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Widerstand während der Kollektivierung unter Josef Stalin

Inwiefern handelte es sich bei den Handlungen der Bauernschaft um Widerstand?

Titel: Widerstand während der Kollektivierung unter Josef Stalin

Hausarbeit , 2019 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Dilan Gül (Autor:in)

Politik - Region: Russland
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Fokus dieser Arbeit liegt auf den Umständen und Handlungen der Bauern zur Zeit der Kollektivierung, welche innerhalb der Geschichtsforschung unterschiedlich interpretiert werden. Die Handlungen der Bauern werden einerseits als Widerstand,
andererseits als schlichte Reaktionen auf die ihnen gegenüber erbrachte Repression beschrieben. Dabei dient die Arbeit nicht zur reinen inhaltlichen Erschließung der Geschehnisse, sondern zur Einführung in die Frage inwiefern es sich bei den Handlungen der Bauernschaft um Widerstand handelte.

Dazu erfolgt die Beschreibung des Begriffes Widerstand mit seinen Erscheinungs- und Wahrnehmungsmöglichkeiten. Daraufhin wird zunächst die Situation der Bevölkerung und dann die Kollektivierung geschildert, um einen inhaltlichen Umriss zu bieten. Hierzu wird sowohl das ideologische Verständnis der Bolschewiki, als auch die Repressionskampagne gegen die Kulaken zusammengefasst. Dabei sind die Definition des "Kulaken" und die gegen ihn geführte Propaganda von großer Bedeutung. Im Anschluss folgt die Betrachtung der unterschiedlichen bäuerlichen Handlungen. Abschließend wird ein Fazit im Zusammenhang zu der formulierten Leitfrage gezogen.

Die Herero und Nama in Deutsch-Südwestafrika, die Juden im Dritten Reich, die Bosniaken in Srebrenica oder die Bauern in der Sowjetunion – sie alle teilen eine Gemeinsamkeit in ihrer Geschichte. Denn sie fielen systematisch millionenfach durchgeführten Repressionen und Ermordungen zum Opfer. In der Geschichte der Menschheit legitimierten höhere Mächte stets ihre Unterdrückung gegen Minderheiten durch ihre "Andersartigkeit". So wurde beispielsweise die indische Bevölkerung ein Objekt der britischen Kolonialpolitik. Mit der Widerstandsbewegung von Mahatma Gandhi mobilisierten sich die Bevölkerungsschichten und stellten die Legitimation des Regimes in Frage.

Insbesondere die indischen Bauern leisteten Widerstand und Gegenwehr. Der Klassenkampf Stalins, geboren als Josef Dschugaschwili im Kaukasus, schürte eine Feindseligkeit gegen sogenannte "Kulaken" innerhalb der Bauernschaft. Im Zuge der mutmaßlichen Befreiung der Sowjetunion von Kapitalisten, wurden Bauern von 1929 bis 1933 enteignet und deportiert. Schätzungen zufolge hat diese Entkulakisierung 530.000 bis 600.000 Menschleben gekostet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Widerstand
    • Begriffsklärung
    • Formen des Widerstands
    • Wahrnehmungen
  • Situation der Bevölkerung
    • Überblick über die Umstände ab 1917
    • Bauernschaft
  • Kollektivierung unter Stalin
    • Ideologie
      • Die Angst vor dem Kapitalismus
      • Definition Kulake
      • Propaganda
    • Entkulakisierung
      • Kampagnenübersicht
      • Repressionen
  • Handlungen der Bauern
    • indirekte Handlungen
    • direkte Konfrontationen
  • Fazit

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Arbeit befasst sich mit den Umständen und Handlungen der Bauern während der Kollektivierung in der Sowjetunion unter Josef Stalin, wobei die Interpretation dieser Handlungen im Zentrum steht. Insbesondere wird untersucht, ob die Aktionen der Bauernschaft als Widerstand betrachtet werden können.

  • Begriff und Formen des Widerstands
  • Situation der Bevölkerung in der Sowjetunion vor der Kollektivierung
  • Ideologie und Propaganda der Kollektivierung
  • Repressionen gegen Kulaken während der Entkulakisierung
  • Verschiedene Handlungsweisen der Bauern

Zusammenfassung der Kapitel

Die Einleitung führt in die Thematik des Widerstands unter Repression ein, indem sie den historischen Kontext und die Bedeutung der Kollektivierung unter Stalin beleuchtet. Sie stellt die Leitfrage der Arbeit dar, ob die Handlungen der Bauernschaft als Widerstand betrachtet werden können.

