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Aggression und Gewalt in Abhängigkeitsbeziehungen

Ein Fallbeispiel aus einer offenen Ganztagsschule

Titel: Aggression und Gewalt in Abhängigkeitsbeziehungen

Hausarbeit , 2019 , 18 Seiten , Note: 8/10

Autor:in: Benny Dellwig (Autor:in)

Soziologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit thematisiert Gewalt in Abhängigkeitsbeziehungen mit Hauptfokus auf Kindern in der teilstationären Hilfe zur Erziehung in offenen Ganztagsschulen. Darüber hinaus wird auch ein Blick auf herrschende Gewaltformen auf das Familiensystem im Sinne von systemischer Gewalt gewährt. Anhand eines Fallbeispiels werden die Begriffe Aggression, Gewalt und Abhängigkeitsbeziehungen definiert und systemisch auf das Verhalten des Klienten, seines Hilfesystems und seines Familiensystems bezogen.

Zu einer Angliederung an Hilfe zur Erziehung gemäß §17 SGB VIII kommt es in der offenen Ganztagsschule üblicherweise auf einem der folgenden zwei Wege: Entweder tritt ein unterstützungsbedürftiges Familiensystem in Kontakt mit dem ASD und erhält in einem Gespräch die Empfehlung und Bewilligung zur Hilfe zur Erziehung oder Lehrer und Betreuungspersonal stellen Unterstützungsbedarf fest und suchen das Gespräch mit den Eltern und dem ASD. Im gemeinsamen Gespräch wird dann eine Lösung erarbeitet, welche ebenfalls häufig die Hilfe zur Erziehung darstellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einrichtung & Struktur

3. Der Klient und das Klientensystem

4. Systemische Analyse

5. Maßnahmen

5.1 Akutmaßnahmen

5.2 Langfristige Maßnahmen

6. Kommunikations- und Interaktionsmuster

7. Kulturelle Aspekte

8. Sozialisations- & Reflexionsbericht

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen von Gewalt in Abhängigkeitsbeziehungen anhand eines anonymisierten Fallbeispiels eines siebenjährigen Jungen im Kontext der "Hilfe zur Erziehung". Ziel ist es, systemtheoretische Konzepte auf das Verhalten des Klienten anzuwenden, strukturelle Gewaltfaktoren zu identifizieren und pädagogische Interventionsmöglichkeiten zu reflektieren.

  • Anwendung systemtheoretischer Konzepte auf ein reales Fallbeispiel
  • Analyse von Machtverhältnissen und struktureller Gewalt
  • Kulturübergreifende Betrachtung von Zwillingen und Gewalt
  • Reflexion der eigenen professionellen Rolle als Social Worker
  • Entwicklung von Interventionsstrategien zur Deeskalation

Auszug aus dem Buch

3. Der Klient und das Klientensystem

In dem folgenden, anonymisierten, Fallbeispiel geht es vorrangig um das Familiensystem (aus Klientenperspektive) von Tom Hust. Tom ist ein siebenjähriger Junge. Er ist seit April 2019 in der Hilfe zur Erziehung angebunden. Durch den Auftrag der Hilfe zur Erziehung findet ein Eingriff in sein soziales System, das Familiensystem statt (vgl. Schlippe & Schweitzer, 2016). Toms Familiensystem besteht aus seinen leiblichen Eltern und seinem Zwillingsbruder Fabian. Mit diesen lebt er in einer Wohnung. Seine Eltern haben der Hilfe zur Erziehung als Vorschlag des ASD Holzwickede zugestimmt und diese beantragt. Der ASD wurde seitens der Schule und des Offenen Ganztags um die Gesprächseinladung der Familie gebeten.

Mit Entstehung der Konfliktforschung wurde über die interpersonell ausgetragenen Gewalthandlungen hinaus noch der Begriff der „strukturellen Gewalt“ etabliert. Ein Begriff, der sich auch auf Toms Familiensystem und ihn beziehen lässt. Die Etablierung geschah im Jahre 1971 durch den Friedensforscher Johan Galtung. Sein Begriff der „strukturellen Gewalt“ beschreibt, dass Gewaltförmigkeit auch staatlich bzw. gesellschaftlich und nach modernen Ansichten auch institutionell sein kann (vgl. Joas S. 118, 2007; Christ, 2019). Galtung definiert strukturelle Gewalt als vermeidbare Beeinträchtigung grundlegender menschlicher Bedürfnisse. Allgemein formuliert: als die Beeinträchtigung des Lebens, in welchem der reale Grad der Bedürfnisbefriedigung unter das herabgesetzt wird, als das potenziell Mögliche (Riekenberg, 2008).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Arbeitsfeldes sowie die Definition zentraler Begriffe wie Gewalt und Aggression im Hinblick auf das Fallbeispiel.

