung vgl. Jung, 1997, S. 986

75 Buchführung, Bilanzierung und Jahresabschluss vgl. Jung 1997 S.985, 986, 988

76 (Becker & Fuchs, 2004, S. 18ff.)

77 (Chamoni & Gluchowski, 2016, S. 12ff.)

78 (Hess, 2006, S. 6ff.)

79 (Bausch & Kaufmann, 2000, S. 122)

80 vgl. (Horváth, Controlling, 2012, S. 548)

81 vgl. (Pearce, 2002)

82 vgl. (Jung, 1997, S. 30)

83 (Goldmann, 2017/18 und 2015)

84 (Goldmann, 2017/18 und 2015)

85 (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, 2019, S. 35)

86 (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, 2019, S. 37)

87 (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, 2019, S. 37)

88 (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, 2019, S. 37)

89 (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, 2019, S. 38)

90 vgl. (Weber, 2018, S. 113ff.)

91 (Springer, 2018)

92 vgl. (Kaplan & Norton, 1997)

93 (Deutsches Institut für Normung, DIN EN ISO 9001, 2015, S. 47)

94 vgl. (Benes & Groh, 2017)

95 vgl. (Goldmann, 2017/18 und 2015)

96 (Pistohl, Rechenauer, & Scheuerer, 2013, S. i55)

97 vgl. (Wuppertal Institut, 2016)

98 (BDEW, 2015, S. 4) [fp] für Strom durch Autor dieser wissenschaftlichen Arbeit aktualisiert gemäß EnEV 2016

99 vgl. (BDEW, 2015, S. 24)

100 vgl. (Europäische Union, EPBD Gebäuderichtlinie (EU) 2018/844, 2018)

101 vgl. (Deutscher Bundestag, EnEV 2016, 2013)

102 vgl. (Deutsches Institut für Normung, DIN V 18599, 2010)

103 vgl. (Deutsches Institut für Normung, DIN V 4701-10, 2007)

104 vgl. (Deutsches Institut für Normung, DIN V 4108-6, 2003)

105 vgl. (EnEV 2016)

Ende der Leseprobe aus 96 Seiten

Details

Titel
Möglichkeiten zur Messung der Nachhaltigkeit von Effizienzmaßnahmen im Rahmen von Energieaudits
Untertitel
Ökonomischer, ökologischer und sozialer Nutzen sowie Kennzahlen zur Überwachung
Hochschule
Beuth Hochschule für Technik Berlin  (Geistes- und Sozialwissenschaften)
Note
1,3
Autor
Jahr
2019
Seiten
96
Katalognummer
V514344
ISBN (eBook)
9783346099655
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Energieeffizienz und Nachhaltigkeit, Energieaudit, Kennzahlen, Bilanzraummodell, Energieversorgungsszenario, New-Triple-Bottom-Line, Effizienz 5.0, Industriealisierung 4.0, Kondratieff 6.0, Sankey-Ziel-Diagramm 5.0
Arbeit zitieren
Mathias Klein (Autor), 2019, Möglichkeiten zur Messung der Nachhaltigkeit von Effizienzmaßnahmen im Rahmen von Energieaudits, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/514344

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