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Dialektische Kritik am Mechanizismus

Title: Dialektische Kritik am Mechanizismus

Scientific Essay , 2019 , 39 Pages

Autor:in: Heinz Ahlreip (Author)

Philosophy - General Essays, Eras
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Summary Excerpt Details

Die fundamentale Arbeitsteilung zwischen Geistes- und Naturwissenschaft wollte Kant durch eine mathematische Grundlegung der Metaphysik überwinden. Gelänge dieses Konzept, reduzierte sich Geisteswissenschaft auf ein naturwissenschaftliches zu betreibendes Studium eines Automaten. Fatalerweise hält Kant aber in ihm einen Herr-Knecht-Automatismus bei, jenseits dessen Freiheit ihren Ort hätte. Es gibt ihn nicht auf dieser Erde, weil Kant den Ewigen Frieden in der Weise eines Rechtsmathematikers durch die Kugelgestalt der Erde erzwingen will. Durch die Kugelgestalt der Erde muss der Krieg die Menschen eines Tages friedensgesinnt zusammenführen, während die unendliche Fläche immer wieder die Gelegenheit zu einem weiteren Anlauf zum Kriege gäbe. Schon Heraklit wusste: Der Krieg führt die Menschen zusammen. Und die Kugelgestalt lässt letztendlich nur die Friedensoption offen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. „So wie ein Automat sich selbst erhalten kann“

2. Die fundamentale Arbeitsteilung zwischen Geistes- und Naturwissenschaft

3. In der Tat saugen die Naturwissenschaften

4. Bereits Descartes überlegte sich das Tier als Maschine

5. Die über die Mehrwertproduktion ihrer Sklaven verfügenden Klassen

6. Unlösbar innerhalb des Rahmens der bürgerlichen Gesellschaft

7. Die anfängliche Opposition gegen die Große Industrie

8. Buchstäblich hat die Computertechnologie

9. Dialektik, das Denken der Zusammenhänge

10. Auf die immer größer werdende Bedeutung der Naturwissenschaften

11. Im historischen-dialektischen Materialismus

12. Die Kehrseite der Abweichung der Philosophen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit unternimmt eine dialektische Kritik an mechanistischen Gesellschaftsmodellen, indem sie die historische Entwicklung des Kapitalismus, die Rolle der Naturwissenschaften und die Bedeutung der revolutionären Disziplin analysiert, um die Unabdingbarkeit des Sozialismus aufzuzeigen.

  • Kritik an der mechanistischen Reduktion des Menschen und der Natur.
  • Analyse des Verhältnisses von Natur- und Gesellschaftswissenschaften im Marxismus.
  • Untersuchung der "Zickzackbewegungen" in revolutionären Prozessen.
  • Bedeutung von Arbeitsproduktivität und revolutionärer Disziplin.
  • Auseinandersetzung mit revisionistischen Thesen zum Sozialismus.

Auszug aus dem Buch

ZUR DIALEKTISCHEN KRITIK EINES MECHANISCHEN GESELLSCHAFTSMODELLS

„Die Anschauung, welche unter der Herrschaft des Privateigentums und des Geldes von der Natur gewonnen wird, ist die wirkliche Verachtung, die praktische Herabwürdigung der Natur. In diesem Sinn erklärt es Thomas Müntzer für unerträglich, „…daß alle Kreatur zum Eigentum gemacht worden sei, die Fische im Wasser, die Vögel in der Luft, das Gewächs auf Erden.“ 1.

Die fundamentale Arbeitsteilung zwischen Geistes- und Naturwissenschaft wollte Kant durch eine mathematische Grundlegung der Metaphysik überwinden. Gelänge dieses Konzept, reduzierte sich Geisteswissenschaft auf ein naturwissenschaftliches zu betreibendes Studium eines Automaten: „…bis endlich einmal, teils durch die bestmögliche Anordnung der bürgerlichen Verfassung innerlich, teils durch eine gemeinschaftliche Verabredung und Gesetzgebung äußerlich, ein Zustand errichtet wird, der einem bürgerlichen gemeinen Wesen ähnlich, so wie ein Automat sich selbst erhalten kann.“ 2. Fatalerweise hält Kant aber in ihm einen Herr-Knecht-Automatismus bei, jenseits dessen Freiheit ihren Ort hätte.

Zusammenfassung der Kapitel

„So wie ein Automat sich selbst erhalten kann“: Einleitung in die kritische Auseinandersetzung mit der mechanistischen Reduktion der Natur und Gesellschaft.

