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PISA-Studie und PISA-E-Studie 2000- Die Bundesländer im Vergleich in Bezug auf Entwicklung und Förderung von Lesekompetenz -

Title: PISA-Studie und PISA-E-Studie 2000- Die Bundesländer im Vergleich in Bezug auf Entwicklung und Förderung von Lesekompetenz -

Term Paper , 2006 , 27 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Yvonne Babock (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Einleitung

„Mit der PISA-Studie hat sich die Bundesrepublik Deutschland erstmals in breiter Form und systematisch an internationalen Vergleichsuntersuchungen zu Schülerleistungen beteiligt. Damit wurde eine Entwicklung eingeleitet, der in mehrfacher Hinsicht für die deutsche Bildungspolitik große Bedeutung zukommt.“ So waren die einleitenden Worte der ersten PISA-Studie 2000. Jedoch löste diese international vergleichende PISA-Studie, die im Dezember 2001 vorgelegt wurde, aufgrund ihrer miserablen Ergebnisse für Deutschland, eine Bildungsdebatte aus. Denn erstmals nach vielen Jahren begann sich die Einsicht durchzusetzen, dass das deutsche Bildungssystem im hohen Maße erneuerungsbedürftig ist. Dazu verlieh die seit Ende Juni 2002 vorliegende innerdeutsche Auswertung der PISA-Studie (PISA-E benannt) der aufgenommenen Debatte eine zusätzliche Dynamik, eine Dynamik, von der zu hoffen ist, das sie nach der letzlichen Bundestagswahl 2005 zu tiefgreifenden Veränderungen der deutschen Schulen führt. Kultus- und Bildungsminister sind seitdem bestrebt in vielen Bereichen des deutschen Bildungssystems Reformen anzusetzen. Ein besonderer Augenmerk solle dabei auf die Lesemotivation und Lesekompetenz deutscher Schüler gerichtet werden, denn eines haben die Bildungpolitiker bereits erkannt: „Wer wissen will, muss lesen lernen.“ Doch inwieweit diese These pädagogisch umsetzbar ist und inwiefern Finnland bezüglich seiner Art von Bildungspolitik Vorbild für Deutschland sein könnte, wird die vorliegende Arbeit klären.

Auch Johann Friedrich Herbart weißt in seinem Einführungszitat auf eine Misslage im deutschen Bildungssystem hin. Immer mehr wird die soziale Selektivität in Schulen als deutsches Dauerproblem gesehen. Sind unsere Kinder denn dümmer als in andern Ländern? Welche Rolle spielen dabei Kinder mit Migrationshintergrund und welche Schüler erbringen schwächere Schulleistungen? Viel schwieriger erscheint jedoch die Frage, welche Maßnahmen uns aus der Bildungsmisere helfen und ob Politiker überhaupt in der Lage sind, innovative Reformen zu entwickeln und diese erfolgreich umzusetzen. Die Diskussion um dieses Thema scheint dennoch schier unendlich und die Zahl der Kommentare ist unüberschaubar (vgl. BECKER 2003, S.241) und die Anteile der thematischen Überschneidungen und Wiederholungen so groß, dass eine umfassende Analyse der Beiträge im Rahmen dieser Arbeit nicht geleistet werden können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konzeption von PISA

