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Schizophrenie: Ein langer Weg! Am Beispiel von Kindern und Jugendlichen

Title: Schizophrenie: Ein langer Weg! Am Beispiel von Kindern und Jugendlichen

Term Paper , 2005 , 44 Pages , Grade: 1

Autor:in: Piroschka Weßling (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Schizophrenie! Ein Wort, ein Name, ein Begriff, keine Ahnung! Hatte ich nie etwas mit zu tun, auch kein Interesse daran, denn es haftet eine Krankheit daran. Nein, schlimmer, irre zu sein!
Heute bin ich froh niemand in unserer Familie, Verwandtschaft und Bekanntschaft zu haben der unter Schizophrenie leidet! Heute weiß ich, dass es nur bedingt eine Krankheit ist, sehr viel Leid und Ängste für den Betroffenen und auch seiner Familie beinhaltet. Es gibt aber auch sehr schöne Momente, die einen viel geben können.
Ich fing im März 2005 in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Kassel auf der Akutstation an. Es gab einen geschlossenen und einen offenen Bereich. Ich hatte überhaupt keine Vorerfahrung mit solchen Krankheitsbilder und deren Menschen die darunter leiden.
Doch plötzlich nahm mich das Interesse an Schizophrenie in Gestalt von Lisa in Beschlag! Und plötzlich war sie nicht mehr da, entlassen. Geheilt? Nein! Aber auf dem Weg ins Leben. Sie fehlte mir sehr! Was hatte ich Angst vor ihr, wie hat sie mich genervt, gehofft das die Medikamente endlich wirken und sie schläft, Ruhe!
Ich studierte ihre Akte, redete mit ihren Eltern, Kollegen, Ärzten und Therapeuten, wählte mir eine passende Vorlesung aus und holte mir Unmengen an Bücher die ich regelrecht verschlang. Inzwischen weiß ich sehr viel aber eindeutig erklären, nein dass kann ich nicht.
Es gibt so eine reichhaltige Literatur über die verschiedensten Ansätzen, Ursachen, Möglichkeiten, Behandlungen, Therapien, Forschungen, Studien etc., dass mir eine Auswahl sehr schwer gefallen ist. Ich habe versucht diese Arbeit einzugrenzen auf Schizophrenie bei Kinder und Jugendlichen. Auch dieser Bereich ist so komplex, dass ich Kürzungen vornehmen musste.
Ich beginne diese Arbeit damit, den Begriff Schizophrenie zu erklären, einen kleinen geschichtlichen Einblick, mögliche Ursachen und den Verlauf deutlich zu machen. Wobei ich mich hauptsächlich auf die Bücher von Böker, W. und Brenner, H.-D., Integrative Therapie der Schizophrenie und von Schulz, E., Verlaufsprädikatoren schizophrener Psychosen in der Adoleszens, bezogen habe. Und natürlich Lisa als Fallbeispiel.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Begriffsbestimmung: Schizophrenie

2.1 Schlussbemerkung

3. Geschichtlicher Hintergrund

3.1 Emil Kraepelin und die Dementia praecox

3.2 Eugen Bleulers Konzept der Schizophrenie

4. Klassifikation und Symptomatologie von schizophrenen Psychosen des Kindes- und Jugendalters

4.1 Die Bedeutung prämorbider Faktoren

5. Antipsychotische Medikation

5.1 Erkrankungsphase und Wirksamkeit der antipsychotischen Medikation

5.2 Syndromatologischen Zielgruppen und Wirksamkeit der antipsychotischen Medikation

5.3 Schlussbemerkung

6. Fallbeispiel: Lisa

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Krankheitsbild der Schizophrenie mit einem spezifischen Fokus auf Kinder und Jugendliche. Ziel ist es, durch eine theoretische Fundierung sowie ein praxisnahes Fallbeispiel ein tieferes Verständnis für die Symptomatologie, die therapeutischen Herausforderungen und die psychosozialen Auswirkungen dieser Diagnose in jungen Lebensphasen zu entwickeln.

  • Historische Entwicklung und Begriffsdefinitionen der Schizophrenie
  • Klassifikationssysteme bei kindlichen und jugendlichen Psychosen
  • Bedeutung biologischer und prämorbider Risikofaktoren
  • Pharmakologische Behandlungsansätze und deren differenzierte Anwendung
  • Psychosoziale Betreuung und Fallstudienarbeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Emil Kraepelin und die Dementia praecox:

Dem Postulat exakter naturwissenschaftlicher Methodik entspricht in hervorragender Weise Emil Kraepelin, der in seinem zuerst 1896 erschienen Lehrbuch die Grundlagen des bis heute gültigen psychiatrischen Kategoriensystems legt und somit als Begründer der „modernen Psychiatrie“ bezeichnet werden kann.

Unter dem Titel „Dementia praecox“ fasste er zum ersten Mal die später als „Schizophrenie“ klassifizierten Verhaltens- und Denkweisen zusammen und gliedert sie in die bis heute gebräuchlichen Unterformen Hebephrenie (Jugendirrsinn), Katatonie (Verlauf in Erregungs- bzw. Erstarrungszuständen) und Paranoia (Verfolgungswahn).