Das Kapitel "Widerstand" beschäftigt sich mit der Definition des Begriffs Widerstand, seinen verschiedenen Formen und den Aspekten seiner Wahrnehmung. Es werden die historischen und gesellschaftlichen Kontextualisierungen des Widerstandsbegriffs beleuchtet.

Das Kapitel "Situation der Bevölkerung" gibt einen Überblick über die Lebensumstände der Bevölkerung in der Sowjetunion nach 1917, insbesondere der Bauernschaft, und stellt den historischen Hintergrund für die Kollektivierung dar.

Das Kapitel "Kollektivierung unter Stalin" beleuchtet die ideologische Grundlage der Kollektivierung, insbesondere die Angst vor dem Kapitalismus und die Definition des „Kulaken“. Es beschreibt die Propaganda und Repressionen, die im Rahmen der Entkulakisierung eingesetzt wurden.

Das Kapitel "Handlungen der Bauern" untersucht verschiedene Handlungsweisen der Bauern, die auf die Kollektivierung und die Repressionen reagierten, und gliedert diese in indirekte und direkte Konfrontationen.

Schlüsselwörter

Die Arbeit fokussiert sich auf die Thematik des Widerstands und dessen Erscheinungsformen im Kontext der Kollektivierung der Landwirtschaft in der Sowjetunion unter Stalin. Sie analysiert die Situation der Bauernschaft, die ideologische Grundlage und die repressive Umsetzung der Kollektivierung, sowie die vielfältigen Handlungsweisen der Bauern als Reaktion auf die staatlichen Maßnahmen. Wichtige Schlüsselbegriffe sind: Widerstand, Kollektivierung, Entkulakisierung, Bauernschaft, Repression, Propaganda, Kulaken, Ideologie.

Häufig gestellte Fragen

Was war das Ziel der Kollektivierung unter Stalin?

Ziel war die Zusammenführung privater Bauernhöfe zu staatlich kontrollierten Großbetrieben (Kolchosen), um die Landwirtschaft zu industrialisieren und die Macht der Bolschewiki auf dem Land zu festigen.

Wer wurde als „Kulake“ bezeichnet?

Ursprünglich bezeichnete der Begriff wohlhabendere Bauern. Unter Stalin wurde er jedoch ideologisch ausgeweitet, um jeden Bauern als „Klassenfeind“ zu brandmarken, der sich der Kollektivierung widersetzte.

Wie leisteten die Bauern Widerstand gegen die Kollektivierung?

Der Widerstand reichte von indirekten Handlungen wie der Schlachtung des eigenen Viehs und der Zerstörung von Getreide bis hin zu direkten gewaltsamen Konfrontationen mit Staatsorganen.

Was versteht man unter „Entkulakisierung“?

Dies war eine systematische Repressionskampagne (1929–1933), bei der Millionen von Bauern enteignet, deportiert oder hingerichtet wurden, um den ländlichen Widerstand zu brechen.

Welche Rolle spielte die Propaganda in diesem Prozess?

Propaganda diente dazu, die Kulaken als „Blutsauger“ und Kapitalisten zu entmenschlichen und so die brutalen staatlichen Maßnahmen vor der restlichen Bevölkerung zu legitimieren.

War das Handeln der Bauern echter politischer Widerstand?

Die Arbeit diskutiert, ob es sich um organisierten Widerstand handelte oder lediglich um verzweifelte Reaktionen auf staatliche Repression und die drohende Vernichtung der Existenzgrundlage.

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Details

Titel
Widerstand während der Kollektivierung unter Josef Stalin
Untertitel
Inwiefern handelte es sich bei den Handlungen der Bauernschaft um Widerstand?
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Friedrich Meinecke Institut)
Note
1,7
Autor
Dilan Gül (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
26
Katalognummer
V514378
ISBN (eBook)
9783346121912
ISBN (Buch)
9783346121929
Sprache
Deutsch
Schlagworte
widerstand kollektivierung josef stalin inwiefern handlungen bauernschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dilan Gül (Autor:in), 2019, Widerstand während der Kollektivierung unter Josef Stalin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/514378
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Leseprobe aus  26  Seiten
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