2.1 PISA-E-Studie

2.2 Durchführung der Studie

2.3 Auswertung der Daten

2.4 Allgemeine Ergebnisse des internationalen Vergleichs

2.4.1 Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Kompetenz-Erwerb

2.4.2 Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen

2.4.3 Computerunterstütztes Lernen

2.5 Allgemeine Ergebnisse des nationalen Vergleichs

3. Die Erfassung von Lesekompetenz in PISA

3.1 Wie entsteht Lesekompetenz?

3.2 Bestimmung von Lesekompetenz

3.2.1 Lesekompetenzstufen

3.3 Ergebnisse des PISA-Lesetests für Deutschland im internationalen Vergleich

3.4 Ergebnisse des Lesetests im nationalen Vergleich

4. Maßnahmen zur Verbesserung der deutschen Bildungspolitik

4.1 Vorschule

4.2 Grundschule

4.3 Sekundarstufe I

4.4 Ausbildung – Fortbildung

4.5 Schule allgemein

5. Finnland als Beispiel für Deutschland?

5.1 Sozio-kulturelle Faktoren

5.2 Schulische Faktoren

6. Förderung der Lesekompetenz

6.1 Lesesituation in Deutschland

6.2 Wozu Leseförderung

6.3 Motivationsmöglichkeiten

6.3.1 Methoden, Aktionen und Strategien in der Grundschule

6.4 Determinanten der Lesekompetenz

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die PISA-Studie 2000 sowie die erweiterte nationale PISA-E-Studie zu fokussieren, um grundlegende Ursachen für die Bildungsmisere in Deutschland zu identifizieren. Dabei wird insbesondere die Lesekompetenz der deutschen Schüler analysiert, um anschließend geeignete Maßnahmen zur Förderung der Lesemotivation und Verbesserungsvorschläge für das Bildungssystem zu beleuchten.

  • Analyse der PISA-Studie 2000 und PISA-E-Studie
  • Untersuchung der Lesekompetenz und Lesemotivation deutscher Schüler
  • Vergleich der Leistungsunterschiede zwischen den Bundesländern
  • Betrachtung von Finnland als mögliches bildungspolitisches Vorbild
  • Entwicklung von Maßnahmen zur Förderung der Lesekompetenz in der Grundschule

Auszug aus dem Buch

3.1 Wie entsteht Lesekompetenz?

PISA zielt auf die Erfassung von Lesekompetenz von 15-Jährigen ab. In dieser Altersgruppe wird vorausgesetzt, dass die Fähigkeit, Texte zu entziffern, wenn auch mit unterschiedlichen Lesegeschwindigkeiten, gegeben ist. Doch bis zu diesem Vermögen durchlaufen Schüler im Laufe der Lesesozialisation bis zur zielorientierten Nutzung von Texten einen Entwicklungsprozess, der sich als komplexes Zusammenspiel verschiedener Teilfähigkeiten beschreiben lässt. Dieser Prozess wird vor allem durch den Schriftspracherwerb in der Grundschule geprägt, er beginnt jedoch bereits im Vorschulalter. In diesem Alter wird der Grundstein für eine erfolgreiche Lesesozialisation und den kompetenten und zielorientierten Umgang mit Texten gelegt. Die Familie spielt in der Lesesozialisation eine besondere Rolle, denn hier werden vor allem Wissen über die Funktion des Lesens und Schreibens sowie metasprachliche Kompetenzen vermittelt. Die Sprache als Form der Kommunikation zwischen Eltern und Kindern dient vor allem dazu, Gedanken auszudrücken und diese auszutauschen. Das Kind lernt hierdurch, Sprache als Instrument des Denkens zu benutzen (Wygotski, 1969). Besondere Beachtung erhält die Interaktion zwischen Eltern und Kindern in der Vorlesesituation bzw. im gemeinsamen Betrachten eines Bilderbuches. Durch das Vorlesen und das spätere eigenständige Lesen werden Kinder angeregt, die gelesenen Geschichten zu ihren eigenen Erfahrungen in Beziehung zu setzen, sich Fragen zum weiteren Verlauf der Geschichte zu stellen und über die Gründe und Konsequenzen von Handlungen nachzudenken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die PISA-Bildungsdebatte in Deutschland ein, thematisiert das Ziel der Untersuchung und stellt die Forschungsfragen bezüglich Lesekompetenz und möglicher Vorbildfunktionen Finnlands.

2. Konzeption von PISA: Dieses Kapitel erläutert die Ziele, die Durchführung und die Auswertung der PISA-Studie sowie der nationalen PISA-E-Studie inklusive der internationalen und nationalen Ergebnisse.

3. Die Erfassung von Lesekompetenz in PISA: Hier wird der Lesekompetenzbegriff definiert, die Entstehung sowie Bestimmung von Lesekompetenz erläutert und die Leistungsergebnisse für Deutschland dargestellt.

4. Maßnahmen zur Verbesserung der deutschen Bildungspolitik: Das Kapitel beschreibt konkrete bildungspolitische Handlungsfelder wie Standards, Vorschule, Grundschule und Lehrerausbildung, die als Reaktion auf die PISA-Ergebnisse initiiert wurden.