Wie nachhaltig dabei die medizinische Prämisse und ihr Modellbeispiel der Parese auf Kraepelin gewirkt haben, wird anhand der folgenden Auszüge deutlich:

„Das eigentliche Wesen der Dementia praecox ist gänzlich dunkel“, räumt er zunächst ein, sieht sich dann aber einige Abschnitte weiter „ zu der Annahme gedrängt, dass es sich hier um einen greifbaren Krankheitszustand im Gehirn handeln muss. Tatsächlich haben sich auch in den wenigen Fällen, die mit zuverlässigen Hilfsmitteln genauer untersucht wurden, Veränderungen nachweisen lassen, die kaum eine andere Erklärung zulassen. Erst dadurch wird der oft so ungemein rasche geistige Verfall überhaupt verständlich. Wir kommen somit zu dem Schlusse, dass in der Dementia praecox höchstwahrscheinlich eine teilweise Schädigung oder Vernichtung Hirnrindenzellen stattfindet, die sich in einzelnen Fällen wieder ausgleichen kann, meist aber eine eigenartige, dauernde Beeinträchtigung des Seelenlebens nach sich zieht.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Der Autor schildert seine persönliche Motivation und den Hintergrund für die Auseinandersetzung mit dem Thema Schizophrenie durch die Arbeit auf einer Akutstation.

2. Begriffsbestimmung: Schizophrenie: Es erfolgt eine theoretische Einordnung des Begriffs Schizophrenie anhand verschiedener lexikalischer und fachspezifischer Quellen.

3. Geschichtlicher Hintergrund: Dieses Kapitel beleuchtet die wissenschaftshistorischen Ursprünge der Diagnose, insbesondere durch Kraepelin und Bleuler.

4. Klassifikation und Symptomatologie von schizophrenen Psychosen des Kindes- und Jugendalters: Die Arbeit analysiert diagnostische Kriterien und Herausforderungen bei der Anwendung klassischer Schemata auf Minderjährige.

5. Antipsychotische Medikation: Hier werden die biologischen Grundlagen, Wirkungsweisen und ethischen Überlegungen zur medikamentösen Therapie erörtert.

6. Fallbeispiel: Lisa: Anhand eines konkreten, mehrjährigen Fallbeispiels wird der therapeutische Prozess und Verlauf einer jugendlichen Patientin dargestellt.

7. Fazit: Der Autor zieht ein kritisches Resümee über das Verständnis der Krankheit und fordert einen individuelleren Blick auf betroffene Menschen.

Schlüsselwörter

Schizophrenie, Jugendpsychiatrie, Dementia praecox, Emil Kraepelin, Eugen Bleuler, Fallbeispiel, Antipsychotika, Neuroleptika, Frühmanifestation, Adoleszenz, Symptomatologie, Klassifikation, psychische Erkrankung, psychotisches Syndrom, therapeutische Begleitung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Krankheitsbild der Schizophrenie, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der spezifischen Symptomatik, den Diagnosekriterien und der Behandlung bei Kindern und Jugendlichen liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung der Diagnose, die medizinische Klassifikation, die Bedeutung von Risikofaktoren sowie die medikamentöse und sozialpädagogische Behandlung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das komplexe Krankheitsbild zu schaffen und aufzuzeigen, wie wichtig eine individuelle Betrachtung der betroffenen jungen Patienten über starre Diagnosen hinaus ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur, ergänzt um die qualitative Darstellung eines klinischen Fallbeispiels.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Herleitung des Begriffs, die klinische Symptomatik im Kindesalter, Aspekte der medikamentösen Therapie sowie eine detaillierte Fallstudie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schizophrenie, Jugendpsychiatrie, Frühmanifestation, Antipsychotika, Fallbeispiel und Adoleszenz stehen im Zentrum der Untersuchung.

Welche Rolle spielt das Fallbeispiel "Lisa"?

Lisa dient als praxisnahes Beispiel, um den Verlauf, die Schwierigkeiten der Medikation und die Herausforderungen in der familiären sowie schulischen Integration bei einer schizophrenen Erkrankung zu verdeutlichen.

Wie bewertet der Autor den Begriff "Schizophrenie"?

Der Autor kritisiert eine rein medizinische Sichtweise und hinterfragt, ob es sich bei Schizophrenie tatsächlich um eine einheitliche "Krankheit" oder um einen komplexen Mythos handelt, der oft gesellschaftliche Probleme stigmatisiert.

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Details

Title
Schizophrenie: Ein langer Weg! Am Beispiel von Kindern und Jugendlichen
College
University of Kassel
Grade
1
Author
Piroschka Weßling (Author)
Publication Year
2005
Pages
44
Catalog Number
V51437
ISBN (eBook)
9783638474108
ISBN (Book)
9783638687836
Language
German
Tags
Schizophrenie Beispiel Kindern Jugendlichen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Piroschka Weßling (Author), 2005, Schizophrenie: Ein langer Weg! Am Beispiel von Kindern und Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51437
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