2. Einrichtung & Struktur: Beschreibung des professionellen Kontextes der "Hilfe zur Erziehung" in der offenen Ganztagsschule.

3. Der Klient und das Klientensystem: Detaillierte Darstellung des Fallbeispiels sowie theoretische Herleitung des Begriffs der strukturellen Gewalt.

4. Systemische Analyse: Anwendung systemtheoretischer Ansätze zur Analyse des problemdeterminierten Hilfesystems rund um den Klienten.

5. Maßnahmen: Auflistung kurzfristiger Akutmaßnahmen sowie langfristiger pädagogischer Lernfelder zur Unterstützung des Klienten.

6. Kommunikations- und Interaktionsmuster: Analyse der Kommunikation des Klienten mittels etablierter Modelle und Ansätze der Ärgerbewältigung.

7. Kulturelle Aspekte: Untersuchung des Einflusses familiärer Strukturen und Zwillingskonstellationen auf das Sozialverhalten des Klienten.

8. Sozialisations- & Reflexionsbericht: Persönliche Reflexion des Autors hinsichtlich seiner eigenen Sozialisation und der erlernten fachlichen Haltung.

Schlüsselwörter

Gewalt, Abhängigkeitsbeziehungen, Hilfe zur Erziehung, systemische Analyse, strukturelle Gewalt, Aggression, Familiensystem, Social Worker, Konfliktforschung, Deeskalation, Verhaltensauffälligkeit, Machtverhältnisse, Zwillingsforschung, Sozialisationsbericht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse und pädagogischen Begleitung von Gewalt in Abhängigkeitsbeziehungen am Beispiel eines siebenjährigen Jungen im Rahmen der Hilfe zur Erziehung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Systemtheorie, der Konfliktforschung, Machtverhältnissen in Familien, Kommunikationsmodellen und Methoden der Ärgerbewältigung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch eine systemische Analyse des Fallbeispiels geeignete Interventionsmaßnahmen abzuleiten, um das fremdgefährdende Verhalten des Klienten zu reduzieren und seine soziale Integration zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein systemtheoretischer Ansatz gewählt, der durch die Anwendung von Kommunikationstheorien (z.B. Vier-Ohren-Modell) und fachliteraturgestützte Reflexion ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Fallvorstellung, die systemische Analyse des Umfeldes, die Ableitung von Akut- und Langfristmaßnahmen sowie die Untersuchung von Kommunikationsmustern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Gewalt, Abhängigkeitsbeziehungen, strukturelle Gewalt, Hilfe zur Erziehung und systemische Analyse.

Wie beeinflusst die familiäre Situation des Jungen sein Verhalten in der Schule?

Der Junge übernimmt Loyalitätskonflikte seiner Eltern und ist durch die Instrumentalisierung innerhalb der Familie emotional überfordert, was sich in aggressivem, manipulativem Verhalten zeigt.

Welche Rolle spielt die Zwillingskonstellation im beschriebenen Fall?

Die Zwillingsbeziehung dient als spezifisches Sozialisationsumfeld, in dem Rivalitäten und Gewaltmuster erlernt wurden, was eine besondere pädagogische Begleitung erfordert.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aggression und Gewalt in Abhängigkeitsbeziehungen
Untertitel
Ein Fallbeispiel aus einer offenen Ganztagsschule
Hochschule
Saxion University of Applied Sciences, Enschede
Note
8/10
Autor
Benny Dellwig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
18
Katalognummer
V514825
ISBN (eBook)
9783346105967
ISBN (Buch)
9783346105974
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gewalt Abhängigkeitsbeziehung Abhängigkeit Beziehung Systemische Gewalt Emotionale Gewalt Aggression Macht Hilfe zur Erziehung OGS
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Benny Dellwig (Autor:in), 2019, Aggression und Gewalt in Abhängigkeitsbeziehungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/514825
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Leseprobe aus  18  Seiten
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