5. Finnland als Beispiel für Deutschland?: Es wird untersucht, welche sozio-kulturellen und schulischen Faktoren den Erfolg des PISA-Siegers Finnland bedingen und ob diese auf Deutschland übertragbar sind.

6. Förderung der Lesekompetenz: Dieses Kapitel widmet sich der Lesesituation in Deutschland, der Notwendigkeit der Leseförderung sowie Methoden, Aktionen und Determinanten, um die Lesemotivation bei Kindern zu steigern.

7. Schlussbetrachtung: Die Arbeit endet mit einem Resümee über die Bedeutung der PISA-Studien für den Wandel im deutschen Bildungssystem und einem Ausblick auf zukünftige Herausforderungen.

Schlüsselwörter

PISA-Studie, PISA-E-Studie, Lesekompetenz, Lesemotivation, Bildungspolitik, Deutschland, Finnland, Leseförderung, Lesesozialisation, Grundschule, Bildungsstandard, Schriftspracherwerb, Schulleistung, Kompetenzstufen, Lesekultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die PISA-Studie 2000 und die erweiterte nationale PISA-E-Studie, um die Defizite des deutschen Bildungssystems, insbesondere im Bereich der Lesekompetenz, aufzuzeigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Konzepte der PISA-Studie, die Erfassung von Lesekompetenz, bildungspolitische Reformmaßnahmen, ein Vergleich mit dem finnischen Bildungssystem sowie pädagogische Ansätze zur Leseförderung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Aussagen der PISA-Studien kritisch zu hinterfragen, Ursachen für die schlechten Ergebnisse in Deutschland zu benennen und Strategien zur Verbesserung der Lesemotivation und -kompetenz zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse der offiziellen PISA-Berichte und ergänzender pädagogischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Konzeption von PISA, die Analyse der Lesekompetenz, die Darstellung deutscher Reformmaßnahmen sowie die Untersuchung von Gelingensfaktoren in Finnland und konkrete pädagogische Strategien zur Leseförderung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind PISA-Studie, Lesekompetenz, Bildungspolitik, Lesemotivation, Grundschule und internationale Vergleichsstudien.

Warum schneiden deutsche Schüler laut der PISA-Studie im Bereich Lesekompetenz eher schlecht ab?

Laut der Studie korreliert das Abschneiden stark mit der sozialen Herkunft. Zudem mangelt es an einer frühzeitigen und gezielten Förderung der Lesemotivation und einer individuellen Unterstützung schwacher Leser.

Welche Rolle spielt Finnland im Kontext der Arbeit?

Finnland dient als Paradebeispiel, da es im PISA-Vergleich sehr erfolgreich ist. Die Arbeit untersucht, inwiefern finnische Faktoren wie Schulautonomie, Speziallehrkräfte und soziale Strukturen als Vorbild für deutsche Reformen dienen können.

Was besagt die "Polarisierungshypothese" von Ulrike Six?

Sie besagt, dass Medienangebote von privilegierten Gruppen zur Verstärkung sozialer Unterschiede genutzt werden, was sich nicht nur auf Bildung und Wissen, sondern auch auf Einstellungen und Interessen auswirkt.

Welche Bedeutung misst die Autorin der Lehrerrolle bei der Leseförderung bei?

Die Autorin betont, dass die Lehrkraft einen dauerhaften Einfluss auf die private Lektüre des Kindes gewinnen muss, wobei eine individuelle Leseerziehung und die Unterstützung durch das Elternhaus unerlässlich sind.

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Details

Title
PISA-Studie und PISA-E-Studie 2000- Die Bundesländer im Vergleich in Bezug auf Entwicklung und Förderung von Lesekompetenz -
College
University of Erfurt  (Erziehungswissenschaftliche Fakultät)
Course
WS 2005/06
Grade
1,7
Author
Yvonne Babock (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V51454
ISBN (eBook)
9783638474245
ISBN (Book)
9783656798958
Language
German
Tags
PISA-Studie PISA-E-Studie Bundesländer Vergleich Bezug Entwicklung Förderung Lesekompetenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yvonne Babock (Author), 2006, PISA-Studie und PISA-E-Studie 2000- Die Bundesländer im Vergleich in Bezug auf Entwicklung und Förderung von Lesekompetenz -, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51454
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