Die fundamentale Arbeitsteilung zwischen Geistes- und Naturwissenschaft: Erörterung der Kantschen Versuche einer mathematischen Grundlegung der Metaphysik und deren Konsequenzen.

In der Tat saugen die Naturwissenschaften: Kritik an der Mathematisierung der Natur und der damit einhergehenden Entqualifizierung des tätigen Arbeiters.

Bereits Descartes überlegte sich das Tier als Maschine: Darstellung der historischen Wurzeln des technomorphen Modells des Organismus und der Reduktion des Menschen auf eine Maschine.

Die über die Mehrwertproduktion ihrer Sklaven verfügenden Klassen: Analyse der massenmanipulativen Rolle der Medien bei der Aufrechterhaltung der Lohnarbeit als anthropologische Konstante.

Unlösbar innerhalb des Rahmens der bürgerlichen Gesellschaft: Diskussion über die Grenzen der bürgerlichen Ideologie und das Scheitern anarchistischer Ansätze gegenüber dem Kapitalismus.

Die anfängliche Opposition gegen die Große Industrie: Untersuchung der historischen und heutigen Formen des Widerstands gegen die mathematisierte Gesellschaftsmaschinerie.

Buchstäblich hat die Computertechnologie: Kritik am intellektuellen Verfall durch mediale Infantilisierung und computergesteuerte Arbeitsabläufe.

Dialektik, das Denken der Zusammenhänge: Verteidigung der dialektisch-materialistischen Methode gegen Versuche, sie durch kybernetische Systemtheorien zu ersetzen.

Auf die immer größer werdende Bedeutung der Naturwissenschaften: Analyse der Hemmnisse der wissenschaftlichen Entfaltung der Arbeiterklasse durch unproduktive Klassen.

Im historischen-dialektischen Materialismus: Untersuchung des Verhältnisses von Gesellschaftswissenschaften zur Klassenspaltung und deren Überwindung im Kommunismus.

Die Kehrseite der Abweichung der Philosophen: Kritik an revisionistischen Theorien, die den Marxismus als nicht autark darstellen und ihn mit Kybernetik ergänzen wollen.

Schlüsselwörter

Dialektik, Historischer Materialismus, Kapitalismus, Sozialismus, Klassenkampf, Mechanisierung, Kybernetik, Naturwissenschaften, Entfremdung, Arbeiterklasse, Revolution, Arbeitsproduktivität, Marxismus-Leninismus, Produktivkräfte, Ideologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine kritische dialektische Analyse bürgerlicher Gesellschaftsmodelle und setzt sich mit der materialistischen Sicht auf Geschichte, Technik und die Rolle des Marxismus auseinander.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Dialektik von Natur- und Gesellschaftswissenschaften, der Kritik am mechanistischen Menschenbild sowie der Verteidigung des Marxismus-Leninismus gegen revisionistische Strömungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die innere Gesetzmäßigkeit geschichtlicher Prozesse aufzuzeigen und die Unausweichlichkeit der Aufhebung kapitalistischer Verhältnisse durch das Proletariat zu begründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die materialistische Dialektik und die Analyse klassischer marxistischer Schriften, um gesellschaftliche Zusammenhänge zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung des Kapitalismus, die Auswirkungen der Computertechnologie auf das Subjekt sowie die strategische Bedeutung der revolutionären Disziplin.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Dialektik, Materialismus, Klassenkampf, Sozialismus, Entfremdung, Revolution, Arbeitsproduktivität und Klassenbewusstsein.

Warum wird die Kybernetik im Text kritisiert?

Der Autor betrachtet die Kybernetik als reaktionäre Pseudowissenschaft, die den dialektischen Kern der marxistischen Totalitätsanalyse durch eine oberflächliche Systembetrachtung ersetzen will.

Wie bewertet der Autor den Zerfall der Sowjetunion?

Der Autor führt den Zerfall nicht auf das Versagen einzelner Politiker zurück, sondern auf eine ökonomische Restauration, die durch die Verletzung dialektischer Prinzipien und den Verlust der revolutionären Disziplin ermöglicht wurde.

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Details

Title
Dialektische Kritik am Mechanizismus
Author
Heinz Ahlreip (Author)
Publication Year
2019
Pages
39
Catalog Number
V514873
ISBN (eBook)
9783346117694
ISBN (Book)
9783346117700
Language
German
Tags
dialektische kritik mechanizismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Heinz Ahlreip (Author), 2019, Dialektische Kritik am Mechanizismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/514873
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